Am Samstag, 9. September 2017, fand bei der Feuerwehr Daxberg das Tagesseminar „Waldbrandausbildung“ des Kreisfeuerwehrverbandes statt.

In Zusammenarbeit mit der FF Jakobsthal und der FF Waldaschaff richtete in diesem Jahr die Feuerwehr Daxberg das Seminar aus. Nach der Begrüßung durch Kommandant Sebastian Kissner und dem KBM Ausbildung Thilo Happ ging es sogleich mit dem theoretischen Teil der Ausbildung los, den Feuerwehrkamerad Christian Schrom von der FF Jakobsthal hervorragend vermittelte.

Der praktische Teil fand an drei verschiedenen Stationen statt.

An der ersten Station ging es um den richtigen Gebrauch der Schutzausrüstung und der Bekämpfung von Flächenbränden mit Feuerpatsche und Sandschaufel.

Bei der zweiten Station wurde das Anlegen eines Wundstreifens mit verschiedenen Werkzeugen sowie der Einsatz von Löschrucksäcken und Wärmebildkamera vermittelt.

Transport und Logistik von Ausrüstung, vor allem im unwegsamen Gelände, beinhaltete Station drei.

Des Weiteren wurde das Löschen mit einem Feuerwehrfahrzeug in Bewegung vorgeführt, das sich auf Neudeutsch „Pump & Roll“ nennt.

Zu guter Letzt fand noch eine gemeinsame Übung statt, in der das erlernte Wissen sogleich angewandt wurde.

Wir bedanken uns bei den teilnehmenden Wehren aus

Dammbach, Johannesberg, Mömbris, Haibach, Glattbach, Kahl, Heinrichsthal und Daxberg.

Auch allen Helfern im Hintergrund, insbesondere sei hier der leckere Leberkäse mit Kartoffelsalat erwähnt, ein herzliches Dankeschön.

Volker Hain, FF Daxberg

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Heute Vormittag gegen 09.15 Uhr hat ein tschechischer Lkw-Fahrer zwischen den Anschlussstellen Aschaffenburg-Ost und Aschaffenburg-West/Kleinostheim in Fahrtrichtung Frankfurt offensichtlich einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten. In der Folge fuhr der Mann mit seinem Lkw zunächst in Schlangenlinien auf der Autobahn weiter, touchierte die rechte Leitplanke und kam schließlich auf dem Standstreifen zum Stehen. Ein zufällig vorbeifahrender Feuerwehrmann der Feuerwehr Kleinostheim (Lkr. Aschaffenburg), der das Geschehen beobachtet hatte, eilte dem Lkw-Fahrer zu Hilfe. Gemeinsam mit einem weiteren Ersthelfer zog er den Fahrer aus seinem Führerhaus und begann sogleich mit der Reanimation. Zeitgleich wurden über Notruf 112 Feuerwehr und Rettungsdienst verständigt. Die Feuerwehren Mainaschaff und Aschaffenburg wurden um 09.27 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Während sich der Rettungsdienst um die weitere medizinische Versorgung des Lkw-Fahrers kümmerte, sicherten die Feuerwehrkräfte unter der Leitung des Mainaschaffer Kommandanten Matthias Grimm die Unfallstelle ab, kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsstoffe und stellten den Brandschutz sicher. Über den Gesundheitszustand des Lkw-Fahrers können wir keine Aussage treffen. Die Feuerwehren waren mit 5 Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz war nach gut einer Stunde beendet.

Am Donnerstag, 07.09.17 fand am Landratsamt Aschaffenburg von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr eine Übung für die UG-ÖEL Mömbris statt, an der auch die KomFü und die Kreisbrandinspektion teilgenommen haben. KBI Wissel hatte als Übungslage den Großbrand im Außenlager der Fa. Lidl angenommen. Ziel der Übung war es die Handlungsabläufe innerhalb der UG-ÖEL zu trainieren. Die Mitglieder der Kreisbrandinspektion übernahmen die S-Funktionen innerhalb der Einsatzleitung, die KomFü übernahm den Part der ILS, der Einsatzabschnitte und sonstigen Einsatzkräfte. Die Führungsgehilfen der UG-ÖEL hatten u.a. die Kräfteübersicht, die Lagekarte und das Einsatztagebuch zu führen. Die Funker waren für die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und den anderen beteiligten Stellen verantwortlich. Dabei kam auch der 4-fach Nachrichtenvordruck wieder einmal zum Einsatz. Landrat Dr. Ulrich Reuter ließ es sich nicht nehmen, sich in die Lage einweisen zu lassen. Nach gut 2 Stunden zog KBI Wissel ein positives Fazit und zeigte sich mit den Leistungen der Übungsbeteiligten sehr zufrieden.

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Bilder: Markus Fischer

Bei einem Crash-Versuch heute Vormittag auf einem Betriebsgelände in der Alzenauer Carl-Zeiss-Straße hat das elektronische Notrufsystem eines Mercedes automatisch die Notrufzentrale des Autoherstellers informiert. Da die Notrufzentrale verständlicherweise keinen Sprechkontakt zu den Fahrzeuginsassen aufnehmen konnte, wurde die zuständige Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain (ILS) von der Notrufzentrale über den „Unfall“ informiert. Dabei wurden Fahrzeugtyp und Standort des Fahrzeuges mitgeteilt. Außerdem erhielt die Leitstelle die Info, dass die Airbags ausgelöst haben. Die ILS löste daraufhin mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit Pkw“ um 10.04 Uhr Alarm für die Feuerwehr Alzenau aus und schickte außerdem einen Rettungswagen an die „Unfallstelle“. Beim Eintreffen des ersten Hilfeleistungslöschfahrzeuges konnte dann schnell Entwarnung gegeben werden und die Einsatzkräfte fuhren wieder zurück. Auch wenn es sich in diesem Fall nicht um ein tatsächliches Unfallereignis gehandelt hatte, hat die Rettungskette ausgezeichnet funktioniert. Im Realfall wäre den Unfallbeteiligten mit Unterstützung des eCall Notrufsystems schnellstmöglich Hilfe zuteil geworden.

Zu einem Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen, eines davon mit Pferdeanhänger und einem Pferd, kam es am Sonntagmittag gegen 13:00 Uhr, auf der A3 in Richtung Frankfurt, innerhalb der aktuellen Baustelle. Hierbei wurde das Pferd verletzt und musste in eine Pferdeklinik eingeliefert werden. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu schaden. Durch den Unfall kam es zu Behinderungen in der Baustelle, der laufende Verkehr konnte jedoch über die Gegenfahrbahn und einer Spur auf der Hauptfahrbahn an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Die Feuerwehr Stockstadt stellte an der Unfallstelle den Brandschutz sicher und reinigte die Fahrbahn. Ebenso wurden die Batterien der beteiligten Fahrzeuge abgeklemmt. Durch die Feuerwehr Großostheim, wurde mit einem Verkehrssicherungsanhänger, die Unfallstelle abgesichert. Ebenso wurde durch die Großostheimer Feuerwehr der Tierarzt mit seinem Fahrzeug vor Ort eskortiert und später das verletzte Pferd, im nur leicht beschädigten Pferdeanhänger, mit einem Feuerwehrfahrzeug in die Pferdeklinik nach Großostheim transportiert.  

Für diesen nicht alltäglichen Einsatz standen dem Einsatzleiter der Feuerwehr Stockstadt, insgesamt 35 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen zur Verfügung. Er wurde unterstützt durch den Diensthabenden Kreisbrandmeister Udo Schäffer. Der vor Ort bereitstehende Rettungswagen musste glücklicherweise nicht tätig werden.

Zur Unfallursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Aussagen treffen.  

Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion 

Am Donnerstag, den 10. August besuchten sieben Jugendliche aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg zusammen mit drei Sozialarbeitern vom Jugendamt des Landratsamtes Aschaffenburg die Freiwillige Feuerwehr Großostheim. Die jungen Leute werden durch das Jugendamt betreut und in den Ferien bietet das Jugendamt für sie verschiedene Aktivitäten an. Im Schulungsraum der Feuerwache begrüßte Volker Hock um 13:30 Uhr die Gäste und stellt kurz die Freiwillige Feuerwehr Markt Großostheim vor. Unterstützt von Ramona Hock, Leonie Hock und Marcel Wernisch stand erst einmal Brandschutzerziehung auf dem Plan. Am „Rauchhaus“ wurde demonstriert wie sich Brandrauch bei einem Feuer ausbreiten kann und wie sich die Jugendlichen richtig bei einem Schadensfeuer verhalten sollen. Hierbei wurde schnell erkannt, dass Rauchwarnmelder Leben retten! Das richtige Absetzen des europaweit einheitlichen Notrufes 112 stand als Nächstes auf dem Programm. Hierbei ging Volker Hock auch auf das Thema Notrufmissbrauch und die Folgen ein. Um den Jugendlichen bei einem Brand die Angst zu nehmen, durfte jeder eine Fluchthaube aufsetzen. Auch die Sozialarbeiter nutzen diese Gelegenheit und konnten eigene Erfahrungen im Umgang mit der Fluchthaube sammeln.
Nach so viel Theorie konnten sich alle erst mal bei Keksen und weiteren Süßigkeiten stärken. Dann ging es zum zweiten Teil, der Besichtigung der Feuerwache und der Einsatzfahrzeuge, auf Entdeckungstour in das Erdgeschoss. Neben der Einsatzzentrale fand die umfangreiche, aber notwendige Schutzkleidung der Feuerwehrleute große Beachtung! In der Fahrzeughalle konnte jeder die Einsatzfahrzeuge bestaunen und sogar einmal eine Wärmebildkamera realistisch ausprobieren. Ein Höhepunkt war die Fahrt in einem großen Feuerwehrauto um die Feuerwache herum. Zum Abschluss versammelten sich alle im Atemschutzbereich der Feuerwache und die Jugendliche erkundeten mehrmals die Atemschutzübungs-Strecke!
Nach über zwei aufregenden und kurzweiligen Stunden traten die Jugendlichen und ihre Betreuer wieder ihren Heimweg an. Trotz des Dauerregens hatten alle viel Spaß und die Zeit verging wie im Flug!
Volker Hock, FF Großostheim

Heute früh gegen 02.00 Uhr hat sich auf der Staatsstraße 2305 zwischen Alzenau-Michelbach und Mömbris-Niedersteinbach ein schwerer Verkehrsunfall ereignet bei dem eine 21-jährige Autofahrerin schwerste Verletzungen erlitten hat. Genau auf Höhe der Einfahrt zur Kläranlage kam die Pkw-Fahrerin aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Eine Leitplanke dämpfte glücklicherweise noch die Aufprallgeschwindigkeit. Die junge Frau zog sich bei dem Unfall schwerste Verletzungen zu und war in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Die um 02.14 Uhr alarmierten Feuerwehren Niedersteinbach, Mömbris, Michelbach und Alzenau trennten das Dach des Pkw zur patientenschonenden Rettung der Fahrerin mit einer hydraulischen Rettungsschere ab. Weiterhin wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet, der Brandschutz sichergestellt und die Verkehrslenkung an der Unfallstelle übernommen. Die Einsatzsanitäter der Feuerwehren Niedersteinbach und Mömbris führten die Erstversorgung der verletzten Frau im Pkw bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch. Unter der Einsatzleitung des Niedersteinbacher Kommandanten von Stephan Wissel waren 35 Einsatzkräfte mit 5 Fahrzeugen der Feuerwehr im Einsatz. Von Seiten des Rettungsdienstes war ein Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzu gezogen. Der Einsatz dauerte bis 05.00 Uhr heute früh.

Heute früh hat sich eine Kuh auf dem Birkenhof in Westerngrund mit dem Kopf in einem Eisengitter verfangen. Da es die Kuh auch mit Hilfe des Landwirtes nicht schaffte sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien, alarmierte der Landwirt gegen 07.30 Uhr die Feuerwehr Westerngrund.

Die Feuerwehr rückte mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug und 6 Einsatzkräften zum Birkenhof aus.

Mit einem hydraulischen Rettungsspreizer wurden die Eisenstangen soweit auseinandergebogen, dass die Kuh ihren Kopf wieder durch die Gitterstäbe brachte. Die Kuh war nach ihrer Befreiung wohlauf und trabte anschließend gleich auf die Weide. Der Einsatz war nach gut 30 Minuten beendet.

Wieder einmal zur Info: Einsätze zur Tierrettung sind ebenso wie Einsätze zur Menschenrettung kostenlos.

Am Mittwoch, 30.08.2017, wurde um 01:54 Uhr für die Feuerwehr Stockstadt sowie weitere Feuerwehren aus dem Umkreis Gefahrengutalarm ausgelöst. Auf dem Gelände einer Spedition in der Stockstädter Industriestraße, war ein als Gefahrengut gekennzeichnetes Behältnis auf einem LKW, leckgeschlagen.
Wie sich nach Erkundung herausstellte, handelte es sich um einen Kanister mit einem Pflanzenschutzmittel. Der Kanister wurde von der Feuerwehr in ein sicheres Behältnis verpackt und die in geringer Menge ausgetretene Flüssigkeit aufgenommen. Personen kamen nicht zu Schaden. Vorsorglich wurde während des Einsatzes das Speditionsgebäude geräumt und der Umkreis von der Polizei weiträumig abgesperrt. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Stockstadt, Werkfeuerwehr Sappi Stockstadt, Großostheim, Goldbach, Aschaffenburg, ein Fachberater aus Kahl und die Kreisbrandinspektion. Dem Stockstädter Kommandant und Einsatzleiter Frank Bott standen 16 Fahrzeuge und 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Verfügung. Weiterhin war zwei Rettungswagen, ein Notarzt, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie mehrere Fahrzeuge der Polizei vor Ort.
Armin Lerch, Pressesprecher FF Stockstadt

Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr Markt Schöllkrippen und Feuerwehr Schneppenbach zu einem Gebäudebrand in die Aschaffenburger Straße alarmiert. Passanten und Nachbarn hatten einen Rauchmelder in der Wohnung im Obergeschoss deutlich gehört, eine Rauchwolke aus dem Fenster treten sehen und daraufhin den Notruf gewählt. Ein Passant kümmerte sich sofort darum, dass die Bewohner der betroffenen Wohnung das Gebäude verließen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass der Rauchmelder aufgrund eines vergessenen Topfes auf dem Herd angeschlagen hatte. Somit beschränkte sich die Aufgabe der eingesetzten Trupps darauf, den Topf vom Herd zu nehmen und die Küche nach Glutnestern abzusuchen.

Dem Einsatzleiter und Kommandanten Jörg Klingmann standen 25 Feuerwehrleute zur Verfügung, unterstützt wurde er durch KBI Frank Wissel und KBM Georg Thoma. Ebenfalls vor Ort waren eine Streife der Polizei und ein Rettungswagen des Roten Kreuzes. Zur Schadenshöhe können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Sollten auch Sie einen Rauchmelder in Ihrer Umgebung wahrnehmen, zögern Sie nicht, der Ursache auf den Grund zu gehen. Denn Rauchmelder retten Leben, aber nur, wenn man sie auch ernst nimmt.

[Andreas Hausotter, Feuerwehr Schöllkrippen]

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Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, kam es am Montagmorgen um etwa 07:50 Uhr, auf der Hauptfahrbahn der A3 in Richtung Frankfurt, kurz hinter der Mainbrücke. Eine Person wurde verletzt in das Krankenhaus eingeliefert, weitere wurden vor Ort behandelt. Eines von zwei beteiligten Pferden, wurde vor Ort noch eingeschläfert und somit von seinem Leiden erlöst.

Bedingt durch einen Auffahrunfall wurde einer der Pferdeanhänger massiv beschädigt und das Springpferd aus dem Anhänger geschleudert. Es stürzte auf die Straße und geriet teilweise zwischen einen Kleintransporter und dessen Anhänger. Der Zugang zum Pferd wurde durch ein Kontergewicht, welches der Kleintransporter verloren hatte, erschwert. Dieses musste zuerst mit der Seilwinde eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges entfernt werden. Fortan konnte ein Tierarzt, welcher ebenfalls an die Unfallstelle kam, sich um das Pferd kümmern. Nach dem es stabilisiert wurde, musste es mit dem Rüstwagen-Kran und einem Tierhebegeschirr auf die Beine gestellt werden, zur Entlastung wurde noch ein Podest mit zwei Rettungsplattformen gebaut, auf denen unter dem Pferd mehrere Rüstholzer hindurchgeschoben wurden. Jegliche Rettungsversuche scheiterten jedoch und das schwer verletzte Tier musste vor Ort durch den Tierarzt erlöst werden.

Mehrere Einsatzkräfte kontaminierten sich mit ausgelaufener Batteriesäure und mussten die Kleidung wechseln, betroffen hiervon waren auch Ersthelfer und die Besitzer der Pferde. Teilweise wurde von der Säure „zerfressene“ Kleidung vor Ort abgelegt und die Personen mit Trainingsanzüge der Feuerwehr ausgestattet. Auch große Mengen an Material, wie Schlingen und Hebebänder wurden hinterher ausgesondert.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten und Freiräumen der linken Spur, wurde die Vollsperrung gegen 11:00 Uhr aufgehoben. Der Verkehr konnte auf einer Spur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Gegen 12:45 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte die A3. Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Kleinostheim, Thorsten Frank, konnte auf insgesamt 44 Feuerwehrleute aus Kleinostheim, Mainaschaff, Aschaffenburg, Waldaschaff und Karlstein zurückgreifen.

Zur Unfallursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Aussagen treffen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

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Ein schwerer Verkehrsunfall mit 2 beteiligten Pkw ereignete sich heute Vormittag gegen 09.30 Uhr auf der Wenigumstädter Straße im Großostheimer Ortsteil Pflaumheim. Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus seinem Pkw befreit werden. Der 81-jährige fuhr mit seinem Opel aus einer Grundstücksausfahrt auf die Wenigumstädter Straße. Dort konnte ein aus Richtung Wenigumstadt kommender 52-jähriger VW-Fahrer nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr ihm frontal in die linke Fahrertür. Durch den Aufprall erlitt der Senior schwere Verletzungen und musste nach notärztlicher Versorgung vor Ort in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der VW-Fahrer blieb unverletzt. Die Feuerwehren Großostheim und Wenigumstadt wurden um 09.38 Uhr alarmiert. Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte und erster Absicherung der Unfallstelle wurde mit der technischen Rettung des Opel-Fahrers begonnen. Dazu mussten mit hydraulischem Rettungsgerät zunächst beide Türen auf der Fahrerseite entfernt werden. Im Anschluss wurde der Patient mit Hilfe eines Rettungsbrettes patientenschonend aus dem Fahrzeug herausgehoben. Aufgrund der nicht vollständig geklärten Unfallursache wurde eine Sachverständige hinzugezogen. Die Wenigumstädter Straße blieb für die Zeit der Rettung und der anschließenden Unfallaufnahme komplett gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. Die Feuerwehren waren mit 35 Einsatzkräften und 7 Fahrzeugen unter der Leitung des Großostheimer Kommandanten Stefan Ullrich vor Ort. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen und einer Notärztin an der Einsatzstelle. Der Einsatz war nach abschließender Bergung der Unfallfahrzeuge gegen 11.45 Uhr beendet.

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Am Dienstag, 18.07.2017 ist gegen 20.30 Uhr trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr in der Hauptstraße in Heimbuchenthal eine Gartenhütte oberhalb eines Wohnhauses komplett abgebrannt. In der Gartenhütte befanden sich unter anderem 3 Bienenvölker die verständlicherweise auf die Einsatzkräfte nicht gut zu sprechen waren und entsprechend aggressiv reagierten. Der Brand hatte sich beim Eintreffen der Feuerwehren schon auf eine angrenzende Wiese ausgebreitet. Die Feuerwehren aus Heimbuchenthal und Mespelbrunn brachten den Brand mit 4 Atemschutztrupps und 2 C-Rohren schnell unter Kontrolle. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Dammbach musste nicht mehr ausrücken. Dem Heimbuchenthaler Einsatzleiter Andreas Nork standen 35 Einsatzkräfte, die mit 5 Fahrzeugen ausgerückt waren, zur Verfügung. Von der Kreisbrandinspektion befand sich Kreisbrandmeister Marco Eich an der Einsatzstelle. Ein Rettungswagen der Rettungswache Hobbach übernahm die Absicherung der Feuerwehrleute. Bürgermeister Rüdiger Stenger war ebenfalls vor Ort. Der Einsatz war gegen 22.00 Uhr beendet.

Zu einem B3 Zimmer wurde die Feuerwehr Gemeinde Karlstein am Samstag um 13:23 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen vor Ort stellte sich heraus, dass es in einer Küche gebrannt hatte und das Feuer bereits zu großen Teilen erloschen war. Der einzige Bewohner befand sich in Sicherheit, das Erdgeschoß war stark verraucht.

Ein Trupp unter Atemschutz ging in das Gebäude mit einem Strahlrohr vor und kontrollierte den gesamten Bereich. Mit Schuttmulden wurde das Brandgut ins freie gebracht und endgültig abgelöscht. Glücklicherweise war das Feuer noch nicht auf Einrichtungsgegenstände übergegriffen. Die Wohnung wurde entraucht und vor der Übergabe an den Bewohner noch einmal mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.

Die Feuerwehr Gemeinde Karlstein war mit einem Löschzug (Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschfahrzeug, Löschfahrzeug und Drehleiter) vor Ort. Einsatzleiter und Kommandant Andreas Emge, konnte auf 19 Einsatzkräfte zurückgreifen. Vor Ort war ebenfalls ein Vertreter der Kreisbrandinspektion, ein Rettungswagen sowie die Karlsteiner „Helfer vor Ort“ Einheit des Roten Kreuzes. Glücklicherweise gab es keine verletzten Personen.

Zur Brandursache und Schadenshöhe, können wir keinerlei Angaben machen. Der Einsatz war um 14:23 Uhr beendet.

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg/Kdt. Feuerwehr Gemeinde Karlstein

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Aufräumarbeiten nach dem Einsatz - Feuerwehr Gemeinde Karlstein 

Die Jugendwarte der Kreisjugendfeuerwehr Aschaffenburg fuhren vom 29.06.2017 bis zum 02.07.2017 zu einem politisch und kulturell interessanten Ausflug nach Berlin. Insgesamt nahmen rund 40 Teilnehmer an dem Ausflug teil.
Als es am frühen Donnerstagmorgen um 5:00 Uhr in Schöllkrippen losging, trafen sich alle Jugendwart/innen. Nachdem alle Teilnehmer endlich eingetroffen waren, konnte die Fahrt starten. Alle waren, trotz der schlechten Wettervorhersage, voller Vorfreude und gespannt auf die Zeit in Berlin.

Nach ca. 4 Stunden anstrengender Fahrt wurde eine Rast in Höhe Eisennach eingelegt, bei der sich die Beteiligten mit süßen und deftigen Stückchen stärken konnten; in Berlin angekommen aßen alle Beteiligten in einem kroatischen Restaurant zu Mittag.
Später, nach einer kurzen Ruhepause und dem Bezug der Zimmer, startete der erste offizielle Programmpunkt. Die Jugendwart/innen bekamen eine Bunkerführung in den Berliner Unterwelten. Bei dieser Führung ging es besonders um den Aufbau eines Bunkersystems und die Berliner Bunker, die im 2. Weltkrieg gebaut worden sind und auch im kalten Krieg genutzt wurden. Trotz aller Vorfreude auf die Führung gestaltete sich die Anreise zu der Tour schwer, da durch das Unwetter, was in Berlin herrschte, viele U-Bahnhöfe überschwemmt waren und die Berliner Feuerwehr wegen dem Starkregen einen Ausnahmezustand ausrief. Insgesamt hatte die Feuerwehr in Berlin knapp 2.000 Einsätze. Dennoch schafften es alle Beteiligten, mit leichter Verspätung, zur Führung.
Nach der informativen Bunkerführung hatten alle Teilnehmer Freizeit und konnten den Abend gemütlich in Kleingruppen ausklingen lassen.

Am nächsten Tag ging es morgens nach dem Frühstück mit dem Programm weiter. Die Jugendwarte waren zu einem Besuch in der Bayerischen Vertretung in Berlin eingeladen. Dort stellte die Pressesprecherin Anette Denove allen Teilnehmern eine Präsentation vor, die den Beteiligten einen kleinen Einblick in die Politik, besonders auf das Thema Feuerwehr bezogen, gab. Nach der aufschlussreichen Präsentation zeigte die Pressesprecherin den Jugendwart/innen noch das ganze Gebäude der Bayerischen Vertretung.
Nach dem Besuch der Bayerischen Vertretung in Berlin besuchten die Jugendwarte den Reichstag, und trafen sich dort mit der Bundestagsabgeordneten Frau Andrea Lindholz. Frau Lindholz erklärte den Teilnehmern den Tagesablauf eines Bundestagsabgeordneten und wie sich der Beruf auf das Privatleben auswirkt. Auch erklärte sie ihren Standpunkt zur gleichgeschlechtlichen Ehe, da an diesem Tag die Abstimmung hierüber erfolgte. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, verabschiedete sich Frau Andrea Lindholz und die Jugendwarte konnten sich in der Reichstagskantine stärken.
Auch wurde im Reichstag eine Bundestagsdebatte besucht, in der es über den Abgasskandal ging. Alle Jugendwart/innen und Jugendwartinnen fanden die Diskussion der Politiker sehr interessant.
Schließlich konnte im Reichstag auch die Reichstagskuppel besichtigt werden, von der die Jugendwart/innen einen hervorragenden Blick, trotz schlechtem Wetter, über Berlin hatten.
Am Freitagnachmittag startete dann gegen 14:30 Uhr eine Stadtrundfahrt. Bei der Stadtrundfahrt fuhren die Jugendwart/innen in die verschiedenen Gebiete in Berlin, um die Vielfältigkeit Berlins zu entdecken und gezeigt zu bekommen. Besonders der Checkpoint Charlie, die Hackeschen Höfe und das Brandenburger Tor gefielen allen Beteiligten. Auch verriet uns die Berliner Reiseführerin viele Geheimtipps der Stadt.
Nach der anstrengenden aber spannenden Stadtrundfahrt hatten alle Jugendwarte wieder Zeit zur freien Verfügung und konnten ihr Abendprogramm selbst gestalten.

Am nächsten Tag trafen sich alle Jugendwart/innen nach dem Frühstück, um ca. 8.30 Uhr. Nach Hohenschönhausen fuhren die Jugendwarte, um sich dort das Stasi-Gefängnis anzuschauen. Der Führungsleiter, der die Jugendwarte durch das Stasi-Gefängnis führte, konnte den Teilnehmern die Räume und die Atmosphäre des ganzen Gefängnisses sehr nahe bringen, da er selbst öfters inhaftiert war. Dieser zeigte den Beteiligten Zellen, Verhörräume, Beruhigungszellen und Sammelzellen. Alle Jugendwartinnen und Jugendwarte waren sehr beeindruckt von der Führung.
Den Rest des Tages hatten alle Beteiligten Freizeit und konnten ihren Tag in Berlin selbst gestalten. Viele Jugendwart/innen ließen es sich nicht nehmen und schauten sich andere Sehenswürdigkeiten Berlins an, während andere die Zeit für eine kleine Shoppingtour durch Berlin nutzen.
Der Abend war wieder zur freien Verfügung, sodass die Jugendwart/innen ihren letzten Abend in Berlin gemütlich in Kleingruppen ausklingen lassen konnten.

Am Sonntagmorgen war es soweit und alle Teilnehmer mussten ihre Koffer für die Heimreise packen. Nach einem Frühstück und dem Check-Out, fuhr die gesamte Gruppe nochmal nach Kreuzberg, um diesen Stadtteil Berlins genauer zu erkunden.
Als die Heimreise dann  startete, freuten sich alle Jugendwarte auf Zuhause, aber waren dennoch traurig Berlin schon verlassen zu müssen. Zwar total erschöpft vom vielen Erlebten, aber voller guter Erinnerungen schauen die Jugendwarte während der Fahrt auf den Berlinausflug zurück.

Großer Dank gilt der Bundestagsabgeordneten Frau Andrea Lindholz, die es den Jugendwarten ermöglichte, mit ihrer Einladung, nach Berlin zu fahren und eine derartige Fahrt zu erleben. Auch danken die Jugendwarte dem Busfahrer, der die Teilnehmer, trotz starkem Regen, von jedem Ziel wieder nach Hause brachte.
Des Weiteren gilt ein großer Dank allen Jugendwartinnen und Jugendwarten, die an dem Ausflug teilgenommen haben.
Anna Bott
Fachreferat Jugendarbeit

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Bilder: Jason Lafley

Am heutigen Mittag gegen 15.00 Uhr gerieten im Karlsteiner Ortsteil Dettingen am Ortsausgang Richtung Kleinostheim rund 150 Stroh-Rundballen in Brand. Die Feuerwehren Gemeinde Karlstein und Kleinostheim wurden um 15.07 Uhr zu dem Strohballenbrand alarmiert. Die ersten Löschversuche zeigten schnell Wirkung, eine weitere Brandausbreitung auf ein unmittelbar angrenzendes Waldstück und die Ackerfläche konnte verhindert werden. Im weiteren Einsatzverlauf mussten die Strohballen abgelöscht werden. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde eine 400 Meter lange Schlauchleitung zur Einsatzstelle verlegt. Außerdem transportierten zwei Tanklöschfahrzeuge und ein mit einem 5000 Liter Wasserfass bestückter Lkw des gemeindlichen Bauhofes im Pendelverkehr Löschwasser an den Brandort. Mit Hilfe eines zur Unterstützung angeforderten Radladers wurden die Rundballen auseinandergezogen und mit 4 Strahlrohren sukzessive abgelöscht. Diese sehr zeitaufwändige Arbeit zog sich bis in die Abendstunden hin. Nachdem die Rundballen auseinandergezogen und abgelöscht waren, wurde noch ein Schaumteppich über das Brandgut gelegt um ein selbstständiges Wiederaufflammen zu verhindern. Gegen 19.45 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Bis dahin wurden 70.000 Liter Löschwasser an die Einsatzstelle gefahren. Dazu wurden noch rund 60.000 Liter Wasser über die verlegte Schlauchleitung entnommen. Aktuell finden letzte Aufräumarbeiten statt, die voraussichtlich bis gegen 21.00 Uhr andauern. Die Feuerwehren Karlstein und Kleinostheim waren mit insgesamt 36 Einsatzkräften und 9 Fahrzeugen unter der Leitung von Karlsteins stellvertretendem Kommandanten Thomas Merget im Einsatz.

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Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 wurde an unserer OGS zum 2. Mal eine „Feuerwehr-AG“ gestartet. Unter Leitung von Frau Bott, Mitarbeiterin des Fachreferates Jugendarbeit vom Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg, haben sich Schülerinnen und Schüler unserer OGS wöchentlich getroffen, um sich mit den Aufgaben der Feuerwehren vertraut zu machen. Mit viel Interesse und Einsatzbereitschaft gab Frau Bott ihr Wissen in theoretischen und praktischen Teilen weiter.

Um allen Schülern einen kleinen Einblick in die verantwortungsbewusste und wichtige Arbeit der FFW zu geben, organisierte das Fachreferat am 5. Juli 2017 den „Brandschutznachmittag“. Inhaltliches Ziel war eine Brandschutzbelehrung für alle Schüler.

Interessiert und mit großer Spannung nahmen die Schüler die 4 Stationen der verschiedenen Feuerwehren in Augenschein.

Die FF Stockstadt beteiligte sich mit einem „Super“ Feuerlöschtraining. Viele Schüler wollten mehrfach das Löschen eines Feuers mit dem Feuerlöscher trainieren und so selbst unter Aufsicht ihr Können ausprobieren.

Die FF Albstadt zeigte uns ihr Löschfahrzeug. Hier erfuhren wir, dass Löschfahrzeuge z.B. auch zum Abpumpen von Wasser in vollgelaufenen Kellern eingesetzt werden. Interessiert durchforsteten die Schüler das Fahrzeug, einige ließen sich eine Rundfahrt am Ende der Veranstaltung nicht entgehen und die Feuerwehrleute beantworteten geduldig viele Fragen.

Die FF Schöllkrippen stellte für diesen Nachmittag das Fahrzeug mit der Drehleiter zur Verfügung. Alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mit der ausgefahrenen Drehleiter unsere Schule und die Umgebung von „Oben“ anzuschauen!

Die FF Wasserlos übernahm die Brandschutzerziehung. Die Schüler wurden u.a. auf die verschiedenen Feuerwehren, die es in Deutschland gibt, und ihre Einsatzmöglichkeiten hingewiesen. Sie lernten die unterschiedlichsten Schutzanzüge und ihre Verwendung kennen. In einem weiteren theoretischen Teil lernten wir  die Bedeutung der verschiedenen Zeichen (z.B. für Fluchtwege) kennen.

Besonders freuten wir uns, dass ältere Schüler unserer Schule auch in der Jugendfeuerwehr aktiv sind und bei der Gestaltung des Tages mitgeholfen haben.

Dieser Nachmittag war für alle Teilnehmer ein ganz besonderes Erlebnis. Wir möchten uns bei den Feuerwehrfrauen und -männern aus Stockstadt, Schöllkrippen, Albstadt, Wasserlos und dem Fachreferat Jugendarbeit  herzlich  bedanken und  freuen uns darauf im Schuljahr 2017/18 wieder eine Feuerwehr-AG an unserer OGS durchführen zu können.

Michaela Werner
Leiterin der OGS Alzenau

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Heute Mittag wurden um 14:44 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Feldkahl und die Freiwillige Feuerwehr Hösbach zu einem Brand einer Gartenhütte nach Feldkahl alarmiert.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte war eine leichte Rauchentwicklung hinter der dortigen Bebauungslinie wahrnehmbar. Außerdem war deutlicher Brandgeruch festzustellen.
Die Erkundung gestaltete sich als sehr aufwändig und erforderte einesportliche Höchstleistung des Einsatzleiters Christian Seitz. Er musste sich zunächst durch die Grundstücke der Anwohner arbeiten und sich anschließend durch ca. 50 Meter Buschwerk kämpfen, um zum Brandobjekt zu gelangen. Während dessen wurde ein weiterer Angriffsweg über einen nahegelegenen Spielplatz erkundet.
An der ca. 5x5m großen Hütte angekommen, konnte eine deutliche Rauchentwicklung festgestellt werden. Flammen waren noch nicht erkennbar.
Sofort wurde ein Löschangriff mit 2 Atemschutztrupps vorbereitet. Hierzu mussten ca. 120m B-Schlauch durch unwegsames Gelände verlegt werden, da nach der Erkundung eine Befahrbarkeit bis zur Einsatzstelle auf Grund der Geländesituation und der Bodenbeschaffenheit ausgeschlossen werden musste. Zeitgleich wurde über das 2. Löschfahrzeug eine Reserve über den zweiten erkundeten Angriffsweg aufgebaut.
Die vorgehenden Trupps konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und noch in seiner Entstehung bekämpfen. So konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr größerer Schaden an der Hütte abgewendet werden.
Der Einsatzleiter Christian Seitz konnte auf die stattliche Anzahl von 22 Feuerwehrkräften mit 3 Atemschutztrupps zurückgreifen.
Ebenfalls vor Ort zur Unterstützung des Einsatzleiters war der zuständige Kreisbrandmeister Markus Rohmann sowie die eine Streife der Polizei und ein RTW des Rettungsdienstes zur Absicherung des Atemschutzeinsatzes. Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens können wir keine Angaben machen. Einsatzende war gegen 16:00 Uhr.

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Bei einem ausgedehnten Kellerbrand in Karlstein, wurden zwei Anwohner und zwei Feuerwehrleute verletzt. Alle vier wurden vorsorglich vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert.

Gegen 12:29 Uhr wurde die Feuerwehr Gemeinde Karlstein, zu einem Kellerbrand in die Welzheimer Straße, im Ortsteil Dettingen alarmiert. Beim eintreffen der ersten Einsatzkräfte quoll dicker Rauch mit offenem Feuer aus dem Treppenabgang und den Kellerfenstern. Sofort gingen zwei Trupps unter schwerem Atemschutz, mit zwei Strahlrohren, in den Kellerbereich vor. Alle Bewohner hatten das Haus beim eintreffen der Feuerwehr bereits verlassen und waren in Sicherheit, zwei der Bewohner erlitten jedoch vermutlich eine Rauchgasvergiftung.

Obwohl das gesamte Haus bereits Stromlos war, erlitten beide Truppmitglieder des ersten Angriffstrupp einen Stromschlag durch die PV Anlage, welche weiter Strom in Richtung des Gleichrichters im Keller lieferte. Die Isolierung und Halteklammern der Kabel waren soweit abgebrannt und hingen Stromführend ohne Isolation von der Decke. Im total verrauchten Raum konnten dies die Männer nicht sehen und gerieten so in Kontakt mit der Leitung. Beide führten ihren Löscheinsatz noch zu Ende und wurden dann vom Rettungsdienst erstversorgt sowie zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Das Feuer selbst war dann relativ schnell gelöscht und man konnte mit der Entrauchung des Gebäudes sowie der Löscharbeiten beginnen. Diese Arbeiten zogen sich dann noch bis ca. 15:00 Uhr hin, teilweise wurden diese unter Maske/Atemluftfilter durchgeführt. Insgesamt waren acht Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Gemeinde Karlstein im Einsatz. Als Reserve stand noch ein Löschfahrzeug aus Kahl mit insgesamt sechs weiteren PA Träger an der Einsatzstelle bereit.

Die Feuerwehr Gemeinde Karlstein war mit 19 Personen , zwei Löschfahrzeugen, einem Tanklöschfahrzeug, einer Drehleiter, einem Einsatzleitwagen sowie einem Transport Lkw vor Ort. Die Feuerwehr Kahl wie bereits erwähnt zur Absicherung mit einem weiteren Löschfahrzeug und neun Personen. Von Seiten des Rettungsdienstes waren drei Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Einsatzleiter Rettungsdienst im Einsatz. Kreisbrandinspektor Frank Wissel sowie Bürgermeister Winfried Bruder unterstützen den Einsatzleiter bzw. informierten sich vor Ort.  

Zur Brandursache und Schadenshöhe, können wir keinerlei Angaben machen. 

gez. Andreas Emge - Pressesprecher Kreisbrandinspektion

Der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg e.V. besitzt seit dem Jahr 2000 ein Miniatur-Übungs-Rauchhaus, das den Feuerwehren des Landkreises Aschaffenburg kostenlos für Ausbildungszwecke zur Verfügung gestellt wird. An diesem, im Playmobilmaßstab gestalteten Wohngebäude, können mit Hilfe von Miniaturtechnik und maßstabsgetreuen Geräten, Fahrzeugen und Figuren diverse Einsatzszenarien dargestellt und geübt werden. Obwohl das Rauchhaus hauptsächlich zur Visualisierung der Rauchausbreitung und den Auswirkungen von Belüftungsmaßnahmen vorgesehen ist, kann das Objekt zu vielfältigen Ausbildungsthemen genutzt werden.

So kann es beispielsweise auch bei Planspielen zu taktischem Verhalten von Atemschutztrupps im Innenangriff oder für die Drehleiterausbildung eingesetzt werden. Weiter kann es im Rahmen der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen und bei Unterweisungen zum Verhalten Brandfall verwendet werden.

Die Ausbildung der Feuerwehren übernimmt seit Anschaffung des Hauses die Feuerwehr Gemeinde Haibach.
Das mittlerweile in die Jahre gekommene Rauchhaus musste nun aufgrund zahlreicher Schäden ersetzt werden.

Die Verantwortlichen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau konnten sich selbst vom hohen Ausbildungswert und Nutzen eines Rauchhauses überzeugen und haben sich daraufhin gerne bereit erklärt, die rund 2.500 Euro teure Neuanschaffung zu finanzieren.

Das neue Rauchhaus bietet bei gleichem Maßstab, einen deutlich erweiterten Funktionsumfang. So lassen sich Rauchausbreitung und aktive Belüftungsszenarien im Rahmen der taktischen Ventilation noch anschaulicher simulieren. So können sowohl die Vorteile einer den Löschangriff begleitenden Überdruckventilation demonstriert, als auch die Probleme bei falschen Vorgehensweisen aufgezeigt werden.

Aber nicht nur die Feuerwehren des Landkreises Aschaffenburg profitieren von den durch die Betreuer der Feuerwehr Gemeinde Haibach bei ihnen abgehaltenen Schulungen. Auch die Brandschutzerziehung in Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen gewinnt durch die Vorführungen des Rauchhauses. Im Gebäude befindet nun ein Rauchwarnmelder, so lässt sich das empfohlene Verhalten im Brandfall spielerisch nachstellen.

Ob für die Brandschutzerziehung, die Öffentlichkeitsarbeit, oder die Ausbildung im Hinblick auf taktische Ventilation beim Löschangriff, Dank der Unterstützung durch die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau steht den Feuerwehren des Landkreises Aschaffenburg nun wieder ein hochwertiges Ausbildungsmittel zur Verfügung.Rauchhaus2a 01
v.l.n.r. Rauchhausverantwortlicher Thoma Richard, FF Haibach, Vorstandsvorsitzender Jürgen Schäfer, Haibachs 1. Bürgermeister und stv. Landrat Andreas Zenglein, KBI Frank Wissel, Kdt. Michael Bauecker

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