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„Stabil bleiben in Coronazeiten – Herausforderungen in einer Dauerkrise“ lautet der Schwerpunkt des 7. Symposiums „Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren“ der Stiftung „Hilfe für Helfer“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Dieses wird am 6. Mai 2021 in Kooperation mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) als Online-Veranstaltung durchgeführt.

„Das Symposium beschäftigt sich hochaktuell mit verschiedenen Aspekten der Pandemie: Wie kommen Einsatzführung und Einsatzkräfte mit der Dauerbelastung klar?“, erläutert DFV-Präsident Karl-Heinz Banse. „Mit der digitalen Durchführung halten wir am etablierten Rhythmus der Veranstaltung fest, bieten eine qualifizierte Fortbildung und werden gleichzeitig den aktuellen Bedingungen gerecht“, wirbt er für die Teilnahme.

Auf dem Programm stehen von 10 bis 16 Uhr folgende Themen:
• Begrüßung und Eröffnung: Karl-Heinz Banse, Präsident Deutscher Feuerwehrverband, und Prof. Dr. Peter Sefrin, Vorsitzender des Beirats der Stiftung „Hilfe für Helfer“
• Fachliche Einführung in das Symposium und Moderation: Dr. Jutta Helmerichs (DFV-Bundesbeauftragte für Psychosoziale Notfallversorgung) sowie Erneli Martens (DFV-Bundesbeauftragte für Feuerwehrseelsorge) und Volker Harks (Referent im BBK)
• Stabsarbeit und Einsatzführung unter Corona-Bedingungen – Mit Entscheidungsfreude und Kreativität trotz Überlast langfristig gesund bleiben: Christian Kossmer (Team Zentraldirektion, Corona-Krisenstab und Zugführer an der Feuer- und Rettungswache der Feuerwehr Hamburg)
• PSNV-E-Gespräche über Videokonferenzen führen – Herausforderungen und Erfahrungen: Oliver Gengenbach (Vorsitzender der Bundesvereinigung Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE) e.V. und Fachberater Seelsorge der Feuerwehr Witten)
• Einsatzbegleitung Corona in der Feuerwehr Hamburg: Volker Pietsch (Einsatzabteilung F02 (Rettungsleitstelle, Feuerwehreinsatzleitung und Koordination), Corona-Krisenstab, Feuerwehr Hamburg)
• Die psychologische Perspektive – Erfahrungen aus dem Gesundheitswesen: Dr. Marion Koll-Krüsmann (Psychologische Psychotherapeutin, Lehrtherapeutin und Supervisorin, München)
• Auswege aus dem „Königreich der Angst“: Erneli Martens (Landesfeuerwehrpastorin, Leitung Notfallseelsorge in Hamburg)
• Ankündigungen, Verabschiedung und Ausblick
Die Veranstaltung wird live über das Videokonferenzsystem „Webex“ durchgeführt. Pro Person wird eine Teilnahmegebühr von 25 Euro erhoben.

Die Anmeldung ist hier  möglich.

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Am Samstagmorgen (17.04.21) gegen 9:15 Uhr brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Aschaffstraße in Waldaschaff. Die betroffenen Räume sind nahezu vollständig ausgebrannt.

Mehrere Notrufe gingen ein, dass Flammen bereits aus dem Dach loderten und eine starke Rauchwolke über dem Ort läge. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, forderten sie aufgrund der Größe des Brandgeschehens unmittelbar weitere Unterstützung an.

Da bei der Erkundung der Brandstelle durch die Feuerwehr nicht sicher war, dass alle Anwohner das Anwesen verlassen hatten, verschafften sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zutritt zur Brandstelle und durchsuchten die betroffenen Räume. Dabei konnten keine Personen aufgefunden werden. Kurze Zeit später trafen die Anwohner, welche zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht zu Hause waren, an der Einsatzstelle ein.

Für die weitere Bekämpfung öffneten die Feuerwehrleute unter Zuhilfenahme einer Drehleiter die Dachhaut, so dass die Flammen von innen und außen abgelöscht werden konnten. Für die Brandbekämpfung wurden acht Atemschutztrupps eingesetzt. Erfolgreich konnten die Einsatzkräfte ein Überspringen des Feuers auf das Nachbarwohnhaus verhindert. Auch dieses Anwesen wurde von den Einsatzkräften mit einer Wärmebildkamera untersucht.

Glück im Unglück hatten vier Kaninchen. Die Tiere befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes im Wohnanwesen und wurden von einem Bewohner zusammen mit der Feuerwehr ins Freie verbracht. Die Tiere überstanden den Vorfall unbeschadet.

Nach Abschluss der Löschmaßnahmen wurde die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Da für die folgenden Tage unbeständiges Wetter angekündigt ist, musste das Gebäude wetterfest gemacht und vor eindringender Nässe geschützt werden, um mögliche Folgeschäden zu verhindern. Hierzu kam das für den Landkreis Aschaffenburg bei der Feuerwehr Großostheim stationierte “Notdach” zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Plane, welche aus reißfestem Material besteht und eine Fläche von 16×18 Metern hat. Für die Montage des Notdachs kam der Rüstwagen mit Kran und eine Drehleiter zum Einsatz.

Waldaschaffs Bürgermeister Marcus Grimm war bereits während der Löscharbeiten anwesend. Als klar wurde, dass das Gebäude aktuell nicht bewohnbar ist, sicherte er den Betroffenen zu, sich um eine Unterkunft zu kümmern. Das Gemeindeoberhaupt organisierte den Brandopfern unbürokratisch eine Notunterkunft in einem Waldaschaffer Hotel.

Die Feuerwehren aus Waldaschaff, Bessenbach, Hösbach (Drehleiter) und Großostheim (Abrollbehälter Rüstmaterial) waren mit rund 80 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen unter der Leitung von Kreisbrandmeister Marco Eich im Einsatz. Weiterhin waren von Seiten der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg Kreisbrandinspektor Frank Wissel, Kreisbrandmeister Markus Rohmann sowie ein Pressesprecher (Markus Fischer) anwesend. Von Seiten des Rettungsdienstes waren drei Rettungswagen, ein Notarzt und ein Einsatzleiter Rettungsdienst (Christian Imhof, BRK Kreisverband Aschaffenburg) alarmiert. Nach der ersten Lagemeldung, dass sich keine Personen in einer Notlage befänden, konnte der Rettungsdiensteinsatz reduziert werden. Ein Rettungswagen stand zur Absicherung der Einsatzkräfte bereit, musste aber nicht eingesetzt werden.

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Ab Sonntag den 25.04.2021 werden die sieben mit Unterstützung der Feuerwehren betriebenen Schnellteststellen im Landkreis Aschaffenburg auch jeweils Sonntags von 17.00 bis 20.00 Uhr geöffnet sein.

Weiterhin wird ab Sonntag den 25.04.2021 das Schnelltestzentum in Alzenau dauerhaft von der Karl-Amberg-Schule in die Prischoßhalle verlegt.

Schnelltestzentrum Alzenau neue Adresse: Prischoßhalle, Prischoßstraße 55, Alzenau

Der neuer Testort in Alzenau ist ca. 300 m vom bisherigen entfernt. Zur Sicherheit wird in der Karl-Amberg-Schule darauf hingewiesen und auch der Weg zur Prischoßhalle ausgeschildert.

Schnellteststellen des Landkreises Aschaffenburg:

  • Alzenau, Prischoßhalle
  • Bessenbach, Realschule
  • Großostheim Realschule
  • Hösbach, Mittelschule
  • Kleinostheim, Maingauhalle
  • Mömbris, TTC Halle, Pfarrer-Wörner-Straße
  • Schöllkrippen, Mittelschule


Öffnungszeiten:

Dienstag, Donnerstag und Sonntag jeweils von 17.00 bis 20.00 Uhr

Am 16.04.2021 wurde die Brandmeldeanlage des neuen EDEKA-Markt Stenger, Aschaffenburger Straße 46, 63762 Großostheim mit der ÜE 2134 zur ILS Bayerischer Untermain aufgeschaltet.

Die Bekanntmachung des Landratsamtes Aschaffenburgs über die Inzidenzeinstufung für die kommende Woche vom 19.04.2021 bis 25.04.2021 und die sich daraus für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen ergebenden Bestimmungen nach der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) zur Kenntnis.

Amtliche Bekanntmachung Lkr AB Inzidenzwert 16 04 2021

112 Newsletter vom 15. April 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

beginnen möchte ich auch heute mit den aktuellen pandemischen Kerndaten. Im Unterschied zum Zahlenmaterial der Vorwoche, das feiertags- und ferienbedingten Verzerrungen unterlag, wächst dieser Effekt aus den Daten dieser Woche zusehends heraus. Im Lichte dessen verzeichnen wir heute, Donnerstag, 15. April, 08:00 Uhr, in Bayern insgesamt 542.439 bestätigte Covid-19-Infektionen. Im Vergleich zum Donnerstag der letzten Woche, bis zu dem 517.517 Infektionen gezählt worden waren, sind dies 24.922 mehr. Für die zurückliegenden sieben Tage ergibt sich daraus ein rechnerischer Schnitt von 3.560 Neuinfektionen. Für die vorangegangenen Wochen lagen die Vergleichswerte bei 2.492, 2.664, 2.305, 1.888, 1.496, 1.320, 1.104, 1.093, 1.263, 1.646, 1.909, 2.366, 3.265, 3.143, 3.203, 3.912, 4.172, 3.638, 3.475, 3.606, 3.432, 3.597, 2.918, 2.153, 1.243, 652 bzw. 372. Dies zeigt die enorme Infektionsdynamik, die sich gerade wieder einstellt und in mindestens gleicher Weise auch das Bundeslagebild prägt. Dieses wies in der vergangenen Woche im Schnitt 20.370 Neuinfektionen pro Tag aus. Nach der „Osterdelle“ von 13.946 letzte Woche ist dies eine Größenordnung, die wir zuletzt vor 11 Wochen verzeichnen mussten, wie die Zeitreihe zeigt (16.566, 14.416, 11.332, 8.715, 8.189, 7.725, 7.220, 8.290, 10.450, 12.900, 15.700 und 21.000). Dieser Befund wird bestätigt, wenn man den Ostereffekt „überbrückt“ und jeweils wochentaggleich für Bayern und Bund die Werte einer 14-Tage-Betrachtung unterzieht. Beginnend am vergangenen Sonntag war bis heute der aktuelle Tageswert jeweils deutlich höher als zwei Wochen davor, in Bayern bis zu 2.046 und im Bund bis zu 5.126.

Nun zum Ländervergleich. Bayern liegt auch heute mit einer 7-Tage-Inzidenz von 178 – nach 119, 142, 114, 96, 77, 68, 58, 55 an den vorangegangenen Donnerstagen – auf Platz 4 des Negativ-Rankings. Insgesamt 15 Länder verzeichnen nun eine 7-Tage-Inzidenz über 100. Den höchsten Wert muss weiterhin Thüringen mit deutlich verschlechterten 259 hinnehmen, den günstigsten verbucht wieder Schleswig-Holstein mit 77 (63). Der Durchschnittswert aller Bundesländer liegt heute bei 160, nach 106, 134, 113 und 90 in den Vorwochen.

Die Positivrate – also die Zahl der laborpositiven PCR-Tests im Verhältnis zu deren Gesamtzahl – als ein weiteres Kernelement der Lagebeurteilung lag in Bayern in den zurückliegenden Tagen zwischen 5,0 und 6,9 Prozent (Vorwoche: 5,0 und 6,3) bei einem 7-Tage-Mittel von 5,71 und ist damit neuerlich gestiegen. Bundesweit gesehen liegt die Positivrate übrigens bei über 11 Prozent. Dies ist Ausfluss dessen, dass in keinem Bundesland auch nur annähernd so intensiv mit PCR-Tests gearbeitet wird, wie das in Bayern der Fall ist. Zum Testgeschehen in Bayern gleich noch mehr im zweiten Teil dieses Newsletters.

Ich darf zunächst zum Blick in die bayerischen Regionen kommen. Der Blick auf eine nach Landkreisen und kreisfreien Städten gegliederte Bayern-Karte, in der die jeweiligen Infektionsbelastungen nach der 7-Tage-Inzidenz farblich dargestellt sind, lässt einen für Bayern sprichwörtlich „rot“ sehen, denn aktuell weist kein einziger Landkreis und keine kreisfreie Stadt mehr eine 7-Tage-Inzidenz unter 50 aus, die in einer freundlicheren Farbe darzustellen wäre. Stand heute ist für die Stadt Hof ein Wert von 567 zu verzeichnen und für den sie umschließenden Landkreis Hof sieht es leider mit einer 7-Tage-Inzidenz von 475 nicht viel besser aus. Im Segment zwischen 400 und 300 finden sich mit Dingolfing-Landau, Mühldorf am Inn, Kronach und Deggendorf vier weitere Landkreise, die auch im bundeweiten Vergleich sehr stark mit Neuinfektionen belastet sind. Im Fenster mit Werten zwischen 300 und 200 reihen sich
26 Gebietskörperschaften ein und in einem Korridor mit Werten zwischen 200 und 100 weitere
59 Landkreise und kreisfreie Städte. Damit bleibt in dem Bereich unter 100, der gerade den Handel noch einigermaßen frei agieren lässt, kaum mehr ein Anwendungsbereich übrig. Allein fünf Gebietskörperschaften unterschreiten heute die magische Grenze, wobei der Landkreis Tirschenreuth mit 76,3 bayernweit am günstigsten liegt. Das ist auch eines der Mirakel dieser Pandemie, das ich mir nicht so recht erklären kann, warum der letztes Jahr extrem gebeutelte Landkreis Tirschenreuth heute den besten Wert in ganz Bayern hat, während es in seiner unmittelbaren tschechischen, oberfränkischen und oberpfälzischen Nachbarschaft zum Teil geradezu brodelt. Möglicherweise liegt dies an einer deutlich überdurchschnittlichen Impfquote, vielleicht an einer deutlich größeren Immunität der Bevölkerung nach dem katastrophalen Geschehen des letzten Jahres. Vielleicht sind die Menschen in Tirschenreuth in Anbetracht ihrer besonders schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit jetzt aber auch besonders diszipliniert. Vielleicht ist es eine Mischung aus allen Gesichtspunkten. Hoffentlich haben wir bald mehr Tirschenreuths in Bayern.

In Bayern sind an oder mit einer Corona-Infektion mittlerweile 13.658 Personen verstorben. Das sind im Vergleich zum vorigen Donnerstag 241 (157) oder pro Tag ca. 34,4 Fälle mehr, nach 24,4, 25,9, 24,0, 26,9, 39,1, 42,0, 73,7, 82,6, 111,7, 117,9, 125,1, 134,4 bzw. 107,7 in den Wochen davor. Diese Werte sind zum Glück weit von dem entfernt, was wir um den Jahreswechsel hinnehmen mussten. Der Anstieg auf einen Wert, der um mehr als 10 Corona-bezogene Sterbefälle pro Tag über dem liegt, was vor Ostern galt, kann aber auch nicht wirklich Anlass zur Entwarnung geben. Aber immerhin verläuft zum Glück die Kurve der steigenden Sterbefallzahlen wesentlich flacher als die der Neuinfektionen und ich bin angesichts der enorm leistungsfähigen Klinikmedizin in Deutschland sehr hoffnungsfroh, dass das so bleibt.

Angespannt, aber stabil ist auch in dieser Woche die Corona-Lage in den bayerischen Kliniken. Die Gesamtzahl der hospitalisierten Corona-Patientinnen und -Patienten pendelt weiterhin in einem engen Korridor um die Marke von 3.000, heute bei 2.979. Entsprechend spiegelbildlich sieht es auf den Intensivstationen aus, für die der statistische Ankerpunkt momentan bei 800 Patienten liegt. Heute sind es genau 790 schwer Kranke, die wegen Corona auf „Intensiv“ liegen. In diesem System ist Gott sei Dank nach wie vor so viel Luft, dass Freiraum für grenzüberschreitende Solidarität bleibt. So hat gerade heute Thüringen angesichts völlig überlasteter Kapazitäten um die Übernahme von fünf Intensivpatienten gebeten. Dem ist Bayern nachgekommen, drei der Thüringer Patienten kommen in nordbayerische Kliniken, zwei nach Südbayern.

Interessant finde ich Berichte über die Beobachtung eines leitenden Intensivmediziners des Uniklinikums München-Großhadern, wonach das Durchschnittsalter der intensivpflichtigen COVID-Patienten weiter sinkt und Angehörige einfacher sozialer Schichten überproportional betroffen sind. Theoretisch sind viele Ursachen denkbar, etwa eine geringere Rate beim Homeoffice in weniger gut bezahlten Berufen, in vergleichsweise beengte(re)n Wohnverhältnissen oder in einem gruppenbezogen geringeren Problembewusstsein. Alles Gründe, die das individuelle Infektionsrisiko steigern können. Es wäre sicherlich eine genauere Untersuchung wert, wo dieser Befund herrühren könnte, denn darin könnte womöglich der Schlüssel für eine zielgenauere Prävention liegen.

Liebe Leserinnen und Leser, angesichts der bundesweiten Entwicklungen bei den Neuinfektionen und auf den Intensivstationen und einem teils sehr unterschiedlichen Vollzug dessen, was die Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin zum Vollzug der sog. „Notbremse“ vereinbart hatte, ist nun der Bund auf den Plan getreten und erarbeitet aktuell eine Ergänzung des Bundesinfektionsschutzgesetzes. Diese Novelle sieht im Kern vor, dass kraft (Bundes-)Gesetzes für Landkreise oder kreisfreie Städte automatisch bestimmte Beschränkungen eintreten, wenn nach den vom RKI für die jeweilige Gebietskörperschaft festgestellten Infektionszahlen bestimmte Grenzwerte mit einer gewissen Stabilität überschritten sind. Den zentralen Grenzwert, die sog. „Bundes-Notbremse“, wird aller Voraussicht nach eine 7-Tage-Inzidenz von 100 bilden. Die Bundesregierung hat einen entsprechenden Gesetzentwurf am Dienstag beschlossen, der Bundestag wird hierüber am morgigen Freitag beraten, sodann ist der Bundesrat als sog. Länderkammer am Zug. Nach der schon zu Bonner Zeiten geprägten und auch in Berlin geltenden Binsenweisheit, dass kein Gesetz aus dem Bundestag herausgeht, wie es als Entwurf hineingegangen ist, will ich an dieser Stelle noch nicht vertieft Detailregelungen ausführen, darüber wird dann nächste Woche zu reden sein, sondern es bei ein paar grundsätzlichen Anmerkungen belassen. Die Bundesregierung hat die Inhalte des Gesetzentwurfes so gefasst, dass es sich um ein sog. „Einspruchsgesetz“ handelt, was im Übrigen nach den verfassungsrechtlichen Bestimmungen den Regelfall darstellt. „Einspruchsgesetz“ bedeutet im Ergebnis, dass das Gesetz auch ohne Zustimmung des Bundesrates in Kraft treten kann. Allerdings hat der Bundesrat in mehreren Eskalationsstufen die Möglichkeit, sich einzubringen. In der ersten Stufe entscheidet der Bundesrat mit Mehrheit, ob er ein Vermittlungsverfahren verlangt. Ist dies nicht der Fall, kann der Bundespräsident das Gesetz zeitnah ausfertigen und es tritt nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt umgehend in Kraft.

Derzeit zeichnet sich folgender Zeitplan ab: Der Bundestag wird den Gesetzentwurf der Bundesregierung bereits morgen, Freitag, in erster Lesung behandeln und an den federführenden Gesundheitsausschuss überweisen, der bereits morgen eine Expertenanhörung durchführen wird. Am Montag befassen sich die mitberatenden Ausschüsse des Bundestages mit dem dann vorliegenden Beratungsstand und auch der federführende Gesundheitsausschuss wird noch einmal tagen, um im Lichte aller Voten eine Beschlussempfehlung abzugeben. Am Mittwoch, den 21. April soll in 2. und 3. Lesung die abschließende Plenarbefassung erfolgen und der Beschluss des Bundestages dem Bundesrat zugeleitet werden. Dieser wird sich noch am selben Tag in einer Sondersitzung mit dem Gesetzesvorhaben befassen. Dann wird sich zeigen, ob die Länderkammer das vom Bundestag beschlossene Gesetz passieren lässt oder Einspruch erhebt. Wenn es zu keinen Verzögerungen kommt, dann ist der 26. April ein realistisches Datum für das Inkrafttreten der neuen Regelungen.

Bleibt zu klären, in welchem Verhältnis die neuen Vorschriften des geänderten Bundesinfektionsschutzgesetzes und die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, derzeit die 12., zueinander stehen werden. Klar ist, dass die Landesregelungen die Bundesregelungen in ihrer Wirkrichtung nicht unterlaufen dürfen. Deshalb werden die Landesverordnungsgeber ggf. konfligierende Vorschriften umgehend anpassen, so das Bundesgesetz nicht ohnehin Vorrang hat. Die bundesgesetzlichen Regelungen sind als Mindeststandards zu verstehen und sind so angelegt, dass strengere landesrechtliche Vorschriften möglich bleiben.

Mit Blick auf die bayerische Regelungslage hat der Ministerrat am Dienstag zunächst beschlossen, die 12. BayIfSMV sowie die Einreisequarantäneverordnung (EQV) bis einschließlich 9. Mai 2021 zu verlängern. Zudem wird das zuständige Gesundheitsministerium auf Beschluss des Ministerrates demnächst die 12. BayIfSMV punktuell ändern. Hierbei wird klargestellt, dass Schulkinder an Angeboten der Tagesbetreuung nur dann teilnehmen dürfen, wenn sie sich entsprechend der für den Präsenzunterricht geltenden Vorgaben mindestens zweimal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen.

Handlungsbedarf bestand auch im Hinblick auf die Durchführung von Versammlungen in geschlossenen Räumen, nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die bisherige Vorschrift, die eine generelle Höchstgrenze von 100 Versammlungsteilnehmern vorsah, außer Vollzug gesetzt hat. Künftig wird sich die zulässige Teilnehmerzahl – analog der Regelung für Gottesdienste – nach der Zahl der vorhandenen Plätze richten. Diese ergibt sich aus der Maßgabe, dass zwischen den in nächster Nähe zueinander befindlichen Versammlungsteilnehmern in jede Richtung ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten sein muss.

Und schließlich erhalten die Kreisverwaltungsbehörden die Befugnis, ab einer Inzidenz größer 200 anzuordnen, dass Beschäftigte bestimmter Betriebe und Einrichtungen nur dann in Präsenz am Arbeitsplatz eingesetzt werden dürfen, wenn sie über ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis verfügen. Die Befugnis wird als „Kann-Vorschrift“ ausgestaltet werden.

Liebe Leserinnen und Leser, nach der doch recht tristen Beschreibung der Infektionslage möchte ich mich deutlich positiver besetzten und im Ergebnis Hoffnung gebenden Materien zuwenden, dem Testen und dem Impfen. Testen kann zwar die Corona-Viren nicht abwehren, es hilft aber, bestehende Infektionen zu erkennen und auf diese Weise weitere Ansteckungsfälle zu vermeiden. Zudem eröffnet qualitativ hochwertiges Testen in vielen Bereichen die Möglichkeit, Ausnahmen von Beschränkungen zuzulassen, so etwa nach der 12. BayIfSMV den Einkauf über „Click & Meet“ in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200. Testen ist aber auch ein Kernelement, um einen ausreichend sicheren Schul- und Kita-Betrieb in Präsenz sicherzustellen, wo immer dies nach den Inzidenzen möglich ist. Und gerade der symptomunabhängige Bürgertest verleiht vielen latent besorgten Menschen ein besseres Gefühl, weil sie dann wissen, jedenfalls zum Zeitpunkt des Tests höchstwahrscheinlich nicht ansteckend und damit keine Gefahr für die Gesundheit eines nahen Angehörigen zu sein, den man z.B. besuchen oder dem man bei Besorgungen behilflich sein will. Testen kann deshalb auch in diesen aufgewühlten Zeiten einen wichtigen Beitrag für etwas mehr Lebensqualität leisten.

Trotz all dieser positiven Effekte schafft es das Testgeschehen meist nur im Kontext von Befürchtungen, vermeintlichen oder im Einzelfall auch mal tatsächlich bestehenden Unzulänglichkeiten in die Schlagzeilen. Das ist aber weder sachlich richtig, noch wird es der Leistung derer gerecht, die mit enormer Innovationskraft mittlerweile eine hoch leistungsfähige Maschinerie ins Werk gesetzt haben, deren Eckdaten einen staunen lassen und die vor einem Jahr niemand für möglich gehalten hätte. Was würden Sie antworten, wenn ich Sie frage, wie viele PCR-Tests mittlerweile in Bayern seit Beginn der Pandemie durchgeführt wurden? Die Antwort lautet achtzehnmillionenachthundertsechsundvierzigtausendeinhunderteinundzwanzig (18.846.121), eine wahrlich beeindruckende Zahl. Die Proben hierfür wurden und werden insbesondere in kommunalen Testzentren der Landkreise und kreisfreien Städte genommen, aber auch in Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte sowie in privat betriebenen Testzentren. Die Zahl ist umso eindrucksvoller, wenn man bedenkt, dass der PCR-Test, bei dem die Analyse in einem Labor durchgeführt wird und der hierbei auf das Erbgut eventuell in der Probe vorhandener Viren zielt, das technisch mit Abstand aufwändigste Testverfahren ist und gleichsam den „Goldstandard“ mit einer Genauigkeit von nahezu 100 Prozent bildet. Die Fehlertoleranz liegt irgendwo bei der dritten Stelle hinter dem Komma. An Spitzentagen hatten wir jüngst nahezu 100.000 PCR-Tests pro Tag verzeichnet, das 7-Tage-Mittel bewegte sich in den letzten Wochen um die Marke von 60.000 bis 65.000 PCR-Tests.

Des Weiteren kommen Antigen-Schnelltests zum Einsatz. Auch hier werden wie bei den PCR-Tests die Proben durch entsprechend medizinisch geschultes Personal genommen, dann aber nicht durch ein zertifiziertes Labor untersucht, sondern vor Ort mit Reagenzien versetzt, die regelmäßig binnen 15 bis 20 Minuten ein Ergebnis bringen. Von diesen hat die Staatsregierung ca. 53 Millionen Stück beschafft oder sich eine Option gesichert und bereits ca. 20,7 Millionen an die Kreisverwaltungsbehörden verteilt.

Die dritte Kategorie bilden die sog. Selbsttests u.a. für Schulen und Kitas. Bei den Selbsttests streicht der Proband selbst den vorderen Bereich des Naseninnenraumes ab, auch bei diesen wird die Probe mit einem Reagenz versetzt, das dann in kürzester Zeit das Testergebnis anzeigt. Diese vom Volksmund flapsig als „Nasenbohrertests“ bezeichneten Testsets sind so einfach zu handhaben, dass unter entsprechender Anleitung selbst Grundschüler damit zurechtkommen und so die Schul- (und Kita-)familie für die in Präsenz anwesenden Kinder, Lehrkräfte und das Betreuungspersonal die notwendige Sicherheit schaffen, um durch mehrmalige Tests pro Woche einen geordneten Betrieb zu gewährleisten, wobei ein eventuell positives Schnell- bzw. Selbsttestergebnis umgehend durch einen PCR-Test evaluiert wird. Was hat es da alles für Befürchtungen gerade in der Lehrerschaft gegeben! Heute nach vier Tagen Praxisbetrieb berichtet das Kultusministerium, dass die bayerischen Schulen über keinerlei Durchführungsprobleme berichten und sich die Zahl der Testverweigerer regional unterschiedlich, aber überall in sehr engen Grenzen hält.

Von den Selbsttests hat sich das Gesundheitsministerium ca. 85,5 Millionen Stück gesichert, die seit März laufend bis Ende Juli ausgeliefert werden. Allein für diese Woche sprechen wir hier von rund 2,3 Millionen Stück.

Diese Dimensionen machen die enorme logistische Leistung deutlich, die hinter solchen Massentestungen von der Beschaffung bis zur Benachrichtigung des Probanden steht. Ich darf zunächst all denen ganz besonders danken, die die enormen Mengen an Testmaterialien beschaffen und diese den in ganz Bayern befindlichen Bedarfsträgern zuteilen. Denn was so banal klingt, „halt mal ausreichend Testkits zu den Schulen, Kitas oder Behörden zu bringen, zumal das doch nicht so schwer sein kann“, ist tatsächlich eine enorm herausfordernde Aufgabe. Von leicht entflammbaren Animositäten ganz zu schweigen, warum „die einen“ vermeintlich so viel mehr bekommen „als die anderen“. Ein ganz großer Dank geht darum in Richtung des Gesundheitsministeriums und des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Nicht minder zu danken ist dem THW, das mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks je nach Transportgut die jeweiligen Chargen teilweise mehrfach pro Woche zu den sieben Bezirksregierungen und/oder den 96 Kreisverwaltungsbehörden transportiert. Diese wiederum fungieren für die zahlreichen Bedarfsträger wie etwa Schulen und Behörden als „Auslieferungslager“, wo diese die ihnen zustehenden Waren übernehmen können. Das alles bindet erhebliche Ressourcen der Landratsämter, kreisfreien Städte und Regierungen und ist dabei von zentraler Bedeutung für das Funktionieren der Schlüsselthematik „Testen“. Gerade weil das alles mit erheblichen Zusatzbelastungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einhergeht, ist deren Einsatz gar nicht hoch genug einzuschätzen. Und auch wenn diese nicht unmittelbar zuständig sind, so begleiten auch die Kommunen und deren Spitzenverbände das Geschehen sehr wohlwollend und konstruktiv, wofür ich ein herzliches Vergelt`s Gott sage.

Thema Impfen. Auch wenn leider immer wieder Stolpersteine in den Weg rollen wie die Debatten um AstraZeneca oder jüngst die Verschiebung der Auslieferung des Impfstoffes von Johnson & Johnson, so geht es doch mit Macht vorwärts, wie auch an dieser Stelle die Zahlen des Gesundheitsministeriums belegen. Demnach sind, Stand heute, in Bayern ca. 3.113.000 Impfungen verabreicht, davon ca. 2.242.000 als Erstimpfungen, was knapp 17 Prozent der Bevölkerung entspricht. Gestern war wieder „Rekordtag“. Mit fast 123.000 Impfungen, die allein am Mittwoch jeweils etwa zur Hälfte in den Impfzentren sowie den teilnehmenden Arztpraxen verabreicht wurden, konnte die bisherige Bestmarke von ca. 110.000 Impfungen deutlich übertroffen werden. Ein weiterer Indikator für den Impffortschritt ist das zusehends sinkende Alter derer, die einen Impftermin bekommen. Je nach Impfzentrum liegt dies zwischen 74 und 67 Lebensjahren. Damit verlassen wir langsam die Prioritätsstufe 2, die vom hohen Alter her gesehen beim 70. Lebensjahr endet und treten routinemäßig in die Priorität 3 ein. Mein Eindruck ist, dass dieser Fortschritt die vormals vorherrschende Aufgeregtheit „wann komm ich endlich dran, ich habe mich doch schon vor sechs Wochen registriert“ zusehends dämpft und diese einem souveräneren Umgang mit der Thematik weicht.

Natürlich haben wir bis zu einer infektiologisch entscheidenden Quote von ca. 70 Prozent noch eine ordentliche Wegstrecke zurückzulegen, aber mit jedem Tag sind es zwischen 70.000 und über 100.000 Menschen mehr, die einen Grundimpfschutz erhalten haben. Zu diesen gehöre seit vergangenen Freitag auch ich, nachdem in der Altersgruppe Ü60 bei AstraZeneca die Priorisierung aufgehoben und nach den Beratungen im Ministerrat letzte Woche ausdrücklich gewünscht wurde, dass auch Kabinettmitglieder dieser Altersgruppe mit gutem Beispiel vorangehen. Auch Staatssekretär Eck und der Amtschef des Innenministeriums, die beide Ü60 sind, haben bereits ihre Dosis AstraZeneca erhalten. Und in Absprache mit der Landtagspräsidentin bieten wir aktuell allen Landtagsabgeordneten Ü60 und den entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Parlaments an, sich in einer der vom polizeiärztlichen Dienst betriebenen Impfstellen mit AstraZeneca immunisieren zu lassen. Denn gerade in dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, dass der Landtag als Ort der demokratischen Kontrolle und parlamentarischer Debatte zu jeder Zeit handlungsfähig bleibt.

Viel Sticheln kann auch mal beruhigend wirken!

Mit besten Grüßen
Ihr


Joachim Herrmann, MdL
Staatsminister

Digitale Ausbildungshilfen bzw. -methoden, vor allem für die Aneignung und Festigung theoretischer Lerninhalte, haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Corona-Pandemie mit weitreichenden Beschränkungen und Verboten machte aus den digitalen Helferlein ein notwendiges und probates Mittel, um den Ausbildungs- und Übungsdienst der Feuerwehren, trotz des notwendigen Abstandgebotes, stattfinden lassen zu können.

Die Staatlichen Feuerwehrschulen bieten hierzu eine kurze Zusammenfassung über verschiedene praxiserprobte, digitale und kostenfreie Online-Hilfsmittel sowie Hinweise zu deren Anwendung.

Auf der Feuerwehr-Lernbar wurde hierzu in den Kategorien „Download/Fachinformationen“ eigens ein Reiter „Hilfen zur präsenzlosen Aus- und Fortbildung“ eingerichtet. Alternativ können die einzelnen Einträge über die beigefügte Mediensammlung angewählt werden.

sfs 14042021

Beim MTA Zusatzmodul Brandbekämpfung I am 24.04.2021 in Jakobsthal sind noch einige Plätze frei.

Diese können über das Buchungsportal oder per Email an KBM Thilo Happ gebucht werden.

Zu einem Dachstuhlbrand eines 2-geschossigen Wohnhauses in der Hösbacher Afferbachstraße wurden am Dienstag, 13.04.21 gegen 11.50 Uhr die Feuerwehren Hösbach und Wenighösbach sowie der diensthabende Kreisbrandmeister Marco Eich alarmiert. Bei Arbeiten an einer Dachgaube hatte sich aus bislang ungeklärter Ursache das Dämmmaterial entzündet. Die vom Bauherrn und Handwerker schon vorsorglich gelegte Gartenschlauchleitung kam umgehend durch den Handwerker zum Einsatz. Er führte erste Löschmaßnahmen bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte durch. Der stellvertretende Kommandant der FF Hösbach, Michael Seubert ließ umgehend einen Atemschutztrupp im Innenangriff sowie einen Trupp im Außenangriff über das für die Bauarbeiten aufgebaute Gerüst mit entsprechenden Löschgeräten vorgehen. Durch den Einsatz von Schaumittel konnte ein schneller Löscherfolg erzielt werden. Aufwändig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten, da ein Großteil der Verkleidung und Dämmung der Dachgaube entfernt werden musste. Einsatzleiter Michael Seubert konnte auf 28 Einsatzkräfte mit 7 Fahrzeugen zurückgreifen und wurde durch KBM Marco Eich (Waldaschaff) vor Ort unterstützt. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Gegen 13.30 Uhr war der Einsatz beendet. Im Laufe des Nachmittages findet nochmals eine Nachkontrolle des Brandherdes statt.

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Das ADAC-Fahrsicherheitstraining in Gründau muss Corona-bedingt vom 17.04.2021 von 15 bis 22 Uhr auf den 23.05.2020 von 15 bis 22 Uhr verschoben werden.

Die Teilnehmermeldungen vom 17.04.2021 behalten für den 23.05.2021 ihre Gültigkeit. Wer am 23.05.2021 nicht teilnehmen kann, meldet sich bitte bei KBM Thilo Happ. Es sollte möglichst innerhalb der Feuerwehr ein Ersatzteilnehmer gesucht werden. 

Aus- und Fortbildung darf auch in Pandemiezeiten nicht zum Erliegen kommen. Allerdings sind für Aus- und Fortbildungsveranstaltungen einige Besonderheiten zu beachten.

Das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat hierzu zwei Broschüren erarbeitet, die Tipps zur Gestaltung geben.

In Präsenzseminaren an Themen gemeinsam arbeiten und lernen – das ist in Corona-Zeiten nur mit Einschränkungen möglich. Folglich ist der Methodeneinsatz im Seminar reduziert, denn einige Methoden sind mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht mehr einsetzbar. Gibt es jetzt nur noch langweilige Seminare? Keineswegs. Denn, wenn einige Sicherheitsregeln beachtet werden, ist es weiterhin möglich, Seminare methodisch abwechslungsreich zu gestalten. Die kompakte Broschüre „Methodeneinsatz in Präsenzseminaren in Zeiten von Corona“ enthält eine Liste mit zahlreichen hilfreichen Tipps, die Ausbildern helfen sollen, ihre Seminare sowohl sicher als auch methodisch interessant durchzuführen.

Ein Präsenzseminar auf ein Onlineformat umstellen? In Zeiten von Corona ist das eine Herausforderung, vor der viele Ausbilder stehen. Die kompakte Broschüre „Vom Präsenzseminar zum Onlineseminar“ stellt Szenarien, Methoden und Technik für die Umstellung auf eine Online-Veranstaltung vor.

Link: t1p.de/rxza

Bild sfs

Einladung zur ONLINE Fortbildung für First Responder und Sanitäter am 08.05.2021

Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden, nach wie vor ist die jährliche Fortbildung für First Responder und Sanitäter auch im Jahr 2021 in einer Präsenzveranstaltung leider nicht durchführbar.

Daher haben wir uns mit unserem Ausbildungspartner ProMedic für eine Online Fortbildung entschieden.

Diese findet am Samstag 08.05.2021 statt. Beginn ist um 9.00 Uhr und das Ende wird gegen 13.00 Uhr sein.

Der Link für die Fortbildung wird bis Freitag abends auf der Seite des KFV Aschaffenburg veröffentlicht. Folgende Ausbildungsthemen werden durch das Team des Bildungszentrum ProMedic vorgetragen: Reanimation mit Einsatz des Larynxtubus und eines AED (Zertifizierung und ReZertifizierung „Laryxntubus“ und AED)

Weiterhin sind zwei weitere Vorträge geplant, die an diesem Tag dann genau benannt werden Für die Teilnahme wird eine Seminargebühr von € 25,00 pro Person erhoben. Bitte melden Sie sich bis zum 02.05.2021 verbindlich auf der KFV Homepage unter Lehrgängen an der Fortbildungsveranstaltung an. Um die Teilnahmebescheinigungen richtig ausfüllen zu können, bitte UNBEDINGT die Anmeldungen mit Namen, Vornamen und Geb. Datum auf der Seite des KFV vornehmen. Eine separate Einladung vor Lehrgangsbeginn wird nicht versendet !!!

Die Seminargebühr wird nach Anmeldung in Rechnung gestellt und muss innerhalb der Rechnungsfrist bezahlt werden. Eine Stornierung der Buchung ist bis zu 14 Tage vor Lehrgangsbeginn kostenlos möglich. Bei späteren Stornierungen ist der volle Lehrgangsbetrag zur Zahlung fällig. Danach kann nur noch eine Ersatzperson entsendet werden. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

gez. Tobias Brinkmann

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Am ersten Samstag (03.04.2021) startete der Lehrgang mit kurzer theoretischer Einweisung. Anschließend wurden die wichtigsten Knoten und Stiche, die man für die Höhensicherung blind beherrschen sollte, geübt. Um auch mal ein Gefühl für die Sicherungsgurte und Techniken zu bekommen, hängten sich die Teilnehmer in diese selbst rein. Dabei merkten sie schnell das man im Klettergurt deutlich bequemer, als im Brustbund sitzt. Abschließend standen noch Selbstrettungsübungen auf dem Plan. Hier seilten sie sich mit dem Haltegurt, wie es ein Angriffstrupp in einer brenzligen Situation tun würde, aus geringer Höhe selbstständig ab.

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Am Zweiten Samstag(10.04.2021) ging es in drei Ausbildungsstationen in Schimborn zur Einsatzpraxis. Einmal galt es am Schlauchturm über die Steigeisen bis an ein Fenster gesichert hochzugehen und dort dann in das Fenster überzusteigen. Bei einer weiteren Übung am Kirchplatz musste ein Patient, der über ein Geländer hing, waagerecht über die Mauer erreicht werden um ihn in seiner Position zu sichern.

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Abschließend musste das Dach der Turnhalle über eine Drehleiter bestiegen werden. Auf dem Pultdach sicherten sich die Teilnehmer dann  gegenseitig gegen ein Abrutschen bzw Herunterfallen ab. Wichtig bei der Praxis ist es trotz Stress, Höhe und Witterung Ruhe zu bewahren und den nächsten Schritt genau zu überdenken. Auch klare Befehle und ein gutes Teamwork sind gefordert. So muss die Sicherungsleine immer straff gehalten werden, auch wenn sich der Kletterer bewegt.

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Insgesamt acht Lehrgangsteilnehmer aus den Feuerwehren Waldaschaff, Mainaschaff, Kleinkahl und Schimborn nahmen an dieser Ausbildung erfolgreich teil.

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Liebe Kameradinnen und Kameraden,

am 27. April bieten wir einen Online-Vortrag mit der RIAS Bayern an.

„Das muss man auch mal ganz klar benennen dürfen“

Verschwörungsdenken und Antisemitismus im Kontext von Corona

Beschreibung

Selbstverständlich existierten auch vor der Coronapandemie Verschwörungserzählungen. Jedoch haben sie sich auch in Bayern verstärkt verbreitet, nachdem im Frühjahr 2020 Menschen, die sich als Coronarebellen oder Querdenker bezeichnen, begannen, gegen tatsächliche und imaginierte staatliche Maßnahmen im Zuge der Coronakrise zu protestieren.

Nicht zuletzt in den sozialen Medien verbreiten sich Verschwörungserzählungen in Wort und Bild zunehmend rasanter und erreichen im Zuge der „Corona-Proteste” auch immer mehr Menschen, die vor der Pandemie wenig verschwörungsideologisch geprägt waren.

Dieser Vortrag der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern soll über Verschwörungserzählungen im Zusammenhang mit Antisemitismus aufklären. Was sind Verschwörungserzählungen und was haben sie mit Antisemitismus zu tun? Warum sind sie für bestimmte Menschen attraktiv? Wie kann man ihnen begegnen?

 

 

Ablauf/
Organisation:

Der Vortrag wird online über die Plattform Microsoft-Teams stattfinden.

Der erste Teil besteht aus einem etwa dreißigminütigem Vortrag. Anschließend gibt es die Möglichkeit Rückfragen zu stellen.

Termin

27.April 2021 von 18:00 Uhr bis ca. 18:45 Uhr

Zielgruppe

Jugendwart*innen, Ausbildungs- und Gruppenleiter*innen

 

Anmeldung

E-Mail mit Nennung der E-Mail-Adresse und der Feuerwehr an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldeschluss: 23.04.2021

 

Weitere Informationen gibt es auch auf unserer Homepage:

https://jf-bayern.de/cms/index.php/veranstaltungen/aktuelle-veranstaltung/708-online-vortrag-mit-rias-bayern

Bleibt gesund!

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Landes-Jugendleitung

Heinrich Scharf M.A.

Landes-Jugendfeuerwehrwart

JUGENDFEUERWEHR BAYERN

im LFV Bayern e.V.

Wegen der weiter aktuell unklaren Corona-Lage lassen wir den Ausflug der Jugendfeuerwehr in den Holidaypark am 15.5.21 ausfallen.

Als Ersatztermin haben wir Samstag den 25.9.21 geplant. Wir hoffen, das wir den Ausflug im Herbst durchführen können.

Weitere Infos erhaltet ihr von KBM Georg Thoma zur gegebenen Zeit.

Die Bekanntmachung des Landratsamtes Aschaffenburgs über die Inzidenzeinstufung für die kommende Woche vom 12.04.2021 bis 18.04.2021 und die sich daraus für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen ergebenden Bestimmungen nach der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) zur Kenntnis.

Amtliche Bekanntmachung Lkr AB Inzidenzwert 09 04 2021


112 Newsletter vom 8. April 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

beginnen möchte ich auch heute mit den wesentlichen Kerndaten der aktuellen Pandemielage, muss aber gleich darauf hinweisen, dass die Zahlen zu den Neuinfektionen feiertagsbedingt mit gewisser Vorsicht zu genießen sind. Denn augenscheinlich haben sich im Vergleich zu „normalen“ Wochenenden an dem durch zwei Feiertage verlängerten Osterwochenende deutlich weniger Menschen testen lassen. Zudem haben diverse Gesundheitsämter und auch Labore in dieser Zeit nur einen Notbetrieb aufrechterhalten, was dazu führt, dass verschiedentlich die Analyseergebnisse und deren statistische Erfassung mit zeitlicher Verzögerung vorgenommen werden. Das alles hat natürlich einen erheblichen verzerrenden Einfluss auf das Zahlen- und Datenmaterial, mit dem wir bereits Weihnachten zu tun hatten. Im Lichte dessen verzeichnen wir heute, Donnerstag, 8. April, 08:00 Uhr, in Bayern insgesamt 517.517 bestätigte Covid-19-Infektionen. Im Vergleich zum Donnerstag der letzten Woche, bis zu dem 500.077 Infektionen gezählt worden waren, sind dies 17.440 mehr. Für die zurückliegenden sieben Tage ergibt sich daraus ein rechnerischer Schnitt von 2.492 Neuinfektionen. Für die vorangegangenen Wochen lagen die Vergleichswerte bei 2.664 2.305, 1.888, 1.496, 1.320 1.104, 1.093, 1.263, 1.646, 1.909, 2.366, 3.265, 3.143, 3.203, 3.912, 4.172, 3.638, 3.475, 3.606, 3.432, 3.597, 2.918, 2.153, 1.243, 652 bzw. 372. Dies sieht auf den ersten Blick nach einem Rückgang oder womöglich sogar einer Trendumkehr aus, darf aber aus den eingangs beschriebenen Gründen nicht so interpretiert werden. Klarheit wird erst die Entwicklung der nächsten Tage bringen, aber bis dahin müssen wir schon aus Gründen der Vorsicht davon ausgehen, dass das exponentielle Wachstum der dritten Welle noch nicht gebrochen ist. Das gilt in gleicher Weise auch für das Bundeslagebild. Dieses wies in der vergangenen Woche im Schnitt „nur“ 13.946 Neuinfektionen pro Tag aus, nach 16.566, 14.416, 11.332, 8.715, 8.189, 7.725, 7.220, 8.290, 10.450, 12.900, 15.700 und 21.000 in den Vorwochen. Damit wären über Ostern von einer Woche auf die andere die Neuinfektionen um mehr als zweieinhalbtausend pro Tag zurückgegangen. Das scheint mir nicht realistisch, deshalb gilt auch hier die Devise „Vorsicht vor voreiligen Schlussfolgerungen“.

Nun zum Ländervergleich. Bayern liegt heute auf Platz 4 (Vorwochen 5 und 8) des Negativ-Rankings und hat sich damit mit einer 7-Tage-Inzidenz von 119 – nach 142, 114, 96, 77, 68, 58, 55 – um einen weiteren Platz verschlechtert. Insgesamt 11 Länder verzeichnen nun eine 7-Tage-Inzidenz über 100. Den höchsten Wert muss weiterhin Thüringen mit 181 (254) hinnehmen, den günstigsten verbucht wieder Schleswig-Holstein mit 63 (75). Der Durchschnittswert aller Bundesländer liegt heute bei 106, nach 134, 113 und 90 in den Vorwochen. Und auch hier gilt wieder, dass die Gefahr groß ist, wonach die Zahlen feiertagsbedingt besser scheinen, als es die Lage tatsächlich ist.

Darauf deutet ein anderer Parameter hin, nämlich die Positivrate, also die Zahl der laborpositiven Tests im Verhältnis zu deren Gesamtzahl. Dieses Kernelement der Lagebeurteilung lag in Bayern in den zurückliegenden Tagen zwischen 5,0 und 6,3 Prozent (Vorwoche: 4,0 und 5,3) und ist damit deutlich gestiegen. Das mag zum Teil in einer wesentlich geringeren Zahl an Tests begründet liegen, zeigt aber doch auch sehr deutlich, dass das Virus im Lande sehr präsent ist. Das gilt vor allem für die britische Mutation B.1.1.7., die deutlich ansteckender ist als der ursprüngliche Wildtyp oder andere Varianten wie etwa die südafrikanische B.1.351 und nach aktuellen Erhebungen nunmehr in über 90 Prozent der positiven PCR-Tests nachgewiesen wird. Dieser Typ hat somit nahezu alle anderen Arten verdrängt und für ungünstig klare Verhältnisse gesorgt, jedenfalls so lange, wie er nicht selbst einer noch ansteckenderen Mutation weichen muss. Dazu später mehr.

Ich darf nun zum Blick in die bayerischen Regionen kommen, der statistisch gesehen naturgemäß ebenfalls von der feiertagsbedingt geringeren Test- und Labortätigkeit geprägt ist. Deshalb kommt es mir heute auch nicht so sehr auf die letzte Stelle hinter dem Komma einer 7-Tage-Inzidenz an, sondern vor allem auf eine qualitative Betrachtung. Blickt man auf eine nach Landkreisen und kreisfreien Städten gegliederte Bayern-Karte, in der die jeweiligen Infektionsbelastungen nach der 7-Tage-Inzidenz farblich dargestellt sind, dann fällt zunächst auf, dass sich über alle Regierungsbezirke hinweg eine gewisse Angleichung der schwierigen Lage einzustellen scheint. Waren in der Vergangenheit immer wieder einzelne Regionen generell besser dagestanden oder hatten sich auch innerhalb eines großen, stark belasteten Gebietes immer wieder Einsprengsel mit günstigeren Werten etablieren können, so findet sich nun ein von Ost nach West quer durch Bayern verlaufender, geradezu monolithisch wirkender Block, der tiefrot oder gar violett gefärbt ist. Dieser bildet die Gebietskörperschaften mit einer 7-Tage-Inzidenz von mindestens 100 ab. Das sind heute 63 von 96 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten und somit zehn weniger als vor einer Woche, aber auch diese Verbesserung ist aus den bereits genannten Gründen mit großer Vorsicht zu genießen.

Nach wie vor die größten Probleme haben im Wesentlichen die bereits in den letzten Wochen besonders gebeutelten Regionen. So die Stadt Hof mit einer 7-Tage-Inzidenz von 430, gefolgt vom Landkreis Kronach mit 366 und dem Landkreis Hof mit 337, die mit diesen Werten leider nicht nur die bayerische, sondern auch die bundesweite Negativrangliste anführen. Im Segment mit 7-Tagesinzidenzen zwischen 200 und 300 liegen vier weitere Gebietskörperschaften. Die große Mehrheit, nämlich 56, reihen sich mit Werten zwischen 100 und 200 ein und stehen damit, soweit dieser Wert mehr als drei Tage hintereinander überschritten bleibt, vor der Aufgabe, mit diversen Einschränkungen des öffentlichen Lebens einschließlich einer nächtlichen Ausgangssperre von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr die Lage schnellstmöglich zu beruhigen. Unter 100, aber über 50 liegen jetzt 33 (Vorwoche 23 nach 37) Gebietskörperschaften und das Segment unter 50 besetzt heute allein die Stadt Aschaffenburg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 45,1.

In Bayern sind an oder mit einer Corona-Infektion mittlerweile 13.417 Personen verstorben. Das sind im Vergleich zum vorigen Donnerstag 157 (171) oder pro Tag ca. 22,4 Fälle mehr, nach 24,4, 25,9, 24,0, 26,9, 39,1, 42,0, 73,7, 82,6, 111,7, 117,9, 125,1, 134,4 bzw. 107,7 in den Wochen davor. Insoweit hat sich trotz der über die letzten Wochen stark gestiegenen Neuinfektionen zum Glück bei den Sterbefallzahlen eine gewisse Stabilisierung eingestellt, die Gott sei Dank den Trend der Neuinfektionen nicht nachzeichnen.

Nicht so gut sieht es dagegen in den Kliniken aus. Zwar gibt es mit der Gesamtzahl der hospitalisierten Corona-Patientinnen und -Patienten eine Konstante, die sich über die letzten Wochen bei ca. 3.000 herausgebildet hat. Innerhalb der Gruppe der Hospitalisierten verschieben sich die Gewichte aber nach wie vor in Richtung der Intensivstationen, auf denen heute 779 Personen behandelt werden. Das ist ein Spitzenwert, den wir zuletzt am 21. Januar verzeichnen mussten. Kein gutes Gefühl macht zudem die Geschwindigkeit, mit der dieser Wert ansteigt. Vor genau einer Woche lagen „nur“ 648 Corona-Patienten auf Intensiv. Und anders, als die Zahl der Neuinfektionen sind die Werte zu den Intensivpatienten nicht feiertagsbedingt verzerrt. Denn wer gesundheitlich so schlecht dran ist, dass er ein Intensivbett braucht, der wird dort auch an Sonn- und Feiertagen aufgenommen. Insoweit ist dieser ungünstige Wert im Reigen der heute hier zu betrachtenden Parameter der verlässlichste und gibt den klarsten Blick auf das Geschehen frei.

Liebe Leserinnen und Leser, an den Anfang der heutigen nachösterlichen Betrachtungen möchte ich zunächst einen aufrichtigen Dank an die Menschen in Bayern stellen, die sich am gesamten Osterwochenende ausgesprochen verantwortungsvoll verhalten haben. Ich gebe zu, dass ich im Lichte der während der Karwoche teils sehr schrill geführten Diskussionen um all das, was die Menschen an Zumutungen noch zu ertragen bereit seien, schon gewisse Bedenken hatte, dass es gerade an den touristischen Hotspots zu Massenaufläufen ohne Maskentragen und ohne ausreichende Abstände zwischen den Menschen kommen würde. Aber die Menschen waren auch an den Tagen mit bestem Wetter sehr umsichtig und haben sich gut in der Fläche Bayerns verteilt.

Auch sonst hält sich gerade in Regionen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von über 100 die große Mehrheit der Menschen an die geltenden infektionsschutzrechtlichen Regelungen einschließlich einer nächtlichen Ausgangssperre zwischen 22:00 Uhr und 05:00 Uhr. Natürlich stellt die Polizei verschiedentlich Verstöße fest und muss diese ahnden. Aber zum Glück geht es dann selbst in belastenden Kontrollsituationen nicht immer nur verbissen, sondern gelegentlich sogar skurril bis heiter zu. Etwa wenn in der Zeit der nächtlichen Ausgangssperre vermeintliche Hundebesitzer zu ihrer Entschuldigung vorbringen, gerade den Hund Gassi zu führen, dieser aber dummerweise weggelaufen sei. Wenn der „Waldi“ sich dann auch auf hartnäckigstes Rufen von „Frauchen“ oder „Herrchen“ nicht blicken lässt, dann räumt der sich zunächst pfiffig vorkommende Nachtschwärmer meist doch schnell ein, dass seine Ausrede lediglich der Versuch einer „dackelbeinigen“ Notlüge war.

Derlei Einsichtsfähigkeit zeigt aber leider längst nicht jeder, wie man am Karsamstag beim Demonstrationsgeschehen in Stuttgart sowie bei einigen kleineren Aufzügen in Bayern beobachten konnte. Einmal mehr haben die sog. „Querdenker“ unter Beweis gestellt, dass sie sich nicht nur ohne Skrupel in einem politisch zusehends noch fragwürdiger werdenden Umfeld bewegen. Sie werden auch in ihrer Wortwahl und Geisteshaltung immer aggressiver. Einige Führungsfiguren wie ein pensionierter bayerischer Polizeibeamter verlassen zusehends den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und werden deshalb völlig zurecht vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Querdenker scheren sich zudem bei Demonstrationen immer weniger um Abstandsregeln und Maskenpflicht und gefährden damit die Gesundheit anderer Menschen. Die Gefahr ist groß, dass solche Versammlungen, die massenhaft Problemleugner auf engstem Raum zusammenführen, zu Viren-Drehkreuzen werden.

Gerade im Kontext der britischen Mutation B.1.1.7. wird häufig berichtet, das Virus habe sich verändert und sei in seinen Mutationen ansteckender oder im Krankheitsverlauf gefährlicher oder beides. Derlei Formulierungen erwecken den Eindruck, das Corona-Virus könne sich „bewusst“ so verändern, dass es andere Varianten ausstechen, das Immunsystem des menschlichen Körpers „bewusst“ umgehen oder die Wirkung von Impfstoffen gezielt austricksen könne. Alles das trifft natürlich nicht zu. Denn weder hat das Virus ein Bewusstsein, noch ist es schlau oder kann gar seine weitere Entwicklung zielgerichtet steuern. Vielmehr muss der „Gattung“ COVID-19 SARS-Cov-2 für das Auftreten neuer, dabei dem Wildtyp und anderen Formen überlegener und insoweit für den Menschen gefährlicherer Varianten letztlich der Zufall zu Hilfe kommen. Diesen Zufall kann allerdings das „Wirtstier“ Mensch durch sein Verhalten ein Stück weit beeinflussen, sodass auch aus diesem Gesichtspunkt heraus die Einhaltung der Hygieneregeln entscheidende Bedeutung hat.

Das Virus kann sich nur verbreiten, wenn es zu einem nächsten Wirt, also von Mensch zu Mensch überspringen kann. Hierzu benötigt es in Bezug auf die sog. Virenlast, also die Anzahl der „Corona-Viren“ insbesondere im Atemapparat des Menschen, eine kritische Masse. Säße dort nur ein einsames Virus herum, könnte dies weder den Träger krankmachen, noch auf andere Wirte überspringen. Hierzu braucht es ein massives Auftreten der Viren, das eine entsprechend massive Vermehrung voraussetzt. Dazu kapern die Viren mit den ihnen eigenen „Einbruchswerkzeugen“ Körperzellen des Wirts, um sich deren Ressourcen zu bedienen und stoßen sogleich einen Prozess an, der im Ergebnis massenhaft Kopien der Viren-Ausgangspopulation hervorbringt. Dieser Kopiervorgang zielt in seinem Kern auf die RNA, also das Erbgut (Genom) der Viren, auf dem deren „genetischer Bauplan“ biochemisch abgespeichert ist. Es werden fortlaufend und auf Hochtouren Kopien des Genoms hergestellt, von denen jede einzelne wiederum das entscheidende Kernelement eines neuen Virus bildet und um dieses herum ein neues Virus baut. Ist dieses fertig, beginnt auch dieses sofort mit der Produktion weiterer Kopien, weshalb sich Viren in dieser Phase explosionsartig vermehren. Das versucht insbesondere das körpereigene Immunsystem, das die Viren als körperfremde Eindringlinge erkennt, zu unterbinden. Hierfür entwickelt die Immunabwehr Werkzeuge, meist bestimmte Immunzellen, die in der Regel gezielt die Oberflächenstrukturen der Viren angehen, um sie auszuschalten. Hat die Immunabwehr das geschafft, ist es um die Viren geschehen und einem Erkrankten geht es bald besser. Falls nicht, ist ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten. Insoweit findet ein Wettkampf zwischen der körpereigenen Immunabwehr und den Eindringlingen statt.

Diesen Gesamtzusammenhang zu verstehen ist wichtig, um das Zustandekommen von Mutationen und ihre Rolle für den weiteren Pandemieverlauf zu verstehen. Der Schlüssel für alles Weitere liegt dabei in dem bereits erwähnten Kopiervorgang der RNA. Denn hierbei kann es gelegentlich zu kleinsten Kopierfehlern kommen, sodass die Erbinformation des „Ablegers“ nicht mehr vollständig identisch ist mit der des Ausgangsvirus. Die insoweit abweichende Erbinformation wird bewirken, dass sich Ableger genau an der Stelle, deren Ausprägung die fragliche Erbgutstelle steuert, von der ursprünglichen Form entsprechend der abgewandelten Information unterscheiden. Das ist aus Sicht des Virus einerseits ein Fehler, bringt andererseits aber auch eine größere Vielfalt hervor, die wiederum Chancen bietet.

Denn erwächst dem Virus auf diese Weise eine günstige Eigenschaft, weil etwa das „Einbruchswerkzeug“ der Mutante wirksamer ist, diese wesentlich agiler ist, vom Immunsystem nicht mehr so gut erkannt wird oder dessen Abwehrwaffen nicht mehr vollständig greifen, dann ist die Mutante nach Darwin „fitter“ (survival oft he fittest) als die Vorform und wird sich am Ende durchsetzen.

Dass Mutanten auftreten, ist etwas völlig Normales, auch bei anderen Virustypen wie etwa bei Influenza. Dass eine Erbgutveränderung letztlich aber dazu führt, dass ihre Träger die angestammte Variante aus dem Feld schlagen, ist extrem selten, wird aber rein statistisch und auch tatsächlich umso wahrscheinlicher, je mehr Kopiervorgänge stattfinden, weil damit automatisch die Zahl der „Fehler-Kopien“ steigen und damit die Vielfalt größer wird. Deshalb ist die Antwort auf die Frage, ob es weitere und dabei gefährlichere SARS-Cov-2-Mutationen geben wird oder gar eine besonders fitte, alles bisher Dagewesene in den Schatten stellende „Monster“-Mutation auftreten kann, u.a. davon abhängig, wie viele Menschen sich mit Corona infizieren. Denn hätte sich nur eine Million Menschen infiziert, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass daraus eine besonders fitte Variante hervorgeht, um ein extremes Vielfaches geringer, als wenn sich hunderte Millionen Menschen infizieren und insoweit zu potentiellen Reaktoren für Virusreproduktionen werden.

Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir dem Virus möglichst wenig Gelegenheit bieten, sich zu verbreiten, die Welle(n) flach halten und möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen. Auf mittlere Sicht muss das weltweit geschehen, denn am Ende ist es ohne Belang, ob ein besonders fittes Virus in Europa, Asien oder Südamerika entsteht. Hat es sich erst einmal in seiner Heimatregion durchgesetzt, wird es angesichts internationaler Personenverkehrsströme über kurz oder lang alle anderen Regionen erreichen, wie wir u.a. am Beispiel der britischen Mutation B.1.1.7. eindrucksvoll erfahren mussten.

Vor diesem Hintergrund und der Situation auf den Intensivstationen der Kliniken ist die Zahl der Neuinfektionen nach wie vor viel zu hoch. Um dagegen anzugehen hat der Ministerrat über die geltenden Notbremse-Mechanismen hinaus gestern einige weitere beschränkende Maßnahmen beschlossen, die das Gesundheitsministerium zeitnah in geltendes Recht umsetzen wird. So war etwa nach der noch geltenden Regelungslage vorgesehen, ab dem 12. April 2021 weitere Öffnungsschritte in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von nicht über 100 bzw. nicht über 50 in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport zuzulassen. Dies ist aber in Anbetracht der Gesamtlage nicht zu verantworten und auch nicht zu vermitteln und unterbleibt deshalb zunächst bis zum 26. April 2021.

Gleiches gilt für die in acht Städten und hierbei in allen Regierungsbezirken geplanten Modell-Projekte. Mit diesen sollten unter wissenschaftlicher Begleitung die Auswirkungen einer schrittweisen Rücknahme von Beschränkungen des öffentlichen Lebens sowie für Theater-, Konzert- oder Opernhäuser in kreisfreien Städten und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 untersucht werden, soweit diese Lockerungen von einem besonders stringenten Testregime begleitet werden. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben, ich hoffe deshalb sehr, dass wir diese „Piloten“ zeitnah starten können, sofern sich der allgemeine Trend ins Positive dreht.

Des Weiteren hat der Ministerrat in Bezug auf den Einzelhandel Nachjustierungen vorgenommen, die am 12. April wirksam werden. Zum einen werden Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte und Buchhandlungen wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt.

Was in Detail wo gilt, richtet sich nach den jeweiligen 7-Tage-Inzidenzwerten der Landkreise und kreisfreien Städte, in deren Gebiet sich ein Geschäft befindet.

Unterhalb des Schwellenwertes von 50 gelten die bisherigen Regelungen fort. Somit können alle Geschäfte öffnen, sofern sie ein allgemeines Schutz- und Hygienekonzept umsetzen. Dessen Kernelemente sind insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den im Laden aufhältigen Personen, die Beachtung der Maskenpflicht, die Einhaltung einer Kundenhöchstzahl, die sich nach der Formel „ein Kunde je 10 m² für die ersten 800 m² der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 m² für den 800 m² übersteigenden Teil der Verkaufsfläche“ bemisst.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 sind nur Terminshopping-Angebote möglich. Diese sind auch unter dem Begriff „Click & Meet“ bekannt und meinen, dass ein Kunde in den Laden darf, sofern er – der Kunde – sich vorab persönlich angemeldet und einen Termin vereinbart hat. Dies hat den Sinn, im Infektionsfall die Kontakte besser nachverfolgen zu können und natürlich darf auch bei diesem Modell trotz Identifizierbarkeit der Kunden der Laden nicht vollgestopft werden. Deshalb gilt die Regel „ein Kunde pro 40 m² Verkaufsfläche".

Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 ist ebenfalls „Click & Meet“ zulässig, dies allerdings nur mit der zusätzlichen Maßgabe, dass der Kunde einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen kann. Ausreichend ist entweder ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder ein maximal 24 Stunden alter Schnelltest.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 bleibt immerhin noch die Möglichkeit des „Click and Collect“. Das bedeutet, dass der Kunde zwar nicht mehr die Verkaufsfläche betritt, aber vorbestellte Waren an der Ladentüre abholen kann. Hierfür ist kein Test erforderlich.

Und um allen Missverständnissen von vorne herein entgegenzutreten: Egal wie hoch die Inzidenz auch ist, die für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäfte – vom Lebensmittelladen, über den Supermarkt, den Waschsalon bis zum Tierbedarf und Futtermittelvertrieb – bleiben unter Beachtung der einschlägigen Hygienekonzepte stets geöffnet.

Ob das alles bis auf Weiteres das letzte Wort ist, darüber werden kommende Woche die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin beraten. Insoweit bleibt es spannend.

Wir sind Wellenbrecher!

Mit besten Grüßen
Ihr


Joachim Herrmann, MdL
Staatsminister

20210408 testteam

Am 08.04.2020 nahm das mobile Testteam des Landkreises Aschaffenburg im Schwerpunkt für die Alten- und Seniorenheime ihre Arbeit auf. Das Stammteam bestehend aus Yvonne Bergmann-Seitz, Katharina Stenger, Christian Seitz und Tobias Brinkmann waren bis zum 29.05.2020 an 33 Tage tätig und führten dabei rund 3.500 PCR Tests durch. Dabei wurde durch das mobile Testteam bis zu diesem Zeitpunkt 1.350 Stunden geleistet.

20210408 testteam 2

Ab dem 23.10.2020 wurde das mobile Testteam wieder für PCR Tests angefordert. Vom 08.04.2020 bis zum 08.04.2021 hatte das Team an 91 Einsatztage rund 8.300 PCR Tests in Heimen oder Firmen durchgeführt und dabei rund 2.500 Einsatzstunden geleistet. Nicht berücksichtigt sind hier PCR Tests in der ehemaligen Teststrecke in der Glattbacher Straße sowie die POC Test bei Firmen und in den Schnellteststellen.

Tobias Brinkmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Nachgang zu meiner Mail von heute Vormittag kommt noch folgender ONLINE-Lehrgang dazu:

01 08 K45 003 21 Grundlagenseminar Stabsarbeit (online) von 19.04.2021 bis 21.04.2021

Interessierte melden sich umgehend bei KBI Otto Hofmann 0171 3662668

Sehr geehrte Damen & Herren,
die SFS-W bietet einen zusätzlichen Online Lehrgang an:
Aufbaulehrgang für Kdt. mit Gruppenführerqualifikation vom 20.04. – 21.04.2021.
Es stehen ca. 12 Teilnehmerplätze zur Verfügung.
Interessierte melden sich kurzfristig bei KBI Hofmann 0171 3662968
Lehrgang ist ausgebucht!