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112 Newsletter vom 21. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

wie gewohnt darf ich Ihnen zunächst die aktuellen Zahlen präsentieren und das beginnt langsam wieder mehr Freude zu machen, nachdem wichtige Kerndaten einen positiven Trend zeigen. Aber der Reihe nach. Heute, Donnerstag, 21.01.2021, 08:00 Uhr, verzeichnen wir in Bayern 383.262 bestätigte COVID-19-Infektionen. Im Vergleich zum Dienstag der letzten Woche, bis zu dem 366.702 Infektionen gezählt worden waren, sind dies 16.560 Fälle mehr, nach 29.382 vor einer Woche. Für die zurückliegenden neun Tage ergibt sich daraus ein rechnerischer Schnitt von ca. 2.366 Neuinfektionen. Für die vorangegangenen Wochen lagen die Vergleichswerte bei 3.265, 3.143, 3.203, 3.912, 4.172, 3.638, 3.475, 3.606, 3.432, 3.597, 2.918, 2.153, 1.243, 652, 372 bzw. 327. Der aktuelle Wert liegt damit in etwa auf einem Niveau, auf dem wir uns vor ca. 12 Wochen befunden haben. Würde sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte man von einer Trendumkehr sprechen. Ein ebenfalls günstigerer, wenngleich nicht ganz so deutlicher Befund ergibt sich für den Bund mit im Schnitt knapp 15.700 Neuinfektionen pro Tag, nach etwa 21.000, 17.000 und 15.000 in den Vorwochen. Und doch gilt: Trendwende ist nicht gleich Problemende. Denn bei einer Lockerung oder gar Beendigung der Gegenmaßnahmen hätte das Virus bei diesen Zahlen immer noch die Kraft, sofort den jetzt abwärts zeigenden Trend ins Gegenteil umzudrehen. Wir müssen jetzt also den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen.

Und wo steht Bayern im Ländervergleich? Heute liegt der Freistaat auf Platz fünf, nach Platz sieben in den Vorwochen. An der ungeliebten Spitze steht weiterhin Thüringen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 225,0 (Vorwoche 310,4), vor „Aufsteiger“ Brandenburg (203,3 nach 212,3), Sachsen-Anhalt (195,3 nach 241), Sachsen (186,0 nach 292,4) und eben Bayern (119,7 nach 159,6. Insoweit ist der leicht verschlechterte Platz im Ranking gut zu verschmerzen, zumal die nächsten fünf Plätze innerhalb eines Korridors von 10 Punkten liegen, insoweit in Schlagdistanz sind, Bayern nach wie vor im Ländervergleich am Intensivsten testet und vor allem der Gesamttrend stimmt. Das gilt im Übrigen auch für alle anderen Länder – keines hat im Wochenvergleich einen schlechteren Wert – und damit ganz Deutschland. Folgerichtig ist die 7-Tage-Inzidenz für ganz Deutschland von 151,2 auf 119,0 gesunken und hat insoweit die Kurve gekriegt.

Ein Kernelement der statistischen Betrachtungen dieser Pandemie ist die Positivrate, also die Zahl der laborpositiven Tests im Verhältnis zu deren Gesamtzahl. Die Positivrate lag in Bayern in den zurückliegenden Tagen bei Werten zwischen 7,3 und 7,8 Prozent (Vorwoche: 6,6 und 8,1 Prozent). Hier deutet das untere Ende der Spanne den sinkenden Trend an.

In Bayern sind an oder mit einer Corona-Infektion mittlerweile 9.283 Personen verstorben. Das sind im Vergleich zum vorigen Donnerstag 876 oder pro Tag 125,1 Sterbefälle mehr, nach 134,4, 107,7 bzw. 89,9 Sterbefällen pro Tag in den Wochen davor. Wie bekannt stehen die Sterbefallzahlen in der zeitlichen Reihung der Parameter am Ende der Entwicklung. Umso mehr freut es mich, dass auch an dieser Stelle erstmals seit Längerem nicht mehr Woche zu Woche von einem Allzeithoch zu berichten ist.

Wesentlich deutlicher ist die positive Entwicklung an der Zahl der aktuell an COVID-19 erkrankten Personen abzulesen. Das sind aktuell in Bayern 46.780 Personen (Vorwochen 53.900, 59.220, 63.550, 67.710, 65.720, 60.300, 58.600, 56.840, 52.970, 45.780, 34.420, 23.100 bzw. 13.190) und damit im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche 7.120 weniger. Somit liegen die absoluten Zahlen dieser Woche in einer Größenordnung, die wir zuletzt vor zehn Wochen hatten, und bestätigt insoweit den eingangs zu den Neuinfektionen aufgezeigten Befund. Und auch in den Kliniken deutet sich insgesamt – regionale Ausnahmen bestätigen die Regel – eine leichte Entspannung an. Stand heute liegen von den 46.780 erkrankten Personen 4.231 in einer Klinik (in den Vorwochen 4.809, 5.363, 5.550, 5.276, 5.065, 4.663, 4.015, 3.730, 2.626, 2.243, 1.751, 1.072, 614, 328, 243, 213, 215 bzw. 166). Von diesen befinden sich 3.419 auf einer Normalstation und 815 (in den Vorwochen: 872, 937, 969, 902, 860, 791, 726, 683, 530, 491, 367, 151 bzw. 100) auf „Intensiv“.

Lassen Sie uns nun noch kurz das Augenmerk auf die lokalen Entwicklungen richten. Auch hier hellt sich der Horizont auf. Dies gilt zum einen für die absoluten Werte der 7-Tage Inzidenz. Hier führt den Landkreis Regen ein Wert von 259,7 (Vorwoche 236,4) an die Tabellenspitze, ein Wert, der noch vor Kurzem irgendwo einen Platz im Mittelfeld bedeutet hätte. Auf Platz 2 liegt nunmehr der Landkreis Wunsiedel mit 254,6 (Vorwoche 291,8), knapp dahinter gefolgt von der Stadt Ansbach auf dem letzten Stockerl-Platz mit 253,6 (Vorwoche 208,1).

Bildet man Cluster, dann wird auch in dieser Aufbereitung eine flächendeckende Verbesserung der Situation deutlich. Oberhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 200 und damit eines Grenzwertes, der verschärfte Mobilitäts- und damit Kontaktbeschränkungen auslöst, reihen sich heute nur mehr acht Landkreise bzw. kreisfreie Städte ein, letzte Woche war dies noch bei 31 Kommunen der Fall. Insoweit müssen wir uns sehr sputen, eine vom Bayerischen Landeskriminalamt und dem Polizeipräsidium Oberfranken entwickelte und gestern polizeiintern in Betrieb genommene App einer Nutzung durch jedermann zugänglich zu machen. Die App zeigt für jeden Landkreis und für jede kreisfreie Stadt an, ob die Gebietskörperschaft jenseits der 200er-Marke liegt und/oder ob eine vor Ort durch Allgemeinverfügung verhängte Einreisesperre besteht. Ist die Inzidenz von 200 überschritten, so lässt sich mit einer weiteren Funktion für jede Gemeinde des betreffenden Landkreises bzw. für die kreisfreie Stadt mittels einer entsprechend markierten Landkarte darstellen, wo die Grenze der 15-km-Zone verläuft, in die sich Bewohner eines 200-plus-Hotspots noch über ihre Wohnortgemeinde hinausbegeben dürfen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die noch offenen lizenzrechtlichen Fragen sehr bald geklärt sind, dann werden wir die entsprechenden Funktionalitäten auf die Homepage des Innenministeriums stellen.

Zwischen 100 und 200 liegen weitere 55 Landkreise bzw. kreisfreie Städte (Vorwoche 50), weitere 31 dieser Gebietskörperschaften reihen sich bei Werten zwischen 50 und 100 ein. Die Zielmarke von 50 haben aktuell bereits die Stadt Amberg sowie der Landkreis Amberg-Sulzbach unterschritten. Insgesamt kann man also auch für die Regionen in Bayern feststellen: Es geht deutlich abwärts im Sinne von aufwärts.

Schließen möchte ich den Statistikteil mit ein paar Eckdaten zur Impfsituation. Stand gestern haben die beiden derzeit zugelassenen Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna 441.525 Impfdosen angeliefert. Bereits verimpft sind 240.421 Dosen, davon knapp 4.100 bereits im Zuge von Zweitimpfungen. Für weitere Zweitimpfungen sind 92.150 Dosen zurückgestellt, die Differenz ist für Erstimpfungen in den nächsten Tagen eingeplant. Die Tagesimpfleistung, die im Wesentlichen mittels vergleichsweise aufwändiger mobiler Impfungen in Alten- und Pflegeheimen erbracht wird, lag gestern bei gut 6.100. Insoweit wird geimpft, was in Anbetracht des verfügbaren Impfstoffes geht und wir erwarten dringend den Februar, wenn die Hersteller ihre Produktionskapazitäten deutlich ausgeweitet haben werden. In diesem Zusammenhang höre ich immer wieder ein gewisses Unverständnis, dass Pfizer nicht mehr liefere. Das sei doch ein Weltkonzern mit Produktionsstätten auf mehreren Kontinenten, da müsse doch deutlich mehr gehen. Die Antwort lautet „theoretisch ja, praktisch nein“. Tatsächlich hat Pfizer mehrere Werke, die Impfstoff produzieren können, aber nur eines liegt in Europa (Belgien). Alle anderen sind in den USA angesiedelt und Pfizer ist es durch Executive Order des vormaligen Präsidenten schon seit Wochen verboten, in den USA produzierten Impfstoff außer Landes zu bringen. Dies selbst dann, wenn er in den USA zunächst eingelagert werden muss, weil ihn die Impflogistik gar nicht aufnehmen kann, was zumindest in einigen US-Bundesstaaten tatsächlich der Fall ist. So funktioniert also „America first“ im konkreten Fall. Deshalb ist es so wichtig, dass im belgischen Werk die Kapazitäten erhöht werden, auch wenn das für die nächsten zwei Wochen zunächst eine Reduzierung der an Deutschland zu liefernden Chargen um etwa 13 Prozent bedeutet, und dass das in der Betriebsvorbereitung befindliche Biontech-Werk im hessischen Marburg zeitnah ans Netz geht.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie haben sicherlich den Medien entnommen, dass am vergangenen Dienstag erneut die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder zusammengetreten sind, um die aktuelle Entwicklung der Pandemielage und die daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen zu beraten. Wie bereits für Bayern beschrieben, gilt für ganz Deutschland: Die Infektionslage und die Situation in den Kliniken bessern sich, sind aber längst noch nicht gut genug und würden bei einer umgehenden Lockerung oder gar Freigabe der bisherigen Beschränkungen sofort wieder schlechter werden. Außerdem verbindet sich mit der britischen Mutation ein für Deutschland bislang nicht kalkulierbares Risiko, das es angeraten sein lässt, den Weg der Vorsicht weiterzugehen. Das sehen auch die anderen Bundesländer so und haben deshalb viele beschränkende Regelungen übernommen, die in Bayern bereits gelten. Deshalb kann ich mich an dieser Stelle auch sehr kurz fassen, was die aus den Berliner Beratungen folgenden Rechtsänderungen angeht. Die bisherigen Maßnahmen werden zunächst bis zum 14. Februar verlängert, im Übrigen sind nur punktuelle Anpassungen erforderlich. So etwa, dass Gottesdienstbesucher ab sofort FFP-2-Masken tragen müssen. Gleiches gilt für das Personal in Alten- und Pflegeheimen. Und als Folge einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes wird das Prinzip click&collect, also der Online- oder Telefonbestellung von Waren und persönlicher Abholung beim Händler vor Ort, auch auf Archive und Bibliotheken übertragen. Heißt in der Praxis: Buch-ung digital, Buch-abholung analog.

Liebe Leserinnen und Leser, die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag am 26. September rückt mit Riesenschritten näher, und viele Parteien und Wählergruppierungen sind längst mitten in den Vorbereitungen. Kernelement aller Bemühungen ist in der jetzigen Phase die Nominierung von Direktkandidaten. Dies ist ein zutiefst demokratischer Vorgang, im Zuge dessen die Parteimitglieder bzw. von diesen bestimmte Delegierte per parteiinterner Wahl „von unten nach oben“ die personellen Festlegungen treffen. So sind aktuell viele Orts- bzw. Kreisverbände dabei, ihre Delegierten zu bestimmen, die dann bei den auf Wahlkreis- bzw. Regional- und Landesebene stattfindenden Aufstellungsversammlungen diejenigen bestimmen, die sich am Wahltag für die jeweilige Partei den Bürgerinnen und Bürgern zur Wahl stellen. Insoweit sind diese internen „Vor-Wahlen“ von eminenter Bedeutung für die ordnungsgemäße Durchführung der Bundestagswahl und sind insoweit von herausragender Bedeutung für die demokratische Willensbildung und das Funktionieren unserer parlamentarischen Demokratie.

COVID-19 stellt uns einmal mehr vor besondere Herausforderungen, weil die Notwendigkeiten des Wahlrechts und der daraus resultierenden Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Zustandekommen des nächsten Bundestages mit den Erfordernissen der Pandemiebekämpfung in Einklang zu bringen sind. Dies umso mehr, als die Bestimmung der Kandidatinnen und Kandidaten nicht bis kurz vor dem Wahltermin aufgeschoben werden kann, wenn hoffentlich die Pandemielage wieder deutlich günstiger ist, sondern gesetzlich definierten Fristen und auch bestimmten Verfahrensanforderungen unterliegt, was die Präsenz der abstimmenden Parteimitglieder angeht.

Rechtlich gesehen sind Mitglieder- und Vertreterversammlungen sowie wahlrechtliche Aufstellungsversammlungen i.d.R. nicht öffentliche, weil partei- oder wählergruppeninterne, meist in geschlossenen Räumen durchgeführte Versammlungen, die dem Versammlungsbegriff des Grundgesetzes unterfallen und insoweit auch einen besonderen Schutz durch die Verfassung genießen. Allerdings unterliegen in diesen Zeiten auch Versammlungen Einschränkungen nach dem Infektionsschutzrecht. Und dies gilt umso mehr dort, wo die 7-Tage-Inzidenz teils massiv jenseits der 200er-Marke liegt und deshalb die Kreisverwaltungsbehörden im Einzelfall Versammlungen in geschlossenen Räumen per Allgemeinverfügung grundsätzlich ganz untersagt oder mit sehr niedrigen Teilnehmerzahlen stark begrenzt haben.

Mit Blick auf die herausragende Bedeutung der Bundestagswahl für unseren demokratisch verfassten Rechtsstaat war es mir als dem für das Versammlungsrecht, das Wahlrecht und den Vollzug der Wahlen in Bayern zuständigen Minister wichtig, dass es mit Blick auf die oben skizzierten „Vor-Wahlen“ zu keinen Missverständnissen kommt. Deshalb ist das Gesundheitsministerium dankenswerterweise meinem Vorschlag gefolgt, den Kreisverwaltungsbehörden zu empfehlen, in die jeweiligen Allgemeinverfügungen eine Bestimmung aufzunehmen, wonach Aufstellungsversammlungen der politischen Parteien für die Bundestagswahl unter Einhaltung der gebotenen Abstands- und Hygienevorschriften von einem Versammlungsverbot in geschlossenen Räumen ausgenommen sind.

Wo eine Ausnahmeregelung nicht besteht, können die Parteien selbstverständlich bei der Kreisverwaltungsbehörde eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Hierüber entscheidet die Behörde nach pflichtgemäßem Ermessen und hat hierbei die erwähnte herausragende Bedeutung der Aufstellungsversammlungen für die Bundestagswahl mit dem Infektionsschutz in Einklang zu bringen. Konkret wird dies bedeuten, dass dem Antrag unter Auflagen entsprochen wird, die im Rahmen eines zu fordernden Hygienekonzeptes neben der Einhaltung von Mindestabständen, einer Begrenzung der Versammlungsdauer, Vorgaben zum regelmäßigen Lüften, zum ständigen Tragen eines hochwertigen Mund-Nasen-Schutzes auch sonstige Maßnahmen zur Reduzierung des Übertragungsrisikos beinhalten können.

Leider führen Corona-Zeiten in vorher kaum vorstellbarer Weise die unterschiedlichsten demokratie- und staatsgefährdenden Strömungen zusammen, lassen sie aufblühen und daraus eine neuartige Bedrohung entstehen. Dass Verschwörungsideologien nicht zu abwegig und grotesk sein können, als dass sie nicht fanatische Anhänger finden und dass ein Verhalten nicht zu rücksichtlos oder ungebührlich sein kann, als dass es nicht Nachahmer findet, dafür will ich Ihnen ein paar Beispiele geben, die sich bei uns in Deutschland und Bayern zugetragen haben.

Dies gilt etwa für QAnon. Dieses Phänomen begann wohl 2017 in den USA und hat mittlerweile auch in Deutschland nicht wenige Anhänger. Nach dessen Erzählung mache ein namentlich bisher nicht identifizierter Whistleblower, der in den USA im Zentrum der Macht tätig sei und nach der dortigen Geheimschutzordnung Zugang zu Dokumenten der höchsten Geheimhaltungsstufe „Q“ habe, nach und nach streng geheime Informationen öffentlich. Der nach seiner Geheimhaltungsstufe mit dem Pseudonym „Q“ bezeichnete Unbekannte unterstütze durch seine Mitteilungen den geheimen Kampf des gestern aus dem Amt geschiedenen US-Präsidenten gegen einen Pädophilen- und Kinderhändlerring, den Teile des demokratischen politischen Establishments, jüdische Banker, Prominente und andere Angehörige der Eliten, seit Jahrzehnten aus abartigem Eigennutz decken würden. Der Pädophilenring entführe Kinder, um sie in unterirdischen Lagern zu Tode zu foltern und aus ihren Leichen ein Lebenselixier zu gewinnen, das dann eben jene Eliten zur eigenen Stärkung konsumieren würden. „Q“ meldet sich immer wieder mit kryptischen Informationsschnipseln, die seine Anhänger, die „Anons“, dann zu Meldungen verdichten, um immer mehr Menschen über die Machenschaften der völlig verkommenen Eliten zu informieren. Was mit dieser frei erfundenen, astreinen Verschwörungsideologie bezweckt werden soll, ist klar: Es soll gegen den Rechtsstaat, seine politischen Repräsentanten und demokratisch-parlamentarischen Institutionen auf übelste Weise Stimmung gemacht werden, um sie zu schwächen, um sie am Ende durch ein undemokratisches Herrschaftssystem abzulösen, nötigenfalls auch mit Gewalt, zu deren Ausübung Menschen bereit sind, weil sie sich dabei im Recht sehen, ein unreformierbar verruchtes System kindermordender und kinderverschlingender Eliten hinwegzufegen. Als Hebel dient in dieser geradezu irren Überzeugung nicht zuletzt Antisemitismus und als Forum für die unmittelbare Ansprache potentieller Unterstützer nutzt QAnon verstärkt verschwörungsideologisch ausgerichtete Internetforen, die gegen Anti-Corona-Maßnahmen Stimmung machen, sowie einschlägige Versammlungen. Denn dort sucht und findet man oft genug – neben ehrlich besorgten oder auf vernünftige Weise kritischen Menschen – auch Menschen, von denen QAnon hofft, sie auf seine Seite ziehen zu können. Menschen, die aus ihrer psychischen Grundstimmung heraus generell für krude, okkulte, obskure und „dunkle“ Theorien anfällig sind. Menschen, die wie sog. Reichsbürger, ohnehin die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnen und bestens darin geübt sind, ohne jede Hemmschwelle, mit einer bizarren Scheinlogik und teils auch gewaltbereit den demokratischen Staat zu bekämpfen und ihm jede Legitimität abzusprechen. Menschen aus der „Querdenkerszene“, die sich als Wahrer der Demokratie und des Rechtsstaates inszenieren, tatsächlich aber nur ihre Meinung gelten lassen.

Gängiges Stilmittel all dieser Strömungen ist es zum einen, COVID-19 jede Gefährlichkeit abzusprechen und die Pandemie als Erfindung der politischen Elite darzustellen, um die Menschen mit Angst für ein Notstandsregime gefügig zu machen. Das ist natürlich grober Unfug. Zum anderen werden gezielt Fakenews verbreitet wie jüngst über den tragischen Tod eines Angehörigen einer Freiwilligen Feuerwehr, der während eines Einsatzes im Raum Rosenheim zusammengebrochen und kurz darauf verstorben ist. Es ist gegenüber den Hinterbliebenen an Skrupellosigkeit kaum zu überbieten, entgegen der Faktenlage den tragischen Tod des Mannes in einen Zusammenhang mit Corona-Impfungen zu stellen, dies in einem Film aufzubereiten und diesen via Internet weltweit zu verbreiten. Diese Instrumentalisierung eines aufrechten Mannes, der im Dienst für die Allgemeinheit verstorben ist, ist unwürdig. Fakt ist: Zwar war der Mann tatsächlich wenige Tage vorher geimpft worden, weil er im Hauptberuf in einer Klinik auf einer Corona-gefährdeten Station gearbeitet hatte. Aber bereits zum Zeitpunkt der Weiterverbreitung des falschen Gerüchts war bekannt, dass die rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams einen Zusammenhang zwischen dem Ableben und der Impfung medizinisch eindeutig ausgeschlossen hatte. Dieses war vielmehr Folge einer schweren Vorerkrankung, die im Einsatz akut aufgetreten ist.

Strukturell finden sich immer wieder Querbezüge der genannten Strömungen untereinander und zu Parteien am stark rechten Rand des politischen Spektrums, mithin auch einer solchen, die in zahlreichen deutschen Parlamenten vertreten ist und die in ihren Reihen Abgeordnete hat, die aus der Mitte der Parlamente heraus unsachlich und oft genug auch mit Falschbehauptungen zu Corona und den dagegen ergriffenen Maßnahmen versuchen, den demokratischen Rechtsstaat, seine gewählten Vertreter, seine Organe und liberale Freiheiten wie die Pressefreiheit zu diskreditieren. Ziel ist ein anderes, ein autokratisches Deutschland. Deshalb reicht es nicht, die einzelnen Strömungen auf die von ihnen ausgehenden Gefahren für die freiheitlich-demokratische Grundordnung anzuschauen, sondern auch die systemischen Gefahren zu bewerten. Ich bin den Verfassungsschutzbehörden in Bund und Ländern dankbar, dass sie die Entwicklungen mit scharfem Blick im Auge haben.

Und warum erzähle ich Ihnen das alles in meinem Corona-Newsletter? Weil all diesen grundsätzlich isolierten Strömungen und Interessengruppen – wie in den USA, aber auch bei Großdemonstrationen in Berlin und anderswo in Deutschland – Corona ein gemeinsames Forum bietet, sich thematisch zu vernetzen, sich zu verbünden und so die einzeln relativ schwachen Kräfte zu bündeln. Und sie machen auf diese Weise vielen, teils stark durch die von Corona und seinen wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen geängstigten Menschen ein nur scheinbar hilfreiches Angebot, die eigenen Sorgen abzumildern. Durch vermeintlich logische Erklärungen für die eigene Not, durch die Benennung vermeintlich Schuldiger für die eigenen Schwierigkeiten und durch das Schaffen eines verbindenden Wir-Gefühls sowie von Gemeinschaftserlebnissen, die vermeintlichen Halt geben. Der Preis, der für eine solchermaßen zweifelhafte Solidarität zu bezahlen ist, ist hoch. Denn von QAnon über die Querdenker bis zu extremen Parteien herrscht überall das gleiche Bild vor. Die vermeintlich Gestützten werden in Wahrheit instrumentalisiert und für die jeweiligen Organisationsziele ausgenutzt. Deshalb werden wir all diese teils sektenartigen Strömungen genau verfolgen und, wo immer geboten, mit den Mitteln der wehrhaften Demokratie in die Schranken weisen. Und deshalb auch an dieser Stelle mein Appell an alle, die ihren Protest gegen Corona-Maßnahmen artikulieren wollen: Nehmen Sie Ihre Bürgerrechte wahr, aber schauen Sie sehr genau hin, mit wem Sie sich gegebenenfalls zusammentun und lassen Sie sich nicht vor einen fremden Karren spannen, den Sie eigentlich gar nicht ziehen wollen!

Augen auf bei der Partnerwahl!

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Gegenüberstellung                                      31.12.2019          31.12.2020


Einsätze                                                              3859                      4124                      + 265


Freiwillige Feuerwehren                                         61                           59                      -     2

Werkfeuerwehren                                                     2                             2                      +/- 0

Aktive                                                                 2642                       2691                      +   49

Darin enth. weibliche Fw-Dienstl.                         372                        405                      +   33

Darin enth. hauptamt. Fw-Dienstl.                          19                          22                      +    3

Altersstruktur Aktive

18 – 27 Jahre                                                       648                       682                       +  34

28 – 50 Jahre                                                    1305                      1297                       -    8

51 – 65 Jahre                                                      689                        712                       +  23

Atemschutzgeräteträger                                     979                      1031                       +   52


Jugendgruppen                                                    58                          57                       -     1

Jugendliche 12 – 17 Jahre                                  637                       595                       -   42

Darin enth. weibliche Jugendliche                     188                        181                       -     7


Kindergruppen                                                      44                        44                         +/-  0

Kinder 06 – 11 Jahre                                          587                       538                        -    49


Vereinsmitglieder insgesamt                          11114                    11208                        +   94

Im Oktober 2013 schlossen sich die Gemeinden Bessenbach, Haibach, Laufach, Sailauf und Waldaschaff zur Kommunalen Allianz WEstSPEssart (kurz WESPE) zusammen. Deren Ziel ist es, die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit zu vertiefen.
In vielen Bereichen wurde dies bis jetzt schon erfolgreich umgesetzt. Ein Wunsch war es daher, auch die Zusammenarbeit der Feuerwehren – insbesondere bei den Gerätewarttätigkeiten - zu verbessern.
Einige Verknüpfungen gab es schon:
So wird bereits seit einigen Jahren die jährliche Prüfung der Hebekissen der Feuerwehren Bessenbach und Waldaschaff gemeinsam durchgeführt. Nach 5 Jahren ist eine zusätzliche Druckprüfung bei den Hebekissen vorgeschrieben, die eine spezielle Ausrüstung und Zusatzausbildung erfordert. Hier ergibt sich der Vorteil der Zusammenarbeit: Der Gerätewart von Waldaschaff hat sowohl das hierfür notwendige Gerät als auch die benötigte Qualifikation, der Gerätewart von Bessenbach hilft bei der Vorbereitung und Durchführung der Prüfung. Diese Teamarbeit spart Zeit, Kraft und auch Geld. Denn die notwendige Ausstattung hierfür muss nur in einer Gemeinde vorgehalten werden.
Im Herbst 2020 begannen die hauptamtlichen Gerätewarte Jochen Hufnagel von der Feuerwehr Bessenbach und Thorsten Fleckenstein von der Feuerwehr Waldaschaff mit der Planung dieses Projekts und kontaktierten die Gerätewarte der 3 weiteren Gemeinden.
Bei einem gemeinsamen Treffen unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln konnten sich die Gerätewarte der einzelnen Feuerwehren kennenlernen und Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit sammeln. Schnell wuchs bei allen Beteiligten die Begeisterung für dieses Projekt. So wurde bereits bei diesem Treffen ein Termin zur gemeinsamen Leiterprüfung festgelegt.

Zusammen wurden dann im Oktober die tragbaren Leitern der Feuerwehren von Bessenbach, Haibach, Sailauf, Eichenberg und Waldaschaff ihrer vorgeschriebenen Sicht-, Funktions- und Belastungsprüfung unterzogen. Aufgrund der für diese Arbeit erforderlichen Platzverhältnisse und der dort vorhandenen Auflageböcke und Prüfgewichte wurde dies im Gerätehaus in Haibach durchgeführt.
Gerade bei dieser kraftaufwändigen und zeitintensiven Arbeit zeigte sich der Vorteil der Zusammenarbeit!

Ziel für die Zukunft ist es, diese noch weiter auszubauen.
Schwerpunkt werden die gemeinsamen Prüfungen, aber auch die gegenseitige Hilfe bei Problemen und Fragen, Transportaufgaben, Besorgungen oder Reparaturen sein. Auch eine gegenseitige Terminabsprache, so dass Überprüfungen oder Wartungen von externen Dienstleistern an einem zentralen Standort durchgeführt werden, spart unnötige, mehrmalige Anfahrten dieser Firmen. Somit können die Kosten gesenkt und die Umwelt geschont werden!
Über einen E-Mail-Verteiler stehen die WESPE-Gerätwarte außerdem im ständigen Austausch über Neuigkeiten, Termine, Infos, Ideen, Sicherheitshinweise oder Tipps.
Für das Frühjahr 2021 ist erneut ein Treffen geplant um die gute Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Jochen Hufnagel
Hauptamtlicher Gerätewart Feuerwehr Bessenbach

Folgende Lehrgänge / Seminare sind ab dem 22.01.21 Online-Buchbar:

- Seminar Wohnungsöffnung am 17.04.21 oder 09.10.21 jeweils von 09:00 - 16:00 Uhr im Feuerwehrhaus Bessenbach.

Buchbar ab 22.01.2021 um 07:30 Uhr.

Weitere Infos siehe Lehrgangsverwaltung.

- Seminar Fahrsicherheitstraining ADAC am 17.04.21 oder 25.09.2021 jeweils von 15:00 - 22:00 Uhr.

Buchbar ab dem 22.01.2021 um 10:00 Uhr.

Weiter Infos siehe Lehrgangsverwaltung.

Seminar Führungsunterstützung 2021 (Online) 

Die Kreisbrandinspektion bietet dieses Jahr das Seminar Führungsunterstützung als Online Schulung an.  

Das Seminar richtet sich an Feuerwehrdienstleistende mit Sprechfunkausbildung ohne Führungsausbildung, die als Sprechfunker oder Melder im ELW 1 oder MZF vorgesehen sind. 

Samstag, 30.01.2020 – 13:00 bis 17:00 Uhr 

Die Veranstaltung findet per Online Schulung statt.  

Das Seminar kann mit max. 18 Teilnehmern belegt werden.

Buchbar ist das Seminar ab Freitag, 22.01.2021 ab 12:00 Uhr. 

Bitte erstmals maximal 2 Teilnehmer/innen pro Wehr. 

Für Fragen steht KBM Thilo Happ oder Jonas Reis (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zur Verfügung. 

Für die Teilnahme benötigt der/die TN folgende Ausstattung: 

  • Computer, Laptop 
  • Mikrofon und wünschenswert Kamera (Webcam)  
  • Wenn möglich ein HRT-Funkgerät der eigenen Wehr Die Teilnehmer erhalten per Email spätestens zwei Tage zuvor den Einladungslink zugesandt. Die Schulung wird per Microsoft Teams abgehalten, diese kann im Webbrowser (Empfehlung: Google Chrome) oder auch per Teams Installation auf dem Endgerät empfangen werden.  
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Die Angabe einer Emailadresse des TN ist bei der Anmeldung zwingend notwendig, da sonst keine Einladung verschickt werden kann! 

Leider sollen die Kinder – auf Grund der aktuellen Situation – nach wie vor nicht in die Feuerwehr kommen und sich mit ihrem Hobby auseinandersetzen.

Aus diesem Grund, möchten wir heute noch einmal auf die App „Kleine Löschmeister“ hinweisen. Denn Feuerwehr spielen macht Kindern Spaß.

Mit der kostenlosen App „Kleine Löschmeister“ der Versicherungskammer Bayern können die Kinder nicht nur selbst Feuerwehr spielen; sie erwerben dabei auch noch teils lebensrettendes Wissen, wie beispielsweise, im Notfall die Notrufnummer 112 zu wählen. Zwischen den abwechslungsreichen Feuerwehreinsätzen absolvieren die Kinder kurzweilige Lernspielabschnitte.

Kinderfeuerwehrspiel

Das Entwicklerteam von Daedalic Entertainment Bavaria hat sich intensiv mit dem Thema Feuerwehr beschäftigt und das Spiel zusammen mit Spezialisten der Feuerwehren und der Versicherungskammer Bayern gestaltet. Die Spielinhalte wurden für Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahre angemessen nahe an den echten Feuerwehralltag angelehnt: Vom Fahren mit Blaulicht, verschiedenen Bränden, der Rettung von Menschen und Tieren aus Gebäuden bis zum Verkehrsunfall, kann alles spielerisch erprobt werden. Auch die Arbeit im Feuerwehrhaus, in der Atemschutzwerkstatt oder dem Schlauchturm sind realitätsgetreu. Die zweidimensionalen Zeichnungen sind kindgerecht, lassen aber echte Kleidung, Fahrzeuge und Geräte wiedererkennen. Die Kinder können sich ihren Spieler (Avatar) selbst gestalten. Die App ist für Tablets und Smartphones geeignet und kann kostenlos im Play Store oder App Store heruntergeladen werden.

Ansprechpartner zu diesem Thema:

Florian Ramsl

Unternehmenskommunikation Versicherungskammer

Förderung Feuerwehrwesen

Tel. (089) 2160-40 80

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: http:/www.vkb.de

Weitere Infos sowie die Downloadlinks finden Sie unter https://www.vkb.de/content/services/apps/kleine-loeschmeister/.

Am Sonntagvormittag, 17.01.21 wurde auf dem Parkplatz an der St 2443 von Hörstein Richtung Hohl, gegenüber dem Abzweig nach Rückersbach ein Funkmeldeempfänger Swissphone Quattro gefunden. Leider ist kein Name, Organisation o.ä. ersichtlich. Kurz vor dem Auffinden ist in diesem Bereich ein Mountainbikefahrer gestürzt. Evtl. war dieser der Besitzer.
Wer weiß, wem der FME gehört, setzt sich bitte mit KBI Frank Wissel in Verbindung!

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Ein Saunabrand hat am heutigen Sonntag (17.01.21 – 12:35 Uhr) einen Bungalow in der Marienstraße in Großostheim teilweise unbewohnbar gemacht. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein größerer Brand verhindert werden.

Die Bewohner des Gebäudes bemerkten eine starke Rauchentwicklung aus dem Keller und riefen umgehend die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte drangen ausgerüstet mit schwerem Atemschutz und einem C-Rohr in den Keller vor. Dort angekommen stellten sie fest, dass es sich um einen Brand der Sauna handelt. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz kontrollierte die restlichen Zimmer. Nachdem der Brand gelöscht war, wurden die Räumlichkeiten mit zwei Hochleistungslüftern entraucht. Ein 26-jähriger Feuerwehrmann erlitt während der Löscharbeiten leichte Verletzungen und wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Die Bewohner blieben unverletzt, können aber aufgrund der Rückstände der starken Rauchentwicklung derzeit nicht alle Räumlichkeiten vollumfänglich nutzen.

Der Feuerwehreinsatzleiter (Alan Friedreich, stellv. Kommandant der Feuerwehr Großostheim) konnte auf sieben Einsatzfahrzeuge und rund 35 Feuerwehrkräfte zurückgreifen. Die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg war mit Kreisbrandinspektor Otto Hofmann vertreten. Von rettungsdienstlicher Seite war ein Rettungswagen vor Ort.

Über die Brandursache und den entstanden Sachschaden kann seitens der Feuerwehr keine Aussage gemacht werden.

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Auf der Dienstversammlung der FF Dörnsteinbach (es fanden nur Wahlen statt) wurde der bisherige Kommandant Peter Moskaluk für weitere 6 Jahre in seinem Amt bestätigt. Auch die bisherige 2. Kommandantin Sabrina Rohmann wurde erneut gewählt.

Herzlichen Glückwunsch im Namen der Landkreisinspektion und des Kreisfeuerwehrverbandes.

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20210116 Goldbach Masken abpacken 2webDa die rund 30000 FFP2-Masken für Bedürftige möglichst zeitnah an die Empfangsberechtigten versendet werden sollten, mussten sie auch kurzfristig eingepackt und verschickt werden. Um diese enormen Mengen bewältigen zu können, bat das Landratsamt Aschaffenburg die Feuerwehr um Unterstützung. So wurde am Samstagfrüh (16.01.2021) gegen 8:30Uhr aus dem Feuerwehrhaus Goldbach eine Einpackstation. Insgesamt 40 Helfer aus den Feuerwehren der Märkte Hösbach und Goldbach, sowie Personal des Landratsamtes Aschaffenburg machten sich nach einem negativen Corona Schnelltest an die Arbeit. In der Fahrzeughalle wurden in sechs Linien unter einem strengen Hygienekonzept um die 3500 Briefe versandfertig gemacht. Unterstützt wurden sie auch von Andrea Lindholz MdB, Landrat Dr. Alexander Legler und Goldbachs Bürgermeisterin Sandra Russmann. Am Montag transportieren die Feuerwehren Schöllkrippen und Kleinostheim die Postkisten dann in das Briefzentrum nach Offenbach.

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Die Organisation übernahmen Kreisbrandinspektor Otto Hofmann und Kreisbrandmeister Thilo Happ. Weiterhin wurden unter der Woche, durch einige Logistikfahrzeuge der Feuerwehren, FFP2-Masken für Pflegende Angehörige an die Kommunen ausgeliefert. Dort werden diese dann über die jeweiligen Verwaltungen weiter verteilt. Zudem ist die mobile Testgruppe, bestehend aus Feuerwehrleuten, immer wieder in den Altenheimen im Landkreis tätig.

gez. Tim Dedio, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion
Bilder: FF Goldbach; Kreisbrandinspektion

Am Freitag (16.01.21) unterstützten die Feuerwehren Karlstein (Wechselladerfahrzeug mit Kran) und Stockstadt (Versorgungs-Lastkraftwagen mit Kran) den Kreisfeuerwehrverband bei der Durchführung eines Containertransportes.

Ein vom Kreisfeuerwehrverband erworbener gebrauchter Aufenthaltscontainer war in Gelnhausen abzuholen und am holzbefeuerten Brandübungscontainer im Bayernhafen aufzustellen. Mit Hilfe eines Tiefladers des Bauunternehmens Schaab (Alzenau) konnte vor Ort zügig der Container durch eine ortsansässige Firma verladen werden. Nach entsprechender Ladungssicherung wurde die Fahrt nach Aschaffenburg angetreten.

Mit den Kränen der beiden Einsatzfahrzeuge konnte der Container nach kleinen Anlaufschwierigkeiten exakt positioniert werden. Der neue Aufenthaltscontainer bietet zukünftig den Lehrgangsteilnehmern einen Schutz vor der Witterung.

Das Übungsgelände am Brandcontainer wird nach und nach immer weiter ertüchtigt und aufgebaut, sodass im Frühjahr die ersten Übungen dort stattfinden können.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Frank Wissel dankte abschließend den Feuerwehren Karlstein und Stockstadt sowie der Firma Schaab für die Unterstützung beim Containerumzug.  

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Bilder: KBI Frank Wissel, Feuerwehr Karlstein

Die Abfrage bei den Gemeinden über die Teilnahme an einer landesweiten Beschaffung von digitalen Tetra-Pagern ist abgeschlossen.

Alle 32 Gemeinden und der Landkreis selbst nehmen an der angebotenen gemeinsamen Ausschreibung teil.

Ergebnis:  Verbindliche Abnahme 2.765; optionale Abnahme 375; Gesamt 3.140 Pager

112 Newsletter vom 14. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

wie vor Weihnachten angekündigt, kehrt dieser Newsletter nach den Feiertagen wieder zum Donnerstag als regelmäßigem Tag des Erscheinens zurück. Insoweit werde ich in der Folge bei verschiedenen Parametern ausnahmsweise an Stelle des üblichen 7-Tage-Vergleichs einmalig einen 9-Tage Vergleich anstellen, was aber der Aussagekraft der einzelnen Betrachtungen keinen Abbruch tut.

Heute, Donnerstag, 14.01.2021, 08:00 Uhr, verzeichnen wir in Bayern 366.702 bestätigte COVID-19-Infektionen. Im Vergleich zum Dienstag der letzten Woche, bis zu dem 337.320 Infektionen gezählt worden waren, sind dies 29.382 Fälle mehr. Für die zurückliegenden neun Tage ergibt sich daraus ein rechnerischer Schnitt von ca. 3.265 Neuinfektionen. Für die 15 vorangegangenen Wochen lagen die Vergleichswerte bei 3.143, 3.203, 3.912, 4.172, 3.638, 3.475, 3.606, 3.432, 3.597, 2.918, 2.153, 1.243, 652, 372 bzw. 327. Eine Trendumkehr ist insoweit immer noch nicht zu verzeichnen, allenfalls eine Stabilisierung auf zu hohem Niveau. Wir sind jedenfalls noch lange nicht da, wo wir schon mal waren und wieder hinwollen. Ein ebenfalls nicht günstigerer Befund ergibt sich für den Bund mit im Schnitt 21.000 Neuinfektionen pro Tag, nach etwa 17.000 und 15.000 in den feiertagsgeprägten Vorwochen. Klarheit, wie sich die Verlaufskurve weiterentwickelt, werden erst die Evaluierungen der nächsten Wochen bringen. Schon jetzt kann man aber sagen, dass auch dann kein Anlass für Übermut bestehen wird.

Und wo steht Bayern im Ländervergleich? Heute liegt der Freistaat auf Platz sieben, nach Platz vier in den Vorwochen. An der ungeliebten Spitze steht nunmehr unser nördlicher Nachbar Thüringen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 310,4 (Vorwoche 242) und verweist den bisherigen Spitzenreiter Sachsen (292,4 nach 299) auf Platz 2. Auf Platz 3 findet sich mit leider steil steigender Inzidenzkurve Sachsen-Anhalt mit 241 (177) und Vierter ist aktuell Brandenburg mit 212,3. Hinter Berlin mit 180,4 reiht sich nunmehr das Saarland mit 160,1 ein und muss insoweit nach einem Inzidenzwert von 87 letzte Woche und Platz 14 jetzt ebenfalls eine rasante Verschlechterung hinnehmen. Der für Bayern zu konstatierende Wert von 159,6 liegt nur mehr knapp jenseits des im Wochenverlauf von 135 auf 151,2 angestiegenen Bundesdurchschnitts. Insgesamt hat es somit den Anschein, dass die Welle aktuell sich von Süden nach Norden und Osten hin aufbaut und jetzt insbesondere in den Gegenden Deutschlands mehr und mehr wütet, die im Frühjahr noch vergleichsweise glimpflich davongekommen waren. Im Vergleich der Länder verbessert sich die Lage Bayerns langsam aber stetig.

Ein weiteres Kernelement der statistischen Betrachtungen dieser Pandemie ist die Positivrate, also die Zahl der laborpositiven Tests im Verhältnis zu deren Gesamtzahl. Die Positivrate lag in Bayern in den zurückliegenden Tagen bei Werten zwischen 6,6 und 8,1 Prozent (Vorwoche: 8,7 und 10,4 Prozent). Auch diese Spanne bewegt sich im Rahmen dessen, was wir seit Wochen sehen und auch an dieser Stelle deutet einiges auf Stagnation hin.

In Bayern sind an oder mit einer Corona-Infektion mittlerweile 8.407 Personen verstorben. Das sind im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche 1.210 oder pro Tag 134,4 Sterbefälle mehr, nach 107,7 bzw. 89,9 Sterbefällen pro Tag in den Wochen davor. Wenn man zu diesen Zahlen überhaupt etwas Positives feststellen will, dann ist es dies, dass wir in den zurückliegenden neun Tagen bei den TagesEINZELwerten kein neues All Time High verzeichnen mussten. Anders bei den TagesDURCHSCHNITTSwerten; 134,4, das hatten wir noch nie und man kann nur inständig hoffen, dass wir sehr bald zumindest zu einer Plateaubildung kommen, ehe der Trend nachhaltig ins Positive dreht.

Einen ersten Hoffnungsschimmer liefert hierfür die Zahl der akut an COVID-19 Erkrankten. Das sind aktuell in Bayern 53.900 Personen (Vorwochen 59.220, 63.550, 67.710, 65.720, 60.300, 58.600, 56.840, 52.970, 45.780, 34.420, 23.100 bzw. 13.190) und damit im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche 5.320 weniger. Das ist erfreulich, weil erfahrungsgemäß die Schwerkranken sowie die Versterbenden stets in gewisser zeitlicher Verzögerung die Entwicklungen bezüglich der symptomatisch Erkrankten nachvollziehen. Zumindest ganz leicht verstärkt besagten Hoffnungsschimmer auch die Situation in den Kliniken. Stand heute liegen von den 53.900 erkrankten Personen 4.809 in einer Klinik (in den Vorwochen 5.363, 5.550, 5.276, 5.065, 4.663, 4.015, 3.730, 2.626, 2.243, 1.751, 1.072, 614, 328, 243, 213, 215 bzw. 166). Von diesen befinden sich 3.937 auf einer Normalstation und 872 (in den Vorwochen: 937, 969, 902, 860, 791, 726, 683, 530, 491, 367, 151 bzw. 100) auf „Intensiv“. Wir haben also auch bei diesen Parametern eine jedenfalls stabile Lage, die erste Anzeichen einer zarten Tendenz der Verbesserung zeigt.

Darüber hinaus hätten wir in bayerischen Kliniken noch ca. 300 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit frei und weitere 575 Betten dieser Qualität könnten kurzfristig für COVID-Patienten mobilisiert werden. Auch wenn da und dort wie etwa aktuell im Raum Passau die Kliniken unter Volllast laufen, so stehen derzeit genügend Kapazitäten bereit, um eventuelle örtliche Belastungsspitzen durch regionale Umsteuerung der Patienten aufzufangen. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Kliniken und die Ärztlichen Leiter FüGK hervorragend zusammenarbeiten und hierbei die Ressourcen über die beiden Hauptstellschrauben „verschiebbare Operationen Corona-orientiert planen“ sowie „neu einzuliefernde COVID-Patienten bei drohender Überlast regional umverteilen“ hochprofessionell und punktgenau steuern. Hierfür danke ich allen Beteiligten von Herzen und kann feststellen, dass die besonderen Instrumente des Katastrophenfalles, die solche Steuerungen erst erlauben, gut funktionieren.

Lassen Sie uns nun noch kurz das Augenmerk auf die lokalen Entwicklungen richten. Hinsichtlich der absoluten Werte der 7-Tage-Inzidenz sehen wir in dieser Woche erneut die Spitze in Oberfranken, jedoch nicht mehr bei der kreisfreien Stadt Coburg, sondern dem Landkreis Wunsiedel mit einem Wert von 291,8 (336). Knapp dahinter folgt die oberfränkische Bezirkshauptstadt Bayreuth mit einem Wert von 282,2 vor dem ebenfalls oberfränkischen Landkreis Kronach mit einem Wert von 275,7. Überhaupt fällt auf, dass Oberfranken derzeit besonders gebeutelt wird. Denn unter den ersten zwölf der Liste finden sich mit dem Landkreis Kulmbach auf Platz 8 (259,9), dem Landkreis Lichtenfels auf Platz 9 (259,1) der Stadt Coburg auf Platz 11 (253,2) und der Stadt Hof auf Platz 12 (248,8) vier weitere Gebietskörperschaften unter den top twelve. Der Regierungsbezirk scheint in die Zange genommen von einer sich auch innerhalb Bayerns von Süd nach Nord aufbauenden Welle, zudem von Hotspot-Nachbarn wie Thüringen und Sachsen im Norden und Tschechien im Osten. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat die Situation im Blick und sollte externe Unterstützung nötig werden, ist diese massiv zu leisten.

Bildet man Cluster, dann liegt aktuell keine Gebietskörperschaft mehr jenseits der 300er- oder gar der 400er-Marke, wo sich letzte Woche noch insgesamt neun Gebietskörperschaften fanden. Oberhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 200 und damit eines Grenzwertes, der verschärfte Mobilitäts- und damit Kontaktbeschränkungen auslöst, reihen sich aktuell 31 Gebietskörperschaften ein, nach 16 letzte Woche. Zwischen 100 und 200 liegen weitere 50 Landkreise bzw. kreisfreie Städte, alle anderen liegen zwischen 54,7 – so der Landkreis Spessart in Unterfranken, der aber möglicherweise von einem Erfassungsproblem profitiert hat – und 99,2 für die Stadt Schweinfurt, ebenfalls in Unterfranken. Und was sagt uns das alles nun? Entsprechend meiner generell positiven Grundstimmung eines stets halbvollen und nie halbleeren Glases lese ich auch aus diesen Veränderungen im Wochenvergleich einen weiteren Hoffnungsschimmer heraus. Denn auch in den obersten Regionen der 7-Tage-Inzidenzen gehen die Zahlen nicht mehr geradezu exponentiell durch die Decke. Extreme zeigen sich deutlich moderater. Insgesamt scheint der Druck im Kessel etwas zu sinken. Dies schließt aber nicht aus, dass wir regional sehr herausfordernde Lagen haben. Wie hat es heute ein Mitarbeiter so treffend formuliert: Man kann die Sturmwarnung vielleicht um eine Stufe zurückschalten, aber wir haben immer noch Sturmwarnung.

Themenwechsel. Vermehrt haben mich diese Woche Berichte erreicht, wonach zahlreiche Menschen aus Tschechien in grenznahe bayerische Gebiete fahren würden, um dort einzukaufen. Dies sehe ich in der derzeitigen Situation ausgesprochen kritisch, zumal bei unseren östlichen Nachbarn die zweite Welle mit enormer Wucht grassiert. Das Land hatte bei etwa 10,6 Mio. Einwohnern am 7. Januar knapp 17.800 Neuinfektionen zu verzeichnen (aktuell ca. 11.000). Zum Vergleich: Bayern hatte am selben Tag bei 13 Mio. Einwohnern 3.529 Neuinfektionen registriert. Ich darf hierzu die Rechtslage klar benennen: Zwar nimmt die seit heute in Kraft befindliche Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministers nach einer Einreise aus einem Risikogebiet Kurzfristaufenthalte bis zu 24 Stunden von der Pflicht zur Vorab-Onlineanmeldung und der Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses aus, sofern es sich nicht um Hochrisikogebiete handelt oder die aus Großbritannien kommende Mutante grassiert. Beides könnte man für Tschechien ggf. annehmen. Wie auch immer: Diese Bundesverordnung lässt Landesregelungen zur Quarantänepflicht ausdrücklich unberührt und so gilt die Bayerische Einreisequarantäneverordnung, die eine entsprechende Privilegierung ausdrücklich nicht kennt, mit der Folge, dass auch ein nur kurzes Shoppingvergnügen vollumfänglich die Pflicht zur Quarantäne auslöst. Ich habe die Polizeipräsidien angewiesen, derlei Sachverhalte verstärkt zu kontrollieren und einschlägige Verstöße konsequent zur Anzeige zu bringen. Es droht ein Bußgeld von 500 Euro pro Betroffenem.

Liebe Leserinnen und Leser, es besteht der begründete Verdacht, dass die jüngst unter anderem in Irland, Großbritannien und bei unserem direkten Nachbarn Tschechien wieder massiv ansteigenden Infektionszahlen mit der erstmals im Vereinigten Königreich identifizierten Mutation des COVID-19-Virus im Zusammenhang stehen könnten. Dieser Mutation wird eine um ca. 50 Prozent erhöhte Ansteckungsgefahr zugerechnet. Gelegentlich höre ich, dies sei nicht so schlimm, weil es keinerlei Hinweise darauf gebe, dass dies im Einzelfall einen schwereren Krankheitsverlauf auslöse als die bisher dominierende „Standard-Variante“ von Sars-CoV-2. Letzteres ist nach allem, was wir heute wissen, für sich genommen zwar richtig. Diese Einschätzung darf uns jedoch nicht zu falschen Schlussfolgerungen führen und in falscher Sicherheit wiegen. Denn eine erhöhte Corona-Ansteckungsgefahr wird in der Folge zu gleichermaßen mehr Infektionsfällen pro Zeiteinheit, etwa pro Tag oder Woche, führen. Daraus werden bei einem ungebremsten Geschehen unweigerlich auch im Vergleich zur bisherigen Situation anteilig erhöht schwere Krankheitsverläufe, Hospitalisierungen, intensivmedizinische Behandlungen und Sterbefälle erwachsen. Sollte also diese oder eine ähnlich verbreitungsfreudige Mutation bei uns zur vorherrschenden Corona-Variante werden, dann werden die Belastungen für das Gesundheitssystem nicht nach und nach weniger, sondern deutlich mehr werden. Dies gilt es unbedingt zu verhindern, weil sich sonst die oben mühsam hergeleiteten Hoffnungsschimmer umgehend verflüchtigen werden.

Deshalb begrüße ich es sehr, dass der neuen Variante und den mit ihr einhergehenden Wirkungen ab sofort in zweierlei Hinsicht verstärkt auf den Grund gegangen wird. Zum einen müssen wir schnellstmöglich herausfinden, wie weit verbreitet die mittlerweile ca. 20 Varianten sind. Wir brauchen also, wie es Polizei und Katastrophenschutz ausdrücken würden, ein exaktes Lagebild. Das lässt sich mit den herkömmlichen Antigen-Schnelltests bzw. den PCR-Tests jedoch nicht gewinnen, denn diese prüfen allein, OB in einer Probe Viren der Kategorie Sars-CoV-2 nachgewiesen werden können, nicht jedoch, um WELCHEN Subtyp es sich handelt. Oder um es mit einer Metapher zu verdeutlichen: Diese Tests können gleichsam nur feststellen, ob in Abgrenzung zu LKW, Bussen und Straßenbahnen ein PKW vorhanden ist, nicht aber, welche Marke oder welchen Typs dieser ist. Für besagtes Lagebild müssen wir aber unbedingt „die Marke“ bzw. „den Typ“ des Virus wissen.

Dies geht allein mit der wesentlich aufwändigeren Methode der Sequenzierung des Erbgutes (Genom) des Virus. Sequenzierung bedeutet, dass man im Genom des Virus nach definierten Abschnitten sucht, in denen sich bestimmte und dabei stets gleichartig wiederkehrende Abfolgen molekularer Strukturen finden, die allein die fragliche Mutation kennzeichnen und insoweit für die Mutation ein Alleinstellungsmerkmal bilden. Im Grundsatz ähnelt die Methode der aus der forensischen Kriminalistik bekannten DNA-Analyse. So gut, ja geradezu führend wir in Deutschland bei der forensischen DNA-Analyse sind, so wenig gilt dies bisher für die Sequenzierung von Sars-CoV-2. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit als erstes „Landesgesundheitsamt“ in Deutschland initiativ geworden ist und bereits die Kooperation mit einem hoch renommierten Genlabor sucht.

Zum anderen muss schnellstmöglich erforscht werden, was die Mutation um etwa 50 Prozent infektiöser macht als die Standardvariante. Vermehrt sie sich schneller und produziert deshalb eine höhere Virenlast, die sich dann im Vergleich höher konzentriert über Aerosole auf einen potentiellen Wirt einprasselt und deshalb „erfolgreicher“ von einem Menschen auf einen anderen überspringen kann? Oder gelingt es der Mutation leichter, in den Körper eines Menschen einzudringen, etwa, weil es leichter vorhandene Sperren z.B. über die Augenschleimhäute überwinden kann? Oder ist es einfach „nur“ irgendwie agiler“? Oder, oder, oder??? Wir brauchen dringend Antworten auf diese Fragen, weil davon abhängt, wie wir uns effektiver schützen können, etwa mittels Schutzmasken höherer Klassen. Auch diesbezüglich wird in den virologischen Laboren des Landes mit Hochdruck gearbeitet, aber es wird sicherlich eher eine Frage von ein paar Wochen als von Tagen sein, bis wir hier klarer sehen.

Auch, aber nicht nur vor diesem Hintergrund kann es jedenfalls nicht schaden, dass nach dem Beschluss des Ministerrates vom Dienstag ab dem 18. Januar im öffentlichen Personennahverkehr und im zulässig geöffneten Einzelhandel das Tragen von FFP-2-Schutzmasken verpflichtend ist. Hiervon generell ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, die derlei Masken nicht tragen müssen, aber natürlich tragen dürfen.

Für Menschen in einer sozialen Härte, die sich die höherwertigen, weil in beide Atemrichtungen schützenden und deshalb auch im Vergleich zu einfachen OP-Masken teureren Masken nicht leisten können, werden insgesamt 2,5 Millionen Gratismasken bereitgestellt. Diese werden kommende Woche an die Landratsämter und kreisfreien Städte ausgeliefert und von diesen an Leistungsbezieher nach den Sozialgesetzbüchern II und XII sowie Obdachlose verteilt.

Des Weiteren hat sich der Ministerrat am vergangenen Dienstag mit dem Impfkonzept und dem Stand der Umsetzung befasst. Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist dieses in all seinen Facetten außerordentlich umfangreich und komplex, sodass ich es hier bei einigen wenigen Aspekten belassen muss. Mit Blick auf die Organisation der Impfungen sind nach wie vor alle 100 Impfzentren einsatzbereit. Diese organisieren aktuell zum einen den Einsatz der mobilen Impfteams, die hauptsächlich impfbereite Seniorinnen und Senioren ab 80 versorgen, soweit diese in Alten- oder Pflegeheimen leben. In diesem Zusammenhang erreichen mich nach wie vor Briefe, wie es denn zu rechtfertigen sei, dass ausgerechnet die besonders alten Menschen zuerst geimpft würden, wo doch diese – so der unterschwellige Tenor – ohnehin den größten Teil ihres Lebens gelebt hätten. Vielmehr sei es vordringlich, jüngere Menschen zuerst zu impfen, denn der von diesen noch zu erwartende volkswirtschaftliche Beitrag sei ungleich größer, und obendrein hielten sie die Wirtschaft am Laufen.

Um es ganz deutlich zu sagen. Derlei „Nützlichkeitsüberlegungen“ können in keinem von Humanität geprägten Staatswesen, das den Prinzipien eines sozialen Rechtsstaates verpflichtet ist, den Maßstab dafür bilden, welche Bevölkerungsgruppe prioritär zu impfen ist. Für Deutschland mit seiner besonderen Geschichte gilt dies schon gleich gar. Jedes Menschenleben hat denselben Stellenwert und so kann sich, nachdem nicht sämtliche Impfwilligen gleichzeitig geimpft werden können, die Priorisierung allein aus dem Risikopotenzial ergeben, das mit einer Nichtimpfung einhergeht. Und hier tragen hoch Betagte, die in aller Regel auch deshalb im Heim leben, weil sie gesundheitlich besonders hinfällig sind, das größte Risiko, an Corona zu versterben. Deshalb werden zunächst sie geimpft, ehe nach und nach die tendenziell weniger Gefährdeten an der Reihe sind. Übrigens: Die Entscheidung über die konkrete Vornahme der Impfung ist keine Frage guter Kontakte zum Landrat oder was da gelegentlich so alles behauptet wird, sondern obliegt allein den Ärztlichen Leitern der Impfzentren, die ausschließlich nach medizinischer Beurteilung entscheiden.

Zu dem Grundsatz „Vorrang für besonders Vulnerable“ steht nicht im Widerspruch, dass auch naturgemäß lebensjüngere Menschen Impfprio 1 haben, die als medizinisches oder pflegendes Personal in Alten- und Pflegeheimen, auf Intensivstationen und in Notaufnahmen von Kliniken etc. arbeiten. Denn sie sind in besonderem Maße berufsbedingt einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Fiele dieser Personenkreis Corona-bedingt weitreichend aus, würde dies unweigerlich zu einer enormen Belastung für das Gesundheitswesen oder gar dessen Kollaps führen, wodurch zahlreiche Menschenleben gefährdet wären.

Zum anderen bereiten sich die Impfzentren darauf vor, den stationären Betrieb bis hin zur Volllast hochzufahren, sobald dies die Impfstoffversorgung zulässt. Auch diesbezüglich ist die Situation keineswegs so schlecht, wie es nicht selten von denselben Kritikern dargestellt wird, die noch vor Wochen vor einem schnellen Impfbeginn gewarnt hatten. Neben den mobilen Impfungen hat, je nach den örtlichen Gegebenheiten, in einzelnen Impfzentren auch bereits der stationäre Betrieb begonnen. Stand heute haben wir insgesamt gut 331.000 Impfdosen erhalten und es wurden bereits mehr als 174.000 Menschen in Bayern erstgeimpft. Für die Zweitimpfungen haben wir aktuell knapp 100.000 Impfdosen auf Reserve, die darüber hinaus auf die Gesamtzahl bestehende Differenz ist für die Impfungen morgen und über das Wochenende verplant. Bezogen auf die Bevölkerung liegt Bayern damit im Vergleich aller Bundesländer auf Platz 2. Weil ich weiß, dass das Thema Impfen für viele Menschen eminent wichtig ist, werde ich Sie ab sofort mit diesem Newsletter regelmäßig über das bayerische Impfgeschehen informieren.

Die Zahl der Geimpften wird schnell steigen, weil zum einen der Nachschub an Impfstoff mit einer sich immer mehr einspielenden Logistik und zusätzlichen Produktionskapazitäten der Hersteller Biotech/Pfizer stärker rollen wird. Insgesamt gesehen können wir für Bayern im ersten Quartal bei steigender Tendenz wöchentlich ca. 100.000 bis 110.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer erwarten. Dies erlaubt es den Verantwortlichen vor Ort, den Betrieb der Impfzentren zuverlässig zu planen und in einen – im besten Wortsinne – Routinebetrieb überzugehen, der dann auch die ab dem zweiten Quartal deutlich zunehmenden Liefermengen gut aufnehmen und in den Mann und die Frau bringen kann. Zudem werden zeitnah weitere Impfstoffe anderer Hersteller die Zulassung erhalten. So wurde gestern erstmals eine Charge des US-Herstellers Moderna in Bayern ausgeliefert. Dieser Impfstoff geht zunächst hauptsächlich an Kliniken zur Impfung des dortigen Personals. Moderna wird ab Beginn des zweiten Quartals wöchentlich gut 100.000 Impfdosen liefern und insoweit einen bedeutenden Beitrag zum Impfgeschehen in Bayern liefern. Und zum Dritten heben wir konsequent „stille Reserven“ im System. So befindet sich etwa in den Ampullen von Biontech/Pfizer so viel Impfstoff, dass nicht nur die zunächst empfohlenen fünf Einzeldosen gezogen werden können, sondern, weil „gut eingeschenkt ist“, aus der großzügig bemessenen Zugabe bei entsprechend genauer Abmessung eine sechste Dosis gewonnen werden kann. Zudem erlaubt es uns der verstetigte Nachschub an Impfstoff, die bisher für die nach drei bis sechs Wochen vorzusehende Auffrischungsimpfung, den sog. Booster, vorgehaltene Reserve deutlich zu reduzieren. Anstatt wie bisher die Hälfte einer jeden Lieferung für die Zweitimpfung zurückzulegen, gehen wir nun sukzessive auf eine Ausfallreserve von 50.000 Dosen und decken ansonsten den Auffrischungsbedarf aus den laufenden Lieferungen. Der Fortgang des Impfgeschehens hängt entscheidend von der rechtzeitigen Impfmotivation, Unterrichtung und Einladung der folgenden Zielgruppen ab. Im nächsten Schritt werden dies vor allem die zu Hause wohnenden Senioren 80+ sein. Deshalb werden die Kreisveraltungsbehörden die in Frage kommenden Menschen zeitnah brieflich anschreiben. In diesem Zusammenhang haben wir die melderechtliche Erlaubnis erteilt, aus den Einwohnermelderegistern die erforderlichen personenbezogenen Daten wie Namen und Adressen zu generieren.

Für das Terminmanagement haben wir eine leistungsstarke Software entwickeln lassen, über die sich Impfwillige anmelden können und in einem zweiten Schritt eine Aufforderung zur Terminvereinbarung erhalten werden. Es sind bereits 600.000 Menschen registriert.

Dies alles soll Ihnen einen kleinen Einblick in die Komplexität des Mega-Projektes „Wir impfen Deutschland und Bayern gegen Corona“ geben. Es ist begeisternd, in welch kurzer Zeit die Impfkampagne quasi aus dem Nichts bis zur Aufnahme des Wirkbetriebs geführt wurde. Natürlich kann man immer alles besser machen und hinterher ist man immer schlauer und konstruktive Kritik ist immer erwünscht. Aber allein um der Schlagzeilen und der Selbstdarstellung willen medienwirksam von einem „Impfchaos“ oder „Impfdesaster“ zu reden, wird der tatsächlichen Sachlage in keiner Weise gerecht und verhöhnt ein Stück weit die famose Leistung derer, die als öffentliche Verwaltung im Zusammenwirken mit Hilfsorganisationen, Medizinern, Forschern, Entwicklern und Unternehmen die Corona-Impfung aus dem Stand auf ein Niveau der Vorbereitung und Umsetzung gebracht haben, um den uns die allermeisten Staaten beneiden.

Mit der Nadelstichtaktik kommt der dauerhafte Erfolg – machen Sie mit, sobald Sie dran sind!

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Anfang der dritten Kalenderwoche wird der Landkreis Aschaffenburg rund 30.000 FFP2-Masken an bedürftige Landkreisbewohner*innen versenden. Empfänger*innen von Hilfeleistungen nach dem SGBII, SGBXII und Asylbewerberleistungsgesetz sowie Empfänger*innen von Wohngeld erhalten mit der Ausnahme von unter 15-jährigen jeweils fünf Masken.

„Noch dieses Wochenende werden wir gemeinsam mit der Feuerwehr die Masken samt Anschreiben für den Versand vorbereiten.“, so Landrat Dr. Alexander Legler.

Hintergrund ist die von der Bayerischen Staatsregierung erst kurzfristig angekündigte Verschärfung der Maskenpflicht. Danach gilt ab Montag, den 18. Januar im öffentlichen Personennahverkehr sowie im Einzelhandel die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, die je nach Tragedauer mehrfach verwendet werden kann.

Bis zum Eintreffen der FFP2-Masken bei den Berechtigten ist eine Übergangslösung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden angedacht.

 

INFO LRA bearbeitet

Bedingt durch die Pandemie ist das Feuerwehrerholungsheim bis auf weiteres geschlossen.

Aktuell sind bis 20.02.2021 alle Buchungen storniert.

Zurzeit ist der Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Es stellt sich die Frage, wann ist Wiedereröffnung?
Die Leitung geht in ihrer Planung davon aus, dass sie im März 2021 wieder für ihre Gäste da sein dürfen.

Sie hoffen, dass sich dann die Gäste in Bayerisch Gmain wieder wohl fühlen werden und erholsame Tage im Berchtesgadener Land verbringen und sie mit ihren Leistungen überzeugen können.

Da während der geschlossenen Monate auch zugesagte Freiplätze von den notwendigen Stornierungen betroffen waren, wird versucht, dass diese Freiplätze baldmöglichst gewährt werden können. Hierzu ist im Monat März ein entsprechendes Zimmerkontingent reserviert.

Im Stornierungsschreiben wurde den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden dieser Sachstand mitgeteilt und um eine neue Buchung gebeten.

Die Leitung bedauert diese Maßnahmen und bittet gleichzeitig um Verständnis und Unterstützung, damit gemeinsam diese Krise erfolgreich überstanden werden kann.

Heinz Geißler 1.Vorsitzender

Gästehaus und Restaurant St. Florian
Feuerwehrheimstr. 12-18
D-83457 Bayerisch Gmain
Tel. 08651 / 9563-0
Fax 08651 / 9563-50

www.feuerwehrheim.de

Gestern Abend wurde in Bernau der Hilfskonvoi aufgelöst.

Alle Teilnehmer wurden einem Corona-Schnelltest unterzogen, der bei allen neagativ war. 

Nach einer Nacht im Hotel in Rohrdorf befinden sich unsere drei Fahrzeuge seit 8 Uhr auf der Heimfahrt.

Sie werden am frühen Nachmittag an ihren Standorten eintreffen.

Ich danke zum Abschluß des Hilfseinsatzes nochmals allen die als Organsiatoren, Spender, Fahrzeugbesatzungen oder in irgend einer anderen Weise zum Gelingen dieses Hilfstransport beigetragen haben.

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Die Feuerwehr Daxberg trauert um ihren Ehrenkommandanten Ernst Krebs, der am 09.01.2021 verstorben ist.

Ernst Krebs wurde am 03.10.1937 in Goldbach geboren und war von 1956-1962 in Goldbach bei der Feuerwehr. Eintritt in die Feuerwehr Daxberg am 01.08.1962.

Ernst war Kommandant bei der FF Daxberg von 1962-1988. Weiterhin 1. Vorstand von 1983-1996. Zweiter Vorstand von 1996-2001. Er wurde im Mai 1989 zum Ehrenkommandanten ernannt. Das Ehrenkreuz in Silber vom KFV bekam er 2010.

Ernst Krebs hat bei der FF Daxberg viel bewegt und war ein kameradschaftlicher Wegbegleiter.

Unser Mitgefühl gilt der Familie von Ernst Krebs, seinen Freunden und den Kameraden der FF Daxberg.

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