Seit dem Vormittag beschäftigt ein ausgedehnter Waldbrand im Bereich Rodenbach/Alzenau zahlreiche Einsatzkräfte aus Hessen und Bayern. Das Feuer brach zunächst auf hessischer Seite im Wald bei Rodenbach aus und breitete sich im Laufe des Tages zügig aus. Zwischenzeitlich hat der Waldbrand den Grenzbereich zwischen Hessen und Bayern erreicht, weshalb auch ein Großaufgebot der Feuerwehren aus dem Landkreis Aschaffenburg im Einsatz ist. Das Brandgebiet erstreckt sich bereits über mehrere zehntausend Quadratmeter. Eine genaue Größe und Ausdehnung lässt sich aufgrund der dynamischen Einsatzlage derzeit noch nicht abschließend bestimmen.

Um 14:21 Uhr wurde die Feuerwehr Alzenau alarmiert. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein umfangreicher Einsatz mit Hunderten Einsatzkräften aus beiden Bundesländern. Allein aus dem Landkreis Aschaffenburg sind rund 130 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden.

Im Wald laufen umfangreiche Löscharbeiten. Durch den Wind flammt das Feuer auch in bereits betroffenen Bereichen immer wieder auf. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden im Wald mehrere Löschwasserbehälter als Wasserreserve eingerichtet. Diese wurden fortlaufend durch Tanklöschfahrzeuge befüllt. Von den Behältern aus führten die Einsatzkräfte mit mehreren Löschrohren die Brandbekämpfung durch. Besonders tief im Boden sitzende Glutnester erschweren die Arbeiten und müssen aufwendig gesucht und abgelöscht werden. Hinzu kommen durch das Brandgeschehen geschädigte und umsturzgefährdete Bäume sowie vorhandenes Totholz, die eine zusätzliche Gefahr für die Einsatzkräfte darstellen.

Unterstützung bei der Brandbekämpfung erfolgt auch aus der Luft. Auf hessischer Seite waren zwei Polizeihubschrauber im Einsatz, die mit einem Löschwasserbehälter Wasser aufnahmen und über dem betroffenen Waldgebiet abwarfen. Auch ein bayerischer Polizeihubschrauber wurde in die Brandbekämpfung eingebunden. Hierfür sicherten die Feuerwehr Michelbach-Kälberau und die Flughelfer der Feuerwehr Aschaffenburg am Spessart-Gymnasium Alzenau zunächst die Landung des Hubschraubers ab und brachten anschließend einen Löschwasserbehälter an. Das benötigte Löschwasser wurde aus dem Meerhofsee aufgenommen und aus der Luft über dem Brandgebiet abgeworfen.

Aufgrund der umfangreichen Einsatzlage wurde im Feuerwehrhaus der Feuerwehr Alzenau ein Krisenstab eingerichtet. Bürgermeister Stephan Noll, 3. Bürgermeister Ralph Ritter, Kreisbrandrat Frank Wissel, Kommandant Timo Elsesser und Katastrophenschutz-Sachbearbeiter Markus Fischer koordinieren dort gemeinsam die weiteren Maßnahmen. Diana Börner und Dana Fleschhut übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit. Auch Landrat Dr. Alexander Legler ist vor Ort und in die Lage eingebunden.

Die Versorgung der zahlreichen Einsatzkräfte wird ebenfalls vor Ort organisiert. Die Feuerwehr Mömbris-Hutzelgrund stellt hierzu im Feuerwehrhaus Alzenau die Verpflegung bereit.

Die Brandbekämpfung und insbesondere die aufwendigen Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern und sich bis in die Nacht hineinziehen. Tief sitzende Glutnester und das wiederholte Aufflammen in bereits betroffenen Bereichen erfordern weiterhin intensive Löscharbeiten.

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Text und Bilder: Fabien Kriegel, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg