Wir trauern gemeinsam mit den Feuerwehrkameradinnen und –kameraden der Karlsteiner Feuerwehr um ihren Ehrenkommandant Herrn Otto Kaiser, der leider am Abend des 03.04.2025 verstorben ist.
Otto Kaiser wurde 1934 geboren und leistete ab 1952 in seiner Heimatgemeinde Großwelzheim, einem der beiden Ortsteile der heutigen Gemeinde Karlstein, ehrenamtlich Feuerwehrdienst. Er war sofort von Anfang an ein engagierter und begeisterter Feuerwehrmann. Viele Jahre war er für die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr in Großwelzheim als deren Kommandant verantwortlich.
Otto Kaiser war ein echter Pionier im Bereich des Strahlenschutzes in unseren Feuerwehren. Anfang der 1960-er Jahre entstand Deutschlands erstes Atomkraftwerk in Großwelzheim. Das Versuchsatomkraftwerk, auch bekannt als Heißdampfreaktor (HDR), hatte eine elektrische Leistung von 25 Megawatt. Mit dem Atomkraftwerk siedelten sich weitere Unternehmen der Atomindustrie, wie die Kraftwerk Union AG (KWU) und das Siemens Brennelementwerk (RBU) in Großwelzheim an und betrieben Forschungs-, Versuchs- und Produktionsanlagen für den Reaktorbau. Als Kommandant der örtlich zuständigen Feuerwehr stellte sich Otto Kaiser mit seiner Freiwilligen Feuerwehr dieser großen, für die Feuerwehr neuen Herausforderung. Gemeinsam mit weiteren benachbarten Feuerwehren wurden Strahlenschutzausbildungen durchgeführt und die Ausrüstungen für den Strahlenschutz ergänzt, um den Brandschutz für diese neuen kerntechnischen Anlagen zu übernehmen. Otto Kaiser leistete hier für das Feuerwehrwesen im Landkreis herausragendes und dafür zollen wir ihm heute noch einen großen Respekt.
Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wurde er zum Ehrenkommandant ernannt. In seinem Feuerwehrruhestand nahm er weiter rege am Vereinsleben des Feuerwehrvereins teil und trug dabei das goldene Feuerwehr Ehrenkreuz und die goldene Vereinsnadel stets mit Stolz an seiner Uniform.
In Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Feuerwehrkameraden Otto Kaiser. Unsere aller Gedanken und Anteilnahme gehören seiner ganzen Familie, die auch mit der Feuerwehr eng verbunden ist.
Die gesamte Karlsteiner Feuerwehr, der Verein der Feuerwehr, wie auch die Gemeinde Karlstein trauern im Besondern um Otto Kaiser. Zu seinen Ehren haben sie die Fahnen am Feuerwehrhaus auf Halbmast gesetzt sowie alle ihre Einsatzfahrzeuge mit einem Trauerflor versehen.
Wenn der Termin für die Trauerfeier mit Beisetzung feststeht, werden wir hier bekannt geben.