Am Sonntagmorgen, den 22.09.2024 widmeten sich die Maschinisten der Freiwilligen Feuerwehr Großostheim in ihrer turnusmäßigen Fortbildung dem Thema Schaumeinsatz.

Jede Funktion innerhalb der Feuerwehr braucht Übung und Erfahrung, damit sie im Einsatz schnell und zielführend eingesetzt werden kann. Das gilt besonders auch für die Maschinisten, die sich kontinuierlich mit technischen Anforderungen der Einsatzfahrzeuge, Pumpen und Aggregate vertraut machen müssen. Ein Thema bei der Maschinistenfortbildung ist daher auch der Einsatz von Schaummitteln im Löscheinsatz, da diese in der Praxis zwar selten genutzt werden, jedoch in bestimmten Einsatzszenarien unverzichtbar sind.

Für die Fortbildung standen alle drei wasserführenden Löschfahrzeuge mit integrierten Schaummitteltanks und Schaumzumischanlagen zur Verfügung: das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16), das Löschgruppenfahrzeug (LF 20) sowie das Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40 SL). Letzteres bietet noch eine besondere technische Möglichkeit: Es hat neben der eingebauten standardmäßigen Schaummittelzumischanlage, wie sie bei den anderen vorhandenen Löschfahrzeugen üblich ist, zusätzlich eine Pumpenvormischanlage, die insbesondere beim Einsatz des am Fahrzeug aufgebauten Schaum-Wasserwerfers zum Einsatz kommt.
Alle drei Fahrzeuge verfügen über jeweils zwei eingebaute Schaummitteltanks mit unterschiedlichen Schaummitteln, die über die Zumischanlagen dem Löschwasser in einstellbaren Konzentrationen beigemischt werden können. Die mitgeführten Schaummittel sind für Flüssigkeitsbrände für polare und unpolare Flüssigkeitsbrände geeignet und alle fluorfrei.

Es wird je nach Luftanteil im Löschschaum zwischen Schwer-, Mittel- und Leichtschaum unterschieden. Der eigentliche Löschschaum entsteht aus dem Löschwasser-Schaummittelgemisch erst durch die Luftbeimischung bei der Löschmittelabgabe am speziellen Schwer-bzw. Mittelschaumrohr. Bei Leichtschaum wird die notwendige große Luftmenge mit einem maschinellen Gebläse eingeblasen.
Ohne besondere Luftzuführung kann ein Löschwasser-Schaummittelgemisch (Schaummittel als Netzmittel) mit den normalen Strahlrohren abgegeben werden und dadurch die Löscheigenschaften des Löschwassers, insbesondere die Eindringtiefe in das Brandgut, verbessern.

Im Übungshof konnten in der Fortbildung alle Schaumarten und Einsatzmöglichkeiten mit Schaummitteln praktisch gezeigt und geübt werden, da dort kein Schaum-Wassergemisch in die Umgebung abläuft, die dabei entstehenden Mengen in der Kanalisation für die örtliche Kläranlage kein Problem darstellen und der Rest auf der Hoffläche vertrocknen kann.

Der Einsatz von Schaum kann für die Effektivität des Einsatzes entscheidend sein , insbesondere bei Bränden von Flüssigkeiten oder bei schwer zugänglichen Brandherden. Die Fortbildung ermöglichte den Maschinisten eine wertvolle Gelegenheit, die Handhabung mit den komplexen Systemen an ihren Fahrzeugen zu üben und weiter zu optimieren.

Die Kreisbrandinspektion und der Kreisfeuerwehrverband danken den Ausbildern un den teilnehmenden Maschinisten, dass sie am Sonntagmorgen diese Maschinistenfortbildung durchführten.


(Quelle und Bilder FF Großostheim)
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