Am Sonntagmorgen (06.04.25) um 01:51 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Kleinostheim und Karlstein zu einem Gefahrstoffaustritt in einem Industriegebäude in Kleinostheim alarmiert. Bei einem Produktionsprozess trat unkontrolliert mit Flusssäure versetztes vollentsalztes Wasser aus.
Unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) – spezielle Schutzkleidung, die Feuerwehrleute bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen vor Kontamination schützen – wurde die Flüssigkeit mit Feuerwehrpumpen umgepumpt. Zeitgleich wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet, an dem die CSA-Träger nach ihrem Einsatz fachgerecht dekontaminiert wurden.
Zur weiteren Einschätzung der Gefährdungslage wurde der landkreiseigene Gerätewagen „Erkunden / Messen“ nachalarmiert, um Proben des Gefahrstoffgemisches zu entnehmen und zu analysieren. Ergänzend dazu wurden während des gesamten Einsatzes kontinuierlich Messungen in der Umgebung durchgeführt, um eine potenzielle Gefährdung frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Eine Gefährdung konnte mit den Messgeräten der Feuerwehr jedoch nicht nachgewiesen werden – eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.
Unterstützt wurde der Einsatzleiter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kleinostheim Thorsten Frank, vor Ort durch Kreisbrandrat Frank Wissel, Kreisbrandinspektor Georg Thoma sowie den Fachkreisbrandmeister für ABC-Gefahren Christoph Ostheimer. Dem Einsatzleiter standen rund 30 Einsatzkräfte zur Verfügung. Zur Absicherung waren zudem ein Rettungswagen sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst, Florian Ewald vom Malteser Hilfsdienst Aschaffenburg, vor Ort – ein Eingreifen war jedoch nicht erforderlich.
