Am heutigen Sonntag, 24.08.2025, wurde die Freiwillige Feuerwehr Karlstein um 11:30 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Industriegebäude in der Zeche Gustav alarmiert. Bereits beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung in einer Industriehalle fest; zudem hatte die Sprinkleranlage in einem Teilbereich bereits ausgelöst. Schnell bestätigte sich ein Realbrandereignis in dem Betrieb.
Daraufhin wurde das Einsatzstichwort um 11:48 Uhr auf „B4 – Gewerbe/Industrie – Industriegebäude“ erhöht. Diese Alarmstufenerhöhung führte zur Nachalarmierung weiterer Feuerwehren aus dem Landkreis sowie zur Alarmierung der gesamten Kreisbrandinspektion.
Im Inneren der Halle waren aus bislang unbekannten Gründen rund 96 Akku-Packs auf vier Paletten teils in Brand geraten oder durch das Feuer thermisch beaufschlagt. Trupps unter schwerem Atemschutz brachten die Akkus ins Freie, löschten und kühlten sie und lagerten sie anschließend in einer Havariebox für ein Wasserbad. Dieses Verfahren ist bei Akkubränden üblich, da sich Akkus auch nach dem Löschen selbst entzünden und erneut Feuer fangen können.
Zur Entrauchung des Gebäudes wurde die Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) geöffnet und der Großlüfter der Feuerwehr Kahl in Stellung gebracht, mit dem die stark verrauchte Halle rasch vom Rauch befreit werden konnte. Parallel dazu wurde im Außenbereich ein Hygieneplatz eingerichtet.
Insgesamt standen dem Einsatzleiter und Kommandanten der Feuerwehr Karlstein, Andreas Emge, rund 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zur Verfügung. Unterstützt wurde er durch Kreisbrandrat Frank Wissel, Kreisbrandinspektor Georg Thoma, mehrere Vertreter der Kreisbrandinspektion, einen Einsatzleiter Rettungsdienst sowie einen Fachberater Sanitätsdienst. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.






Text und Bilder: Fabien Kriegel, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion