Neun Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Karlstein haben in den vergangenen Wochen erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen und dürfen ab sofort Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse (zGM) führen. Damit wurde eine wichtige Lücke geschlossen, die durch die Reform der Führerscheinklassen entstanden war.
Bis Ende 1998 berechtigte der alte Führerschein der Klasse 3 noch zum Fahren von Lastkraftwagen bis 7,5 Tonnen. Mit der Einführung der EU-Führerscheinklassen durften Fahranfänger jedoch nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen bewegen – ein Problem für die Feuerwehren, da viele Einsatzfahrzeuge über diesem Gewicht liegen. Nur Inhaber alter Führerscheine oder eines Lkw-Führerscheins konnten die Fahrzeuge steuern.
Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde in Bayern der Feuerwehrführerschein eingeführt. Nach einer internen Ausbildung dürfen Feuerwehrangehörige damit Einsatzfahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen führen.
In Karlstein übernahm Ausbilder Alexander Ewald die Schulung. In mehreren Fahrstunden vermittelte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Fahr- und Bremsverhalten eines 7,5-Tonners sowie sicherheitstechnische Besonderheiten. Für die anschließende Prüfung konnte mit Manuel Spielmann von der Feuerwehr Heinrichsthal ein erfahrener Fahrlehrer gewonnen werden.
An zwei Tagen legten alle neun Prüflinge ihre Fahrprüfung erfolgreich ab. „Wir sind stolz auf euch – das habt ihr sehr gut gemacht“, betonte Kommandant Andreas Emge. Die Freiwillige Feuerwehr Karlstein kann damit künftig auf neun zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer für ihre Einsatzfahrzeuge zurückgreifen.
Verweis auf die Vollzugshinweise des Bayerischen Innenministeriums
(v. l.) Alexander Ewald (Ausbilder), Marlon Sasse, Kilian Manthey, Ulrich Betsch, Manuel Spielmann (Fahrlehrer), Finn Weigand, Christian Mühlberger, Luca Stenger. Nicht auf dem Bild: Deniz Yildirim, Roman Michalczyk und Kevin Leipe.