Bereits zum zweiten Mal fand für die Kinderfeuerwehrbeauftragten und Jugendwarte des Kreisfeuerwehrverbands Aschaffenburg eine Schulung zum Thema „Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen“ statt.
Zu dieser Veranstaltung, die sich mit der Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt an minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen befasste, lud der Kreisfeuerwehrverband die Kinder- und Jugendfeuerwehrbetreuerinnen und -betreuer nach Waldaschaff ein.
Am Samstag, den 11. Oktober, konnte Kreisbrandmeisterin Eva Freudenberg um 10:00 Uhr insgesamt sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gerätehaus der Feuerwehr Waldaschaff begrüßen. Sie lobte die Bereitschaft der Teilnehmenden, sich diesem sensiblen Thema zu widmen, und appellierte daran, auch in den eigenen und benachbarten Feuerwehren für diese Schulung zu werben – denn das Thema sei von großer Bedeutung.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde führte Referent Sascha Amrhein, Fachkraft für Medienpädagogik, durch das Seminar. Auf dem Programm standen die Themen Auftragsklärung, Vereinbarungen, rechtliche Grundlagen, Opfer und Täter, Zahlen und Statistiken sowie Trauma. In mehreren Gruppenarbeiten konnten die Teilnehmenden ihre Wahrnehmungen, Ansichten und Gefühle zu verschiedenen gezeigten Filmen und Aufgaben einbringen und erfuhren dabei, wann bestimmte gesetzliche Regelungen eingeführt wurden.
Zum Abschluss stellte Sascha Amrhein das Schutzkonzept vor und übergab dazu eine bereits fertiggestellte Arbeitshilfe an alle Teilnehmenden. Das Konzept soll der Prävention dienen und den größtmöglichen Schutz der in der Kinder- und Jugendfeuerwehr betreuten Minderjährigen gewährleisten. Es ist als Vorlage gedacht und kann von jeder Feuerwehr individuell an ihre Gegebenheiten angepasst werden.
Nach rund vier kurzweiligen und zugleich emotionalen Stunden endete die Veranstaltung.
Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement und ihre Mitwirkung sowie Sascha Amrhein für seine informativen und eindrucksvollen Ausführungen. Alle waren sich einig, dass dieses wichtige Thema weiterhin hohe Aufmerksamkeit und regelmäßige Schulungen verdient.
