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Brinkmann 1a

Der »Barm­her­zi­ge Sa­ma­ri­ter« des Lu­kas-Evan­ge­li­ums ist sein Vor­bild. Der heu­te 80-­jäh­ri­ge Joa­chim Brink­mann aus Hös­bach ei­fert ihm seit vie­len Jahr­zehn­ten im Di­enst von Hilf­s­or­ga­ni­sa­tio­nen nach. Im Festgottesdienst in der Aschaffenburger Christuskirche ist er am Sonntag aus seinem Amt als Dekanatsbeauftragter für die Seelsorge in der Feuerwehr und im Rettungsdienst verabschiedet worden. In dieses Amt hat die bayerische evangelische Landeskirche Joachim Brinkmann vor zehn Jahren berufen. Nicht nur sein reicher Erfahrungsschatz, den er sich seit seinen Jugendtagen als aktiver Feuerwehrmann und im Rettungsdienst erworben hat, hatte ihm für diese Aufgabe prädestiniert. 
Es ist, so Dekan Rudi Rupp, auch seine feste Verankerung im Glauben an die von Jesaja prophezeite Zukunft von Gott her, »in der der Tod nicht das letzte Wort hat«. Diakon Ulrich Wagenhäuser, der Würzburger Diözesanbeauftragte für die Feuerwehrseelsorge, nannte in seinem Grußwort Brinkmann deshalb auch den »Jesaja der Feuerwehr«. 
Joachim Brinkmann wurde 1940 in Mönchengladbach geboren. In Hamburg studierte er Biologie, in diesem Fach promovierte er auch. Ferner absolvierte er eine Ausbildung als Psychotherapeut und Heilpraktiker. Nach beruflichen Stationen - unter anderem in Bad Reichenhall - kam er 1990 nach Heigenbrücken. Dort leitete wie auch schon in Oberbayern eine Vater - Mutter- Kind-Klinik.
Sofort schloss er sich der Freiwilligen Feuerwehr an und diente ihr mehr als 20 Jahre lang als aktiver Feuerwehrmann. In dieser Zeit gründete er 1999 die »First-Responder-Gruppe«, die sich aus zu Ersthelfern ausgebildeten Feuerwehrleuten zusammensetzt. Nach entsprechender Ausbildung wirkte er ab 2005 zunächst als Notfallseelsorger. 2007 wurde Brinkmann bereits 2007 zum Leitenden Notfallseelsorger und zum ökumenischen Fachberater für die Seelsorge für die Feuerwehren in Stadt- und Landkreis Aschaffenburg ernannt.
In seinem jetzt endenden Amt war Joachim Brinkmann zuständig für die ökumenische seelsorgerische Begleitung der Feuerwehr- und Rettungskräfte in der Stadt Aschaffenburg und in den Kreisen Aschaffenburg und Miltenberg während und nach einem Einsatz sowie für die Schulung in der psychosozialen Notfallversorgung. 
Im Gespräch mit unserem Medienhaus erinnert sich Joachim Brinkmann an einen schweren Verkehrsunfall, bei dem er einem Feuerwehrmann Beistand leistete, als dieser seinen eigenen schwerverletzten Sohn mit schwerem Gerät aus dem Auto herausschneiden musste. Auch betreut er heute noch einen jungen Feuerwehrmann, der nach einem Einsatz mit Todesopfern vor einigen Monaten das Geschehen noch nicht voll verarbeitet hat. 
Für seine Verdienste erhielt der scheidende Dekanatsbeauftragte bereits 2013 die Goldene Bürgermedaille der Gemeinde Heigenbrücken sowie 2019 die Goldene Plakette der Ökumenischen Bayerischen Notfallseelsorge.
Im Gottesdienst erhielt er aus den Händen von Diakon Wagenhäuser die Ehrenmedaille des bayerischen Landesfeuerwehrverbands.
Quelle: Main-Echo

Wir danken Joachim Brinkmann für seinen langjährigen Dienst zum Wohle der Menschen und Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg - Joachim stand uns oft in schwierigen Zeiten zur Seite und hat durch seinen persönlichen Einsatz vielen Feuerwehrleuten nach schweren und belastenden Einsätzen geholfen.

Für die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg ist Joachim Brinkmanns Nachfolge bereits geregelt: Die Krombacher Feuerwehrfrau und katholische Pastoralreferentin Katja Roth von der Pfarreiengemeinschaft Mittlerer Kahlgrund hat die Fachberatung für die psychosoziale Notfallversorgung der Einsatzkräfte bereits übernommen und ist auch Mitglied im Verbandsausschuss des KFV.