Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Webseite akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies, weitere Informationen zur Datenschutzerklärung finden Sie unter der Schaltfläche "Datenschutz"

Nach dem Einsatzstichwort ABC 3, wurde die Feuerwehr Gemeinde Karlstein, zu einem bestätigen Gasaustritt in einem Industriebetrieb „An den Hirtenäckern“ alarmiert. Ebenfalls mitalarmiert wurde zur Ergänzung ein MZF aus Kahl, von dort rückte auch gleich noch ein weiteres Löschfahrzeug, auf Grund der bestätigten Meldung, mit aus. Was war passiert? Ein Mitarbeiter hatte beim verlassen des Gebäudes bemerkt, dass die Gaswarnanlage ausgelöst hatte. Er versuchte den Alarm noch zu quittieren, dies gelang ihm aber nicht. Daraufhin verständigte er über Notruf die Feuerwehr, welche durch die Integrierte Leitstelle Bay. Untermain alarmiert wurde. Vor Ort eingetroffen wurde Kontakt mit dem Betriebsangehörigen aufgenommen, er berichtete von mehreren Technischen Gasen, teilweise brennbar und explosiv, teilweise Sauerstoffverdrängend und nicht brennbar. Welches Gas evtl. ausströmte Stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Gemeinde Karlstein, Kommandant Andreas Emge, wurde sofort ein Dreifachbrandschutz vorbereitet. Im Bereich des Haupteinganges wurde durch die Feuerwehr Kahl Wasser und Schaum bereitgestellt, im Bereich eines Notausganges auf der anderen Gebäudeseite wurde Wasser, Schaum sowie Löschpulver durch die Feuerwehr Gemeinde Karlstein aufgebaut. Zwei Trupps unter schwerem Atemschutz, gingen dann in das Kellergeschoß, ausgestattet mit 5-Gas Messgeräten und Ex-Schutz Funkgeräten vor, um die Lage zu erkunden. Sie fanden tatsächlich insgesamt drei Gasmelder, in unterschiedlichen Räumen, welche ausgelöst hatten. In der Zwischenzeit wurde durch den Kreisbrandmeister für ABC Gefahren, die Mitarbeiter befragt. Durch die Messwerte, welche von den beiden Atemschutztrupps ständig nach draußen gegeben wurden und dem Abgleich der tatsächlich vorhandenen Technischen Gase, wurde im Ausschlussverfahren das mögliche Produkt immer weiter eingegrenzt. Letztendlich entschied man sich für ein bestimmtes, explosives, Gas und schloss die Zufuhr. Kurze Zeit später ließen sich dann auch die stationären Gaswarnmelder wieder zurückstellen, vermutlich hatte man das richtige Gas abgestellt. Nach einer Wartezeit und keiner Verschlechterung der Situation, wurde der Brandschutz zurückgebaut und die Kräfte konnten „abspannen“. Die Einsatzstelle wurde einer verantwortlichen Person des Betreibers übergeben. 

Vor Ort war die Feuerwehr Gemeinde Karlstein mit je einem Führungsfahrzeug, Hilfeleistungslöschfahrzeug, Löschfahrzeug, Tanklöschfahrzeug mit P250 BC und einer Drehleiter. Die Feuerwehr Kahl war ebenfalls mit einem Führungsfahrzeug, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einem Mannschaftstransportwagen vor Ort. Insgesamt 33 Einsatzkräfte standen zur Verfügung, hinzu kamen noch drei Vertreter der Kreisbrandinspektion sowie ein Rettungswagen der Johanniter. Verletzte Personen gab es glücklicherweise keine. Ebenfalls vor Ort war der Bürgermeister der Gemeinde Karlstein, Peter Kreß.  

Zurück im Gerätehaus und teilweise noch nicht mal aus den Fahrzeugen ausgestiegen, hatte die Leitstelle den nächsten Einsatz für uns parat. Am Schredderplatz in Dettingen, sollte es brennen. Vor Ort eingetroffen konnte ein sieben Kubik Container mit Straßenkehricht ausgemacht werden, welcher auf der Oberfläche brannte. Mit ca. 2000 Liter Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug wurde das Feuer quasi „ertränkt“. Die Mannschaft des LF 16 zog das Material noch etwas auseinander. Das HLF 20/16 wurde gleich wieder zurück zum Gerätehaus geschickt. Vor Ort verblieben, zusammen mit einem Führungsfahrzeug noch das Tanklöschfahrzeug und das Löschfahrzeug mit insgesamt 11 Personen. Nach etwa 45 Minuten war auch dieser Einsatz dann beendet und die Kräfte fuhren zurück zum Gerätehaus Karlstein. 

Zu beiden Fällen können wir keinerlei Aussage über Schadenshöhe oder Ursache treffen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Rund 200 Jugendliche und Betreuer nahmen vom 23.08.18 bis 26.08.18 am alljährlichen Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Aschaffenburg in Karlstein teil.

Am Donnerstagmorgen reisten alle Feuerwehren an und bauten zunächst ihre Zelte, aber teilweise auch ihre Grills und Pools auf. Der erste offizielle Programmpunkt war das gemeinsame Mittagessen. Danach hatten die Jugendgruppen bis zur offiziellen Eröffnung Freizeit, die sie nutzten um Wikingerschach, Volleyball oder andere Gemeinschaftsspiele zu spielen.

Zur Eröffnung des Zeltlagers waren mehrere Landtagsabgeordnete, Kreistagsmitglieder, Vertreter der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg, des Bezirksfeuerwehrverbands Unterfranken sowie Karlsteins 1. Bürgermeister Peter Kreß anwesend. Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer betonte in seinem Grußwort, dass die Zahl der Ehrengäste aus Politik und Feuerwehr den hohen Stellenwert der Jugendarbeit in der Feuerwehr  verdeutlicht. Am Abend folgte eine Jugendwartsitzung um Absprachen zu treffen und u.a. die Dienste während des Lagers einzuteilen. Der Tag wurde schließlich mit einer Nachtwanderung abgeschlossen, die von der Feuerwehr Gemeinde Karlstein organisiert worden war.

Am Freitag stand die Lagerolympiade an. Dort absolvierten die Jugendgruppen in einem Stationslauf  7 kleinere Spiele, wie z.B.: ein Tabu mit Feuerwehrbegriffen oder das Schießen eines Tennisballs mit einer Wasserkanone. Den Nachmittag hatten die Gruppen wieder zur freien Verfügung. Am Abend tagte das Jugendforum. Dort konnten sich die Jugendsprecher austauschen und die Aktionen für das kommende Jahr abstimmen. Nachdem sich die Waldbrandgefahr vermindert hatte, konnte endlich das Lagerfeuer entzündet werden. An den wärmenden Flammen ließen die Teilnehmer den Abend gemütlich ausklingen.

Der Samstag stand im Zeichen der Ausbildung. Zum einen wurde bei einer Bootsausbildung auf dem Main die Aufgaben und die Möglichkeiten eines Feuerwehrbootes erläutert. Des Weiteren übten die Teilnehmer die Wasserentnahme aus dem Main und die Wasserabgabe über verschiedene Wasserwerfer. Um bei der Bootsausbildung vom Ufer in die Boote einsteigen zu können, hatte das Technische Hilfswerk Alzenau morgens eine Behelfsbrücke sowie einen Pontonsteg aufgebaut. Zudem war die Wasserwacht Karlstein zur Absicherung mit zwei Rettungsschwimmern vor Ort. Für die Unterstützung danken wir sehr, und sehen den Ausbildungstag als einen gelungenen Beweis dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Hilfsorganisationen sehr gut funktioniert. Insgesamt hatten die Jugendlichen, aber auch ihre Betreuer, trotz leichtem Nieselregen sichtlich Spaß. Am Nachmittag folgte dann noch ein Highlight: Die Feuerwehr Hanau kam mit dem neuen Feuerlöschboot des Landes Hessen vorbei. Nach der Möglichkeit der Besichtigung fuhr das Boot mit den Booten der anderen Feuerwehren in Formation und zeigte seine Fahrkünste.

Am Abend folgte dann der schön gestaltete Lagergottesdienst durch Pfarrer Riewald von der evangelischen Kirchengemeinde Kahl-Karlstein. Unterstützt wurde er dabei von einer Musikgruppe aus seiner Gemeinde sowie mehreren Jugendlichen.

Am Sonntag erfolgten der Abbau des Lagers und die Siegerehrung der Lagerolympiade. Gewinner der diesjährigen Lagerolympiade war das Team „International“, ein Team aus den Feuerwehren Heinrichsthal, Sailauf-Eichenberg, Dörnsteinbach und Daxberg. Die Jugendfeuerwehr Hohl landete auf dem zweiten Platz und die Feuerwehr Mainaschaff wurde Drittplatzierter. Nach der offiziellen Verabschiedung und dem Mittagessen traten die Jugendfeuerwehren die Heimreise an.

Kreisjugendfeuerwehrwart Georg Thoma und das Fachreferat Jugendarbeit bedankten sich bei der Feuerwehr und der Gemeinde Karlstein, den Feuerwehren die die Ausbildungen abgehalten hatten, der Feldküche und der Verpflegungskomponente für die Essensversorgung, sowie allen Jugendwarten und Jugendlichen für ihre Teilnahme. Insgesamt war es ein sehr gelungenes Zeltlager. Bei den Verantwortlichen steigt schon die Vorfreude und Spannung auf das nächstjährige Zeltlager, das 2019 in den Pfingstferien in Hösbach als Landesjugendfeuerwehrzeltlager und somit mit Teilnehmern aus ganz Bayern stattfindet.

Für das Fachreferat Jugendarbeit

Philipp Weineck
FSJler Kreisjugendfeuerwehr Aschaffenburg

 MG 5399 01

IMG 5213 01

IMG 9122 01

IMG 9824 01

 MG 5582 01

Bei Forstarbeiten im Hainer Forst überschlug sich ein sogenannter Harvester (eine baggerähnliche Forstwirtschaftsmaschine) und kam etwa 100 Meter unterhalb des nächsten Forstweges zum Liegen. Die FEUERWEHR Gemeinde Laufach wurde ebenso wie der Rettungsdienst und die Bergwacht alarmiert und mittels eines vom Forstbaubetrieb gestellten Lotsen vom nächstgelegenen Sammelpunkt Forst an die Einsatzstelle, die etwa 4 Kilometer weit im Wald lag, geführt.Vor Ort wurde ein Harvester auf der Seite liegend in extrem unwegsamen Hanggelände unterhalb einer schmalen Forststraße aufgefunden. Personen kamen keine zu Schaden, der Maschinenführer war bereits unverletzt von Kollegen befreit worden. Das anwesende Forstteam hatte ferner bereits begonnen, auslaufende Betriebsstoffe zu sichern. So beschränkte sich die Arbeit der Feuerwehr auf das Fortführen der Umweltschutztätigkeiten, die Sicherung des Brandschutzes und das Herrichten und Sichern eines Zuwegs zur Maschine.

Der Dieseltank wurde kontrolliert im kleinen Strahl über den Tankstutzen in Kanister mit Trichter abgelassen. Dies war zwar zeitaufwändig, aber am sichersten angesichts des offenen und noch immer trockenen Waldbodens.

Die nachrückenden Einsatzkräfte wurden mittels Wegemarkierung mit liegenden Pylonen an die Einsatzstelle geführt. Hier wurde bei der Rückfahrt festgestellt, dass offensichtlich ordnungsliebende Spaziergänger diese zum Teil wieder aufgestellt hatten, so dass die zusätzlich mit Markierungsspray auf den Forstweg aufgebrachten Pfeile gute Dienste leisteten.

Nach etwa eineinhalb Stunden konnte ein Teil der Mannschaft ausgelöst werden, für die restlichen Feuerwehrdienstleistenden war der Einsatz nach Beseitigung der unmittelbaren Umweltgefahren nach vier Stunden beendet.

Der stellv. Kommandant der Laufacher Wehr Marco Laske konnte als Einsatzleiter auf 24 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen zurückgreifen.  Vor Ort waren neben der FEUERWEHR Gemeinde Laufach KBM Marcus Rohmann, Rettungsdienst, Bergwacht, Polizei  sowie Vertreter der unteren Wasserschutzbehörde.

Die Bergung des Harvesters erfolgt durch den Forstbetrieb mittels eigener Rückemaschinen.  Über Ursache und Schadenshöhe können keine Angaben gemacht werden.

IMG 5079

IMG 5081

IMG 5082forst

Zu einem Flächenbrand in der Limesstraße in Stockstadt wurde am Donnerstagnachmittag (23.08.18) gegen 13:52 Uhr die Feuerwehr Stockstadt alarmiert. Aus derzeit noch ungeklärter Ursache gerieten rund 2000 Quadratmeter Gebüsch und Wiesenfläche in Brand. Für die Brandbekämpfung ließ Einsatzleiter Frank Bott nach der Erkundung der Einsatzstelle sofort weitere wasserführende Feuerwehrfahrzeuge nachalarmieren. Von der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain wurden daraufhin die Groß- bzw. Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Aschaffenburg und Großostheim entsandt. Mit fünf C-Rohren gelang es den Einsatzkräften das Feuer nach kurzer Zeit unter Kontrolle zu bringen. Nach den umfangreichen Nachlöscharbeiten war der Einsatz gegen 16:00 Uhr beendet.

Der Einsatzleiter, Kommandant Frank Bott konnte auf sieben Feuerwehrfahrzeuge und 37 Einsatzkräfte zurückgreifen. Als Vertreter der Kreisbrandinspektion unterstützte Kreisbrandmeister Udo Schäffer den Einsatzleiter vor Ort. 

Über den entstandenen Sachschaden und die Brandursache kann seitens der Feuerwehr keine Aussage gemacht werden.

In der (deutschlandweiten) Jugendfeuerwehr-Statistik sind über 39.000 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren erfasst. Ein mittlerweile selbstverständlicher Trend setzt sich stetig fort – es gibt immer mehr Kindergruppen in den Feuerwehren. In einigen liegen viele Erfahrungen vor, andere Feuerwehren stehen noch am Beginn einer positiven Entwicklung.

Die gemeinsame Projektgruppe von DFV und DJF bietet hierzu Regionalkonferenzen an und lädt dazu ein, sich über die Arbeit in und mit Kindergruppen auszutauschen und sich fortzubilden.

Zielgruppe sind Leiter/innen und Betreuer/innen von Kindergruppen. Darüber hinaus sind Entscheidungsträger/innen und Multiplikatoren/innen sehr willkommen.

Die Regionalkonferenz Kinder in der Feuerwehr für den Süden Deutschlands findet statt am

am Samstag, den 24. November 2018

in der Franken-Akademie Schloß Schney e.V. (Schloßplatz 8 in 96215 Lichtenfels).

Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte der Einladung (download ganz unten).

Anmeldung: Ausschließlich mit Formular (download ganz unten) an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldeschluss: 15. Oktober 2018

Teilnahmebeitrag: 35,- Euro (Für eine Verpflegung vor Ort ist gesorgt. Reisekosten werden nicht erstattet.)

Hinweis zur aktuellen Fachempfehlung von DFV und vfdb.

Sie wurde vom Gemeinsamen Ausschuss Brandschutzerziehung und -aufklärung erstellt und beschäftigt sich mit einem neuen Ansatz für die Durchführung der Brandschutzerziehung und -aufklärung.

Wir wünschen eine aufschlussreiche Lektüre!

© BRK Kreisverband Berchtesgadener Land 112 Newsletter: Rettungseinsatz im Berchtesgadener Land

112 Newsletter - Ausgabe vom 22. August 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

heute haben wir gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Krankenkassen und dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung das Projekt "Telenotarzt Bayern" vorgesetllt. Ziel dieses Pilotprojektes ist es, in Bayern eine noch bessere und schnellere Notfall-Patientenversorgung sicherzustellen. Hierbei kann das behandelnde ärztliche oder nichtärztliche Personal auf Wissen eines zusätzlichen ärztlichen Experten mittels Telemedizin zurückzugreifen.

Mit Einverständnis des Patienten können dann Videobilder, Fotos oder auch Vitaldaten wie EKG-Werte in Echtzeit aus dem Rettungswagen an den Telenotarzt übertragen werden. An seinem Arbeitsplatz kann sich der Telenotarzt auf dieser Grundlage ein Bild von der medizinischen Situation vor Ort machen und beispielsweise Medikamente verordnen, noch bevor ein Notarzt vor Ort eintrifft.

Dabei hat der Einsatz des Telenotarztes aber nicht zum Ziel, Notärzte vor Ort zu ersetzen. Es geht uns vielmehr darum, diese bestmöglich zu unterstützen. Jeder Bürger hat einen Anspruch, im Notfall schnellstmöglich zuverlässige und professionelle Hilfe zu erhalten

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Ihr Gerhard Eck, MdL Staatssekretär

UNSERE THEMEN

Pilotprojekt "Telenotarzt Bayern"

Innenminister Joachim Herrmann hat heute in der Integrierten Leitstelle Straubing das Pilotprojekt "Telenotarzt Bayern“ gemeinsam mit den Krankenkassen und den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung vorgestellt. Ziel ist, eine noch bessere und schnellere Patientenversorgung im Notfall sicherzustellen. "Fast zwei Monate lang wurde nun der Einsatz des Telenotarztes mit 21 Rettungswagen im gesamten Rettungsdienstbereich Straubing erprobt und die Rückmeldungen sind bisher äußerst positiv", resümierte Herrmann. Durch innovative Telemedizin kann das behandelnde ärztliche oder nichtärztliche Personal auf Wissen eines zusätzlichen ärztlichen Experten, der nicht vor Ort ist, zurückgreifen. Dazu kann die Integrierte Leistelle den Telenotarzt als zusätzliches Einsatzmittel alarmieren. "Nach Abschluss der Evaluation wird entschieden, ob der Telenotarzt in ganz Bayern eingeführt wird", erklärte Herrmann.

» weitere Informationen (mit Video)

Mehr Geld für Katastrophenschutz

Im Bayerischen Doppelhaushalt 2019/2020 sollen die finanziellen Mittel für die Ausstattung im Katastrophenschutz durch das neue Sonderinvestitionsprogramm "Katastrophenschutz Bayern 2030" ergänzt und deutlich aufgestockt werden. Das hat Innenminister Joachim Herrmann den Spitzenvertretern der Feuerwehren, der zur Katastrophenhilfe verpflichteten freiwilligen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Bayerisches Rotes Kreuz, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Malteser Hilfsdienst und Johanniter-Unfall-Hilfe sowie des Technischen Hilfswerks und des Medizinischen Katastrophen-Hilfswerks Deutschland e.V beim halbjährlichen "Spitzengespräch Katastrophenschutz" in Aussicht gestellt.

» mehr

Würdigung ehrenamtsfreundlicher Betriebe

Auf dem Blaulichtempfang "Sicheres Bayern" in der Orangerie in Ansbach hat Innenminister Joachim Herrmann Einsatzkräfte von Feuerwehren, freiwilligen Hilfsorganisationen, THW, Bundeswehr, Bundespolizei und der bayerischen Polizei für ihren Einsatz gewürdigt und vier Unternehmen geehrt. Die Auszeichnung "Ehrenamtsfreundlicher Betrieb – Gemeinsam für mehr Sicherheit" ging an die ober-, mittel- und unterfränkischen Unternehmen Fensterbau Keßler in Hausen (Landkreis Rhön-Grabfeld), Eckart GmbH in Hartenstein (Landkreis Nürnberger Land), Bolta Werke GmbH in Diepersdorf (Landkreis Nürnberger Land) sowie Compoint GmbH & Co. KG in Forchheim. Diese Würdigungen stehen stellvertretend für die vielen Unternehmen in Bayern, die es ihren bei den Hilfsorganisationen aktiven Mitarbeitern erlauben, im Alarmfall sofort den Arbeitsplatz zu verlassen. "Es liegt in der Natur der Sache, dass diese kurzfristig auftretenden Abwesenheiten vom Arbeitsplatz nicht planbar sind. Insofern stellen sie oft empfindliche Eingriffe in den Betriebsablauf dar. Umso höher ist es den Verantwortlichen anzurechnen, dass sie das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter fördern", so Herrmann.

» mehr

Bayerische Verkehrsunfallstatistik für das erste Halbjahr 2018

Weniger Unfallopfer, aber etwas mehr Verkehrsunfälle auf Bayerns Straßen – das ist die Hauptbotschaft der von Innenminister Joachim Herrmann veröffentlichten bayerischen Verkehrsunfallstatistik für das erste Halbjahr 2018. Demnach ereigneten sich in Bayern von Januar bis Juni 197.770 Verkehrsunfälle (+0,8 Prozent). Dabei wurden 32.297 Personen verletzt (-2,1 Prozent) sowie 271 Personen getötet (+0,3 Prozent). "Leider hatten wir im ersten Halbjahr auffällig viele getötete Motorradfahrer", ergänzte Herrmann. "Unsere Verkehrsexperten der Bayerischen Polizei analysieren derzeit die Halbjahresergebnisse, um die möglichen Unfallursachen gezielt mit unserem Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 'Bayern mobil – sicher ans Ziel' anzugehen", kündigte der Minister an.

» mehr

Innenstaatssekretär Eck besichtigt neue ILS-Testumgebung

Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried die neue Testumgebung für Integrierte Leitstellen (ILS) und die bestehende ILS-Schulungsumgebung besichtigt. Beide arbeiten im Digitalfunk BOS-Testnetz der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.Testteam-Spezialisten der Projektgruppe DigiNet bringen in der Testumgebung nun den Fahrzeugnotruf eCall und die Alarmierung der Einsatzkräfte über Digitalfunk BOS in Bayerns Integrierte Leitstellen. Der Freistaat investierte gut eine Million Euro in die Technik der Testumgebung.

» mehr in der brandwacht 8/2018

Werden Sie Schulweghelfer!

Mehr als 31.500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfern engagieren sich in Bayern als Schülerlotsen, Schulweghelfer, Schulbuslotsen und -begleiter. Innenminister Jochim Herrmann will noch mehr Helfer für die Sicherheit auf Bayerns Schulwegen gewinnen: "Wenn Sie mithelfen wollen, den Schulweg sicherer zu machen, wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Schule, Ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung oder an die örtliche Polizei."

» mehr

IMPRESSUM

Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Integration Sachgebiet Kommunikation und Bürgerdialog Leiterin: Dr. Andrea Peschel Odeonsplatz 3 80539 München Telefon: 089 / 21 92 21 30 Telefax: 089 / 21 92 121 30

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Rechtsverweis: www.stmi.bayern.de/hil/impressum/index.php

Die Regierung von Unterfranken hat der Gemeinde Waldaschaff die Zustimmung zur vorzeitigen Beschaffung eines Versorgungs-LKW für die FF Waldaschaff erteilt.

Der neue Versorgungs-LKW ersetzt ein mittlerweile 20 Jahre alten LKW. 

Am Montagabend wurde die Feuerwehr Gemeinde Karlstein, mit dem Einsatzstichwort „Straße reinigen“, gegen 18:50 Uhr auf die St. 3308 im Bereich Kreisel AB 17 alarmiert. Nach Standardeinsatzregel Ölspur rückte der Gerätewagen Umweltschutz, das Tanklöschfahrzeug und der Einsatzleitwagen aus. Vor Ort angekommen ergab die Erkundung, dass sich auf einer länge von geschätzten 150 Metern, ein am Anfang über die ganze Fahrbahnbreite verteilte, weiße und zuerst unbekannte Flüssigkeit ausgebreitete hatte. Die Oberfläche war extrem glatt, mehre Fahrzeugführer berichteten, dass diese schon weggerutscht waren, einer hatte sich sogar mehrfach gedreht und die eigentliche Fahrbahn verlassen. Als erste Maßnahme wurde der Kreisverkehr St. 3308 halbseitig, sowie die AB 17 voll gesperrt. Mit diversen Teststreifen und auch Ölnachweispapier konnte der Stoff nicht weiter eingeordnet werden. Ebenfalls zeigte ein kleinflächiger Versuch mit Chemikalienbinder keinerlei Wirkung. Das eintreffen des bereits angeforderten Straßenbaulastträgers (Staatliches Bauamt), wurde daraufhin abgewartet. 

Als dieser sich von der Situation ein Bild gemacht hatte, entschied man sich eine Nassreinigungsmaschine an die Einsatzstelle zu beordern. Nach bereits einem Meter Nassreinigung begann die Oberfläche derart zu verseifen, dass auch dieser Versuch abgebrochen wurde. Es folgten Versuche mit verschiedenen Ölbindemitteln und trockenem Sand. So bald auch nur ein Tropfen Wasser hinzu kam hatten wir wieder eine Schlittschuhbahn vor Ort! Daraufhin entschied der Einsatzleiter den Kreisbrandmeister für ABC Gefahren an die Einsatzstelle zu alarmieren, alle weiteren Versuche mit den üblichen Mitteln, in verschiedensten Anwendungsvarianten, scheiterten. Daraufhin wurde mit dem KdoW, eine Probe des Materials zur Feuerwehr Frankfurt am Main gebracht. Dort stand dann nach wenigen Minuten Analyse mit modernster Technik das Produkt fest, Lanolin, besser bekannt als „Wollwachs“. Ab diesem Zeitpunkt konnten die Reinigungsversuche optimiert werden. Benzin, Essigsäure, verschiedenste Alkohole, Spezialreiniger, usw., über 15 Varianten wurden vor Ort getestet, alle ohne Erfolg. Letztendlich entschied man sich schweren Herzens die Sperrung aufrecht zu erhalten und mit Ampeln auszustatten, ebenfalls wurde für den morgen eine örtliche Umleitung durch den Bauhof eingerichtet, da ein komplettes Industriegebiet durch die Sperrung der AB 17 abgeschnitten war. Mit heißem Wasser, welches im Hochdruckvakuumverfahren angewandt wurde, konnten die besten Erfolge erzielt werden. Dieses Verfahren wurde nun bereits die ganze Nacht und wird wahrscheinlich auch noch den restlichen Tag vor Ort eingesetzt. Die Einsatzstelle wurde durch die Feuerwehr, mit einem Lichtmastanhänger, bis zum Tagesanbruch ausgeleuchtet. Die restlichen Feuerwehrkräfte verließen gegen 02:00 Uhr den Einsatzort. 

Der Einsatzleiter vor Ort, Kommandant Andreas Emge, konnte ständig auf ca. 12 Personen vor Ort zurückgreifen, welche im Laufe des Einsatzes ausgetauscht wurden. Ebenfalls vor Ort war der Bürgermeister der Gemeinde Karlstein, Herr Peter Kreß. 

Zur Schadenshöhe und Ursache können wir keinerlei Angaben machen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

 

Bei nahezu jedem Einsatz im Bereich der Unwetterlagen und Hochwasser kommen Schmutzwasserpumpen zum Einsatz. Wir möchten gemeinsam mit der Firma Spechtenhauser (Hersteller der Chiemseepumpen) ein Seminar zu diesem Thema anbieten.

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer wichtige Einsatzregeln und erhalten Tipps und Tricks für den Einsatz - auch mit praktischen Übungen

Auch die Wartung und Pflege ist ein wichtiger Bestandteil bei der Verwendung der Schmutzwasserpumpen. Daher erhalten die Teilnehmer einen genauen Überblick über die möglichen Wartungen und Reparaturen.


Inhalte des Seminars:

Produktionsübersicht im Bereich Schmutzwasserpumpen

Anwendungsgebiete

Einsatzregeln

Bedienung

Tipps und Tricks

Wartung und Pflege

Reparaturen

Praktische Übungen


Referent: Christian Hebeisen von der Firma Spechtenhauser


Termin: Samstag, 01. Dezember 2018 von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Ort: Gerätehaus der FF Schimborn

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen - in Schutzkleidung

Kosten: 25,-- € je Teilnehmer (inkl. Verpflegung)


Ansprechpartner: KBI Frank Wissel

Die Anmeldung zum Seminar erfolgt online über unsere Lehrgangsverwaltung auf der Homepage und ist ab dem 22.08.2018 zu buchen.

Lehrgangsart: ABC-Einsatz Strahlenschutz
Lehrgangstermin: 08.10.2018 10:00 Uhr – 12.10.2018 15:00 Uhr
Schulungsort: Regensburg

Interessierte melden sich bitte umgehend bei mir 0171/5100248

Am Montagmorgen gegen 03:20 Uhr, wurde die Feuerwehr Rothenbuch, zusammen mit der Drehleiter der Feuerwehr Waldaschaff, nach B3 (Brand Gebäude/Rauchentwicklung) in den Ölberg nach Rothenbuch alarmiert. Die Anwohner, welche durch im Haus installierte Rauchmelder geweckt wurden, konnten sich dank einer installierten Notbeleuchtung (der Strom im Gebäude war bereits ausgefallen), durch das bereits verrauchte Haus, unverletzt aus dem Dachgeschoß bis nach draußen ins freie retten. Aber was war passiert?

Im Außenbereich des Anwesens geriet hölzernes Mobiliar, Brennholz und weitere Gerätschaften in Brand. Das Feuer hatte bereits auf die Fassade übergegriffen und schlug bis unter einen Dachüberstand. Durch geöffnete Fenster drang nun massiv Rauch in das Gebäude ein, verrauchte das Innere und löste die Rauchmelder aus. Zeitgleich verbrannten stromführende Kabel an der Fassade, welche einen Kurzschluss auslösten und somit das 1 Familienhaus vom Stromnetz trennten. Glücklicherweise hatte der Hausherr aber für einen solchen Fall, mit einer batteriebetriebenen Notbeleuchtung vorgesorgt. Diese aktivierte sich durch den Stromausfall selbstständig und spendete genügend Licht um den lebensrettenden Weg, sicher und unverletzt nach draußen zu finden. 

Nach dem Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges wurde sofort ein Strahlrohr unter schwerem Atemschutz vorgenommen und das Feuer im Außenbereich gelöscht. Zwei weitere Trupps unter Atemschutz und zusätzlich je einer Wärmebildkamera, gingen in das verrauchte Gebäude vor und kontrollierten dieses. Glücklicherweise hatten die Flammen sich noch nicht bis nach innen durchfressen können so dass sehr schnell mit einer gezielten Überdruckbelüftung begonnen werden konnte. 

Die Feuerwehr Rothenbuch, unter der Einsatzleitung des stv. Kommandanten Christian Krimm, war mit 15 Personen und drei Fahrzeugen vor Ort. Sie wurden unterstützt durch drei Kameraden aus Waldschaff, welche mit der Drehleiter angerückt waren. Als Vertreter der Kreisbrandinspektion, war Kreisbrandmeister Marco Eich vor Ort im Einsatz. Der Einsatz war gegen 05:00 Uhr, mit dem herstellen der Einsatzbereitschaft in den Gerätehäusern, beendet. 

Zur Brandursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Aussagen treffen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Am 20.08.2018 wurde die Brandmeldeanlage des Schlosshotel Rothenbuch in der Schlossstraße 1 mit der Übertragungseinrichtung 6102- 2116 zur Integrierten Leitstelle Bayer. Untermain geschaltet.

Am frühen Sonntagabend wurden die Feuerwehren Hörstein, Wasserlos, Alzenau (alle Stadt Alzenau) zu brennenden Strohballen (Quaderballen) in der Feldgemarkung zwischen Hörstein und Karlstein, kurz vor der A45, alarmiert. Ebenfalls alarmiert wurde der zuständige Kreisbrandinspektor Frank Wissel sowie ein Rettungswagen zur Absicherung der Einsatzkräfte. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, standen ca. 100 Quaderballen in Vollbrand, das Feuer war aber unmöglich einzudämmen und sprang sehr schnell auf die restlichen Quaderballen über. Direkt an der Einsatzstelle vorbei verlief eine 380 kV Leitung, woraufhin der Betreiber der Stromleitung informiert und der Bereitschaftsdienst zur Kontrolle und Beurteilung vor Ort gerufen wurde. Im Laufe des Einsatzes wurde noch der Schlauchwagen der Feuerwehr Kahl, zum Verlegen einer Löschwasserförderleitung, an die Einsatzstelle alarmiert. Die Staatsstraße 2443 wurde für die Zeit des Einsatzes, zwischen der AS Karlstein an der A45 und dem Kreisel Ortsteingang Hörstein, voll gesperrt. 

In der Anfangsphase wurde das Feuer mit Löschwasser aus mehreren Strahlrohren, welches die Fahrzeuge mit vor Ort brachten, bekämpft. Der Nachschub an Löschwasser wurde im Pendelverkehr und später zusätzlich durch eine 800 m lange Löschwasserförderleitung sichergestellt. Um die brennenden Strohballen besser ablöschen zu können, wurde ein Radlader eines Unternehmens hinzu gezogen, welcher das Stroh verteilte. Weiterhin wurde die gesamte Einsatzstelle großräumig ausgeleuchtet, um eine sicheres Arbeiten der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Auf Grund der starken Rauchentwicklung, wurde durch die Polizei eine Gefahrenmitteilung an die Rundfunkstationen, für die Bereiche Hörstein, Wasserlos, Alzenau und Karlstein, abgesetzt. 

Insgesamt befanden sich momentan 70 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen, unter der Leitung des Hörsteiner Kommandanten Michael Bott, im Einsatz. Der Einsatz wird sich wohl bis spät in die Nacht bzw. zum frühen Morgen hinziehen und somit vielen Einsatzkräften nur sehr wenig Schlaf genehmigen. 

Zur Brandursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Aussagen treffen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

IMG 7132

Bei nahezu jedem Einsatz im Bereich der Unwetterlagen und Hochwasser kommen Schmutzwasserpumpen zum Einsatz. Wir möchten gemeinsam mit der Firma Spechtenhauser (Hersteller der Chiemseepumpen) ein Seminar zu diesem Thema anbieten.

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer wichtige Einsatzregeln und erhalten Tipps und Tricks für den Einsatz - auch mit praktischen Übungen

Auch die Wartung und Pflege ist ein wichtiger Bestandteil bei der Verwendung der Schmutzwasserpumpen. Daher erhalten die Teilnehmer einen genauen Überblick über die möglichen Wartungen und Reparaturen.

Inhalte des Seminars:

Produktionsübersicht im Bereich Schmutzwasserpumpen

Anwendungsgebiete

Einsatzregeln

Bedienung

Tipps und Tricks

Wartung und Pflege

Reparaturen

Praktische Übungen

Referent: Christian Hebeisen von der Firma Spechtenhauser

Termin: Samstag, 27. Oktober 2018 von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Ort: Gerätehaus der FF Schimborn

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen - in Schutzkleidung

Kosten: 25,-- € je Teilnehmer (inkl. Verpflegung)

Ansprechpartner: KBI Frank Wissel

Die Anmeldung zum Seminar erfolgt online über unsere Lehrgangsverwaltung auf der Homepage.

Die situative Winterreifenpflicht ist in § 2 Abs. 3a der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) geregelt. Bereits mit der 40. Änderungsverordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 22.12.2005 wurde vorgegeben, dass bei Kraftfahrzeugen die Ausrüstung an die Wetterverhältnisseanzupassen ist, da Kraftfahrzeugführer mit Sommerreifen in den Wintermonaten unnötige Verkehrsengpässe verursachten. Ende 2010 hat der Bundesverordnungsgeber diese Vorschrift konkretisiert und festgelegt, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden darf, wenn gewisse technische Voraussetzungen erfüllt werden. Hierzu wurde zwei Jahre später das Alpine-Symbol für die Geeignetheit der Reifen vorgegeben.

Bereits mit Einführung dieser Regelung hat der Verordnungsgeber eine Freistellung für die Einsatzfahrzeuge der in § 35 Abs. 1 StVO genannten Organisationen vorgesehen, soweit für diese Fahrzeuge bauartbedingt keine M+S-Reifen verfügbar sind.Dies beruht auf dem Erfordernis, derartigen Fahrzeugen eine Teilnahme am öffentlichen Verkehr zu ermöglichen, wenn dies zwar unterhalb der Schwelle des § 35 Absatz 1 (dringendes Erfordernis) erfolgt, aber zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung geboten ist. Voraussetzung ist allerdings, dass für diese Einsatzfahrzeuge bauartbedingt keine M + S-Reifen erhältlich sind.

Somit haben sich die Vorgaben für die situativen Winterreifenpflicht und die grundsätzliche Festlegung mit der Anpassung der StVO zum 01.06.2017 nicht geändert. Lediglich die Definition, was ein geeigneter Winterreifen ist, wurde von der StVO in die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) überführt. Ergänzend wurde festgelegt, dass Winterreifen auch das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) haben müssen. Weiterhin wurde aber eine Übergangsfrist bis 30.09.2024 vorgesehen. Somit können die bisherigen M+S-Reifenweiter verwendet werden, wenn diese vor dem 31.12.2017 hergestellt worden sind.

Weiterhin wurde eine spezielle Übergangsbestimmung für Winterreifen auf der Lenkachse von Kraftfahrzeugen der Klassen M2, M3 (Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als 8 Sitzplätzen) und N2, N3 (Fahrzeuge zur Güterbeförderung über 3,5 t) in § 52 Abs. 3 StVO vorgesehen, die, sofern keine Felduntersuchung bei der Bundesanstalt für Straßenwesenin Auftrag gegeben wird, bis zum 01.07.2020 vorgesehen ist.

Auch die Feuerwehren können für eine regelkonforme Ausrüstung der Einsatzfahrzeuge für Einsatzlagen im Winter die Übergangsfrist bis zum 30.09.2024 in Anspruch nehmen.

Die Beurteilung der Situation nach diesem Zeitpunkt ist davon abhängig zu machen, wie das Fahrzeug eingesetzt wird.

Gemäß DIN EN 1846-1 (Feuerwehrfahrzeuge – Teil 1 Nomenklatur und Bezeichnung) werden Feuerwehrfahrzeuge abhängig von ihrem Fahrvermögen auf Straßen oder im Gelände nach einer der folgenden drei Kategorien klassifiziert:

Kategorie 1: straßenfähig Kraftfahrzeug, das üblicherweise zum Befahren von befestigten Straßen ge-eignet ist.

Kategorie 2: geländefähig Kraftfahrzeug, das zum Befahren aller Straßen und bedingt für Geländefahrten geeignet ist. Das    bessere Fahrvermögen im Gelände, wird üblicherweise mit Differenzialsperre und Singlebereifung erreicht.

Kategorie 3: geländegängig Kraftfahrzeug, das zum Befahren aller Straßen und für Geländefahrten (Querfeldeinfahrten) geeignet ist. Diese Fahrzeuge haben üblicherweise einen Antrieb an allen Achsen mit Differenzialsperre und Singlebereifung.

Abhängig von der Massenklasse (Leicht –Mittel–Schwer) und von der Kategorie müssen Feuerwehrfahrzeuge gemäß DIN EN 1846-2 (Feuerwehrfahrzeuge – Teil 2: Allgemeine Anforderungen –Sicherheit und Leistung) zudem noch weitere technische Anforderungen wie etwa vorderer/hinterer Überhangwinkel, Rampenwinkel, Bodenfreiheit und Bodenfreiheit unter der Achse erfüllen.

Feuerwehrfahrzeuge der Kategorie 2 (z. B. Serien-Lkw-Fahrgestelle mit Allradantrieb) verfügen oft über Reifen der Bezeichnung S+G (Straße und Gelände) oder reine Geländebereifung (bei Singlebereifung). Feuerwehrfahrzeuge der Kategorie 3 (z. B. auf Basis eines Mercedes Unimog) sind grundsätzlich immer mit Singlebereifung und Geländebereifung ausgestattet.

Da die Geländefähigkeit bzw. die Geländegängigkeit der in Kategroie 2 und 3 verwendeten Fahrzeugen von der verwendeten Bereifung abhängig ist, diese Reifen derzeit aber nicht mit dem nach § 36 Abs. 4 Nr. 2 StVZO getroffenen Festlegungen erhältlich sind, sehen wir die Voraussetzungen des § 2 Abs. 3a Ziff. 5 StVO als gegeben an. Dies bedeutet, dass diese Einsatzfahrzeuge u. a. der Feuerwehr bei entsprechenden Witterungslagen auch ohne Winterreifen i. S. d. § 36 Abs. 4 Nr. 2 StVZO am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

Die Sonderrechtsregelungen des § 35 Abs. 1 StVO werden von vorstehenden Ausführungen nicht eingeschränkt.