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112 Newsletter vom 8. Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

wie gewohnt darf ich auch heute mit einer Betrachtung der statistischen Zahlen und Daten zur aktuellen Corona-Lage in Bayern beginnen. Heute, Donnerstag, 8. Oktober 2020, 08:00 Uhr, verzeichnen wir 71.135 bestätigte COVID-19-Infektionen (Vorwoche 68.534). Das sind im Vergleich zum letzten Donnerstag 2.601 (nach 2.292 die Woche davor) mehr. Dies bedeutet einen rechnerischen Tagesschnitt von rund 372 Neuinfektionen. Für die sechs vorangegangenen Wochen lagen die Vergleichswerte bei 327, 375, 376, 392, 273, bzw. 312.

Die aktuellen Zahlen bestätigen für Bayern den Trend der letzten Wochen mit einer stabilen Plateaubildung unterhalb der Marke von 400 Neuinfektionen pro Tag. Wir haben es somit nach wie vor und zum Glück nicht mit einer exponentiellen, sondern mit einer linearen Steigerung als der milderen Form des Anstiegs der Neuinfektionen zu tun.

Mit diesem kommt das Gesundheitssystem nach wie vor gut zurecht. Wie es in den nächsten Wochen weitergeht, müssen wir aufmerksam verfolgen. Denn die Zahlen für die Länder und Staaten um uns in Bayern herum sprechen momentan eine etwas schrillere Sprache. Zum einen hat das Robert Koch-Institut (RKI) für Gesamtdeutschland heute erstmals seit Langem wieder einen Tageswert von über 4.000 Neuinfektionen ausgewiesen (4.058). Der heutige Tageswert für Bayern stellt mit 667 neuen Fällen im Wochenverlauf auch einen unschönen Ausreißer nach oben dar, der sich zwar in der absoluten Spitze auch mit gut 60 Nachmeldungen der Gesundheitsämter begründet, aber eben nicht nur.

Im Vergleich zur Lage in anderen Europäischen Staaten, die sich mit massiv ansteigenden Infektionszahlen konfrontiert sehen, ist die Situation bei uns zwar beinahe unspektakulär zu nennen. Das darf uns aber nicht in Sicherheit wiegen, sondern muss uns eher zur Vorsicht mahnen. So stehen nach den Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde European Centre for Disease Control (ECDC) binnen der letzten 14 Tage für Frankreich gut 166.000 Infektionen bei ca. 67 Mio. Einwohnern (EW) zu Buche (zum Vergleich: für Deutschland gut 29.000/83 Mio. EW). Für die Niederlande wurden im selben Zeitraum ca. 44.500 Infektionen auf 17,3 Mio. EW erfasst, für Spanien ca. 142.000 Infektionen auf 47 Mio. EW und für unsere unmittelbaren Nachbarn Tschechien ca. 34.800 Infektionen bei 10,7 Mio. EW. Nicht ganz so dramatisch, aber doch deutlich angespannter als bei uns ist die Situation bei unserem südlichen Nachbarn Österreich, wo in den letzten 14 Tagen immerhin auch ca. 10.800 Infektionen bei knapp 8,9 Mio. EW gezählt wurden.

Für die Gesamtbeurteilung der Lage ist nicht zuletzt auch die Entwicklung der Positivrate wichtig. Sie setzt die Zahl der positiven Tests ins Verhältnis zur Gesamtzahl der Tests und gibt insoweit unabhängig von der absoluten Zahl der erkannten Neuinfektionen einen Hinweis darauf, wie sich die Lage strukturell entwickelt. Dieser Parameter zeigt sich in Bayern für die vergangene Woche erfreulich stabil, nachdem im landesweiten Schnitt 1,0 Prozent (Vorwoche 0,9 Prozent) aller Tests positiv waren.

Wie Sie wissen sind für meine Einschätzung zur Corona-Situation seit jeher die Kenngrößen „Sterbefallzahl“ und „Hospitalisierungssituation“ von erheblicher Bedeutung. An oder mit einer Corona-Infektion sind in Bayern mittlerweile 2.679 Personen verstorben, das sind im Vergleich zur Vorwoche 18 Sterbefälle mehr, nachdem dieser Wert für die vorvergangene Woche noch bei +8 lag.

In den Kliniken zeigt sich die Situation weiterhin stabil, aber es deutet sich ein beginnender Aufwuchs der Zahl hospitalisierungs- und beatmungspflichtiger Patienten an. So befinden sich, Stand heute, in Bayern 243 Patienten wegen Corona in stationärer Behandlung (Vorwoche 213, in den Wochen davor 215, 166, 215 bzw. 106). Von diesen liegen 65 (Vorwoche: 51) auf einer Intensivstation, von denen wiederum 59 (42) künstlich beatmet werden. Das sind nach der im Sommer eingetretenen Entspannung mit Tagen, an denen lediglich 20 COVID-19-Patienten beatmet werden mussten, die höchsten Werte. Man muss schon deshalb auch bei diesen niedrigen absoluten Zahlen vorsichtig bleiben, weil es etwa in Frankreich vor Monatsfrist im Grunde sehr ähnlich angefangen hatte und dort nun in manchen Gegenden die Intensivstationen wieder stark mit COVID-Patienten ausgelastet sind.

Die auf den Tag abstellende Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele weitere Personen ein Infizierter statistisch ansteckt, ehe er gesundet oder verstirbt, bemisst sich heute entsprechend der mathematischen Betrachtungen des Robert Koch-Instituts (RKI) auf R=1,06 (nach R=0,85 in der Vorwoche). Der auf einen Betrachtungszeitraum von sieben Tagen abstellende „geglättete R-Wert“ beläuft sich auch auf R=1,06, nach R=0,86 in der Vorwoche. Beide Werte pendeln weiterhin um die entscheidende Marke von 1,0, liegen nunmehr aber wieder oberhalb dieser. Damit haben sich in dieser Woche statistisch gesehen etwas mehr Menschen mit Corona infiziert, als genesen sind.

Lassen Sie uns nun gemeinsam den Blick auf die lokalen Entwicklungen richten. Den höchsten Einzelwert verzeichnet aktuell die kreisfreie Stadt Rosenheim mit einer 7-Tage-Inzidenz von 48,78, mithin ganz knapp unterhalb des Schwellenwertes zum Risikogebiet, der bekanntlich bei 50 liegt. Dicht hinter Rosenheim folgen die kreisfreie Stadt Memmingen mit 45,35, der Landkreis Unterallgäu mit 44,73 und die Stadt Schweinfurt mit 43,05. Über der Vorwarnstufe von 35 liegen auch noch der Landkreis Fürstenfeldbruck mit 38,76 und die Landeshauptstadt München mit 36,45.

Generell lässt sich in der bayernweiten Zusammenschau zweierlei festhalten: In allen genannten Gebietskörperschaften, aber auch in vielen anderen mit 7-Tage-Inzidenzen unter 35 liegen den Infektionsgeschehen im Wesentlichen Feier- und Veranstaltungsszenarien zu Grunde, von denen teilweise eine enorme Verbreitungswirkung ausgeht. Nur um mögliche Dimensionen (be)greifbar(er) zu machen, gestatten Sie mir die Nennung eines konkreten Beispiels. Es wird von einer Hochzeitsfeier in München berichtet, an der zwar lediglich 20 Personen teilgenommen haben, aus der sich aber in der Folge fast 300 Kontaktpersonen der Kategorie 1 abgeleitet haben. Demgegenüber spielen Geschehnisse am Arbeitsplatz oder Reiserückkehrer nur mehr eine untergeordnete Rolle, letztere tragen mittlerweile bayern- und bundesweit nur mehr unter 10 Prozent der Neuinfektionen zum Gesamtgeschehen bei. Zum Zweiten steigen die Einzelwerte für nahezu alle Gebietskörperschaften tendenziell an, was sich u.a. auch darin widerspiegelt, dass aktuell keine einzige der hier relevanten kreisfreien Städte und Landkreise eine 7-Tage-Inzidenz von Null ausweist.

Unter dem Strich kann ich also Folgendes festhalten: Der Druck im Kessel wird aktuell gewiss nicht geringer, wir dürfen aber auch nicht in Panik verfallen, sondern müssen nolens volens zur Kenntnis nehmen, dass wir mit dem Virus noch geraume Zeit werden leben müssen. Deshalb ist Vorsicht geboten, das sollte aber eigentlich selbstverständlich sein. Umso weniger kann ich das Buhei verstehen, das seit gestern bundesweit um die Frage eines sog. „Beherbergungsverbotes“ für Gäste gemacht wird, die aus einem inländischen Risikogebiet kommen. Was jetzt in der bundesweiten Wahrnehmung eine solche Aufregung verursacht, ist in Bayern seit Wochen geltendes Recht, vgl. § 14 Abs. 2 Satz 1 der 7. BayIfSMV. Die Vorschrift besagt dabei keineswegs, dass ganz generell und unter allen Umständen niemand z.B. aktuell aus Berlin Mitte, Neukölln oder Tempelhof-Schöneberg in Bayern beherbergt werden dürfte, weil in diesen Bezirken der Spreemetropole 7-Tage-Inzidenzen von bis zu 80 gemessen werden. Vielmehr kann ein jeder Gast einer möglichen Verweigerung der Beherbergung dadurch begegnen, dass er das negative Ergebnis eines aktuellen, maximal 48 Stunden vor der Anreise genommenen Corona-Tests vorweist. Das halte ich in Anbetracht mittlerweile bundes- und bayernweit deutlich ausgeweiteter Testkapazitäten für zumutbar. Zudem gibt es für zwingend notwendige und unaufschiebbare beruflich oder medizinisch veranlasste Anreisen ohnehin weitere Ausnahmetatbestände, für die noch nicht einmal ein Test erforderlich ist, sodass die von wenigen Ministerpräsidenten, aber auch den Lobbyverbänden des Hotel- und Gaststättengewerbes formulierte Kritik in Teilen konstruiert wirkt.

Themenwechsel: Wie gesehen ist das Infektionsgeschehen in einigen unserer Nachbarstaaten erheblich. Als Konsequenz daraus hat das RKI diese Staaten ganz oder teilweise als Risikogebiete ausgewiesen. Das führt natürlich zu der Frage, ob, und wenn ja, welche Folgen diese Entwicklungen für Grenzpendler und andere Personen haben, die aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland und insbesondere nach Bayern einreisen wollen.

Aktuell maßgeblich ist die Verordnung über die Quarantänemaßnahmen für Einreisende zur Bekämpfung des Coronavirus (Einreise-Quarantäneverordnung – EQV) vom 15. Juni 2020. Diese vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) erlassene Vorschrift gilt bis 18. Oktober 2020. Sie regelt zum einen, unter welchen Voraussetzungen und wie häusliche Quarantäne für Ein- und Rückreisende vollzogen wird, und zum anderen, welche Ausnahmen von der Pflicht, sich in Quarantäne begeben zu müssen, möglich sind. Die EQV folgt inhaltlich in weiten Teilen der auf Bundesebene erarbeiteten Muster-Quarantäneverordnung, an der sich auch die jeweils zuständigen Verordnungsgeber, in Bayern das StMGP, in den einzelnen Bundesländern orientiert haben, sodass im bundesweiten Vergleich eine weitgehend identische Regelungslage besteht. Sie fragen sich vielleicht: „Warum Musterverordnung? Warum regelt nicht gleich der Bund die Quarantäne einheitlich für ganz Deutschland?“ Ganz einfach. Weil er nicht zuständig ist, sondern es nach der innerstaatlichen Kompetenzordnung an den Ländern ist, die erforderlichen Vorschriften zu erlassen.

Nun haben Sie wahrscheinlich den Medien entnommen, dass derzeit auf Ebene der Chefs der Staats- und Senatskanzleien mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesgesundheitsministerium an einer neuen Muster-Quarantäneverordnung gearbeitet wird. Nach allem, was man hört, streben alle Beteiligten einen Abschluss der Arbeiten bis spätestens zum 15. Oktober an. Sie könnten also fragen, warum ich Ihnen heute hier Regelungen präsentiere, die womöglich ab dem 19. Oktober schon nicht mehr gelten. Dies tue ich zum einen deshalb, weil die aktuelle Regelungslage jedenfalls bis zum Erlass einer neuen Verordnung gilt und auch bis dahin gerade für österreichische oder tschechische Grenzpendler und ihre bayerischen Arbeitgeber die Frage akut ist, ob und wie die ausländischen Arbeitskräfte unter den herrschenden Gegebenheiten zu ihrem Arbeitsplatz in Deutschland kommen, oder umgekehrt, welche Folgen es hat, wenn ein Bayer oder eine Bayerin in einem ausländischen Risikogebiet, z.B. in Tschechien oder Vorarlberg, arbeiten und täglich zur heimischen Wohnung zurückkehren. Vergleichbare Konstellationen bestehen bei der schulischen und beruflichen Ausbildung oder bei der medizinischen Versorgung.

Speziell zur Grenzpendlerthematik gab es in den letzten Tagen verschiedentlich Unklarheiten, die nun geklärt sind und die hierzu maßgeblichen Antworten möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Zum anderen gehe ich davon aus, dass sich mit einer neuen EQV zwar die generellen Voraussetzungen für die Anordnung und die Durchführung einer häuslichen Quarantäne ändern könnten, nicht aber die zentralen Ausnahmetatbestände. Wer heute z.B. aus Gründen der Berufsausübung oder des Erfordernisses einer medizinischen Behandlung einem Ausnahmetatbestand unterfällt, wird aller Voraussicht nach auch in Zukunft entsprechend privilegiert sein. Insoweit möchte ich schon an dieser Stelle einer möglichen Besorgnis den Boden entziehen, die geplanten Neuregelungen würden darauf zielen, Grenzpendler von ihren Arbeitsplätzen oder Patientinnen und Patienten von ihren Behandlern fernzuhalten. Denn auch in Zukunft wird es das Kernanliegen des Verordnungsgebers sein, wichtigen grenzüberschreitenden Verkehr in möglichst weitgehendem Umfang zu ermöglichen, ohne die Belange des Infektionsschutzes außer Acht zu lassen.

Um die Thematik etwas griffiger zu machen, darf ich Ihnen ein paar Beispiele geben, die immer unter dem Vorbehalt stehen, dass die betreffende Person keine Corona-Symptome zeigt oder gar erkrankt ist. Von der Quarantänepflicht nicht erfasst sind zunächst alle Personen, die über einen negativen Testbefund verfügen, der – Sie sehen die Parallelität zur oben beschriebenen innerstaatlichen Konstellation – auf einem Abstrich basiert, der nicht länger als 48 Stunden vor der Einreise genommen wurde. Diese in § 2 Abs. 1 Satz1 EQV geregelte Ausnahme hilft freilich schon dem Grunde nach Berufs- und Schulpendlern, die täglich in das oder aus dem ausländische(n) Risikogebiet heimkehren, eher wenig, weil sie im praktischen Testgeschehen und den einhergehenden Zeitbedarfen die genannten Fristen nicht einhalten können. Dagegen kann diese Ausnahme sehr wohl für berufsbedingt über einen längeren Zeitraum aus Risikogebieten einreisende Personen einschlägig sein, die z.B. als Bauarbeiter einige Wochen in Deutschland verbleiben, ehe sie aus- und wieder einreisen möchten.    

Eine weitere Ausnahme betrifft Personen, die gem. § 2 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 EQV beruflich grenzüberschreitend Waren oder Personen transportieren, also etwa Busfahrer, Lokführer, Bahnschaffner, Spediteure oder z.B. am Bodensee relevant, BSDSK, also Bodenseedampfschifffahrtskapitäne, die etwa zwischen Bregenz und Lindau i.B. verkehren.

Weiterhin nicht von der Quarantänepflicht erfasst sind Personen, die sich gem. § 2 Abs. 2 Nr. 5 EQV weniger als 48 Stunden im Risikogebiet aufgehalten haben und deren Aufenthalt nicht einer privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung gedient hat. Also: bezweckt der Aufenthalt im Risikogebiet allein Spiel, Sport, Spaß und Vergnügen, heißt es nach der Rückkehr „ab in die häusliche Quarantäne“. Gab es einen ernsthaft(er)en Grund für den Aufenthalt im Risikogenbiet, dann ist der Betreffende von der Quarantänepflicht befreit. Sie finden diese Differenzierung ungerecht? Ich nicht! Denn der Gesundheitsschutz verlangt eine möglichst geringe Reisetätigkeit in oder aus einem Risikogebiet und demnach sind entbehrliche Anfahrten etwa ins Kino, ins Theater, ins Pilspub, zum Abtanzen oder in die Berge tatsächlich entbehrlich. Positiv gewendet erwächst insoweit Berufspendlern auch aus dieser Norm eine Option, die Quarantäne zu vermeiden.

Diese Differenzierung lässt sich übrigens auch grundrechtlich gut begründen. Eingriffe in die Freiheit der Berufsausübung, der Ausbildung oder in die körperliche Unversehrtheit – Stichwort Zugang zu einer notwendigen medizinischen Behandlung – unterliegen deutlich höheren verfassungsrechtlichen Hürden als Beschränkungen der allgemeinen Handlungsfreiheit in Gestalt bloßer Freizeitgestaltung.

Unabhängig von der Länge des Aufenthaltes im ausländischen Risikogebiet besteht nach § 2 Abs. 2 Nr. 4 EQV weiterhin keine Quarantänepflicht für Rückkehrer, die zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst in das Bundesgebiet einreisen. Aber was bedeutet „zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst“? Das beurteilt sich im Kern nach den betrieblichen Erfordernissen des Arbeitgebers. Kann die Arbeit nicht anders sinnvoll erledigt werden als vor Ort, etwa in der Schreinerwerkstatt oder in der Restaurantküche und anderen Konstellationen, bei denen wir über Homeoffice erst gar nicht nachdenken brauchen, der Betriebsablauf ins Stocken geriete, wenn Aufträge fristgerecht erledigt werden müssen, gar Konventionalstrafen drohten u.v.a.m., sind auch nach Auffassung des Gesundheitsministeriums die oben genannten Anforderungen erfüllt.

Grenzpendler, aber längst nicht nur diese, können ggf. mit § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 EQV auch noch eine weitere Ausnahmeregelung in Anspruch nehmen, die ganz generell auf „triftige Gründe“ für eine Einreise in ein ausländisches Risikogebiet und die daran anschließende Rückkehr abstellt. Diese triftigen Gründe liegen insbesondere dann vor, wenn der Lebenspartner, Kinder oder sonstige nahe Familienangehörige dort wohnen und besucht werden. Gleiches gilt für den „klassischen Wochenendpendler“, der sich über eine mehrtägige arbeitsfreie Zeit an seinen heimatlichen Wohnsitz begibt und der deshalb über die oben genannte, ebenfalls ausnahmebegründende 48-Stunden-Grenze kommt.

In der Zusammenschau sollte damit für alle Konstellationen von Belang und Gewicht eine Möglichkeit bestehen, dass auch im Verhältnis zu ausländischen Risikogebieten insbesondere der regionale Grenzverkehr aufrechterhalten werden kann.

Zum Abschluss auch dieses Newsletters möchte ich Ihnen meine Freude der Woche nicht vorenthalten. Diese bezieht sich auf den vergangenen Samstag, den Tag der deutschen Einheit, an dem ich in Vertretung des Ministerpräsidenten an dem vom aktuellen Bundesratsvorsitzland Brandenburg in Potsdam ausgerichteten zentralen Festakt teilgenommen habe. Natürlich standen sowohl der ökumenische Gottesdienst in der Propsteikirche Sankt Peter und Paul in Potsdam als auch der Festakt mit dem Bundespräsidenten in der Metropolis Halle im Filmpark Babelsberg unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Lasse ich die Eindrücke an meinem geistigen Auge vorbeziehen, die bei den zentralen Einheitsfeiern der letzten Jahre wie etwa 2012, als auf Münchens Ludwigstraße und im Hofgarten entlang der sog. „Ländermeile“ entstanden sind, als sich die Bundesländer mit Themenständen und typischen kulinarischen Köstlichkeiten vorgestellt und Zigtausende die Einheit gefeiert hatten, dann war das, was dem Land Brandenburg an Feierlichkeiten möglich war, naturgemäß vergleichsweise schlicht. Insofern war auch die offizielle vierköpfige bayerische Bürgerdelegation übersichtlich, klein, aber fein.

Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen war es mir eine große Freude, dass Brandenburg den Festakt zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung nicht Corona-bedingt einfach abgesagt, sondern aus der Situation das Beste gemacht hat. So ist erst gar nicht der Anschein entstanden, dass unsere gelebte Bürger-Demokratie selbst an so einem denkwürdigen Tag wie dem 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung vor Corona einknicken würde. Einer Wiedervereinigung, die friedlich von den Bürgerinnen und Bürgern der DDR ausgelöst wurde, die die internationale Staatengemeinschaft akzeptiert hat, die durch demokratisch einwandfrei legitimierte Parlamente beschlossen und rechtsstaatlich einwandfrei vollzogen wurde und dabei den 16 Bundesländern und ihren Bürgerinnen und Bürgern ihre Identität gelassen hat. Eine Wiedervereinigung, die über 80 Millionen Menschen in ganz Deutschland einen demokratischen Rechtsstaat gebracht hat, der nicht nur in Schönwetterphasen die Grundrechte garantiert und wahrt, sondern auch und gerade in so schwierigen Zeiten, wie wir sie im letzten dreiviertel Jahr erleben müssen. Eine Wiedervereinigung, die in allen Landesteilen ein zu Höchstleistungen fähiges Gesundheitssystem hervorgebracht hat. Eines, das auch in der schweren Krise – und im Unterschied zu der Zweiklassengesellschaft, die im Zentrum der Handlung des für den Schauplatz des Festaktes namensgebenden Filmes „Metropolis“ von Fritz Lang steht – garantiert, dass niemand an Corona sterben muss, nur weil er arm ist und sich keine intensivmedizinische Behandlung leisten kann.

Die Fahrten quer durch Deutschland zum Festakt und wieder zurück nach Bayern, viele Gespräche auf politischer Ebene, vor allem aber der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen Bundesländern haben mir am Rande der Feierlichkeiten gezeigt, wie viel die Menschen im wiedervereinten Deutschland in den zurückliegenden 30 Jahren gemeinsam erreicht haben und worauf wir alle mit Fug und Recht stolz sein können.

Es war aber auch die länderübergreifende Besorgnis zu spüren, welche wirtschaftlichen und politischen Folgen die Pandemie für unser Land noch nach sich ziehen könnte. Ich bin hoffnungsfroh, dass sich getreu des alten Grundsatzes „kein Nachteil ohne Vorteil“ mit der Pandemie auch positive, integrative Effekte verbinden können. Denn Corona ist nach 30 Jahren Wiedervereinigung die erste und größte Krise katastrophischen Ausmaßes, die ganz Deutschland und – im Unterschied zur Bankenkrise 2008 – jedermann gleichermaßen und unmittelbar betrifft. Das Virus unterscheidet nicht nach der ohnehin überholten Differenzierung in Ost und West oder gar „Ossi“ und „Wessi“. Es ängstigt uns alle gleichermaßen, es fordert uns alle gleichermaßen, es behandelt uns in seinen gesundheitlichen Folgen gleich und es lässt uns noch näher zusammenrücken. 

Aus Zwei ist Eins geworden und hat Vielfalt hervorgebracht!

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Mit Stand 10/2020 wurde auf der Homepage der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg ein neues Formular mit neuen Hinweisen zur Teilnahme im Brandübungshaus erstellt. Bitte bei Teilnahme das neue Formular beachten.
Folgende wichtige Hinweise wurden ergänzt:

  • Mitzubringende Schutzkleidung mit den Formulierungen der DGUV- Info 205-014 harmonisiert (PSA 12/BBK 2 Brandbekämpfung im Innenangriff) nähere Informationen finden Sie unter: t1p.de/c5p5
  • Auf der Rückseite finden Sie ein angepasstes Formular mit Bestätigung des ordnungsgemäßen Zustands der PSA, den Kontaktdaten des Atemschutzgerätewartes und ein Feld zur Dokumentation der Flaschenfüllungen im Lehrgang.

Das angepasste Dokument finden Sie direkt hier oder als PDF zum direkten Herunterladen.

Mit Einführung der aktuellen Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehr (Stand 2018.06) haben sich auch neue Bestimmungen für die Atemschutztauglichkeit durch den zuständigen Arzt ergeben. Ein wichtiger Punkt ist der Tag genaue Gültigkeitsablauf zur Tauglichkeitsprüfung – nicht wie früher mit Ablauf des Monats. Nähere Informationen und Änderungen finden Sie hier: t1p.de/rwgb bzw. t1p.de/9slc

Entsprechend der Ankündigung in der Kabinettssitzung vom 01.10.2020 wurde eine neue 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlassen, die bereits seit Freitag den 02.10.2020 in Kraft getreten ist und vorläufig bis 18. Oktober gilt. Die erweiterten Möglichkeiten für örtliche Maßnahmen und ergänzende Anordnungen der Kreisverwaltungsbehörden bereits bei Überschreitung des 35er- Inzidenzwertes wurden jetzt in § 25 Abs. 2 der vorgenannten VO geregelt („Sollvorschrift“).

Download:

7._BayIfSMV.pdf


Am 02.10.2020 wurde auf der Mitgliederversammlung des Feuerwehrvereins Dettingen Niklas Holthusen zum neuen ersten Vorsitzenden und Daria Holthusen zur neuen zweiten Vorsitzenden gewählt. 


Wichtiger Sicherheitshinweis: Explosionsgeschützter Handscheinwerfer SEB 8, SEB 9 und SEB 10 aus dem Produktionszeitraum Juli 2015 bzw. April 2016 bis Juli 2020

Eaton hat das potenzielle Vorhandensein eines Formfehlers (Loch) in der Wand des Leuchtenkopfes festgestellt, der das Eindringen von Staub oder Wasser ermöglichen kann. Die Ex-e- und Ex-tb Zündschutzart der EX Handscheinwerfer der Serie SEB könnte durch das Loch in der verdeckten Wand beeinträchtigt sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Explosionsschutz beeinträchtigt wird, ist sehr gering und es wurden keine Vorfälle gemeldet. Das Loch wurde bei internen Inspektionen entdeckt.

Eaton hat bereits alle notwendigen Korrekturmaßnahmen implementiert, um den Fehler in zukünftigen EX Handscheinwerfer der Serie SEB zu beseitigen. Aufgrund des sensiblen Produktanwendungsbereichs möchten wir Sie als Kunden entsprechend informieren und Sie über die zu ergreifenden Maßnahmen informieren.

Bitte entnehmen Sie Anhang A, wie Sie den Herstellungszeitraum Ihres Produkts ermitteln und feststellen können, ob Ihr Produkt möglicherweise betroffen sein könnte.

>> Download Anhang A (PDF) Ermittlung Herstellungszeitraum

Die betroffenen Handscheinwerfer wurden zwischen Juli 2015 (SEB 8 und SEB) bzw. April 2016 (SEB 10) und Juli 2020 produziert und unter den folgenden Artikelnummern vertrieben:

252444 Handscheinwerfer CEAG SEB 10, ATEX Zulassung
252446 Handscheinwerfer CEAG SEB 10 L, ATEX-Zulassung
252447 Handscheinwerfer CEAG SEB 9, ATEX Zulassung
252448 Handscheinwerfer CEAG SEB 9 L, ATEX- Zulassung
252452 Handscheinwerfer CEAG SEB 8 L DIN, DIN 14642
252453 Handscheinwerfer CEAG SEB 8 DIN, DIN 14642

Was ist zu tun?

  • KONTROLLIEREN SIE SOFORT sämtliche explosionsgeschützte Handscheinwerfer der Serie SEB und führen Sie eine Sichtprüfung gemäß Anhang C durch.
>> Download Anhang C (PDF) Sichtprüfung
  • Sofern ein Loch im Leuchtenkopf festgestellt wird, VERWENDEN SIE DEN EX HANDSCHEINWERFER NICHT und setzen Sie sich sofort mit Eaton in Verbindung, um die Korrekturmaßnahmen zu koordinieren.
  • Senden Sie Eaton umgehend den ausgefüllten Anhang B.
>> Download Anhang B (PDF) Formular für Benachrichtigung

Rückfragen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Artikelnummer 252444

Artikelnummer 252446

Artikelnummer 252447

Artikelnummer 252448

Artikelnummer 252452

Artikelnummer 252453

Quelle. HFUK Nord

Am Freitag (02.10.20) gegen 15.00 Uhr wurden die Feuerwehren Hörstein, Alzenau, Wasserlos und Karlstein zu einem Einsatz in das Gewerbegebiet nach Alzenau-Hörstein alarmiert.

Laut Einsatzmeldung sollte es in einer großen Speditions- bzw. Logistikhalle brennen. Außerdem sei die Halle verraucht und Mitarbeiter befänden sich noch in der Halle.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr Hörstein bestätigte sich der Rauch in der Halle. Alle Mitarbeiter hatten aber bereits vorbildlich das Gebäude verlassen.

Sofort gingen Trupps unter Atemschutz in die verrauchte Halle. Es stellte sich heraus, dass eine Hubameise brannte. Diese konnte durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden. Die Halle wurde anschließend durch das Öffnen der großen Rolltore zügig entraucht.

Rund 40 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen waren unter der Einsatzleitung von Hörsteins Kommandant Michael Bott im Einsatz. Weiterhin waren Kreisbrandinspektor Frank Wissel, mehrere Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort. Der Rettungsdienst musste aber nicht eingesetzt werden.

Feuerwehr im Einsatz

Am heutigen Freitag, 02.10., wurde die Feuerwehr Gemeinde Laufach um 4.55 Uhr zu einem verunfallten LKW auf die Kreuzung Siebenwege alarmiert: Ein aus Fahrtrichtung Lohr kommender Anhängerzug eines Entsorgungsbetriebes, beladen mit Abrollmulden, war beim Linksabbiegen auf die Beifahrerseite umgestürzt und am Fahrbahnen zum Liegen gekommen.

Der Fahrer wurde dabei leichtverletzt und wurde von der Feuerwehr über die Dachluke aus dem Führerhaus befreit. Die Feuerwehr Gemeinde Laufach sicherte den Brandschutz an der Einsatzstelle und übernahm die Verkehrsregelung sowie die Ausleuchtung. Im späteren Verlauf wurde das Entsorgungsunternehmen und der Abschleppdienst beim Abkoppeln des Anhängers und der Bergung des auf der Seite liegenden Zugfahrzeugs unterstützt.

Hierzu wurde zunächst mit Hilfe der Seilwinde des RW2 und der an einem Baum angeschlagenen Umlenkrolle die Mulde vom Haken gezogen.

Einsatzleiter und stv. Kommandant, Marco Laske, konnte auf 34 Feuerwehrdienstleistende mit sieben Fahrzeugen zurückgreifen; er wurde unterstützt von KBI Otto Hofmann. Die Feuerwehr Rothenbuch zwecks Sperrung der AB5 auf Höhe des Abzweigs Waldaschaff/Rothenbuch alarmiert. Vor Ort waren außerdem noch der Rettungsdienst und die PI Aschaffenburg sowie das Staatliche Bauamt und der Kreisbauhof. Um kurz nach 12 Uhr konnte die Einsatzstelle verlassen werden. Einsatzende war gegen 13.15 Uhr.

klein FGL VU 002

klein FGL VU 014

Bilder u. Text - Feuerwehr Gemeinde Laufach

Ab kommenden Montag (5. Oktober 2020) bietet das Gesundheitsamt im Landratsamt Aschaffenburg wieder ein Corona-Service-Telefon für die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis unter der bereits bekannten Telefonnummer 06021 394 889 an.

Bislang konnten unter dieser Telefonnummer nur Termine für die Corona-Teststrecken vereinbart werden. Jetzt soll das Corona-Service-Telefon auch für Reiserückkehrende zur Verfügung stehen. Ebenso sollen mit der Service-Nummer auch die Ärztinnen und Ärzte des Gesundheitsamtes bei allgemeinen Fragen entlastet werden.

Das Corona-Service-Telefon ist zu folgenden Zeiten erreichbar:

         Montag und Mittwoch            8 – 16 Uhr

         Dienstag und Donnerstag          8 – 17 Uhr

         Freitag                   8 – 12 Uhr

Weiter weist das Landratsamt darauf hin, dass insbesondere für Berufstätige auch Abendtermine (dienstags und donnerstags ab 17 Uhr) in der Corona-Teststrecke in der Glattbacher Straße vergeben werden.

In allen Fällen gilt aber, dass Tests nur möglich sind, wenn zuvor über das Corona-Service-Telefon ein Termin vereinbart wurde. Neben der Terminvereinbarung per Telefon ist weiterhin auch eine Terminvergabe per E-Mail (
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) möglich.

Aktuell sind die Teststrecken wie folgt geöffnet:

Volksfestplatz:
Montag bis Freitag 8 bis 13 Uhr
Glattbacher Straße: Montag bis Freitag 12 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags 17 bis 19 Uhr

Weitere Informationen zu notwendigen Unterlagen, zum Testablauf und zur Ergebnisbenachrichtigung sind im Internet unter www.corona-ab.de zu finden.

112 Newsletter vom 1. Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

beginnen möchte ich auch heute mit einer Betrachtung der statistischen Zahlen und Daten zur aktuellen Corona-Lage in Bayern. Heute, Donnerstag, 1. Oktober 2020, Stand 08:00 Uhr, verzeichnen wir 68.534 bestätigte COVID-19-Infektionen (Vorwoche 66.242). Das sind im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche 2.292 (nach 2.624 die Woche davor) mehr. Dies bedeutet einen rechnerischen Tagesschnitt von rund 327 Neuinfektionen. Die Vergleichswerte für die fünf vorangegangenen Wochen lagen bei 375, 376, 392, 273, bzw. 312.

Die aktuellen Zahlen bestätigen den Trend der letzten Wochen mit einer stabilen Plateaubildung unterhalb der Marke von 400 Neuinfektionen pro Tag. Wir haben es somit nach wie vor und zum Glück mit einer linearen Steigerung als der milderen Form des Anstiegs der Neuinfektionen zu tun. Damit kommt das Gesundheitssystem gut zurecht. Auf ein erheblich gefährlicheres exponentielles Wachstum deutet aktuell nichts hin.

Für die Gesamtbeurteilung der Lage ist nicht zuletzt auch die Entwicklung der Positivrate wichtig. Sie setzt die Zahl der positiven Tests ins Verhältnis zur Gesamtzahl der Tests und gibt insoweit unabhängig von der absoluten Zahl der erkannten Neuinfektionen einen Hinweis darauf, wie sich die Lage strukturell entwickelt. Auch bei diesem Parameter zeigt sich die Lage erfreulich stabil. So waren in der vergangenen Woche im Schnitt in Bayern 0,9 Prozent (Vorwoche 1,1 Prozent) aller Tests positiv. Das entspricht den August- und frühen Septemberwerten, liegt aber nach wie vor deutlich höher als im Juni, als die Quote der positiven Befunde aller an einem Tag untersuchten Proben zwischen 0,3 und 0,7 Prozent lag. Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern hier etwas günstiger, nachdem das RKI für denselben Zeitraum für ganz Deutschland eine Positivrate von 1,22 Prozent meldet.

Wie Sie wissen sind für meine Einschätzung zur Corona-Situation seit jeher die Kenngrößen „Sterbefallzahl“ und „Hospitalisierungssituation“ von erheblicher Bedeutung. An oder mit einer Corona-Infektion sind in Bayern mittlerweile 2.661 Personen verstorben, das sind im Vergleich zur Vorwoche acht Sterbefälle mehr und entspricht exakt dem Wert der vorvergangenen Woche. Ebenso stabil zeigt sich die Situation in den Kliniken. Stand heute befinden sich in Bayern 213 Patienten wegen Corona in stationärer Behandlung (Vorwoche 215, in den Wochen davor 166, 215 bzw. 106). Von diesen liegen 51 auf einer Intensivstation, von denen wiederum 42 (43) künstlich beatmet werden.

Die auf den Tag abstellende Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele weitere Personen ein Infizierter statistisch ansteckt, ehe er gesundet oder verstirbt, bemisst sich heute entsprechend der mathematischen Betrachtungen des Robert Koch-Instituts (RKI) auf R=0,85 (nach R=0,78 in der Vorwoche). Der auf einen Betrachtungszeitraum von sieben Tagen abstellende „geglättete R-Wert“ beläuft sich auf R=0,86 nach R=0,92 in der Vorwoche. Beide Werte pendeln weiterhin um die entscheidende Marke von 1,0. Damit sind in dieser Woche statistisch gesehen etwas mehr Menschen genesen, wie sich neu mit Corona infiziert haben.

Lassen Sie uns nun den Blick auf die lokalen Entwicklungen richten. Den höchsten Einzelwert verzeichnet aktuell der Landkreis Rhön-Grabfeld mit einer 7-Tage-Inzidenz von 51,5. Zur Erläuterung: Demnach haben sich, statistisch bezogen auf 100.000 Einwohner, in den letzten sieben Tagen im Landkreis Rhön-Grabfeld 51,5 Personen neu mit Corona infiziert.   Der nördlichste Landkreis Bayerns liegt damit knapp oberhalb des Schwellenwertes von 50, der u.a. eine Meldung an das Robert Koch-Institut und das aktive Eingreifen der Gesundheitsbehörden vor Ort auslöst. Die Kernfrage lautet: Was ist die Ursache für diesen ungeliebten Spitzenplatz? In der Sache geht dieser zu aller erst auf eine Hochzeitsfeier zurück, bei der sich zahlreiche Gäste angesteckt haben. Dieses Einzelbeispiel belegt einmal mehr eindrücklich die generelle Einschätzung vieler Fachleute, dass private Feiern aktuell ein wesentlicher Quell der Corona-Unbill sind. Schon im Interesse der Brautleute ist zu hoffen, dass alle infizierten Hochzeitsgäste vollständig gesunden. Denn es wäre kaum auszudenken, was es für eine Hypothek wäre, trüge ein Gast dauerhafte Gesundheitsschäden davon oder stürbe dieser gar.

Rhön-Grabfeld kämpft aber auch ein Stück weit mit statistischen Effekten. Denn die Gebietskörperschaft hat weniger als 80.000 Einwohner und nachdem die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner berechnet wird, genügt schon eine vergleichsweise geringe absolute Zahl an Ansteckungen, um in der Statistik einen nadelartigen Ausschlag hervorzurufen.

Den zweiten Platz nimmt die Landeshauptstadt München mit einer 7-Tage-Inzidenz von jetzt 36,0 ein. Dies bedeutet zwar immer noch eine Überschreitung der Vorwarnstufe von 35, entspricht aber auch einer Verringerung um ca. zehn Prozentpunkte binnen Wochenfrist. Deshalb hat der Krisenstab der Landeshauptstadt auch beschlossen, die generelle Maskenpflicht für die zentralen Straßen und Plätzen der Innenstadt ab morgen wieder auszusetzen.

Den dritten Platz teilen sich die Landkreise Dingolfing-Landau mit 34,3 und Wunsiedel i.Fichtelgebirge mit 34,2 sowie die kreisfreie Stadt Fürth mit 33,7, die allesamt haarscharf an der Vorwarnstufe von 35 vorbeischrammen. Das „Stockerl“ verlassen hat dagegen die Stadt Würzburg, die ihr Infektionsproblem durch konsequentes Einschreiten über mehrere Wochen hinweg nunmehr in den Griff bekommen hat und nun bei einem Wert von 25 steht. Unter dem Strich kann ich also Folgendes festhalten: Wir dürfen weiter von einer in der Tendenz angespannten, aber insgesamt noch stabilen Infektionslage ausgehen.

Liebe Leserinnen und Leser, der Blick aus dem Fenster zeigt, dass es schon ganz gehörig „herbstelt“ und damit beginnt eine Zeit im Jahr, die aus Sicht der Virologen nicht die sprichwörtlich „goldene“, sondern die schwierigste ist, und der deshalb die Fachleute mit einer gewissen Besorgnis entgegenblicken. Denn Herbst und Winter mit ihren niedrigen Temperaturen, geringen Sonnenstunden pro Tag und geringerer UV-Strahlung bringen nicht nur günstigere (Über-)Lebensbedingungen für das Virus (das ist auch der Grund, warum die Influenza-Wellen stets im Winter den Höchststand erreichen, aber das nur nebenbei). Zudem verlagert sich in der kalten Jahreszeit das öffentliche und private Leben vom Freien in geschlossene Räume, wo die Belüftungssituation schon dem Grunde nach weniger günstig ist und sich leichter besonders problematische Aerosolwolken bilden können als unter freiem Himmel. Und schließlich sind die körpereigenen Abwehrkräfte tendenziell etwas schwächer als in der warmen Jahreszeit, was das Infektionsgeschehen mit COVID-19 zu begünstigen scheint.

Diese für die nächsten Wochen und Monate weichenstellenden Umstände haben die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) bewogen, gerade jetzt zu Beginn der kalten Monate mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel intensiv über die weitere Corona-Strategie zu beraten. Ziel war es, zwischen dem Bund und den Ländern einen möglichst breiten Konsens zu finden. Dass alle 16 Länder und der Bund einer einheitlichen Linie folgen würden, galt nach kontroversen Äußerungen einiger Regierungschefs im Vorfeld der MPK längst nicht als ausgemacht. Unter dem Eindruck der in den zurückliegenden Wochen bundesweit ernster gewordenen Infektionslage, stark anziehender Infektionszahlen und immer mehr Krankenhausbelegungen auch mit sehr schwer erkrankten Patienten im benachbarten Ausland wie in Österreich, vor allem aber in Tschechien und Frankreich sowie der von zahlreichen Fachleuten skizzierten Szenarien mit weiteren Herausforderungen für Infektionsschutz und Gesundheitssystem in den nächsten Monaten konnte sich die MPK dann aber doch auf eine einheitliche Linie verständigen. Diese lässt sich mit mehreren Schlagworten zusammenfassen: „Bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen schaffen, regional spezifisch, zielgenau und lageangepasst agieren“, „Umsicht und Vorsicht statt Vorpreschen“, „flächendeckenden Shutdown verhindern“, „das Richtige zur richtigen Zeit tun“, „Schengen-Grenzen prinzipiell offenhalten“, „mehr Maske, weniger Alkohol, kleinere private Feiern“ oder „Gewinn durch Verzicht“ – insbesondere Verzicht auf Reisen in Risikogebiete in den anstehenden Herbstferien oder dann über Weihnachten und den Jahreswechsel.

Die im Einzelnen beschlossenen Punkte gliedern sich nach den Themenfeldern (a) „Abstands- und Hygienemaßnahmen konsequent beachten“, (b) „Test- und Nachverfolgungsregime umsetzen“ sowie (c) „Fortentwicklung der Hotspot-Strategie“. Vieles von dem, was in Berlin beschlossen wurde, ist in Bayern nicht neu und so darf ich mich darauf beschränken, Ihnen einige Kernelemente der Beschlusslage vorzustellen und zu kommentieren.

(a)  Abstands- und Hygienemaßnahmen konsequent beachten: Dies heißt zunächst einmal, dass in Anbetracht des aktuellen Infektionsgeschehens vorerst keine weiteren größeren Öffnungsschritte zu rechtfertigen sind. Vielmehr appelliert die MPK an alle Menschen im Lande, den stellenweise eingetretenen nachlässigen Umgang mit den Infektionsschutzmaßnahmen wieder abzulegen. Dies betrifft das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wo diese angeordnet ist, ebenso wie die Einhaltung der Abstandsregeln und die tatsachengetreue Registrierung etwa beim Friseur- oder Gaststättenbesuch. Letztere ist im Falle einer konkreten Infektion absolut erfolgskritisch, um etwa von einer Gaststätte mit ihrem „Trubel“ womöglich ausgehende Infektionsketten schnell und wirksam finden und sodann unterbrechen zu können. Wer hier falsche Angaben macht – Fantasienamen wie Max Mustermann, Tasteful Icepiece oder Mickey Mouse waren ebenso an der Tagesordnung wie frei erfundene Telefonnummern oder Mailadressen – handelt nicht nur egoistisch und verantwortungslos, sondern begeht künftig eine Ordnungswidrigkeit und muss in den Ländern mit einem Verwarnungsgeld von mehr als 50 Euro rechnen. Die Wirte und Geschäftsleute sind angehalten, die Richtigkeit der Daten zu überprüfen und die Ordnungsbehörden sowie hilfsweise auch die Polizei sollen die Angaben kontrollieren.

Um diese Maßgabe der MPK zu konkretisieren, hat der Ministerrat heute beschlossen, die bestehende Pflicht für Gastronomen, Hotelbetreiber und Veranstalter, die notwendigen Gästedaten zu erfassen, nunmehr bei Verstößen mit einer Bußgeldandrohung von 1.000 Euro zu versehen. Ergänzend werden die Wirte aufgefordert, durch Plausibilitätskontrollen dazu beizutragen, dass angeordnete Gästelisten richtig und vollständig geführt werden.

Aber nicht nur für die Wirte kann Schlamperei oder Trickserei teuer werden, sondern auch für die Gäste. Tragen diese unzutreffende Daten in die Anwesenheitsliste ein, soll nach dem Willen des Ministerrates ein Bußgeld in Höhe von in der Regel bis zu 250 Euro verhängt werden können, wobei bei geringfügigen Verstößen auch eine Verwarnung mit einem sofort abzukassierenden Verwarnungsgeld bis 55 Euro in Betracht kommen kann.

Neben 1,5m Abstand halten, Handhygiene und das Tragen von Alltagsmasken ist gerade in der kalten Jahreszeit das regelmäßige Stoßlüften in allen privaten und öffentlichen Räumen von erheblicher Bedeutung, kann dadurch doch die von Aerosolwolken ausgehende Gefahr einer Ansteckung erheblich verringert werden. Auch wenn sie oft belächelt wird, so ist Lüften doch eine ebenso effektive wie kostengünstige Maßnahme. Und dass diese Maßnahme sehr wohl ernst zu nehmen ist, hat diese Woche Frau Prof. Dr. Protzer vom Helmholtz-Institut München ebenso plastisch wie überzeugend erläutert. Denn wenn Ihnen zum Beispiel in der Pfanne das Schnitzel angebrannt und in Folge dessen die Küche verraucht ist, dann reißen Sie ja auch sofort das Fenster auf und sehen dem Rauch beim Abziehen zu. Genauso ergeht es den unsichtbaren Aerosolwolken mitsamt anhaftenden Viren: ab durchs Fenster ins Freie und unschädlich gemacht!

Gerade für öffentliche Gebäude, die aus baulichen Gründen nicht auf übliche Weise gelüftet werden können, sollen nach dem Willen der MPK elektrische Lüfter angeschafft werden. Der Bund wird diese Maßnahme mit 500 Mio. Euro fördern. Auch wenn ich generell Lüften durch das offene Fenster bevorzuge, so dürfte das Geld für diese Geräte doch gut angelegt und nicht beim Fenster rausgeworfen sein.

(b)   Test- und Nachverfolgungsregime: Hier bleibt es zunächst bei der bisherigen Linie. Zwar arbeitet die Bundesregierung u.a. an einer neuen Teststrategie und auch einer neuen Musterquarantäneverordnung, beides wird aber nicht vor dem 15. Oktober fertig werden. Unabhängig davon bleibt es für Bayern dabei, dass die 82 kommunalen Testzentren mit 98 Standorten weiterbetrieben werden und diese um Testangebote für den Grenzverkehr zu Österreich und Tschechien ergänzt werden sollen. Diese Maßnahme soll helfen, bei ansteigenden Infektionszahlen eine neuerliche Wiedereinführung intensiver Grenzkontrollen zu unseren Nachbarn unbedingt zu vermeiden.

(c)   Fortentwicklung der Hotspot-Strategie. Kernelement der bayerischen Corona-Strategie war von Beginn an die konsequente Eindämmung von Infektionsherden, den sog. Hotspots. Aus diesem Kontext sind Ihnen ja bereits in Bezug auf die 7-Tage-Inzidenz für kreisfreie Städte oder Landkreise die Vorwarngrenze von 35 und die Einschreitschwelle von 50 bekannt. Beide Grenzwerte sind nun für alle Bundesländer maßgeblich. Mit diesen Stufen verbinden sich diverse Empfehlungen und Maßgaben, die für eine verbindliche Anwendung im jeweiligen Land in puncto Inhalt und Intensität nach dem politischen Willen der jeweiligen Landesregierung in geltendes Recht umgesetzt werden müssen.

Nach dem Willen der MPK soll in den Ländern auf eine regionale Dynamik mit hohen Neuinfektionszahlen sofort vor Ort mit Beschränkungen reagiert werden. Deshalb stellen die Länder sicher, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenzrate von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept unter Einbeziehung der zuständigen Landesbehörden umgesetzt wird. Zusätzlich werden die Länder bereits vor Erreichen einer 7-Tages-Inzidenz von 50 ein geeignetes Frühwarnsystem einrichten, um möglichst ein Überschreiten dieser Inzidenz zu vermeiden. Das alles kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, denn die bayerischen Gesundheitsbehörden verfahren schon seit dem Frühjahr exakt so. Also: Im Süden nichts Neues.

In den letzten Newslettern habe ich immer wieder auf die mit privaten Feiern einhergehenden Infektionsverbreitungsrisiken hingewiesen. Leider haben sich meine diesbezüglichen Befürchtungen auch über Bayern hinaus bestätigt, sodass ein entsprechendes Eingreifen angezeigt scheint. Als erste und vielleicht wichtigste Maßnahme richtet sich der Appell der MPK an die Menschen, kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten notwendig und mit Blick auf das Infektionsgeschehen vertretbar sind. Bei einem ansteigenden Infektionsgeschehen liegt dann der Ball im Feld der Gesundheitsbehörden, ob Maßnahmen wie Beschränkungen für private Feiern und Veranstaltungen, Verschärfungen bei der Maskenpflicht oder zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden.  

Hinsichtlich der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern werden die Länder Regelungen erlassen, wonach eine Höchstteilnehmerzahl festgelegt wird, wenn in einem Landkreis die 7-Tages-Inzidenz von 35 überschritten ist. Die Teilnehmerzahl soll für Feierlichkeiten in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 festgelegt werden. Für Feiern in privaten Räumen empfiehlt die MPK, nicht mehr als 25 Teilnehmer einzuladen. Dieser Empfehlung hat sich der Ministerrat heute angeschlossen. Die konkrete Anordnung spezifischer Grenzwerte bleibt im Einzelfall aber der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde überlassen.Wenn in einem Landkreis die 7-Tages-Inzidenz von 50 überschritten wird, sind naturgemäß weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Nachdem aber auch in diesem Punkt Bayern bereits über ein wirksames Handlungsinstrumentarium verfügt, hat der Ministerrat heute davon abgesehen, die bestehende Regelungslage zu verändern.  

Das Gesundheitsministerium bereitet aktuell die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vor, die notwendige Anpassungsbedarfe am geltenden Recht aufnehmen und wahrscheinlich bereits morgen veröffentlicht werden wird.

Schließen darf ich auch heute wieder mit dem Ärger und der Freude der Woche. Der Ärger der Woche bezieht sich einmal mehr auf die Rücksichtslosigkeit einiger unvernünftiger Menschen, die sehr egoistisch ihr uneingeschränktes Vergnügen über den Gesundheitsschutz stellen. So musste die Bayerische Polizei am vergangenen Wochenende ca. 20 private oder als privat deklarierte, tatsächlich aber gewerblich veranstaltete Partys auflösen, weil die Veranstalter und Teilnehmer weder die Abstands-, noch die Hygieneregeln eingehalten haben. Ich bin wirklich der Letzte, der den Menschen das Feiern verbieten will. Worauf ich aber bestehe, ist die Einhaltung der Schutzvorschriften. Mancher mag sich vielleicht besonders gewitzt vorkommen, wenn er z.B. die Maskenpflicht missachtet und keiner hat's gesehen. Auch kein Gesundheitsamt und keine Polizei. Tatsächlich lügen sich diese „Schlaumis“ aber in die eigene Tasche, bringen sie nicht nur andere, sondern auch sich in Gefahr.

Die Freude der Woche hat mit der Teststraße an der Inntalautobahn am Rastplatz „Heuberg“ im Gemeindegebiet Nußdorf am Inn, Landkreis Rosenheim, zu tun. Denn nachdem am vergangenen Freitag das Robert Koch-Institut ohne jede Vorwarnung sprichwörtlich „über Nacht“ ganz Tirol zum Risikogebiet erklärt hat, haben an diesem kurz nach der Grenze zu Österreich gelegenen Rastplatz sofort zahlreiche Personen das seit Wochen speziell für Reiserückkehrer bestehende Angebot angenommen, sich auf Corona testen zu lassen.

Samstag und Sonntag wurde die Teststraße gleichsam überrannt. Nur durch das intensive Zusammenwirken aller Beteiligten und das hoch konzentrierte, besonnene und unaufgeregte Agieren der Verantwortlichen ist es gelungen, dem unvermittelt auftretenden Ansturm nach und nach Herr zu werden.

Neben dem federführenden Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, dem Betreiber sowie dem THW waren aus dem Geschäftsbereich „meines“ Ministeriums u.a. Problemfallkoordinatoren – im „richtigen“ Leben Angehörige mit Leitungsfunktion bei der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried –, zum Gesundheitsministerium abgeordnete Polizeibeamte mit Stabserfahrung, Beamte des PP Oberbayern Süd und Einsatzkräfte der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr im Wochenend-Dauereinsatz. Sie haben in Windeseile u.a. Personal und Material von der nicht voll ausgelasteten Teststelle Hochfelln zum Heuberg verlegt und eine provisorische Parkraumsteuerung eingerichtet, sodass sich dort die Lage binnen weniger Stunden wieder normalisiert hat. Dieser Vorgang war das „finale furioso“ für die Teststation Heuberg. Denn wie geplant haben diese und ihre „Schwestereinrichtungen“ an der BAB Salzburg-München, Rastanlage Hochfelln, an der BAB Passau-Nürnberg, Rastanlage Donautal sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg pünktlich heute um Mitternacht die Tätigkeit eingestellt. Allen, die an den jetzt geschlossenen, aber auch an den weiterhin uneingeschränkt in Betrieb bleibenden kommunalen Teststraßen Dienst getan haben oder dies weiter tun, danke ich für ihre Mithilfe und ihr Engagement.

Ernsthaft locker bleiben!   

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft in Zeiten der Corona-Pandemie

Angesichts der Gefahr zweier paralleler Infektionskrankheiten empfiehlt DFV-Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich den Feuerwehrangehörigen zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft in Zeiten der Corona-Pandemie die freiwillige Grippeschutzimpfung. Bei der Grippe sei mit einer Übertragung von Mensch zu Mensch zu rechnen, so dass der Ausfall einer größeren Anzahl von Menschen möglich sei.

Die Wiederherstellung der vollen Gesundheit könne bis zu mehreren Wochen mit anhaltender Schwäche dauern: „Eine Impfung ist damit nicht nur ein sinnvoller Schutz für den Einzelnen, sondern kann auch den Schutz der Bevölkerung bei Gefahrenlagen bedeuten“, so der Medizinalrat.  

Angesichts der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen seien für die Verantwortlichen in den Feuerwehren die Sicherung und der Erhalt der Gesundheit der einzelnen Feuerwehrangehörigen sowie die Sicherung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren von besonderer Bedeutung. „Nur, wenn die Feuerwehrangehörigen gesund sind, kann die Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft aufrechterhalten“, erklärt Klaus Friedrich.  

Die Grippeschutzimpfung sollte im Herbst erfolgen; der Impfschutz ist dann etwa zwei Wochen nach erfolgter Impfung vollständig. „Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit einer Ärztin oder einem Arzt Ihres Vertrauens auf; so können wir Versorgungsengpässe vermeiden!“, appelliert Friedrich.     ­

Magirus komplettiert Produktpalette im Bereich Waldbrandbekämpfung und Offroad

Am 24. und 25. September 2020 stellt Magirus auf der Pressekonferenz in Ulm seine umfassende Kompetenz und sein langjähriges Know-how, speziell im Bereich Offroad- und Waldbrandlösungen, unter Beweis. An beiden Tagen präsentiert das Unternehmen zahlreiche Innovationen und Weltneuheiten. Marc Diening, CEO von Magirus, fasst die Ausrichtung wie folgt zusammen: „Heute stellen wir unsere Lösungen für die besonderen Anforderungen bei Einsätzen abseits der Straßen vor, die Feuerwehren und weitere Einsatzkräfte heute und zukünftig zunehmend erleben. Besonders für die Vegetationsbrandbekämpfung präsentieren wir basierend auf unserer jahrzehntelangen internationalen Erfahrung in diesem Bereich Ideen und Konzepte für die Zukunft, die alle ab heute verfügbar, sicher und zuverlässig einsatzbereit sind.“

FireBull: Höchste Löschleistung an Einsatzorten, die andere nicht einmal erreichen
Auf dem konzerneigenen Testgelände erfolgt am Freitag die Premiere des Magirus FireBull. Das serienreife Kettenlöschfahrzeug wurde auf einem Raupenfahrgestell der Marke „PowerBully“ der Kässbohrer Geländefahrzeug AG, die zu den Weltmarktführern für Kettenfahrzeuge gehört, aufgebaut. Dank seiner hohen Nutzlast bei geringem Bodendruck und einer Watttiefe von 1.400 mm ist er nicht nur in unwegsamen Geländen, sondern auch in Mooren oder sumpfigen Gebieten einsetzbar. In der Ausführung AirCore stehen neben einem 10.000 Liter Löschmitteltank auch die AirCore-Löschturbine mit einer Leistung von bis zu 3.500 Litern pro Minute sowie Geräteräume zum Verlasten spezifischer Ausrüstung zur Verfügung. Das PowerBully 18 T-Fahrgestell verfügt über ein zulässiges Gesamtgewicht von 30.000 kg. Bei einem Einsatzgewicht von rund 26 Tonnen hat das Fahrzeug ausreichend Reserven für individuelle Anforderungen und Ausstattung. Wo Radfahrzeuge an ihre Grenzen kommen, sorgt der Raupenantrieb für die erforderliche Wendigkeit bei gleichzeitig hohem Fahrkomfort – ganz gleich auf welchem Untergrund.

TLF AirCore: mobiles, turbinenunterstütztes Löschen im Gelände
Insgesamt zeigt Magirus gleich drei neue Fahrzeuge, bei denen die hocheffiziente AirCoreWasservernebelungstechnik zur Anwendung kommt. Beim neuen TLF AirCore verbindet Magirus die Löschturbine auf einer Hubvorrichtung, einen Tank mit 3.500 Liter Löschmitteln und das hochgeländefähige Iveco Eurocargo-Fahrgestell zu einem neuartigen, mobilen Fahrzeugkonzept, welches hinsichtlich Leistungsmerkmalen und Ausstattung an etablierte, praxiserprobte Waldbrandlösungen aus Ländern wie Frankreich und Italien anknüpft und diese weiterentwickelt. Es erfüllt alle Anforderungen für die optimale Performance und Sicherheit im Gelände.

AirCore TAF60: Lösch- und Rettungsgerät mit unter 2 Metern Gesamthöhe
Wie bei der Pressekonferenz 2019 angekündigt, geht Magirus mit seinem Löschroboter AirCore TAF den nächsten Schritt. Durch die Reduzierung der Bauhöhe von 2,15 Meter auf unter 2 Meter erweitert sich das Einsatzspektrum des Fahrzeugs erheblich. Erstmalig kann der Löschangriff mit der AirCore-Technik auch in Tiefgaragen und Parkhäusern vorgenommen werden – Orten, an denen die Bergung von Fahrzeugen bislang nicht möglich war. Auch brennende Fahrzeuge können nun durch den AirCore TAF sicher und schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, da während des Räumeinsatzes eine begleitende und/oder anschließende Kühlung durchgeführt werden kann. Mit Blick auf die aktuelle Problematik bei der Bergung von brennenden Elektrofahrzeugen bieten sich damit völlig neue Möglichkeiten. Mittels Kamera- und Fernsteuerungstechnik können diese Einsätze aus sicherer Distanz geleitet werden. Gleichzeitig wurde die Turbinenleistung auf bis zu 6.000 Liter pro Minute erhöht.

Zahlreiche weitere Innovationen und Produkte für die Zukunft
Neben dem TLF Aircore und dem AirCore TAF60 wurden am ersten Tag eine Vielzahl weiterer Innovationen vorgestellt. Dazu gehört zum Beispiel das Serienmodell des Alpha Wolf R1, ein taktischer Einsatzroboter, sowie ferngesteuerte Einheiten zur Erkennung und Prävention von Gefahrenpotentialen per Luftüberwachung und mittels Übertragung von HD-Video-LiveKommunikation des Unternehmens Alpha Robotics. Im Rahmen der Pressekonferenz gaben Magirus und Alpha Robotics ihre zukünftige Zusammenarbeit bekannt. Mit seinem interdisziplinären Team will Alpha Robotics Geschäftsführer Oliver Rasche verstärkt den technologischen Fortschritt im Bereich Feuerwehr und Katastrophenschutz vorantreiben: „Wir freuen uns, gemeinsam mit Magirus neue Wege zu gehen, wie wir durch die Entwicklung und den Einsatz innovativer Technologie und übergreifender Taktik, die Einsätze und Arbeit von Feuerwehren und Einsatzkräften zukünftig noch einfacher, besser und sicherer machen können.“

Darüber hinaus stellte das Unternehmen weitere Produktneuheiten und Innovationen vor, darunter neue Versionen etablierter Fahrzeugkonzepte wie das Waldbrandlöschfahrzeug CCFM (frz.: Camion Citerne Forêts Moyen) nach französischen Vorgaben oder das neue Magirus MLF (Mittleres Löschfahrzeug), das zum ersten Mal auf einem Iveco Daily 4x4-Fahrgestell mit 7 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, Automatikgetriebe und fest eingebauter Pumpe aufgebaut ist. Auch das Katastrophenschutzfahrzeug LF KatS und das Tanklöschfahrzeug TLF 4000 profitieren von zahlreichen Erweiterungen und Neuerungen unter Berücksichtigung neuester Anforderungen und Normen. Mit dem wendigen TLF 2000 mit dem reduzierten Radstand, Automatikgetriebe und dem integrierten, innenliegenden 2.000 Liter Wasserbehälter schließt Magirus die Lücke bei kompakten, geländefähigen Tanklöschfahrzeugen.

Magirus Bild 1

Magirus Bild 2

Magirus Bild 3

Magirus Bild 4

Der Nachholtermin BSA „Wärmegewöhnung“ für den Atemschutzlehrgang vom Januar 2020, welcher auf Grund des Lockdowns nicht mehr stattfinden konnte wird jetzt am Samstag den 07.11.2020 nachgeholt.

Alle Teilnehmer werden per E-Mail durch das Atemschutzzentrum informiert.

Es sind zur Einhaltung der Corona-Regeln nur noch zwanzig Teilnehmer anstelle von bis zu 26 Teilnehmern zugelassen worden.
Der theoretische Unterricht fand an zwei Abenden gemeinschaftlich im großen Lehrsaal der Feuerwehr Goldbach unter den derzeit geltenden Hygiene- und Abstandregelungen statt. Zur praktischen Ausbildung wurde der Lehrgang dann in zwei Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten eingeteilt. Auf Grund der sommerlichen Temperaturen konnten wir am ersten Samstag die Eingewöhnungsübungen und Geräteunterweisungen sogar im Freien abhalten. Dieser Teil der Ausbildung kann dann bei Regen oder kälteren Temperaturen auch unter den derzeit geltenden Abstandsregelungen in den neuen Fahrzeughallen der Feuerwehr Goldbach durchgeführt werden. Am zweiten Wochenende ist es für die Teilnehmer doch anstrengender geworden. Jetzt mussten sich unsere neuen Atemschutzgeräteträger/Innen nicht nur der Belastungsübung stellen, sondern auch unter Nullsicht in der Übungswohnung mit der Menschenrettung und Brandbekämpfung zurecht finden.

Die intensivere Ausbildung in den kleineren Gruppen wurde sowohl von den Ausbildern, sowie auch von den Lehrgansteilnehmern/Innen als positiver Nebeneffekt wahr genommen. Für den jetzt im Oktober stattfindenden Atemschutzlehrgang werden wir noch kleinere Anpassungen im Ablauf des Lehrgangs ausprobieren und überlegen dann sogar den Atemschutzlehrgang, auch nach dem hoffentlich baldigen Ende von Corona, dem jetzt neu gestalteten Ablauf abzuhalten.

Von den 18 Teilnehmern/Innen haben alle die theoretische Ausbildung mit Erfolg abgelegt. Bei der praktischen Ausbildung müssen drei Teilnehmer/Innen noch die die Belastungsübung in den nächsten Tagen, bzw. Wochen nachholen, sodass der Landkreis Aschaffenburg un die Feuerwehren sich dann über achtzehn neue Atemschutzgeräteträger/Innen freuen kann.

Für die neuen Atemschutzgeräteträger/Innen ist mit diesem Ausbildungsabschnitt noch nicht das Ende der Atemschutzausbildung erreicht. Jetzt geht es noch im Oktober mit der „Wärmegewöhnung“ in der gasbefeuerten Brandübungsanlage in einen weiteren Schritt der sogenannten Heißausbildung. Der Ausbildungsteil „Zusatzausrüstung unter Atemschutz“, unter welchen auch die Ausbildung mit Chemikalienschutzanzügen fällt, kann unter den derzeitigen Vorgaben nicht durchgeführt werden. Sobald es hierfür Freigaben gibt, werden wir diesen Teil der Atemschutzausbildung selbstverständlich nachholen. Die Teilnehmer/Innen werden durch das Atemschutzzentrum informiert. Der vorerst Letzte Teil der Atemschutzausbildung nach dem Standard des Landkreises Aschaffenburg endet dann noch mit einer weiteren Heißausbildung in dem holzbefeuerten Brandübungscontainer in Stockstadt im nächsten Jahr. Der holzbefeuerte Brandübungscontainer wird derzeit von dem Kreisrecyclinghof in den Hafen der Stadt Aschaffenburg verlegt.

Peter Schmitt, KBM-Atemschutz  

Ab sofort können die nachfolgend aufgeführten Teilnehmer/Innen als Atemschutzgeräteträger/Innen eingesetzt werden:

ATL 02/2020 vom 10.09 bis 27.09.20

Nr.:

Feuerwehr:

Anrede:

Name:

Vorname:

1

Großostheim

Herr

Weis

Jonas

2

Großostheim

Herr

Hock

Felix

3

Großostheim

Herr

Bauer

Tom

4

Hörstein

Herr

Bergmann

Tom

5

Hörstein

Frau

Herzog

Emily

6

Wenigumstadt

Herr

Klier

Sebastian

7

Weibersbrunn

Herr

Roth

Felix

8

Mainaschaff

Frau

Männche

Julia

9

Mainaschaff

Herr

Schmitt

Felix

10

Dörnsteinbach

Herr

Hain

Simon

11

Schöllkrippen

Herr

Saul

Nico

12

Daxberg

Herr

Noe

Hendrik

13

Daxberg

Frau

Wagner

Annika

14

Daxberg

Herr

Amrhein

Lucas

15

Mömbris

Herr

Eling

David

 ATG C1

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Am vergangenen Samstag fand im Rahmen der modular en Truppmannausbildung das Zusatzmodul THL in Weibersbrunn statt. 11 jungen Frauen und 12 jungen Männern aus dem Landkreis wurde der Umgang mit Spreizer und Schere, Hebekissen, Absicherungssystemen und weiteren Geräten und Maschinen für die technische Hilfeleistung von Verunfallten näher gebracht. Trotz widrigen Wetterverhältnissen und dem Tragen von Mund-/Nasenschutzmasken   während der ganztägigen Ausbildung waren alle begeistert, über das, was die Ausbilder ihnen vermittelt haben.

Text&Bilder: Fred Gellner, FF Weibersbrunn

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Wir haben 2 Bauzaunbanner der Kampagne "Helfen ist Trumpf" des LFV zur Imagepflege und Mitgliedergewinnung bekommen.

Sehr gerne geben wir diese Bauzaunbanner an die Feuerwehren in unserem Landkreis weiter, so dass diese in den Ortschaften aufgehängt werden können.

Infos über Frank Wissel: 0160 8341877 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am Samstag, 26.09.2020 um 12:53 Uhr wurden die Feuerwehren Waldaschaff und Bessenbach sowie der zuständige Vertreter der Kreisbrandinspektion zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei PKW und einem LKW zwischen der Kauppenbrücke und Weibersbrunn alarmiert.

Wenige Minuten nach Alarmierung bestätige Kreisbrandinspektor Otto Hofmann bereits den gemeldeten Verkehrsunfall zwischen mehreren Fahrzeugen kurz nach der Behelfszufahrt Waldaschaff in Fahrtrichtung Würzburg.

Bei Kilometer 227.5 waren aus noch unbekannter Ursache zwei Fahrzeuge verunfallt. Außerdem war ein LKW involviert, welcher aber nur leicht beschädigt wurde.

Die insgesamt drei Insassen der beiden PKW wurden dabei leicht verletzt. Sie wurden zuerst durch Ersthelfer, dann durch die Feuerwehr später durch den Rettungsdienst versorgt. Außerdem wurden von den Feuerwehren die Unfallstelle abgesichert, der Brandschutz sichergestellt und auslaufende Betriebsstoffe gebunden.

Zur Unfallaufnahme und Fahrbahnreinigung wurde die Autobahn für rund 30 Minuten komplett gesperrt. Für die Aufräumarbeiten konnte der linke Fahrstreifen freigegeben werden.

Aufgrund des gemeldeten Lagebildes und des schnellen Eintreffens des Notarztes konnte der bei der Alarmierung von der Leistelle mitdisponierte Rettungshubschrauber Christoph 2 seinen Anflug abbrechen.

Die Feuerwehren aus Waldaschaff und Bessenbach waren insgesamt mit rund 30 Einsatzkräften und 7 Fahrzeugen an der Einsatzstelle.

André Ganz, FF Waldaschaff

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