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Heute früh sind bei zwei Unfällen auf der Bundesautobahn 45 zwischen den Anschlussstellen Karlstein und Kleinostheim insgesamt sechs Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Gegen 04.30 Uhr musste ein in Richtung Aschaffenburg fahrender und mit 4 Personen besetzter Iveco-Transporter mit angehängter Estrichmaschine wegen einer Panne auf dem Standstreifen anhalten. Ein Lkw-Sattelzug prallte aus bislang ungeklärter Ursache in die Seite des Pannenfahrzeuges und schob das Fahrzeug mehrere Meter mit. Dabei wurden sowohl der Lkw-Fahrer als auch die Besatzung des Transporters verletzt. Die Feuerwehr Karlstein und Kreisbrandinspektor Frank Wissel wurden um 04.45 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Nach dem Eintreffen wurden die Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut, die Einsatzstelle ausgeleuchtet sowie der Brandschutz sichergestellt. Während ein Unfallbeteiligter vor Ort ambulant behandelt werden konnte, mussten der Lkw-Fahrer und drei Fahrzeuginsassen des Transporters in Krankenhäuser eingeliefert werden. Noch während des laufenden Einsatzes wurde die Feuerwehr darüber informiert, dass sich am Stauende ein weiterer Unfall ereignet hatte. Ein 58-jähriger Polo-Fahrer hatte gegen 5.30 Uhr das Stauende offensichtlich zu spät bemerkt und war unter das Heck eines vorausfahrenden Sattelzugs gefahren. Infolge des Aufpralls erlitt der Mann lebensgefährliche Verletzungen und musste nach einer notärztlichen Erstversorgung von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Bis zum Eintreffen von Feuerwehr und Rettungsdienst leistete ein Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens vorbildlich Erste Hilfe an dem Schwerverletzten. Zur Klärung des Unfalls wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Die A45 in Fahrtrichtung Aschaffenburg musste infolge der Unfälle für längere Zeit voll gesperrt werden, es kam zu einem längeren Stau. Die Feuerwehr Karlstein war mit 4 Fahrzeugen und 22 Feuerwehrleuten und die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Hörstein mit 1 Fahrzeug und 9 Einsatzkräften vor Ort. Der Rettungsdienst war mit insgesamt 5 Rettungswägen, 2 Notärzten, einem Rettungshubschrauber und einem Einsatzleiter Rettungsdienst an beiden Unfallstellen im Einsatz. Einsatzende war gegen 08.30 Uhr.

Erinnerung: Das MTA Zusatzmodul Brandbekämpfung I am 12.09.2020 findet in Jakobsthal am dortigen Feuerwehrgerätehaus statt.

Die FF Alzenau hat ihre neue Drehleiter DLA (K) 23/12 am 08.09.2020 in Dienst gestellt. Die neue Drehleiter ersetzt eine zwanzig Jahre alte Drehleiter DLK 23/12.

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Auf Grund der momentanen Lage ist die Übung/Ausbildung rund um die Sandsackfüllanlage am 19.09.2020 in Schimborn abgesagt. Nach Rücksprache mit den Ausbildern des THW wird ein Ausweichtermin im Frühjahr gesucht.

Ab Dienstag, 8. September startet das Landratsamt Aschaffenburg in der Festhalle in Kahl am Main eine zusätzliche Corona-Teststrecke. Die Terminkoordinationsstelle im Aschaffenburger Landratsamt vergibt seit heute alternativ die Termine für beide Teststrecken.
Die Koordinationsstelle ist von Montag bis Donnerstag jeweils von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr unter der Tel.‑Nr. 06021 394 889 zu erreichen.

Die Zahlen in der Teststrecke „Glattbacher Straße“ haben sich in den vergangenen Tagen so erhöht, dass sich die Verantwortlichen im Landratsamt jetzt entschlossen haben, eine zweite Teststrecke in Betrieb zu nehmen.

Inwieweit in der Folge noch eine weitere Teststrecke erforderlich wird, entscheidet sich auf Basis der jeweiligen Anmeldungen.

INFO LRA bearbeitet

Feuerwehrheld Paul "Red" Adair bekämpfte seit Anfang der 60er Jahre hunderte gefährliche Brände auf den Öl- und Gasfeldern der Welt - und einmal auch in der Oberpfalz. In Eschenfelden brannte vor 50 Jahren ein Gasspeicher. Adair kam, sah - und löschte.
Ein Beitrag aus der Geschichte unseres Feuerwehrwesens, in dem auch der frühere Schulleiter der SFSR zu Wort kommt.

Nachdem am 01.09.2020 unter Federführung des Landratsamtes Aschaffenburg das Corona-Testzentrum in Aschaffenburg-Damm in der Glattbacher Straße 43 in Betrieb gegangen ist, wird am 08.09.2020 auch das 2. Testzentrum des Landkreises in der Festhalle in Kahl a. Main mit zunächst einer Testlinie probeweise für einen Tag den Betrieb aufnehmen und dann erstmal bis Bedarf entsteht in einen Bereitschaftsmodus versetzt. In der Glattbacher Straße 43 in Damm ist eine Testlinie dauerhaft in Betrieb, in der Kahler Festhalle sind bei Bedarf max. drei Testlinien möglich.

Im Vorfeld der Eröffnung haben die Feuerwehren des Landkreises intensiv an der Planung, am Aufbau und beim Einrichten der beiden Testzentren mitgewirkt.

Zum Leiter der beiden Testzentren wurde KBM Georg Thoma ernannt. Von der Feuerwehr stehen in beiden Testzentren je Testlinie täglich jeweils mindestens 4 Feuerwehrleute als Helfer zur Verfügung. Bislang haben sich rund 30 ehrenamtliche Feuerwehrangehörige bereit erklärt in den Testzentren mitzuarbeiten. Die Bundeswehr unterstützt uns aktuell mit zwei Sanitätskräften. Feuerwehrleute, die Interesse an einer Mitarbeit in den Testzentren haben, wenden sich bitte an die beiden Kreisbrandinspektoren.

Vom 01.09.20 bis 04.09.20 wurden bereits von insgesamt 459 Personen Abstriche genommen. Ein Test ist nach vorheriger Terminvereinbarung jederzeit möglich. Die Terminkoordinierungsstelle im Landratsamt Aschaffenburg ist unter 06021/394-889 von Montag bis Donnerstag jeweils von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr erreichbar.

In der kommenden Woche fährt die Feuerwehr Hösbach-Bahnhof die Proben in das Untersuchungslabor nach Bad Kissingen.

helfen ist trumpf
'Helfen ist Trumpf' - Unter diesem Motto startet am Freitag, den 11.09.2020 um 16:00 Uhr Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbands Bayern e.V. die Feuerwehraktionswoche und die neue Kampagne des Landesfeuerwehrverbands.

Die Veranstaltung aus dem Odeon des Innenmisisteriums wird über einen Livestream ab 16 Uhr übetragen.

Als Highlight wird vor dem Innenministerium der neue Einsatzfahrten-Simulator vorgestellt, mit dem künftig in einer Kooperation zwischen dem Innenministerium, der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg, der Versicherungskammer Bayern und dem Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. das richtige Verhalten auf Blaulichtfahrten geschult wird.

Zum Livestram gelangen Sie an diesem Tag über

die Startseite der Homepage des LFV Bayern www.lfv-bayern.de

die Facebookseite des LFV Bayern www.facebook.com/LandesFeuerwehrVerbandBayern/

die Facebookseite des StMI www.facebook.com/baystmi/ oder

die Twitterseite des StMI www.twitter.com/baystmi/






Die Regierung von Unterfranken hat der Gemeinde Heinrichsthal die Beschaffung einer Tragkraftspritze für die FF Heinrichsthal freigegeben und eine staatliche Zuwendung von 4.700 € in Aussicht gestellt.

Durch diese Beschaffungsmaßnahme wird die auf dem Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 mit Zusatz THL verladene Tragkraftspritze mit Baujahr 1987 ersetzt.

112 Newsletter vom 3. September 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

gerne stelle ich an den Anfang des heutigen Newsletters wieder eine Betrachtung der statistischen Zahlen und Daten zur aktuellen Corona-Lage in Bayern. Heute, Donnerstag, 3. September 2020, Stand 08:00 Uhr, verzeichnen wir 58.241 bestätigte COVID-19-Infektionen (Vorwoche 56.332). Das sind im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche 1.909 mehr. Dies bedeutet einen rechnerischen Tagesschnitt von rund 273 Neuinfektionen. Die Vergleichswerte für die beiden vorangegangenen Wochen lagen bei 312 bzw. 245. Diese Zahlenreihe deutet somit darauf hin, dass sich mittlerweile ein statistisches Plateau bei ca. 300 Neuinfektionen pro Tag gebildet hat. Diese Annahme wird auch durch den heutigen Tageswert gestützt, der bei 325 liegt.

Sollte sich diese Entwicklung in den nächsten Wochen auch unter dem Eindruck eines weiter verstärkten Infektionsaufkommens durch Reiserückkehrer sowie des bevorstehenden Beginns des neuen Schuljahres halten, so könnten wir mit diesem Trend wohl zufrieden sein. Zwar sind 300 Neuinfektionen pro Tag kein Pappenstiel, zumal wir früher im Jahr schon deutlich niedrigere, nur zweistellige Tageszahlen gesehen haben und jede einzelne Erkrankung eines Menschen das Risiko birgt, dass weitere Infektionsketten entstehen oder der einzelne Betroffene vielleicht doch schwerere Symptome ausbildet. Auch wissen wir noch viel zu wenig über mögliche Langzeit- oder Spätfolgen, als dass man eine Infektion auf die leichte Schulter nehmen sollte. Aber immerhin vermittelt die Plateaubildung die positive Erkenntnis, dass aktuell keine von Medizinern und Infektiologen mit Recht gefürchtete exponentielle, gleichsam „explosionsartige“ Ausbreitung des Virus in Bayern zu erwarten ist.

An oder mit einer Corona-Infektion sind in Bayern mittlerweile 2.639 Personen verstorben, das sind im Vergleich zur Vorwoche sechs Sterbefälle mehr.

Wie bereits letzte Woche ausgeführt, leuchten viele Tests das Dunkelfeld besser aus, als dies bei einem geringen Testgeschehen der Fall wäre. Und wir testen wirklich fleißig und weiten das Testgeschehen von Tag zu Tag aus. Lag im Juni die Zahl der täglichen Tests im Durchschnitt bei unter 20.000, waren es in der letzten Woche ca. 42.000 Tests nach 38.000 in der vorvergangenen Woche. Der Tagesspitzenwert betrug in der hier in Rede stehenden Woche 50.600 (Vorwoche 48.000) – wohl gemerkt: wir sprechen von Tageswerten. Ich gehe davon aus, dass diese Zahlen in den kommenden Wochen noch weiter ansteigen werden, nachdem bis zum Ende dieser Woche alle Testzentren in den 96 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten ihren Betrieb aufgenommen haben werden. In der Folge dessen wird voraussichtlich die absolute Zahl der Neuinfektionen bis auf Weiteres nicht sinken. Denn wir leuchten das Dunkelfeld weiter aus und holen ansonsten unerkannt bleibende, für eine Weiterverbreitung aber gerade deshalb immens gefährliche Infektionsfälle ans Licht.

Auch wenn ich dies im Newsletter der letzten Woche schon klargestellt habe, möchte ich unter dem Eindruck zahlreicher werdender Bürgerschreiben, die offenbar von Corona-Skeptikern, Impfgegnern, Esoterikern und Verschwörungsideologen stammen, noch einmal darauf hinweisen: Nein, die Staatsregierung lässt nicht so viel testen, um durch damit einhergehende falsch-positive Tests die Infektionszahlen künstlich hoch zu halten, damit diese dann als Begründung dienen, die Freiheit der Menschen einzuschränken. Derlei Behauptungen sind grober Unfug und entbehren jeder Grundlage. Die von der Staatsregierung verwendeten Tests sind auf dem wissenschaftlich neuesten Stand, zertifiziert und extrem genau. Und noch eines: Tests schaffen keine Infektionen und infizieren auch niemanden, Tests decken allein ohnehin vorhandene Infektionen auf. Ich habe deshalb die herzliche Bitte an Sie: Sollten Sie in Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis mit derlei Unsinn konfrontiert werde, so scheuen Sie sich bitte nicht dagegenzureden. Sonst bleiben solche Fakenews im Raum stehen und entfalten eine Wirkung auf das Debattengeschehen, die ihnen nicht im Geringsten zustehen.

Für die Gesamtbeurteilung der Lage lohnt einmal mehr der Blick auf die Positivrate. Diese sagt aus, wie hoch der Anteil der positiven Testergebnisse an der Gesamtzahl der Tests ist. Beispiel: Werden 100 Proben genommen und von diesen bringen 5 ein positives Testergebnis, ist die Positivrate 5 Prozent.

Für die tatsächliche Corona-Situation zeigt sich auch bei diesem Parameter eine gewisse Stabilisierung auf erhöhtem Niveau. Bewegte sich im Juni die Quote der positiven Befunde aller an einem Tag untersuchten Proben zwischen 0,3 und 0,7 Prozent, lag die Positivrate nach den Feststellungen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im August zwischen 0,9 und 1,7 Prozent. Dies halte ich für eine in der Tendenz gute Nachricht.

Schauen wir uns die Hintergründe zu den einzelnen Infektionsfällen genauer an, setzt sich das bereits letzte Woche zu konstatierende Bild fort. Es sind weiterhin vor allem die Reiserückkehrer, die das Infektionsgeschehen dominieren. In der bayernweiten Betrachtung sind es nach wie vor ca. die Hälfte der erkannten Infektionsfälle, die ihren Ausgangspunkt in einem meist urlaubsbedingten Aufenthalt im Ausland haben. In einzelnen bayerischen Landkreisen oder Städten beläuft sich der Anteil der Reiserückkehrer am Infektionsgeschehen sogar auf bis zu 80 Prozent.

Die Orte der Infektion liegen schwerpunktmäßig auf dem Balkan. Dies führt mich zu der Annahme, dass die Reiserückkehrer den Infektionsdruck in den nächsten zwei bis drei Wochen hochhalten werden. Denn erfahrungsgemäß infizieren sich im Ausland nicht nur die klassischen Urlauber aus Deutschland, sondern auch viele Menschen, die in die relevanten Weltregionen gefahren sind, um zahlreiche Verwandte zu besuchen, sich dort üblicherweise mehrere Wochen aufhalten und in der Regel erst gegen Ende der Sommerferien wieder nach Deutschland zurückkehren.

Deshalb werden wir auch am kommenden Wochenende die Teststationen an den Bundesautobahnen A3 bei der Rastanlage Donautal, an der A8 Salzburg-München bei der Rastanlage Hochfelln und an der Inntalautobahn bei der Rastanlage Heuberg mit hohen Kapazitäten betreiben, um möglichst vielen Reiserückkehrern die Möglichkeit zu bieten, sich umgehend nach der Einreise testen zu lassen.

Und auch an einer anderen Stelle finden wir das bekannte Bild einmal mehr bestätigt: Es sind nach wie vor die in ihrem Lebensstil sehr mobilen, feierfreudigen und tendenziell im Vergleich weniger risikobewussten 15 bis 35-Jährigen, die bei den Neuinfektionen statistisch weit überproportional vertreten sind.

Nun zu überwiegend erfreulicheren Aspekten. Wieder genesen sind heute amtlich ausgewiesen 51.520 (Vorwoche 49.820) Personen oder 1.700 mehr als vor sieben Tagen. Die Zahl der aktuell mit COVID-19 Infizierten beläuft sich momentan in Bayern auf 4.080 im Vergleich zu 3.880 letzte Woche. Dieser Anstieg hat aber zum Glück kaum Auswirkungen auf die Hospitalisierungszahlen. Diese sind nach wie vor niedrig und damit günstig. Stand heute befinden sich in Bayern 101 Patienten wegen Corona in stationärer Behandlung (Vorwoche 100), von diesen liegen 31 auf einer Intensivstation, von denen wiederum 29 künstlich beatmet werden. Das Gesundheitssystem ist also weiterhin meilenweit davon entfernt, von einem Massenanfall schwer COVID-19-erkrankter Patienten überrollt zu werden.

Die auf den Tag abstellende Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele weitere Personen ein Infizierter statistisch ansteckt, ehe er gesundet oder verstirbt, bemisst sich heute entsprechend der mathematischen Betrachtungen des Robert Koch-Instituts auf R=0,68 (nach R=0,99 in der Vorwoche). Der auf einen Betrachtungszeitraum von sieben Tagen abstellende „geglättete R-Wert“ beläuft sich auf R=0,86 nach R=0,87 in der Vorwoche. Beide Werte zeigen sich insoweit neuerlich deutlich freundlicher, weisen sie doch einen wachsenden Abstand zur entscheidenden Marke von 1,0 aus. Damit genesen statistisch aktuell mehr Menschen, als sich neu mit Corona infizieren.

Lassen Sie mich zum Ende des Zahlenteils noch kurz auf die Hotspot-Lage eingehen. Der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens liegt in seiner räumlichen Verteilung aktuell klar im Süden Bayerns und hier vor allem in den Regierungsbezirken Oberbayern, Schwaben und Teilen Niederbayerns.

Den höchsten Einzelwert verzeichnet aktuell die kreisfreie Stadt Landshut mit einer 7-Tage-Inzidenzrate von 41,43. Zur Erinnerung: Demnach haben sich, statistisch bezogen auf 100.000 Einwohner, in den letzten sieben Tagen in Landshut 41,43 Personen neu mit Corona infiziert. Die niederbayerische Bezirkshauptstadt liegt damit über der Vorwarnstufe von 35, aber noch deutlich unter der roten Linie bei 50, die regelmäßig verschärfte infektionsschutzrechtliche Maßnahmen auslöst.

Die nächstniedrigeren Werte wurden für die Stadt Ingolstadt (35,04), die Landeshauptstadt München (31,87) und die Stadt Rosenheim (31,58) ermittelt. Insoweit haben wir aktuell in Bayern keinen echten Hotspot. Dieser erfreuliche Umstand muss aber vor dem Hintergrund gesehen werden, dass sich das Infektionsgeschehen weiter in die Fläche ausbreitet. Wir haben nur mehr drei Landkreise bzw. kreisfreie Städte, die in den letzten sieben Tagen keinen Fall einer Neuinfektion verzeichnet haben. Und die Zahl der Gebietskörperschaften, deren Werte zwischen 10 und 25 liegen, nimmt deutlich zu. Derzeit fallen 36 Städte und Kreise in diese Kategorie. 

Unter dem Strich kann ich also Folgendes festhalten: Wir dürfen aktuell von einer insgesamt stabilen Infektionslage ausgehen, von Entwarnung kann aber nicht die Rede sein. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich sozusagen zum wiederholten Male wiederhole: Wir müssen weiterhin auf der Hut sein und vorsichtig bleiben, zumal in nächster Zeit mit dem Schulbeginn ein Ereignis bevorsteht, das die Tagesabläufe in vielen Familien ändern und zu einer erheblichen Zunahme potentiell infektionsrelevanter Sozialkontakte führen wird.

Themenwechsel. Der Fußball ist in Bayern und Deutschland die Sportart Nummer 1 und so nimmt es nicht Wunder, dass hier der Druck besonders groß ist, einigermaßen zeitnah wieder zu einem ansatzweise geregelten Spielbetrieb zu kommen. So verständlich der Wunsch nach Normalität, Bewegung im Spiel, Wettkampf und Mitfiebern mit der eigenen Mannschaft ist, so wichtig ist es gerade an Orten, die eine Mehrzahl von Menschen im Wettkampf räumlich eng und in euphorischer Stimmung zusammenführen und deshalb erhöhte Infektionsrisiken hervorbringen können, den klaren Blick für das Erforderliche nicht zu verlieren. Im Ergebnis gilt auch hier: Soviel Freiheit wie möglich, soviel Sicherheit wie nötig. Und was für den Fußball gilt, gilt für andere (Mannschaftsball-)Sportarten natürlich auch. 

Ich stehe in einem intensiven Austausch mit den relevanten Akteuren, um die für die Ministerratssitzung am 14. September ins Auge gefasste Entscheidung über eine Aufnahme des Spielbetriebs im Amateurbereich umfassend vorzubereiten und bin guten Mutes, dass wir im konstruktiven Austausch zu einem allen relevanten Belangen des Sports und des Infektionsschutzes gerecht werdenden Ergebnis kommen werden – dies aber immer unter dem Vorbehalt, dass die Infektionslage einen solchen Schritt zulässt.

Ich darf für heute zum Schluss kommen. Meine Freude der Woche bezieht sich darauf, dass bei aller Corona-Lastigkeit der aktuellen Arbeit der Staatsregierung und „meines“ Ministeriums mittlerweile auch der ein oder andere Termin ohne Corona-Bezug wieder zu Stande kommt. So war es mir eine besondere Freude und Ehre, dass Frau Karin Baumüller-Söder, Gattin des Ministerpräsidenten, gestern die Schirmherrschaft über die Polizei-Reiterstaffeln der Bayerischen Polizei übernommen hat. Frau Karin Baumüller-Söder hat dieses Ehrenamt sehr gerne übernommen, zumal sie als turniererfahrene Springreiterin naturgemäß einen besonders guten Draht zu Pferden hat. Ganz konnten die Teilnehmer an der kleinen Zeremonie in Nürnberg „Corona“ dann aber doch nicht ausblenden. Denn selbstverständlich musste die erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Besser hatten es da nur die bereitgestellten Dienstpferde, allen voran „Oskar“, der an diesem Tag seinen Dienst als voll ausgebildetes Polizeipferd angetreten hat. Sie konnten die Luft ungefiltert atmen.

Mein Ärger der Woche bezieht sich auf den Auftritt zweier noch aktiver und eines bereits pensionierten bayerischen Polizeibeamten als Redner bei den Kundgebungen vom vergangenen Wochenende in Berlin, die sich gegen die Corona-Maßnahmen gerichtet hatten. Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Selbstverständlich stehen auch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten alle bürgerlichen Grundrechte zu und es ist das gute Recht eines jeden und einer jeden, die persönliche Meinung öffentlich zu vertreten – dies auch als Redner und sei die Argumentation noch so ungewöhnlich, schräg oder schlicht. Für Polizeibeamte gilt dies jedenfalls so lange, wie die beamtenrechtliche Pflicht zur Mäßigung und andere gesetzliche Anforderungen gewahrt bleiben.

Was mich aber an diesem Fall wirklich stört, ist, dass diese Beamten ihre private Meinung nicht etwa nur als solche kundtun, sondern diese ganz gezielt, wiederholt und prominent in den Kontext ihres Polizeiberufes stellen. Dies hat natürlich Kalkül. Man „kapert“ den weit über Bayern hinaus hervorragenden Ruf der Bayerischen Polizei und das große Vertrauen, das diese in der Bevölkerung genießt. Man ummantelt die eigene, für viele Menschen nachvollziehbar faktenfern erscheinende Position mit dem herausragenden Ruf der Polizei, um so von der inhaltlichen Schwäche der vermeintlichen Argumentationslinie abzulenken. Man schmückt sich mit fremden Federn, um gerade bei potentiell verunsicherten Menschen Eindruck zu schinden und die eigene Meinung mit einer Legitimation zu versehen, die aus der Schwäche der eigenen Argumente niemals erwachsen könnte. Auf so unlautere Weise ausgenutzt und benutzt zu werden, das hat die Bayerische Polizei und das haben vor allem ihre über 40.000 Bediensteten nicht verdient. Sie stehen für Seriosität, faktenbasiertes Arbeiten und Neutralität in der Dienstverrichtung.

Wir fahren weiter auf Sicht!

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Schlauchwaschmaschine

Schlauchwaschmaschine der Feuerwehr Heigenbrücken

Technische Daten:

Hersteller: Albert Ziegler GmbH & Co.KG
Typ: SWM 7/1
Baujahr: 1999
Fabrik-Nr.: 250903
Artikel-Nr.: 168 510

Technische Daten Motor:

Hersteller: Dutchi
Spannung: 400 V AC
Strom: 2,25 A
Leistung: 0,75 kW

Weiteres:

Strom-Anschluss: 16A-6h Drehstromstecker
Zuleitung Strom: H07RN-F 5G1,5 ca. 5m
Zuleitung
Wasser-Anschluss: GEKA-Schnellkupplung an Maschine
Maße (l*b*h): 690mm * 635mm (mit Bedienhebel und Kabelhalter) * 1390mm
Elektroprüfung nach DGUV-V3: noch gültig bis 02/2021
Mobilität: 2 Bockrollen, 2 Lenkrollen mit Bremse

Preis: 250 € VB

Weitere Auskünfte unter:

Freiwillige Feuerwehr Heigenbrücken

Patrick Pfister, Kommandant
Am Mühlacker 19
63869 Heigenbrücken

Mobil: 0176 32455577
Email:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.feuerwehr-heigenbruecken.de

Aktionswoche 2020

Coronabedingt ist es dem LFV Bayern e.V. in diesem Jahr leider nicht möglich, seine Verbandsversammlung und die dazugehörige Aktionswochen-Eröffnung wie gewohnt durchzuführen.

Wie ihr alle wisst sind ja vor allem die Großübungen mit vielen Feuerwehren, den Hilfsorganisationen und dem THW im Moment problematisch.

Aber auch für andere Veranstaltungen, die es sonst bei der Aktionswoche gab, bringen die Beschränkungen durch die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie besondere Herausforderungen für die Durchführung im Rahmen der Feuerwehraktionswoche mit sich.

Gemeinsam mit dem StMI appellieren wir aber dennoch, sich im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten nach Kräften an der Feuerwehraktionswoche zu beteiligen. Es ist von überragender Bedeutung, dauerhaft Menschen für das wichtige Ehrenamt in den Feuerwehren zu gewinnen. Deshalb sollte auch die diesjährige Feuerwehraktionswoche genutzt werden, auf die Feuerwehren und ihre wichtige Rolle für die Sicherheit in Bayern, aber auch ihren unverzichtbaren Beitrag in der örtlichen Gemeinschaft hinzuweisen und für ein Mitmachen zu werben. Wir sind überzeugt, dass die bayerischen Feuerwehren viele kreative und attraktive Ideen entwickeln, die sich umsetzen lassen, ohne die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr durch Corona-Infektionen zu gefährden (z.B. virtueller Tag der offenen Tür, Aktionen über social media oder mit regionalen Radio-/Fernsehsendern) - und die Lust darauf machen, Teil der starken Gemeinschaft Feuerwehr zu werden.

Umso wichtiger ist aus diesem Grund auch der Start der Kampagne, der auch per Livestream übertragen wird. Gemeinsam mit Innenminister Joachim Herrmann wird Johann Eitzenberger am 11. September im Münchener Odeon den „Startschuss“ für die neue Kampagne „Helfen ist Trumpf“ geben und den Schwerpunkt auf eine entsprechende Außendarstellung in den Medien setzen.

Helfen ist Trumpf! – Diese Botschaft wird in diesem Jahr vom LFV Bayern und den bayerischen Feuerwehren verbreitet. Herauszustellen gilt es, dass nicht nur die Kernaufgaben „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ vollumfänglich geleistet werden, sondern die bayerischen Floriansjünger darüber hinaus auch eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung haben.

Diese Kampagne wird nicht nur vom Plakat, verschiedenen Videoclips und dem Flyer begleitet. Hauptbestandteil sollen Aktionstage, Veranstaltungen und Seminare sein. Wir haben Konzepte für euch erstellt, damit auch ihr diese Dinge - sofern die Pandemie eingedämmt wird - umsetzen könnt.

Weiter Infos und die Downloaddateien findet ihr unter www.helfenisttrumpf.de.

Am Vormittag des 02.09.2020 um kurz nach 10.00 Uhr ist im Großteil des Marktes Mömbris für mehrere Stunden der Strom ausgefallen. Entsprechend den Alarmplanungen im Falle eines länger andauernden Stromausfalls wurden daraufhin die Feuerwehrgerätehauser in den jeweils betroffenen Ortsteilen mit Feuerwehrleuten besetzt, um eine Anlaufstelle für die Bevölkerung sicherzustellen. Im Einzelnen waren folgende Gerätehäuser mit Ansprechpartnern besetzt:
Daxberg, Gunzenbach, Hemsbach, Hohl, Mömbris, Reichenbach, Rothengrund und Schimborn.
In Schimborn musste die Feuerwehr zu einem beatmungspflichtigen Patienten ausrücken. Mit Hilfe eines tragbaren Stromaggregates konnte dem Patienten schnell geholfen werden. Gegen 15.00 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain von der für das Stromnetz zuständigen AVG darüber unterrichtet, dass die Stromversorgung wieder im gesamten Markt Mömbris gesichert sei. Über die Ursache des Stromausfalls liegen uns keine Kenntnisse vor.

20200901 Gasaustritt Goldbach 7webDer Grund für die Alarmierung gegen 18:30 Uhr am Montag Abend war ein „Gasaustritt“. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Goldbach wenige Minuten später am Johannesplatz eintrafen, strömte deutlich hörbar und mit eindeutigem Geruch Gas aus einer Baugrube. Ein ca. 2 Quadratmeter großes Stück der Teerdecke war dort hinein gestürzt und hatte neben weiteren Versorgungsleitungen die Gasleitung beschädigt. Die Aktiven stellten den Brandschutz sicher und riegelten die Einsatzstelle großräumig ab. Schon wenige Minuten später traf der zuständige Energieversorger ein und quetschte die betroffene Leitung fachmännisch ab. Damit war der Gasaustritt gestoppt. Die Feuerwehrkräfte sicherten die Teerplatte gegen weiteres Abrutschen und nach Eintreffen der ausführenden Baufirma konnte diese mit dem Bagger aus der Baugrube gehoben werden. Anschließend begann der Energieversorger mit der Reparatur. Die Feuerwehr Goldbach war mit fünf Fahrzeugen und 20 Aktiven unter Leitung des stellvertretenden Kommandanten Fabian Hein vor Ort. Von der Kreisbrandinspektion verschaffte sich KBM Marco Eich ein Bild von der Lage. Einsatzende war um 20 Uhr.

20200901 Gasaustritt Goldbach 4web20200901 Gasaustritt Goldbach 5web20200901 Gasaustritt Goldbach 6web

Text&Bilder: Martin Scheiner, FF Goldbach

DGUV - Zusätzliche Gefahrensituationen durch den Klimawandel verlangen verbesserte Prävention

Mehr als 1,3 Millionen freiwillige Feuerwehrleute in Deutschland sind über die gesetzliche Unfallversicherung gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Sie sind bei ihren Tätigkeiten einem durchschnittlich deutlich höheren Unfallrisiko ausgesetzt als andere Berufsgruppen. 

Im Jahr 2019 erlitten Angehörige der freiwilligen Feuerwehr 4.507 meldepflichtige Arbeitsunfälle und 384 Wegeunfälle. Dabei kam es insgesamt zu 6 Todesfällen. In 2.454 Fällen wurden neue Renten an Versicherte oder ihre Hinterbliebenen ausgezahlt, das ist ein Indiz für einen besonders schweren Unfallverlauf. 

Die Unfallquote, wie sie die in einigen Bundesländern tätigen Feuerwehrunfallkassen ausweisen, liegt mit 45,0 meldepflichtigen Arbeitsunfällen je tausend Vollarbeiter deutlich über dem Durchschnitt in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) insgesamt von 21,0 meldepflichtigen Arbeitsunfällen je tausend Vollarbeiter.

„Die Unfallzahlen des vergangenen Jahres zeigen, wie auch schon die der Jahre davor, dass der ehrenamtliche Feuerwehrdienst mit Risiken verbunden ist, die leider immer wieder zu schweren und sogar tödlichen Unfällen bei den Einsatzkräften führen“, sagt Tim Pelzl, Leiter des Fachbereichs Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz der DGUV: „Das muss für alle verantwortlichen Personen und Feuerwehrführungskräfte auf kommunaler, Kreis-, Landes- und Bundesebene ein Ansporn sein, sich noch mehr für die Prävention von Unfällen im Feuerwehrdienst zu engagieren.“

Der Klimawandel könnte die Gefahrenlage für die Einsatzkräfte der Feuerwehr weiter erhöhen. Mit steigenden Temperaturen kommt es in Zukunft vermutlich häufiger zu Starkregen-Ereignissen, Überflutungen und Vegetationsbränden. Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um Sicherheit und Gesundheit von Feuerwehrleuten auch unter diesen Bedingungen zu gewährleisten? Wie sieht eine angemessene Schutzkleidung aus? Was bedeutet das für die Ausbildung? Pelzl: „Aspekte von Sicherheit und Gesundheit müssen integrale Bestandteile bei Aus-, Fortbildung sowie im Übungs- und Einsatzdienst der deutschen Feuerwehren sein. Das feuerwehrspezifische Vorschriften- und Regelwerk der DGUV und die Feuerwehrdienstvorschriften der Bundesländer bieten eine hervorragende Grundlage dazu.“

Weitere Informationen zum Thema Herausforderungen des Klimaschutzes für die Feuerwehr finden Sie in der neuen Ausgabe von DGUV Forum, der Fachzeitschrift der gesetzlichen Unfallversicherung.