Am Dienstagnachmittag, den 24. Juni 2025, wurde die Feuerwehr Laufach gegen 15:13 Uhr zur Evakuierung von rund 350 Fahrgästen aus einem ICE alarmiert, der auf dem Weg von Köln nach Nürnberg aufgrund eines technischen Defekts im Bereich des Bahnhofes Laufach (Landkreis Aschaffenburg) stehen blieb. Der Schnellzug war infolge eines Stromausfalls in mehreren Zugabschnitten nicht mehr fahrbereit. Dabei fiel unter anderem die Klimaanlage im hinteren Teil des Zuges aus – bei stark belastenden Außentemperaturen über 30 Grad stellte dies für viele Insassen eine erhebliche Belastung dar.
 
Die Passagiere aus dem Zugbereich, der am Bahnsteig zum Stehen kam, konnten selbstständig aussteigen und eigenständig ihre Weiterreise fortsetzen. Teile der evakuierten Fahrgäste aus dem hinteren, defekten Zugteil wurden zunächst im vorderen, noch klimatisierten Bereich des Zuges untergebracht, bis nachfolgende Züge zum Abtransport eintrafen. Für den Zugabschnitt außerhalb des Bahnsteigs musste die Rettung über das Gleisbett organisiert werden. Besonders herausfordernd gestaltete sich die Evakuierung für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Behinderung. In enger Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst wurden diese Fahrgäste unter hohem körperlichem Einsatz sowie mit Tragestühlen über angebaute Treppenkonstruktionen und Rettungsplattformen aus dem Zug gerettet.
Die Wetterbedingungen erschwerten die Evakuierungsmaßnahmen erheblich und forderten Fahrgäste, Zugpersonal und Einsatzkräfte gleichermaßen. Zusätzlich musste die Feuerwehr bei den hohen Temperaturen auch beim Entladen des Reisegepäcks unterstützen – insbesondere für ältere Personen im Bereich des Gleisbetts eine deutlich erschwerte Situation.
 
Nach rund eineinhalb Stunden konnte die vollständige Sperrung der Bahnstrecke aufgehoben werden. Die evakuierten Fahrgäste wurden anschließend für die Weiterreise auf reguläre, nachfolgende Züge verteilt.
Zwei Personen wurden durch den Rettungsdienst ambulant medizinisch versorgt – weitere Verletzungen wurden glücklicherweise nicht festgestellt.
 
Unter der Leitung von Feuerwehr-Einsatzleiter Sven Hense sowie Einsatzleiter Rettungsdienst Holger Sauer wurde der Einsatz koordiniert und strukturiert abgearbeitet. Auch ein Notfallmanager der Deutschen Bahn war frühzeitig vor Ort und koordinierte gemeinsam mit dem professionell agierenden Zugpersonal die technischen und betrieblichen Maßnahmen.
Seitens der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg unterstützten Kreisbrandrat Frank Wissel, Kreisbrandmeister Marco Laske sowie Pressesprecher Fabien Kriegel die Einsatzleitung. Die Feuerwehr Laufach war mit rund 30 Einsatzkräften im Einsatz, der Rettungsdienst mit etwa 10 Kräften.
 
Die gesamte Evakuierung verlief ruhig und geordnet. Die Fahrgäste zeigten großes Verständnis für die Situation und bedankten sich wiederholt bei den Einsatzkräften für die Unterstützung – die Zusammenarbeit zwischen Passagieren und Einsatzkräften war vorbildlich. Der Einsatz konnte gegen 18:00 Uhr ohne größere Vorkommnisse dank der guten und professionellen Zusammenarbeit aller Beteiligten abgearbeitet und beendet werden.
 
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Text und Bilder: Fabien Kriegel, Pressesprecher Kreisbrandinspektion 

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