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Sehr geehrte Kommandanten,
sehr geehrte Gerätewarte,

da das Kontingent aus dem Einsatz in Bad Neuenahr - Ahrweiler wieder zurück ist, hier nochmal eine kleine Gedankenstütze für die Nachbereitung.

- Solltet ihr durch Wasser gefahren sein, kontrolliert bitte nochmals die Achsen und Bremsen
- komplette Reinigung der Unterböden
- eventuell Nachkonservierung des Unterboden
- Kontrolle der Reifen auf Beschädigungen oder Verunreinigungen
- Reinigung der Pumpen (TP4, Chiemsee, Flyt) nach Herstellerangaben
- Reinigung und Prüfen aller sonstiger eingesetzter Gerätschaften
- Auffüllen aller verbrauchter Materialien
- Reinigung und Druckprüfung der Fahrzeugpumpen / Tragkraftspritzen
- Überprüfung der Stromerzeuger 

Das soll nur als eine kleine Gedankenstütze dienen und muss natürlich nicht unbedingt an jedem Fahrzeug alles durchgeführt werden. Es sollte je nach Einsatzart und Einsatzschwere für jedes Fahrzeug und Gerät entschieden werden.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Jörg Klingmann

KBM Technik

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Führungskräfte, liebe Kameradinnen und Kameraden,

aus der Geschäftsstelle in Unterschleißheim, in der ich soeben nach dem rund 36 Stunden dauernden  Besuch vor Ort im Kreis Ahrweiler wieder eingetroffen bin, berichte ich noch kurz von den Eindrücken, die ich wahrgenommen habe.

Die Katastrophe, die sich in dem den bayerischen Einsatzkräften zugewiesenen Gebiet des Ahrtales ereignete, hatte und hat unvorstellbare, geradezu apokalyptisch anmutende Ausmaße.  Diese beschreibe ich hier nicht näher, da sie allgemein in den Medien präsent sind.

Das von unserem Innenministerium über die Regierungen entsandte erste Kontingent konnte in den letzten Tagen bereits an vielen verschiedenen Einsatzstellen wirkungsvoll Hilfe leisten. Die weitere Verlängerung des Einsatzes war  daher nur zu verständlich.

Nach den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern, sind für die nächste Woche auch schon Oberbayern und Schwaben durch das Ministerium für einen möglichen Einsatz verständigt. Die weitere Absprache erfolgt jeweils zwischen den Regierungen und den betroffenen Kreisbrandräten.

Die Unterkunft für unsere Kräfte vor Ort in RP ist auf einem ehemaligen Flugplatz in Mendig gut situiert, sind doch von dort mittlerweile wieder nahezu alle Orte des Ahrtales über Straßen in vertretbarer Zeit erreichbar.

Dank der profunden Führungsarbeit von Kontingentführer Steffen Weber, Reg. Von Unterfranken, und der mittlerweile ebenso  gut funktionierenden Stabsarbeit in der Gesamteinsatzleitung, in der die Berufsfeuerwehr München maßgeblich unterstützt, erwartet die nachrückenden Kräfte eine strukturierte Einsatzsituation.

Ich danke hier erneut allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden die bereits im Einsatz waren und noch gehen, für ihre hohe Motivation und ihr umsichtiges Agieren.

Sowohl innerhalb der Blaulichtfamilie, als auch im Kontakt mit der Bevölkerung und den vielen Spontanhelfern wird das Miteinander und die Solidarität laufend spürbar.

Beim Austausch mit dem Präsidenten des LFV RP, Frank Hachemer, wurde mir die unglaubliche Dimension der Naturkatastrophe geschildert. Darüber hinaus haben wir die weiteren Möglichkeiten zur Unterstützung der Betroffenen wie z.B. Spendenaktionen oder Erholungsaufenthalte in Bayerisch Gmain diskutiert.

Weitere Informationen hierzu folgen.

In diesem Zusammenhang will ich nicht unerwähnt lassen, dass nach meiner Beobachtung die professionelle Hilfe zur Bewältigung der traumatisierenden Ereignisse sowohl für Einsatzkräfte, als auch die Bevölkerung umfassend geleistet wird.

Ich wünsche allen, die in dieser großen Not tatkräftig mithelfen, die Folgen zu lindern, weiter Kraft und den vielen Betroffenen dazu Trost und  Zuversicht.

Die bayerischen Feuerwehrler fühlen mit allen Betroffenen, egal ob daheim, in NRW oder RP – es gilt: Gemeinsam sind wir stark!

Es grüßt Sie und Euch übers Wochenende ein nachdenklicher

Johann Eitzenberger

Vorsitzender

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.
Carl-von-Linde-Straße 42
85716 Unterschleißheim

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Führungskräfte, liebe Kameradinnen und Kameraden,

aus aktuellem Anlass informieren wir, dass das Innenministerium den Hilfeleistungseinsatz der bayerischen Feuerwehren zunächst bis voraussichtlich 29.07. verlängert hat.

Aus diesem Grund werden die drei bisher in Rheinland-Pfalz anwesenden Kontingente am Samstag durch Kontingente aus der Oberpfalz und Niederbayern abgelöst.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Eitzenberger

Vorsitzender

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.
Carl-von-Linde-Straße 42
85716 Unterschleißheim

UPDATE Änderung der Ankunftszeit des Hilfeleistungskontingent

(Stand 24.07.2021-10:40 Uhr)

Das Hilfeleistungskontingent der Feuerwehren von Stadt und Landkreis Aschaffenburg wird 

am Samstag, 24.07.2021 gegen 13.30 Uhr 

auf dem Aschaffenburger Volksfestplatz zurück erwartet.

Landrat Dr. Alexander Legler und Oberbürgermeister Jürgen Herzing werden die Einsatzkräfte nach ihrem 5-tägigen Einsatz im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz, Lkr. Ahrweiler wieder in der Heimat begrüßen.

Kontingentführer Kreisbrandinspektor Frank Wissel steht den Medienvertretern für einen O-Ton gerne zur Verfügung. Die Pressesprecher der Kreisbrandinspektion sind als Ansprechpartner ebenfalls vor Ort.

Für Rückfragen zur Ankunft steht Pressesprecher Markus Fischer (0151 2240 1547) auch telefonisch zur Verfügung.

Änderungen der Ankunftszeit werden über unsere Social-Media-Kanäle bekanntgegeben.

Den vierten Tag infolge waren heute (Freitag, 23.07.21) 186 Einsatzkräfte mit 50 Fahrzeugen aus der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg damit beschäftigt, die Folgen des Unwetters in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu beseitigen.

Auch heute mussten viele Keller und Garagen ausgepumpt und von Schlamm befreit werden. Ebenso wurden Trümmerteile, defekte Geräte und Möbel aus Häusern geräumt - teilweise mit schwerem Gerät. Weiterhin fuhren die Feuerwehrleute mit den Wechselladerfahrzeugen Schutt und Sperrmüll zu den vorgesehenen Sammelstellen. Dabei wurden unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte durch eine Vielzahl freiwilliger Spontanhelfer tatkräftig unterstützt.

Neben den Aufräumarbeiten stellten die Feuerwehrleute die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Brauchwasser sicher. Hierzu mussten mehrere hundert Meter Schlauch in teilweise unwegsamem Gelände verlegt werden.

Aktuell plant Kontigentführer Kreisbrandinspektor Frank Wissel mit seinen Führungskräften die Rückfahrt des Hilfeleistungskontigents. Die Heimkehr ist für Samstag geplant. Die Einsatzkräfte werden gegen 15:00 Uhr auf dem Aschaffenburger Volksfestplatz erwartet. Nach einem erfolgten Corona-Test werden die Feuerwehrdienstleistenden in ihr wohlverdientes Wochenende verabschiedet werden.

Am Donnerstagabend besuchte der Verbandsvorsitzende des LandesFeuerwehrVerbandes Bayern Johann Eitzenberger die Mannschaft. Eitzenberger dankte den Einsatzkräften der Hilfeleistungskontigente, die stellvertretend für 320.000 Feuerwehrleute aus Bayern hier im Krisengebiet der Bevölkerung als verlässlicher Partner zur Seite stehen. Für den heutigen Abend wird der Landrat des Landkreises Aschaffenburg Dr. Alexander Legler vor Ort erwartet.

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Um den riesigen Massen an Sperrmüll, Treibgut und Schlamm Herr zu werden, kommen die Wechselladerfahrzeuge und der RW Kran zum Einsatz.
Es müssen die Straßen und Rettungswege geräumt werden um ein weiteres Vorgehen zu ermöglichen!
Trotzdem ist viel Handarbeit notwendig - das Team ist voll dabei!
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Die vergangenen Tage haben wir immer wieder Bilder aus dem Katastrophengebiet gezeigt. Wie auf den Bildern zu sehen ist, gehen unsere Helfer & Helferinnen körperlich an Ihre Grenzen!
Deshalb ist es wichtig, dass sie sich nach dem Einsatz ordentlich waschen können!
Durch den Landkreis wurde deshalb der Abrollbehälter DekonP (Personen) mit zusätzlichem Material beschafft. Der Abrollbehälter absolviert aktuell seine Feuertaufe noch vor der offiziellen Übergabe und Einweihung.
Auch der Transport und die Lagerung von Trinkwasser ist mit speziellem für diese Lagen konzipiertem Trinkwasser Equipment nun möglich.
Dies versetzt uns in die Lage, unser Personal auch in Bereichen zu versorgen, die keine intakte Infrastruktur mehr haben. Auch der Gang zur Toilette wurde dabei schon im Vorfeld bedacht.
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Wir trauern mit der Freiwillige Feuerwehr Markt Goldbach um Ihren ehemaligen stellv. Kommandanten und Ehrenmitglied Otto Windischmann, der am 22.07.2021 im Alter von 90 Jahren verstorben ist.

Otto trat am 01.01.1949 als 18 jähriger in die Freiwillige Feuerwehr Goldbach ein.

Neben seinen Tätigkeiten im Vereinsleben vertrat er die Feuerwehr als stellv. Kommandant in den Jahren 1970 – 1985.

Auch nach Ende seiner aktiven Dienstzeit blieb Otto der Feuerwehr erhalten. Sei es bei Festen und Veranstaltungen. Otto war ein verlässliches, engagiertes Mitglied, der immer ein Lächeln im Gesicht trug.

Die Feuerwehr Goldach ist Otto für sein unermüdliches Wirken in seiner Feuerwehr und dem Feuerwehrverein der Freiwilligen Feuerwehr Markt Goldbach e.V. sehr dankbar. Durch sein außerordentliches Engagement konnte viel für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Goldbach erreichet werden.

Unser aller Mitgefühl gilt seiner Familie.

Wir werden ihm in Dankbarkeit stets ein ehrendes Gedenken erhalten.

Lieber Otto, Ruhe in frieden

Bild Windischmann

Feuerwehr im Einsatz

Am Donnerstagabend (22.07.21) ging die Mitteilung über eine leblose Person ein, die in einem Altkleidercontainer feststeckte. Ein sofort verständigter Notarzt konnte nur noch den Tod der jungen Frau feststellen. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg führt die weiteren Ermittlungen.

Etwa gegen 19:45 Uhr befanden sich zwei Zeuginnen im Bereich eines Altkleidercontainers am Ostring und konnten hierbei eine weibliche Person feststellen, welche mit dem Oberkörper in dem Container feststeckte. Sie verständigten die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und eine Streife der Aschaffenburger Polizei sowie die örtliche Feuerwehr begaben sich umgehend vor Ort.

Für die junge Frau, die nach kurzer Zeit durch die Feuerwehr befreit werden konnte, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Ein sofort verständigter Notarzt konnte nur noch den Tod der 25-Jährigen feststellen.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat noch vor Ort die Ermittlungen übernommen. Derzeit gibt es keinerlei Hinweise auf eine Straftat, vielmehr wird von einem tragischen Unfallgeschehen ausgegangen.

Pressemeldung des PP Unterfranken

Auch heute (Donnerstag, 22.07.2021) machten sich die Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg nach dem Frühstück wieder auf den Weg in ihre zugewiesenen Einsatzabschnitte in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier war die Aufgabe weiterhin das Ausräumen von Kellern sowie das Beseitigen von Wasser und Schlamm. Bei den Tätigkeiten unterstützten Saugwagen verschiedener Firmen die Feuerwehr. Vor allem das Untergeschoss einer Schule beschäftigte die Einsatzkräfte heute über längere Zeit. Der Keller der Bildungseinrichtung mit einer Größe von ca. 1600 m2 stand teilweise bis zu drei Meter unter Wasser und musste ausgepumpt werden. Bevor die Tätigkeiten der Feuerwehr beginnen konnten begutachtete unser Fachberater Bau (Michael Reising, Feuerwehr Großostheim) das Gebäude begutachten und bewertete die Einsturzgefahr.

Zusätzlich wurde heute mit vier Wechselladerfahrzeugen der Feuerwehr Schutt und Sperrmüll aus den Straßen abgefahren. Für die Beladung der Mulden kamen unter anderem ein Teleskoplader der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg und ein Radlader des THWs zum Einsatz.

Aschaffenburgs Oberbürgermeister Jürgen Herzing besuchte zusammen mit dem Katastrophenschutzsachbearbeiter der Stadt Aschaffenburg Michael Steiner heute Morgen die Einsatzkräfte im Krisengebiet. Das Stadtoberhaupt verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die Tätigkeiten der Feuerwehr, dankte für deren unermüdlichen Einsatz und überbrachte Grußworte. Für den heutigen Abend hat sich der Verbandsvorsitzende des LandesFeuerwehrVerbandes Bayern Johann Eitzenberger bei der Mannschaft angekündigt.

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Führung und Sanitätsdienst 
Hier ist der ELW des Landkreises Aschaffenburg im Schadensgebiet zu sehen. Nahe am Einsatzort koordiniert er mit Hilfe der Führungskräfte der Kreisbrandinspektion und der UG OEL Glattbach die verschiedenen Einsätze im Gebiet Ahrweiler. Die Leitung aller fränkischen Kräfte (Kontingent Bayern) ist im Bereich unserer Basis in Mendig.
Als fester Bestandteil des Kontingents haben die Malteser aus Aschaffenburg die sanitätsdienstliche Betreuung der Helfer übernommen. Sie führen auch die Reiseapotheke der Truppe.

Reiseapotheke“ für ein Feuerwehrhilfeleistungskontingent"

- Kopfschmerzmittel (z.B. ASPIRIN o.ä.) 200 Einheiten
- Kopfschmerzmittel (andere wg. Unverträglichkeit) 200 Einheiten
- Durchfallmedikament (Kohletabletten) 200 Einheiten
- Paracetamol
- Ibuprofen 400 (bis 400 rezeptfrei) 100 Einheiten
- Hustensaft 5 Flaschen (z.B. Spitzwegerich)
- Medikament gegen Übelkeit (z.B. Vomex o.ä.) 200 Einheiten
- Nasenspray / Nasentropfen 10 Einheiten (Meerwasserspray)
- Medikament gegen Sodbrennen (z.B. Bayer Talcid o.ä.) 100 Einheiten
- Heil- und Wundsalbe (z.B. Bepanthen o.ä.)
- Salbe od. Gel gegen Prellungen und Verstauchungen (z.B. Mobilat o.ä.)
- Salbe od. Gel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand (z.B. Fenistil o.ä.)
- Mittel gegen Flüssigkeitsverlust (z.B. Elotrans o.ä.)
- Beruhigungsmittel (Baldrianextrakt)
- Insekten- bzw. Mückenschutzmittel
- Calcium / Magnesium
- ABC-Salbe (5 Tuben)
- Eisspray (5 Dosen)
- Augentropfen
- Medikament gegen Halsschmerzen (z.B. Neo-Angin o.ä.)
- Menstruationsmedikamente
- Binden / Tampons
- Kreislaufmedikament
- Blasenplaster
- „normale“ Pflaster (Großpackung)
- Pflaster 2,5 cm (Leukosilk)
- Verbandmull 8cm
- Verbandpäckchen groß / klein
- Kompressen 10 x 10 cm
- Elastische Binden
- Wunddesinfektion (z.B. Kodanspray o.ä.)

- Brandwundenverbandtuch groß / klein
- Rettungsdecken (10 Stück)
- Fieberthermometer
- Pinzette chirurgisch / anatomisch
- Schere / Kleiderschere / Verbandschere
- Sicherheitsnadeln
- Ersatzbrillen verschiedene Stärken (z.B. Discount-Markt)
- Nagelschere / Feile
- Lippenstifte (z.B. Labello o.ä.) 15 Stück mit Lichtschutzfaktor
- Papiertaschentücher (z.B. Tempo - 100 Pack)
- Desinfektionsmittel (z.B. Sagrotan o.ä.) – v.a. auch in kleinen Gebinden (20-50 ml)
- Infektionsschutzhandschuhe (1000 Paar)
- Ohrstöpsel (1000 Paar)
- Handschutzcreme (10 große Tuben)
- Sonnencreme Lichtschutzfaktor 20 oder mehr (50 Flaschen)

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Da schon bei der Alarmierung des Hilfeleistungskontingetes klar war, eine Versorgung im Katastrophengebiet ist schwierig, wurde beschlossen unsere komplette Grundkomponente gemäß Vorplanung und HiKo Richtlinie mit zu aktivieren.
Diese bestehen aus
3.1 Treibstoff / Materialerhaltung​
3.2 Verpflegung/ Unterbringung​
3.3 Sanitätsdienst​
Noch in der Nacht begann die Männer und Frauen der Verpflegung unter der Leitung unseres Zugführers Andreas Waldschmitt und des Chefkoch Rolf Heeg mit der Arbeit. Getreu des Leitspruch „Ohne Mampf kein Kampf“ wurde noch in der Nacht damit begonnen Marschverpflegung vorzubereiten. 500 Brötchen wurden für das HiKo belegt und verpackt.
Im Schadengebiet ist unsere Basis das Kasernengelände in Menzig. Hier werden aktuell 500 Personen aus den drei fränkischen Kontinenten (AB Stadt und Kreis, Miltenberg und Bayreuth) durch das 22 köpfige Team versorgt.
Aber auch die Materialerhaltung ist bei der aktuellen Schadenlage wichtig! Das Team um den Schirrmeister der Stadt Aschaffenburg ist unermüdlich mit Reperaturen bzw. mit der Kraftstoffversorgung beschäftigt.
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Sehr geehrte Damen und Herren, werte Führungskräfte, liebe Kameradinnen und Kameraden,

nachdem gestern die bayerischen Einheiten (Stadt und Landkreis Aschaffenburg, Lkr.e Miltenberg und Bayreuth) bereits operativ tätig waren, wird der Einsatz heute mit u.a. Kontrolltätigkeiten, Auspumparbeiten, Sicherungsmaßnahmen sowie Bergeeinsätzen weitergeführt.

Seitens des GMLZ liegt zudem eine aktuelle Information vor, dass zu den ursprünglichen Hilfeersuchen vorerst keine weiteren Ressourcen von Rheinland-Pfalz mehr angefordert werden.

Für heute Nachmittag ist ein Treffen der Verbandsspitzen des Landesfeuerwehrverbandes aus Rheinland-Pfalz und Bayern vorgesehen, bei dem über weitergehende Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen beraten wird.

Mit der Zuversicht auf eine mögliche Entspannung der Lage und dem großen Dank an alle für die auch an uns gemeldete mögliche Unterstützung verbleiben wir bis voraussichtlich morgen Abend,

mit freundlichen Grüßen

Johann Eitzenberger

Vorsitzender

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.
Carl-von-Linde-Straße 42
85716 Unterschleißheim

„Politische Forderungen im laufenden Einsatz sind pietätlos“
Deutscher Feuerwehrverband verspricht umfangreiche Analyse der Ereignisse

Berlin – Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), erteilt politischen Forderungen während des noch laufenden Einsatzes im Westen Deutschlands eine klare Absage: „Es ist für mich pietätlos. Gerade haben wir die Nachricht vom Tode einer jungen Feuerwehrkameradin in Rheinland-Pfalz erhalten. Vier weitere Feuerwehrangehörige sind in Nordrhein-Westfalen im Einsatz gestorben. Jetzt ist nicht die Zeit für Schnellschüsse. Wir sind in einigen Regionen immer noch in der Phase der Nothilfe; es geht akut um die Bewältigung der Lage vor Ort!“
 
„Wenn der Einsatz beendet ist, muss er umfangreich, fachlich, objektiv und ohne politische Hintergedanken analysiert werden – auch im Bereich der Warnung der Bevölkerung. Wir werden uns dann an der umfangreichen Auswertung beteiligen. Nötige Verbesserungen werden wir dann auch mit Nachdruck einfordern“, verspricht Banse.
 
Aus ganz Deutschland sind immer noch Kräfte vor Ort, auf der Rückkehr vom Einsatz oder in Bereitschaft. „Es ist wichtig, dass über die gesamte Dauer der Lage eine geregelte Ablösung von Feuerwehrkräften möglich ist – das ist nur mit dem flächendeckenden System möglich, in dem es in fast jedem Ort eine Freiwillige Feuerwehr gibt“, so der DFV-Präsident. Er bedankt sich bei allen Menschen, die den Einsatz der Feuerwehrangehörigen ermöglichen: „Mein Dank natürlich vor allem den Feuerwehrleuten, aber auch deren Familienangehörigen und Arbeitgebern!“
 
Deutschlands System der flächendeckenden Gefahrenabwehr durch die Feuerwehren ist in Form und Größe einzigartig. Es wird getragen von einer Gemeinschaft von Menschen, die haupt- und ehrenamtlich sowohl in öffentlich-rechtlicher als auch in privater Trägerschaft tätig sind. Die Gemeinschaft der Feuerwehrangehörigen sichert ein verlässliches System schneller und kompetenter Hilfe in Deutschland. Insgesamt sind 1,34 Millionen Menschen in den Feuerwehren aktiv. Sie sind eine tragende Säule im Katastrophenschutz in Deutschland.

Einsatztag 2: Nach dem gemeinsamen Frühstück und einer kurzen Lagebesprechung in unserer Unterkunft sind unsere Einheiten aktuell wieder in das Schadensgebiet abgerückt. Ziel ist das vom Hochwasser schwer getroffene 35 km entfernte Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier sollen bis Sonnenuntergang Arbeiten durchgeführt und der schwer geschädigten Bevölkerung geholfen werden. 

Nach der kurzen Rast an der von unserer Logistiktruppe im Aufbau befindlichen Unterkunft auf dem Flugplatz Menzig ging es heute Nachmittag für unsere Einsatzkräfte in die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier erhielten unseres Kontingent zwei Straßenzüge zur Unterstützung der Anwohner zugewiesen. Die Zerstörungswucht der Flut hat hier Häuser bis zum ersten Stock in Mitleidenschaft gezogen. Zerborstene Scheiben, vollgelaufene Keller, Berge von Sperrmüll und Schlamm auf den Straßen deuten auf die Folgen der Sturzflut hin. Ebenso ist das Einsatzgebiet geprägt von ausgeschwemmten Straßen, eingestürzten Brücken und völlig zerbeulten Fahrzeugen. Unsere Einheiten räumten zunächst gemeinsam mit Anwohnern und Radladern einige Abläufe frei, um erstmal Wasser und den Zentimeterdicken Schlamm von der Fahrbahn zu bekommen. Parallel dazu begannen die Kräfte mit großen Pumpen die Keller trocken zu legen. Durch dicke Schlammschichten von bis zu 50cm gestaltet sich das jedoch zeit- und personalintensiv. Um den Schlick zu verdünnen und auch die Wände der Wohnungen vom groben Dreck zu reinigen, müssen diese mit Wasser ausgespritzt werden. Die Wasserversorgung der Stadt fiel allerdings auch den Fluten zum Opfer. So fördern einige Einheiten mit mehreren Pumpen Wasser aus der Ahr zum Reinigen in die Häuser. Die schweißtreibende Arbeit zog sich heute bis ca. 19 Uhr. Anschließend mussten Fahrzeuge, Material und Personal zunächst vor Ort gereinigt werden, um morgen wieder einsatzfähig zu sein. Um 21:00 Uhr gab es dann nach der Rückkehr in die 35 km entfernten Unterkunft ein von unserer Feldküche zubereitetes Abendessen. Derzeit laufen noch die letzten Vorbereitungen für den erneuten Einsatz morgen früh, dann ist nach einem langen Nachtruhe.

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Führungskräfte, liebe Kameradinnen und Kameraden,

bis 19.00 Uhr sind heute alle 450 Einsatzkräfte der drei Hilfeleistungskontingente aus den Landkreisen Miltenberg, Aschaffenburg und Bayreuth am Rande des Katastrophengebietes Ahrtal in Rheinland-Pfalz eingetroffen.

Kontingentführer Steffen Weber von der Regierung von Unterfranken stellte den Kontakt zur Einsatzleitung vor Ort her. Hauptaufgabe dieses ersten Tages war dann das Herrichten des eigenen Bereitstellungsraumes mit Versorgungs- und Übernachtungsmöglichkeit. War ursprünglich eine freie Wiesen-/Kiesfläche ohne jegliche Infrastruktur anvisiert, so konnte nach weiteren Besprechungen eine ehemalige, stillgelegte Bundeswehrliegenschaft am ehem. Flugplatz Mendig ertüchtigt werden.

Dank der schnellen und unkomplizierten Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern vor Ort konnte bis zum Abend sowohl die Strom-, als auch die Wasserversorgung geregelt werden.

Alle Einsatzkräfte werden nun morgen früh – nachdem heute bereits Teilerkundungen stattgefunden haben – zielgerichtet die schon anwesenden Helfer unterstützen.

Ob und wann es zu einer Ablöse der Kräfte kommt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Mittlerweile sind auch weitere Feuerwehrkontingente aus anderen Bundesländern, so z.B. aus Schleswig-Holstein, auf dem Weg.

Aus den ersten Schilderungen unserer Kameraden kommt aber deutlich die unfassbare Dimension der Verwüstungen zum Ausdruck.

Deshalb auch an dieser Stelle schon jetzt ein herzliches Dankeschön und für die nächsten Tage viel Kraft und ein unfallfreies Arbeiten.

Passt auf Euch auf! Wir bleiben in Verbindung!

Mit freundlichen Grüßen

Johann Eitzenberger
Vorsitzender

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.
Carl-von-Linde-Straße 42
85716 Unterschleißheim