Bessenbach, 05. Februar 2026 – Am Donnerstagabend kam es in Oberbessenbach zu einem ausgedehnten Schuppenbrand auf einem landwirtschaftlich genutzten Anwesen, bei dem ein 17-jähriger Jugendlicher schwere Brandverletzungen erlitt. Der Schwerverletzte musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Verbrennungsklinik geflogen werden.
Die Feuerwehr Bessenbach wurde gemeinsam mit dem zuständigen Kreisbrandmeister Marco Eich um 20:22 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B3 im Freien – Am Gebäude“ alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sowie Flammenschein weithin sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Schuppen bereits in Vollbrand.
Aufgrund der Ausdehnung des Brandes, der unmittelbaren Nähe zu weiteren Wohngebäuden sowie einer nahegelegenen Stallung wurde das Einsatzstichwort wenige Minuten später auf „B4 im Gebäude – ausgedehnt / hoch bis 6. OG“ erhöht. In der Folge wurde unter anderem die Feuerwehr Haibach sowie mehrere Mitglieder der Kreisbrandinspektion an die Einsatzstelle alarmiert.
Nach ersten Erkenntnissen kam es im Inneren des Schuppens vermutlich zu einer Verpuffung. Dabei erlitt der 17-Jährige schwere Brandverletzungen. Zwei weitere Jugendliche wurden leicht verletzt und vor Ort notärztlich, jedoch ambulant, versorgt.
Die Feuerwehr Bessenbach begann unmittelbar nach dem Eintreffen mit umfangreichen Löschmaßnahmen. Mehrere Trupps unter Atemschutz nahmen die Brandbekämpfung vor. Das Feuer breitete sich rasch aus und drohte auf angrenzende Gebäude überzugreifen. Oberste Priorität hatte daher der Schutz der umliegenden Wohnhäuser sowie der Stallungen. Durch den schnellen und koordinierten Einsatz der Feuerwehr konnte eine Brandausbreitung erfolgreich verhindert werden. Mehrere Strahlrohre kamen zum Einsatz, um den Brand zügig unter Kontrolle zu bringen.
Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Schuppen einsturzgefährdet war, erfolgte die Brandbekämpfung ausschließlich von außen. Parallel dazu leuchtete die Feuerwehr einen nahegelegenen Sportplatz für die Landung des Rettungshubschraubers aus.
Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bessenbach und Haibach im Einsatz. Die Einsatzleitung lag bei Kommandant Martin Gadau von der Feuerwehr Bessenbach. Unterstützt wurde er unter anderem von Kreisbrandrat Frank Wissel, Kreisbrandinspektor Georg Thoma sowie weiteren Kräften der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg.
Seitens des Rettungsdienstes befanden sich zwei Rettungswagen, ein Notarzt, ein Rettungshubschrauber sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst der Malteser, Florian Ewald, an der Einsatzstelle. Auch Landrat Dr. Alexander Legler und der 1. Bürgermeister der Gemeinde Bessenbach, Christoph Ruppert, machten sich vor Ort ein Bild der Lage.
Die Brandursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.





Text/Bilder: Fabien Kriegel, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg; Feuerwehr Bessenbach












