
Am Sonntag, den 10.05.2026, wurden um 11:17 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Westerngrund, die Feuerwehr Kleinkahl, der Rettungsdienst, die Bergwacht sowie der zuständige Kreisbrandinspektor Georg Thoma mit dem Einsatzstichwort „Rettungsdienst – Bergrettung – Rettungsdiensteinsatz in unwegsamem Gelände“ alarmiert.
Vor Ort zeigte sich, dass eine Radfahrerin in einen Entwässerungsgraben gestürzt war. Die Feuerwehrsanitäter unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der verletzten Fahrradfahrerin. Weitere Einsatzkräfte halfen bei der Rettung aus dem Graben.
Anschließend wurde die Patientin zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
Der Einsatz zeigte erneut, wie wichtig gute Ortskenntnisse der Flurwege im Gemeindegebiet sind. Gleichzeitig konnten die Einsatzkräfte dank der bereits beim Ausrücken bekannten W3W-Koordinaten gezielt an die Einsatzstelle gelotst werden. Die Nutzung von what3words erwies sich dabei als wertvolle Unterstützung beim schnellen Auffinden der Einsatzstelle im unwegsamen Gelände.

Bild und Text: FF Westerngrund
Am Samstag, den 09.05.2026 wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Stockstadt morgens und nachmittags jeweils das MTA-Zusatzmodul ABC-Gefahren mit insgesamt 38 Teilnehmern durchgeführt. Die Teilnehmer kamen aus den Freiwilligen Feuerwehren Bessenbach, Heinrichsthal, Mainaschaff, Heimbuchenthal, Glattbach, Goldbach, Geiselbach-Omersbach, Karlstein, Kleinkahl, Königshofen, Krombach, Hösbach, Hösbach-Bahnhof, Waldaschaff, Sailauf, Schneppenbach und Schöllkrippen.
Nach dem theoretischen Teil konnten die Teilnehmer ihr Wissen an drei Stationen praktisch vertiefen. Thema waren hier radiologische Messtechnik, chemische Messtechnik und der Aufbau einer Sofort-Dekontamination.
(Quelle und Bilder FF Stockstadt)






Am Wochenende des 9. und 10. Mai veranstaltet die Polizei die Aktionstage Motorradsicherheit. Dazu wurde am Samstag ein Informationsstand an der AB 2 am Engländerhaus aufgebaut, am heutigen Sonntag gibt es die Möglichkeit, sich von 10:30h bis 16:30h an der Kreuzung "Sieben Wege" zwischen Laufach und Rothenbuch zu informieren.
Die FF Mömbris-Hutzelgrund unterstützte die Polizei mit ihrem MTW beim Transport des Schauanhängers.
[Quelle: FF Mömbris-Hutzelgrund]





Die Freiwillige Feuerwehr Rothenbuch wurde am Samstag, 09.05.2026, gegen 15:45 Uhr mit dem Einsatzstichwort „THL 1 – Verkehrsunfall mit Motorrad“ auf die B26 alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte kümmerten sich Feuerwehrsanitäter umgehend um die verunglückte Motorradfahrerin. In Abstimmung mit der Polizei wurde die B26 während des Einsatzes voll gesperrt.
Nach der Übergabe der verletzten Fahrerin an den Rettungsdienst (Malteser Hilfsdienst Aschaffenburg) unterstützten die Kräfte aus Rothenbuch die Abschleppmaßnahmen. Für die Reinigung der Fahrbahn musste auf Anweisung des Straßenbaulastträgers eine Spezialfirma hinzugezogen werden.
Neben der Feuerwehr Rothenbuch waren auch die Helfer-vor-Ort-Gruppe Rothenbuch sowie die Freiwillige Feuerwehr Laufach im Einsatz.


Bilder und Text: FF Rothenbuch
Am Samstag, den 09.05., fand bei der Freiwilligen Feuerwehr Sailauf eine ganztägige Schulung zum Thema Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen mit Pkw (THL VU PKW) statt. Ziel der Ausbildung war es, die Einsatzkräfte praxisnah auf verschiedene Unfallszenarien vorzubereiten und ihre Handlungssicherheit bei Verkehrsunfällen weiter zu stärken.
Die Schulung wurde unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Otto Hofmann durchgeführt. Unterstützt wurde er von Kreisbrandmeister Martin Bahmer sowie dessen Kameraden Felix Hofmann und Bastian Hofmann von der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff. Gemeinsam vermittelten sie ihr umfangreiches Fachwissen aus Theorie und Praxis.
Im Rahmen der Grundlagenschulung wurden zunächst wichtige theoretische Inhalte behandelt. Dabei standen Tipps und Tricks zur Stabilisierung von verunfallten Fahrzeugen, die patientengerechte Menschenrettung, die Kommunikation an der Einsatzstelle zwischen dem Gruppenführer und den einzelnen Trupps sowie taktische Überlegungen und verschiedene Vorgehensweisen bei Verkehrsunfällen im Fokus. Besonderes Augenmerk lag auf der sicheren und strukturierten Abarbeitung von Einsatzlagen sowie auf der Eigensicherung der Feuerwehrkräfte.
Im praktischen Teil konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Erlernte an realitätsnahen Übungsszenarien umsetzen. Dabei wurde der Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten, das Schaffen von Rettungsöffnungen sowie das teamorientierte Vorgehen an der Einsatzstelle intensiv trainiert. Unterschiedliche Unfalllagen ermöglichten es, mehrere taktische Varianten zu erproben und zu vergleichen.
Die Freiwillige Feuerwehr Sailauf unterstreicht mit dieser Ausbildung erneut die Bedeutung einer kontinuierlichen und fundierten Aus- und Fortbildung, um im Ernstfall schnell, sicher und professionell Hilfe leisten zu können.
Ein herzlicher Dank gilt den Ausbildern unserer Kreisbrandinspektion und aus Waldaschaff für die Durchführung der Schulung sowie allen Kameradinnen und Kameraden für ihre engagierte Teilnahme.
Fotos: Kreisbrandinspektion Aschaffenburg und FF Sailauf
Text: Christian Strohschein
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Bei entsprechendem Interesse können die Feuerwehren gerne mitbieten.
Beim 12. Symposium „Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren“, das die Stiftung „Hilfe für Helfer“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Fulda veranstaltete, drehte sich alles um die Besonderheiten der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) in Zivilschutzlagen. 130 Personen aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen und Strategien.
Karl-Heinz Banse, DFV-Präsident und Stiftungsvorsitzender, betonte bei der Eröffnung: „Es gibt Einsatzlagen, die ganz besondere psychische Belastungen hervorrufen: Etwa, wenn eigene Kräfte bei einem Atemschutznotfall vermisst sind. Das können wir uns alle vorstellen. Unvorstellbar für uns ist, was es im Krieg Russlands gegen die Ukraine leider allzu oft vorkommt: Einsatzkräfte werden durch einen zeitverzögerten Zweitschlag gezielt angegriffen. Ich bin dankbar, dass wir Einblicke erhalten haben, wie diese unmenschlichen Belastungen verarbeitet werden können.“
BBK-Präsidentin Grit Tüngler bekräftigte vorab die Bedeutung des Themas: „Die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte hat für das BBK einen hohen Stellenwert. Einsatzkräfte sind das Herzstück unserer Gefahrenabwehr und verdienen bestmögliche Unterstützung. In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Feuerwehrverband setzen wir uns nachhaltig für die Weiterentwicklung der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte ein. So stärken wir gemeinsam die Resilienz unserer Einsatzkräfte.“
Themen des 12. Symposiums im Überblick
- Dr. Frank Conrads (DFV-Bundesbeauftragter für Feuerwehrseelsorge) und Volker Harks (Referent an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung im BBK) gaben einen aktuellen Einblick in das Programm.
- Den Sachstand ein Jahr nach der Gründung des Fachzentrums für Resilienz und Traumaprävention (kurz: FRT) auf Bundesebene stellte Claudia Schedlich, fachliche FRT-Leiterin, vor.
- Wie Notfall- und Einsatzerfahrungen als eine Bildungschance verstanden werden können, trug Prof. Dr. Harald Karutz vor, der die Veränderung von Einsatzkräften durch belastende und potenziell traumatische Ereignisse als „transformative Lernprozesse“ betrachtete, indem die Menschen an den gesammelten Erfahrungen wachsen und reifen.
- BBK-Referent Mark Overhagen berichtete unter dem Titel „PSNV-E im Zivilschutz – Ein Wandel!?“, wie durch eine funktionale Psychosoziale Notfallversorgung von Einsatzkräften im Zivilschutzfall die Gefahrenabwehr und die Funktion der staatlichen Strukturen gesichert wird. Mit seinem Lob, „das Symposium ist das beste seiner Art in ganz Deutschland“ erntete er zudem große Zustimmung.
- Wie sich bei einem normalen Brandeinsatz eine Mayday-Lage entwickelte, schilderte Marco Reppien (Feuerwehrakademie Hamburg) mit authentischen Eindrücken der beteiligten Kräfte. „Es war ein besonderes Gefühl, als man mitbekommen hat, dass es ein Lebenszeichen gab“, so der Referent. Reppien bezeichnete die Einsatznachsorge als einen wichtigen Bestandteil der Aufarbeitung eines kritischen Einsatzes.
- „Starke Feuerwehren brauchen mehr als Einsatzstärke“, konstatierte Anna-Katharina Friedrich, Projektleiterin der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, in ihrem Vortrag zu „Schutz und Prävention im Ehrenamt“. „Schutz wird zu einer zentralen Voraussetzung dafür, dass ehrenamtliche Feuerwehren ihre wichtige Rolle langfristig wahrnehmen können“, so Friedrich. Sie informierte zudem, wie sich Feuerwehren in diesem Bereich durch die Stiftung fördern lassen können.
Erfahrungen aus der Ukraine
Die Erfahrungen von Einsatzkräften, PSNV-Experten und helfenden Händen bildeten den abschließenden Schwerpunkt des Symposiums. „Das ist kein Krieg, das ist die Hölle“ – unter diesem erschütternd realistischen Titel schilderte Unfallchirurg Bastian Veigel seine Erfahrungen aus drei Hilfseinsätzen im ukrainischen Donbas. „Man kann sich Krieg nicht vorstellen, das muss man erlebt haben: Nach zwei Schichten konnten wir sagen, welcher Panzer kommt. Das haben wir am Geräusch erkannt“, berichtete er. „Was bleibt, sind Freunde, Eindrücke und das Wissen, dass es an allem fehlt: Und Aufhören ist keine Option.“
PSNV-E-Angebote und Maßnahmen des „State Emergency Service of Ukraine” stellten Anastasiia Kuchynska (Leiterin der Abteilung für psychologische Unterstützung und sozialen Schutz im Personalwesen des Staatlichen Dienstes für Notfallsituationen der Ukraine) und Yuliia Sydorenko (Psychologin der Einheit für psychologische Unterstützung des Operationsunterstützungszentrums der Hauptabteilung des Staatlichen Dienstes für Notfallsituationen der Ukraine in der Region Saporischschja) vor. Ihren Vortrag leiteten die beiden Ukrainerinnen mit einem Film ein, der die Schrecken des Krieges deutlich machte. Kuchynska erläuterte den Aufbau der Sozialschutzes und die jeweiligen Aufgabenbereiche. Die Zahlen für die Unterstützung der Kräfte sind stark gestiegen: Von rund 6.500 Einsätzen zur psychologischen Notfallversorgung im Jahr 2024 auf fast schon 40.000 im laufenden Jahr 2026. „Gründe sind unter anderem der Blackout in Kiew, die extremen Wetterbedingungen mit starker Kälte sowie Wasserknappheit“, erklärte Anastasiia Kuchynska. Yuliia Sydorenko berichtete von Einsätzen der Psychologen und ihre persönlichen Eindrücke. „Wir helfen nicht nur durch Worte, sondern auch durch unsere Präsenz“, fasste sie zusammen. „Es ist sehr schön, dass Sie uns verstehen und uns beistehen“, dankten die Referentinnen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Abschließend folgte der Bereich „Reaktion auf die russische Kriegsführung: Anpassungen bei Feuerwehr und Rettungsdienst“. Zunächst kam Berufsfeuerwehrmann Nils Thal zu Wort, der seit 2022 immer wieder ehrenamtlich in Charkiw im Feuerwehreinsatz ist und in der Ukraine mittlerweile als Berater für Zivilschutz im Bereich der kriegsbetroffenen kritischen Infrastruktur geführt wird. „Wir müssen oftmals unsere Feuerwehreinsätze unterbrechen, weil weitere Angriffe erfolgen. Derartige Double Taps sind inzwischen die Regel“, berichtete er. Thal analysierte die Auswirkungen auf die Psyche, auch aus eigener Erfahrung: „Es ist ein großes Problem für die Einsatzkräfte, wenn sie nicht tätig werden können.“
Russland-Experte Andrey Gurkov stellte in einer Videoschalte vor, wie die russische Bevölkerung eingestimmt und vorbereitet werde – von Propaganda bis zur Kindererziehung. Er bezifferte die Zahl der Menschen, die den Krieg Russlands unterstützten, mit 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung. Hier spiele auch die ausgegebene „Wiederholung des Sieges“ in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg eine Rolle. Oleksandra Matviichuk, die als Gründerin einer ukrainischen Menschenrechtsorganisation 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, war ebenfalls digital zugeschaltet. „Wir dürfen uns nicht zu Geiseln der Umstände machen lassen. Wir sind Teilnehmer eines historischen Ereignisses, und nur die Würde ermöglicht es normalen Menschen, diesen Kampf auch in unerträglichen Umständen weiterzuführen“, resümierte sie.
„Menschen sollen erfahren, dass sie einen Unterschied machen können – auch für die Menschenwürde“, appellierte DFV-Bundesbeauftragter Dr. Frank Conrads in seinen abschließenden Worten.
Die freigegebenen Vorträge werden im Nachgang unter https://www.feuerwehrverband.de/dfv/hfh-vorstellung/hfh-symposien/ online gestellt.
Ausblick: Das 13. Symposium der Stiftung „Hilfe für Helfer“ wird am 13. Mai 2027 in Fulda stattfinden.
(Quelle DFV PM Nr. 23/2026 vom 08.05.2026)



