
Drei Rollcontainer erweitern die Einsatzmöglichkeiten des neuen Löschfahrzeugs – modulares System ermöglicht flexible Anpassung an unterschiedliche Einsatzlagen
Bei der Beschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 20 für die Freiwillige Feuerwehr Karlstein ist ein weiterer wichtiger Teilschritt abgeschlossen. Mit der Auslieferung von drei speziell konzipierten Rollcontainern (RC) wurde nun Los 4 der Fahrzeugbeschaffung abgeschlossen. Geliefert wurden die Rollcontainer durch die Firma K&S Feuerwehrtechnik aus Hungen, gefertigt wurden sie im Hause MUNK.
Das neue LF 20 erhält im Geräteraum G1 ein Liftsystem, mit dem unterschiedliche Beladungsmodule aufgenommen und je nach vorgesehenem Einsatz ausgetauscht werden können. Damit reagiert die Feuerwehr Karlstein auf eine wesentliche Veränderung ihres Fahrzeugkonzeptes: Künftig stehen nur noch zwei statt bisher drei Löschfahrzeuge zur Verfügung. Um dennoch bei den unterschiedlichen Einsatzszenarien schlagkräftig und flexibel reagieren zu können, wurde bereits bei der Planung des neuen LF 20 großer Wert auf eine vielseitige Nutzung gelegt.
Das Fahrzeug wird künftig das bisherige LF 16/12 ersetzen und regulär im Löschzug eingesetzt. Gleichzeitig übernimmt es Teile des bisherigen Aufgabenspektrums des LF 10/6, insbesondere bei Unwetterlagen und kleineren Einsätzen. Auch im überörtlichen Zugkonzept ist das LF 20 als erstes Löschfahrzeug im Zug 13 vorgesehen.
Innerhalb Karlsteins soll das neue LF 20 künftig ebenfalls eine zentrale Rolle spielen: Bei Brandmeldeanlagen sowie bei tatsächlichen Brandeinsätzen wird es als erstes Löschfahrzeug noch vor dem HLF 20/16 ausrücken. Aufgrund dieses breiten Einsatzspektrums war eine Lösung gefragt, mit der sich zusätzliche Spezialausrüstung bedarfsgerecht mitführen lässt. Hierfür wurden drei unterschiedliche Wechselmodule beschafft.
Rollcontainer ABC
Der Rollcontainer „ABC“ ist für Einsätze mit atomaren, biologischen oder chemischen Gefahrstoffen vorgesehen und wird als Standardmodul dauerhaft auf dem LF 20 mitgeführt. Hintergrund sind unter anderem Betriebe im Karlsteiner Gemeindegebiet, die aufgrund ihrer Tätigkeiten entsprechenden Feuerwehr-Gefahrengruppen zugeordnet sind.
Zur Ausstattung gehören vier vollwertige Chemikalienschutzanzüge (CSA), vier CSA-Einwegschutzanzüge sowie vier weitere Einwegschutzanzüge der Kategorie III, Typ 3. Hinzu kommt Material für den Aufbau eines Not-Dekontaminationsplatzes, darunter Filter, Handschuhe, Auffangwanne, Folien, Beutel und Absperrmaterial.
Für Einsätze mit radioaktiven Stoffen stehen außerdem ein spezieller Messkoffer einschließlich Dosimetrie für einen Einsatztrupp, ein Teletector sowie entsprechende Schutzkleidung zur Verfügung. Damit kann die Feuerwehr bereits in der Anfangsphase eines Gefahrstoffeinsatzes wichtige Maßnahmen eigenständig durchführen.
Rollcontainer Unwetter
Der zweite Rollcontainer wurde speziell für nicht zeitkritische Flächen- und Unwetterlagen zusammengestellt. Gerade bei Starkregenereignissen müssen häufig mehrere Einsatzstellen mit Wasser in Kellern oder Gebäuden nacheinander abgearbeitet werden.
Dafür stehen auf dem Modul unter anderem ein Wassersauger, eine Mini-Chiemsee-Pumpe und eine modifizierte Tauchpumpe TP 4/1 jeweils einschließlich des erforderlichen Zubehörs zur Verfügung. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine akkubetriebene Einsatzleuchte sowie einen Spannungsprüfer für Wasser.
Das Modul ermöglicht es, das LF 20 bei entsprechenden Wetterlagen gezielt für technische Hilfeleistungen auszurüsten, ohne diese umfangreiche Zusatzausstattung dauerhaft auf dem Fahrzeug mitführen zu müssen.
Rollcontainer Transport
Beim dritten Modul handelt es sich um einen Gitterrollwagen mit Kunststoffwanne. Dieser ist vor allem für den Rücktransport von gebrauchtem und verschmutztem Einsatzmaterial vorgesehen – beispielsweise nach überörtlichen Einsätzen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe oder des Zugkonzeptes.
Benutzte Atemschutzgeräte, Schläuche oder Schutzkleidung können darin außerhalb der Mannschaftskabine transportiert werden. Das bei einem Einsatz einer Staffel oder Gruppe verwendete Material lässt sich in vielen Fällen direkt mit dem LF 20 zurückführen. Die zusätzliche Anforderung eines Versorgungs-Lkw kann dadurch bei kleineren Einsatzlagen vermieden werden.
Normbeladung bleibt immer an Bord
Wichtig bei dem neuen Konzept ist: Die vorgeschriebene Normbeladung des LF 20 verbleibt vollständig und dauerhaft auf dem Fahrzeug. Bei den drei Rollcontainern handelt es sich ausschließlich um zusätzliche Ausrüstung. Durch das Liftsystem im Geräteraum G1 kann diese Zusatzbeladung künftig entsprechend der jeweiligen Aufgabe angepasst werden.
Mit der Auslieferung der drei Rollcontainer ist ein weiterer Baustein der Beschaffung des neuen LF 20 abgeschlossen. Das modulare Konzept soll dazu beitragen, trotz der künftig reduzierten Zahl an Löschfahrzeugen möglichst viele Einsatzszenarien mit der vorhandenen Fahrzeugtechnik abdecken zu können.
Wie gut sich das Wechselmodul-System im täglichen Einsatzdienst bewährt, wird schließlich die Praxis zeigen. Die Feuerwehr Karlstein ist mit der neuen Lösung jedoch für ein breites Spektrum möglicher Einsatzlagen vorbereitet.







Text und Bilder: Andreas Emge, FF Karlstein
Der gestrige Sonntag stand ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr.
Zur bayerischen Jugendleistungsprüfung sind insgesamt 44 Anwärter aus 9 Jugendfeuerwehren angetreten und stellten dabei ihr Können und Wissen bei den verschiedenen Einzel- und Truppaufgaben unter Beweis.
Am Ende des Tages konnten dabei allen Jugendlichen zur bestandenen Prüfung gratuliert werden.
Herzlichen Glückwunsch an die Jugendlichen zu dieser tollen Leistung. Teilgenommen haben Feuerwehranwärter aus den Feuerwehren Heimbuchenthal, Heinrichsthal, Hofstädten, Kleinkahl, Sailauf, Schneppenbach, Schöllkrippen, Weibersbrunn und Wenigumstadt.
Ein großes Dankeschön an die Schiedsrichter für die faire Durchführung der Prüfung und an die Jugendwarte für die Vorbereitung. Ohne deren Einsatz wäre ein solcher Tag nicht möglich!
Vielen Dank auch an die Feuerwehr Heinrichsthal für die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten.








138 Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Aschaffenburg beim Dankeschön des Freistaats Bayern in München














Am Samstagabend (12.09.2026) gegen kurz vor 22:00 Uhr wurden die Feuerwehr Großostheim zu einem Heckenbrand in die Straße „Zum Hönig“ alarmiert. Aufgrund mehrerer Anrufer erhöhte die Leitstelle bayerischer Untermain noch auf Anfahrt das Schlagwort auf „B3 – Brand im Freien - am Gebäude“. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte hatte der Heckenbrand bereits auf einen Anbau übergegriffen. Daraufhin wurde das Schlagwort nochmals auf „B4 – Landwirtschaft Stall/Scheune“ erhöht. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine Ausbreitung auf die komplette Scheune verhindert werden.
Die Feuerwehr Großostheim bekämpfte den Brand mit zwei C-Rohren im Außenangriff sowie einem Atemschutztrupp mit Schaumrohr im Nebengebäude. Eine Gas-Flasche konnte von Einsatzkräften geborgen und anschließend in einem Wasserbad gekühlt werden. Der mitalarmierte Löschzug der Feuerwehr Stockstadt am Main stand zur Unterstützung bereit, musste aber nicht mehr eingesetzt werden. Weitere anfahrende Kräfte der Unterstützungsgruppe für die Einsatzleitung (UG-ÖEL) der Feuerwehr Glattbach konnten die Alarmfahrt abbrechen.
Einsatzleiter Alan Friedreich (Kommandant der Feuerwehr Großostheim) konnte auf ca. 55 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen zurückgreifen. Seitens der Kreisbrandinspektion waren mehrere Mitglieder auf Anfahrt. Kreisbrandrat Frank Wissel sowie Kreisbrandmeister Tobias Brinkmann standen dem Einsatzleiter beratend zur Seite.
Der Rettungsdienst war unter der Leitung von Florian Ewald (Malteser) mit zwei Rettungswagen (BRK) und einem Fahrzeug der UG-Rett des BRK Großostheim zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Verletzt wurde niemand.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Einsatzende war um 23:30 Uhr.
Fotos: Kreisbrandinspektion Aschaffenburg





Wenighösbach, 05. September 2026 – Bei bestem Spätsommerwetter konnte die Freiwillige Feuerwehr Wenighösbach am vergangenen Samstag einen besonderen Tag feiern: Die feierliche Segnung des neuen LF 10 und des neuen Kinderfeuerwehrautos bildete den Auftakt zu einem rundum gelungenen Festtag.
Diakon Georg Rausch nahm die Fahrzeugsegnung am Dorfgemeinschaftshaus vor und fand dabei passende geistliche Worte. Besonders schön war, dass er auch die jüngsten Mitglieder der Feuerwehr mit einbezog, welche die Fahrzeuge mit Weihwasser besprengen durften. Auch das neue Fahrzeug der Kinderfeuerwehr wurde gesegnet.
In seiner Ansprache blickte der 1. Kommandant Lukas Wagner auf die vergangenen 34 Jahre mit dem bisherigen LF 8/6 zurück. Gleichzeitig ließ er die letzten vier Jahre Revue passieren, in denen Planung, Vorbereitung und Beschaffung des neuen LF 10 vorangetrieben wurden. Ein besonderer Dank galt dabei Tobias Brinkmann, der die Feuerwehr mit viel Fachwissen und Engagement bei der Beschaffung unterstützte und diese koordinierte.
Auch für die Kinderfeuerwehr gab es einen ganz besonderen Moment. Kinderfeuerwehrbeauftragte Claudia Lippert bedankte sich im Namen der Kinder bei den Brüdern Klaus und Hans-Erich Sauer. In einem echten Geheimprojekt hatten die beiden innerhalb eines Jahres ein voll funktionsfähiges Kinderfeuerwehrauto gebaut. Damit ging für die Feuerdrachen ein besonderer Wunsch in Erfüllung.
Die 1. Vorsitzende Yvonne Bergmann-Seitz sprach ebenfalls ihren Dank aus, insbesondere an Markus Lippert, der sich um die Koordination und Abwicklung der Restaurierung der historischen Feuerwehrspritze aus dem Jahr 1903 gekümmert hatte.
Zu den Gratulanten aus Politik und Feuerwehrwesen gehörten der 1. Bürgermeister des Marktes Hösbach Frank Houben, Landrat Dr. Alexander Legler sowie für den Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg Kreisbrandrat Frank Wissel.
Nach dem offiziellen Teil gab Kommandant Lukas Wagner den Startschuss für das anschließende Weinfest. Bei bestem Wetter, einer fantastischen Auswahl an Weinen, leckerem Essen und guter Musik der Äppelvoices wurde gemeinsam mit zahlreichen Gästen bis in die Nacht gefeiert.
Ein besonderer Tag für die Feuerwehr Wenighösbach, der einmal mehr gezeigt hat, was eine starke Gemeinschaft bewegen kann: Tradition bewahren, Zukunft gestalten und vor allem gemeinsam feiern.





Text und Bilder: Feuerwehr Wenighösbach
Bei der heutigen Kommandantenwahl der Feuerwehr Schneppenbach waren von insgesamt 34 aktiven Feuerwehrdienstleistenden 19 Personen anwesend.
Im Rahmen der Wahl wurde Florian Schreck zum 1. Kommandanten und Tobias Zang zum 2. Kommandanten gewählt. Beide erhielten jeweils bei einer Enthaltung die Zustimmung der anwesenden Wahlberechtigten und können damit auf einen starken Rückhalt innerhalb der Mannschaft bauen.
Ein besonderer Dank galt Johannes Scholz, der nach insgesamt 18 Jahren in verantwortlicher Funktion als Kommandant beziehungsweise stellvertretender Kommandant nicht mehr zur Wahl antrat. Mit seinem langjährigen Engagement hat er über viele Jahre hinweg Verantwortung für die Feuerwehr Schneppenbach und ihre Mannschaft übernommen.
Die Wahl wurde von Kreisbrandinspektor Georg Thoma, Kreisbrandmeister Jörg Klingmann und Bürgermeister Marc Babo begleitet, die ebenfalls vor Ort waren.
Mit Florian Schreck und Tobias Zang geht die Feuerwehr Schneppenbach nun mit einer neu gewählten Führung in die kommenden Jahre.

Am Freitag, 11.09.2026, wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren Goldbach, Hösbach und Aschaffenburg um 14:48 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf die A3 in Fahrtrichtung Würzburg alarmiert. Der Unfall ereignete sich kurz vor der Einhausung Goldbach.
Nach ersten Erkenntnissen waren vier Pkw und ein Lkw in einen Auffahrunfall verwickelt. Insgesamt befanden sich sechs Personen in den beteiligten Fahrzeugen. Drei von ihnen wurden bei dem Unfall verletzt. Zwei Personen erlitten schwere Verletzungen, eine weitere Person wurde leicht verletzt. Die Verletzten wurden durch den Rettungsdienst versorgt, der mit mehreren Fahrzeugen an der Einsatzstelle war.
Die Tätigkeiten der Feuerwehr beschränkten sich auf Absperrmaßnahmen und die Absicherung der Einsatzstelle. Unmittelbar nach dem Unfall musste die Autobahn in Fahrtrichtung Würzburg vollständig gesperrt werden. Im weiteren Verlauf konnte zunächst eine Fahrspur wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zwischenzeitlich ist die Autobahn wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. Durch den Unfall kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der A3 sowie auf den umliegenden Ausweichrouten.
Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Die Einsatzleitung der Feuerwehr lag bei Max Asmar, Kommandant der Feuerwehr Goldbach. Seitens der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg war Kreisbrandinspektor Otto Hofmann an der Einsatzstelle. Die Einsatzleitung des Rettungsdienstes übernahm Florian Ewald.
Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit noch unklar.

Text und Bild: Freiwillige Feuerwehr Goldbach
Der Aus- und Umbau der vier neuen Wechsellader-Fahrzeuge schreitet bei der Firma Göbel in Aschaffenburg weiter voran.
Der mechanische Aus- und Aufbau ist mittlerweile abgeschlossen und die Hakengeräte sind montiert. Jetzt werden alle vier Fahrzeuge parallel mit Funk und Sondersignal ausgestattet.
Wenn alles weiter nach Plan läuft, werden die vier Fahrzeuge noch im Spätherbst diesen Jahres ausgeliefert.





