Für die im Jahr 2024 vom Landkreis beschafften Utility Transport Vehicle, kurz UTV (Nutzfahrzeug) samt Anhänger, veranstaltete die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg mit der Unterstützung von Friedolin Kerber (KBM Technik a.D.), Johannes Körner von der Feuerwehr Laufach und Manuel Spielmann (firetrux.com) ein Fahrertraining für Kräfte der Feuerwehren mit UTV, Johannesberg, Hemsbach und Heinrichsthal.
Am Samstag, dem 15.11.2025, trafen sich die Einsatzkräfte im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Winzenhohl.
Im Theorieteil wurde der Einsatzzweck der Fahrzeuge besprochen: diese sind beispielsweise für Kontingenteinsätze eingeplant und können dann per LKW an den Einsatzort transportiert werden. Innerhalb des Landkreises werden sie zu bestimmten Schlagworten oder auf Anforderung, z.B. bei Waldbränden oder Personensuchen, alarmiert und erreichen dann aus eigener Kraft die Einsatzstelle.
Danach fand eine Stoffsammlung mit anschließendem Gruppeninterview zu den Stichworten Fahrzeug, Gelände, Fahrer und gesetzlichen Grundlagen statt. Hier gab es regen Austausch der einzelnen Wehren und es konnte von unterschiedlichen Erfahrungen in den Einsätzen und Übungen der vergangenen Monate partizipiert werden.
Ergänzt von den Praxistipps der Kameraden Kerber und Körner, welche privat das gleiche UTV-Modell betreiben und den Hinweisen von Fahrlehrer Manuel Spielmann, konnten die Gedanken zusammengefasst und visualisiert werden, sodass die heute geschulten Fahrer die Inhalte als Multiplikatoren an den eigenen Standorten nutzen können.
Nach der Verlegung in den Schmerlenbacher Wald begann der Praxisteil mit fünf Stationen.
Station Selbstbergung
Zunächst wurde eine Selbstbergung an einer Steigung im Wald simuliert. Hier konnte sich jeder Teilnehmer einmal selbst mit der am Fahrzeug angebauten Winde selbst bergen.
Station Personentransport
Hier wurde der Fokus zunächst auf das Fahren auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen gelegt. Jeder Fahrer durfte jeweils den Parcours einmal als Fahrer, Beifahrer und als Person auf dem Anhänger absolvieren. Schotter, Schlamm, bergauf, bergab, Feldweg und Asphalt galt es zu erfahren.
Station schweres Gelände
Der Schmerlenbacher Wald ist durchzogen von tiefen Gräben und ordentlichen Steigungen. Hier sind auf kurzen Strecken zwischen 60 und 80 Höhenmeter zu überwinden. Steine, Wurzeln, Stämme, Äste, Schlammlöcher, scharfe Richtungswechsel und vieles mehr galt es während der Passagen zu bedenken und bewusst zu befahren. Die Zusammenarbeit mit dem Beifahrer und das händische Beseitigen von etwaigen Hindernissen führten hier zu professionellem Fahren.
Station Hohlweg
Als Abschluss wurde an einem steilen Hohlweg das bergauf und bergab Fahren trainiert. Grobe Steine, ausgewaschene Rinnen und kleinere Erdhügel forderten die Fahrer.
Beim Abschlussgespräch wurde neben der äußerst guten Verpflegung durch den Gasthof Sonne in Winzenhohl auch der sehr hohe Praxisanteil der Veranstaltung gelobt. Jedem Fahrer stand ausreichend Fahrzeit zur Verfügung. Es konnten neue Eindrücke mitgenommen und bekannte Fertigkeiten gefestigt werden.
Besonderer Dank geht an Jochen Jahres für das Mulchen der befahrenen Hänge, Ute Nagel vom Gasthof Sonne in Winzenhohl für die besten Schnitzelweck, auch an die Feuerwehr Winzenhohl für die Bewirtung im Gerätehaus und im Wald. Herzlichen Dank ebenfalls an Gerhard Renner, den Förster im Schmerlenbacher Wald, für die Erlaubnis, dort fahren zu dürfen!
(Textvorlage: Manuel Spielmann, Bilder: Sascha Rheker und Manuel Spielmann)


























