Am Freitag, den 10.07.2026, fand um 13 Uhr der Festakt der Gemeinde Waldaschaff zum offiziellen ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff auf dem Bauplatz „Am Knückel“ statt.
1. Bürgermeister Marcus Grimm konnte gemeinsam mit dem Kommandanten Thorsten Fleckenstein die Bayerische Staatsministerin Judith Gerlach, den Bayerischen Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, den Aschaffenburger Landrat Dr. Alexander Legler sowie zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Feuerwehr, Politik und viele interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Waldaschaff begrüßen.
Mit dem Neubau entsteht ein modernes Feuerwehrhaus mit 13 Stellplätzen sowie alle dazu gehörenden Funktions-, Lager- und Sozialräumen. Die Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff bewältigt jährlich bis zu 350 Einsätze. Besonders die zahlreichen Einsätze auf der Bundesautobahn A 3 stellen hohe Anforderungen an Personal und Ausstattung.
Der Weg bis zum Spatenstich war lang. Das bereits mehrfach erweiterte Feuerwehrhaus in der Ortsmitte von Waldaschaff war wieder zu klein geworden und erfüllte auch nicht mehr die Anforderungen an ein heutiges Feuerwehrgebäude. Ein erneuter Umbau mit einer nochmaligen Erweiterung war am bisherigen Standort unmöglich. Die beste und nachhaltigste Lösung konnte nur ein zeitgemäßer Neubau an einer anderen geeigneten Stelle im Gemeindegebiet sein.
Intensive Planungen sowie zahlreiche Abstimmungen zwischen der Gemeinde, der Feuerwehr, der Regierung von Unterfranken und dem Bayerischen Innenministerium waren notwendig, um das innovative Projekt in einem vertretbaren Kostenrahmen auf den Weg zu bringen. Zeitweise standen Kosten bei der Entwicklung der Baupreise bei einer bisher üblichen Planungs- und Vergabeweise von mehr als 12 Millionen Euro im Raum.
In den vielen Abstimmungsgesprächen konnte erreicht werden, dass erstmals ein neues Feuerwehrhaus mit einer staatlichen Förderung in Bayern durch einen Totalunternehmer realisiert wird. Durch dieses innovative Vergabemodell kann das Projekt wirtschaftlich und effizient von der Gemeinde umgesetzt werden und sie wird dadurch finanziell deutlich entlastet.
Nach einer Ausschreibung erhielt die Firma Dressler Bau GmbH aus Aschaffenburg den Zuschlag als Totalunternehmer bei einer Auftragssumme von insgesamt ca. 6,1 Millionen Euro.
Ein wichtiger Baustein für die Finanzierung ist für die Gemeinde Waldaschaff die Förderung des Freistaats Bayern. Die Regierung von Unterfranken unterstützt den Neubau mit rund 2,45 Millionen Euro. Auch der Landkreis Aschaffenburg unterstützt den Neubau in Waldaschaff für die Unterbringung überörtlich notwendiger Feuerwehrfahrzeuge und -ausrüstungen mit einem Betrag in Höhe von 371.000 Euro.
Alle Redner freuten sich, dass der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Waldaschaff für alle jetzt sichtbar begonnen wurde und dankten allen Feuerwehrleuten, insbesondere natürlich den Kameradinnen und Kameraden aus Waldaschaff, für ihren unermüdlichen Einsatz. Staatsministerin Judith Gerlach betonte: „Unsere Feuerwehren sind das Rückgrat der Gefahrenabwehr und unverzichtbar für die Sicherheit der Menschen.“
Mit den besten Wünschen für ein gutes und termingerechtes Gelingen und für eine unfallfreie Baustelle endete der offizielle Teil. Alle freuen sich auf die von der Firma Dressler zugesagte Fertigstellung des Feuerwehrhauses noch im Jahr 2027.
Hinweis - Was ist ein Totalunternehmer:
Ein Totalunternehmer (TU) im Bauwesen übernimmt die gesamte Planung und Ausführung eines Bauprojekts aus einer Hand. Der wesentliche Unterschied zu einem Generalunternehmer ist, dass der Totalunternehmer nicht nur baut, sondern auch die komplette Entwurfs- und Ausführungsplanung stellt.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick
- Ein einziger Ansprechpartner: Der Bauherr hat nur einen Vertragspartner für das gesamte Projekt.
- Haftung aus einer Hand: Da Planung und Ausführung in einer Hand liegen, haftet der Totalunternehmer für sämtliche Mängel. Es gibt keine Streitigkeiten darüber, ob ein Planungs- oder Ausführungsfehler vorliegt.
- Kosten- und Terminsicherheit: Durch den schlüsselfertigen Vertrag werden Baukosten und Fertigstellungstermine vorab fixiert.
(Bilder Gemeinde Waldaschaff)




