Am 11. Februar erinnert der Europäische Tag des Notrufs an die lebenswichtige Nummer 112, die überall in der  Europäischen Union (EU) gilt. Die europaweite Notrufnummer 112 rettet jeden Tag Leben. Alleine in Bayern sind 25 Integrierte Leitstellen rund um die Uhr erreichbar, um in Notsituationen zu jeder Tages- und Nachtzeit die richtige Hilfe zu vermitteln, wenn es auf Sekunden ankommt. An insgesamt 270 Einsatzleitplätzen der 25 bayerischen Leitstellen wurden im letzten Jahr mehr als 2,8 Millionen Notrufe bewältigt.

Ob Feuer in Finnland oder Unfall in Ungarn: Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Die Telefonnummer 112 ist mittlerweile in allen Staaten der Europäischen Union die Nummer in Notfällen. Auch in sämtlichen Handynetzen verbindet die 112 mit der zuständigen Notrufzentrale.

Eine EU-weit einheitliche Notrufnummer ist sehr sinnvoll. Die Menschen sind aus beruflichen oder privaten Gründen immer häufiger in anderen Ländern der EU unterwegs und so müssen die Bürgerinnen und Bürger innerhalb der EU sich statt mehrerer nationalen Notrufnummern nur noch die 112 merken – und bekommen überall adäquate Hilfe!

Die Notrufnummer 112 kann an jedem Telefon gewählt werden: Egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon. Bei einem Mobiltelefon muss allerdings eine aktivierte SIM-Karte eingelegt sein. Der Notruf 112 wird immer zunächst über das Netz des eigenen Anbieters abgewickelt, es sei denn die Signalstärke ist am Notfallort zu schwach für eine Sprachverbindung. Dann wird der Notruf automatisch über ein anderes am Notfallort verfügbares Handynetz umgeleitet (Roaming), dessen Signalstärke für das Notrufgespräch ausreichend ist. Es wird für den Notruf nicht einmal Guthaben auf einer aktivierten Prepaid-Karte im Handy benötigt.

Das Gespräch mit der Notrufnummer ist immer kostenlos! Auch, wenn sich etwa verdächtiger Rauch im Nachhinein als qualmender Schornstein oder staubender Traktor herausstellt: Ein Irrtum des Meldenden stellt kein Risiko für den Notrufnutzer dar!

Wer bei der 112 den Notruf entgegennimmt, ist auf Notfälle vorbereitet. In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage besonders geschult.

Die Frage nach dem „Wo“ steht mittlerweile beim Notruf an erster Stelle: Bricht das Gespräch danach ab, so kann zumindest Hilfe an den richtigen Ort geschickt werden! Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch die Stadt oder der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in denen es dann gleichlautende Straßennamen oft in mehreren Städten und Orten gibt.

Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Nach der Ortsangabe schildert der Anrufer was passiert ist. Der Mitarbeiter am Notruf wird den Anrufer routiniert durch das Notrufgespräch führen. Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle zu verstehen gibt, dass ihr alle Informationen vorliegen und der Notruf beendet werden kann.

Notruf-App „nora“

Die bundesweite Notruf-App „nora“ bietet besonders für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung eine kostenlose Alternative zum telefonischen Notruf. Sie steht zum Download im Google Playstore und Apple App-Store bereit. Für die Registrierung ist ein Identitätsnachweis erforderlich. Hohe Missbrauchszahlen hatten dazu geführt, dass nur bereits registrierte User die Notruf-App nutzen konnten. Diese Weitere Informationen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen (auch in Deutscher Gebärdensprache) und den Kontakt zum Support gibt es unter www.nora-notruf.de


Weitere Informationen zum Notruf 112, zum richtigen Verhalten im Notfall und den Integrierten Leitstellen in Bayern gibt es auch unter www.notruf112.bayern.de.

(Quelle DFV und StMI PM 36/2026 vom 10.02.26)

Notruf Tag des Notrufes Notruf 112 Europakarte
Notruf App NORA

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.