In allen vom Stromausfall betroffenen Ortschaften wurde dasLeuchtturmkonzept des Landkreises Aschaffenburgaktiviert. Die Abschnittsführungsstellen in Mömbris und Schöllkrippen sowie die Feuerwehrhäuser in den betroffenen Ortsteilen wurden besetzt, um Anlaufstellen für die Bevölkerung zu schaffen und mögliche Einsatzlagen abzuarbeiten. In den Feuerwehrhäusern standen Einsatzkräfte bereit, um umgehend Hilfe leisten zu können. Kreisbrandmeister Jörg Klingmann (Abschnittsführungsstelle Schöllkrippen) und Kreisbrandmeister Markus Rohmann (Abschnittsführungsstelle Mömbris) unterstützten die Koordination der Aufgaben vor Ort.
Gegen 19:25 Uhr kam es zusätzlich zu einem weiteren Einsatz: Ein Trafo auf einem Strommast direkt an der Wohnbebauung im Ortsteil Brücken geriet in Brand. Die Leitstelle Untermain alarmierte daraufhin die Feuerwehren aus Mömbris, Niedersteinbach, Schimborn und Alzenau sowie Kreisbrandinspektor Georg Thoma. Ein Rettungswagen wurde vorsorglich zur Einsatzstelle entsandt. Die Einsatzkräfte sicherten den Bereich ab, während ein Trupp unter Atemschutz bereitstand, um im Falle einer Brandausbreitung einzugreifen. Nach Freischaltung des Mastes durch den Energieversorger erlosch das Feuer von selbst, ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht mehr erforderlich.
Unter der Leitung von Marco Grünewald, Kommandant der Feuerwehr Mömbris, waren insgesamt acht Fahrzeuge mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz.
In Schöllkrippen musste die Freiwillige Feuerwehr ebenfalls ausrücken: In einer Seniorenwohnanlage war der Aufzug aufgrund des Stromausfalls ausgefallen. Die Einsatzkräfte unterstützten das Pflegepersonal tatkräftig, indem sie die Bewohnerinnen und Bewohner mit reiner Manpower über das Treppenhaus sicher nach oben trugen, um den Betrieb der Einrichtung aufrechtzuerhalten.
Kreisbrandrat Frank Wissel verschaffte sich im Feuerwehrhaus Mömbris einen Überblick über die Gesamtlage und stand den Abschnittsführungsstellen beratend zur Seite.
Gegen21:15 Uhrkonnten die Einsatzmaßnahmen zurückgenommen werden, da in allen vom Stromausfall betroffenen Ortschaften die Stromversorgung wiederhergestellt war. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes der Feuerwehren konnten alle Gefahrenstellen rasch gesichert und die Bevölkerung unterstützt werden. Die Besetzung der Feuerwehrhäuser stellte sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger bei Bedarf jederzeit Hilfe erhielten.
Bereits am Nachmittag, kurz vor16 Uhr, war es inStockstadt und Mainaschaff ebenfalls zu einem Stromausfall gekommen, vermutlich aufgrund einer Störung in der Mittelspannung. Auch hier wurden die Feuerwehrgerätehäuser besetzt, um als Anlaufstellen zu dienen. Während des Stromausfalls musste in Stockstadt derRettungsdienst unterstützt werden, da ein medizinischer Einsatz abzuarbeiten war. Die Störung konnte gegen17 Uhr behoben werden.



