
Wir haben einen freien Platz beim Lehrgang "Drehleiter im THL-Einsatz" am 05.06.2024 an der Feuerwehrschule in Regensburg. Der Teilnehmer ist auf Kontingent-Einsatz und kann von daher an dem Lehrgang nicht teilnehmen.
Wenn jemand hier Interesse hat, dann bitte Info an KBR Frank Wissel unter Tel. 0160 8341877.
Seit gestern Abend kommt es immer wieder zu stärkeren Regenfällen, die über den Landkreis hinwegziehen. Nach einer akzeptablen Nacht in der Vierfachturnhalle eines Aichacher Gymnasiums wurden die Einsatzkräfte vom stellvertretenden Kontingentführer Phillip Weigel nach dem Frühstück in die heutige Lage eingewiesen.
Die Abpumparbeiten am Regenwasserrückhaltebecken wurden über die vergangene Nacht in vier Stundenschichten weitergeführt. Heute wird sich entscheiden, wie viel Wasser der Badesee noch aufnehmen kann. Weiterhin wurde unser Kontingent damit beauftragt, das Friedberger Umspannwerk vor drohendem Hochwasser zu schützen und so einen großflächigen Stromausfall zu vermeiden. Aktuell laufen hier die Planungen für einen Sandsackverbau.
Die Drohne des GW Erkunden/Messen wird weiterhin der Einsatzleitung aktuelle Luftbildaufnahmen liefern. Weitere Einsatzkräfte stehen für ad hoc-Einsätze zur Verfügung. Die Kontingentführung wird gegen 10 Uhr an einer Besprechung der ÖEL (Örtliche Einsatzleitung) im Landratsamt teilnehmen.






Ein mit fünf Einsatzkräften besetztes Einsatzboot war aufgrund starker Strömung in der Nacht zum Sonntag gegen 2.50 Uhr gekentert. Das Boot der DLRG-Wasserrettung war wegen der steigenden Pegelstände der Mindel im Ortsbereich von Offingen unterwegs. An Bord befanden sich drei Einsatzkräfte der DLRG im Alter von 24, 41 und 70 Jahren sowie zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Offingen im Alter von 22 und 46 Jahren.
Vier Einsatzkräfte gelangten aus eigener Kraft an Land, sie wurden dort gerettet. Die vier geretteten Einsatzkräfte sind körperlich soweit unversehrt. Der 22-jährige Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Offingen wird seitdem vermisst.
Nach dem Feuerwehrkameraden lief eine großangelegte Suche durch alle in der Nähe verfügbaren Einsatzkräften. Noch konnte der junge Mann nicht gefunden werden.
Wir hoffen und bangen mit den Menschen vor Ort und wünschen uns mit allen einen vielleicht doch noch glücklichen Ausgang.
Gegen 17 Uhr setzte in Friedberg wieder Regen ein. Die Arbeiten des Hilfeleistungskontingents des Landkreises Aschaffenburg und der Stadt Aschaffenburg wurden teilweise für heute beendet. Über den ganzen Tag hinweg mussten Kellerräume ausgepumpt werden.
Aktuell arbeiten die Einsatzkräfte daran, ein Rückhaltebecken, das eine große Menge Wasser enthält und entsprechend angestaut ist, mit 4 Pumpen und 8 Schlauchleitungen zu entlasten. Dieses Wasser wird in einen Bach geleitet, der das Stadtgebiet von Friedberg quert. In der Spitze werden rund 7500 Liter Wasser in einen etwa 500 Meter entfernten See gepumpt. Mit den Beleuchtungsanhängern wird das Gebiet in der kommenden Nacht großräumig ausgeleuchtet, da diese Arbeiten unbedingt fortgeführt werden müssen.
Bei den Arbeiten verletzten sich zwei Feuerwehrdienstleistende leicht. Der im Kontingent mitgeführte Rettungswagen des Malteser Hilfsdiensts Aschaffenburg brachte die Betroffenen zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus. Beide Feuerwehrdienstleistenden konnten das Krankenhaus nach einer ambulanten Versorgung zeitnah verlassen.




Unterschleißheim. Die aktuelle Hochwasserlage hat den Freistaat Bayern fest im Griff. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind von Schäden dieser Naturgewalten betroffen, viele müssen vor den Fluten gerettet werden. Es wird erwartet, dass die Lage noch bis voraussichtlich Dienstag anhalten wird.
„Die Gemeinschaft der bayerischen Feuerwehren steht zusammen und hilft auch überörtlich, solange es nötig sein wird.“, so Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern (LFV Bayern).
Dafür waren bisher bereits fast 40.000 Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen im Einsatz. Die größte Gruppe an Helferinnen und Helfern stellen dabei die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehren Bayerns. Von derzeit etwa 329.000 aktiven Feuerwehrleuten in Bayern sind etwa 318.000 Ehrenamtliche in den Freiwilligen Feuerwehren, die diesen Dienst an der Gesellschaft unbezahlt in ihrer Freizeit leisten. Sie sind für ihre Mitmenschen im Einsatz, während im schlimmsten Fall ihr eigenes Zuhause Opfer der Fluten wurde oder ihre Familie in Sicherheit gebracht werden musste.
Eitzenberger dankt den Kameradinnen und Kameraden: „Danke, dass ihr euch diesen Herausforderungen zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger immer wieder stellt! Ganz Bayern kann zurecht stolz auf euch sein. Euer großartiges Engagement ist eine tragende Säule der Gefahrenabwehr in Bayern. Kommt gesund von euren Einsätzen wieder!“
Gesund Wiederkommen von den Einsätzen – dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigte erneut zur großen Bestürzung aller ein tödlicher Unfall eines Feuerwehrkameraden im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Der LFV Bayern hat alle Feuerwehren dazu aufgerufen, die Einsatzfahrzeuge in der kommenden Woche mit Trauerflor zu versehen.
(Pressemeldung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern)
Das Hilfeleistungskontingent ist planmäßig um 10 Uhr in Friedberg eingetroffen. Nach einer ausführlichen Einweisung in die aktuelle Lage vor Ort wurden umgehend die ersten Einheiten mit spezifischen Aufträgen entsandt.
Die Drohneneinheit wurde sofort zu Erkundungsflügen über das betroffene Gebiet geschickt, um eine umfassende Übersicht der Lage zu gewinnen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Öltanks, die durch das aufsteigende Grundwasser beschädigt wurden. Hier wurden intensive Erkundungsmaßnahmen eingeleitet, um das Ausmaß der Schäden festzustellen und ggf. notwendige Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen.
In Dasing konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf das Auspumpen überfluteter Keller. Hierbei kommen unter anderem auch die Selbsthilfeset-Pumpen, welche den Feuerwehren von der Versicherungskammer Bayern zur Verfügung gestellt werden, zum Einsatz. Die Pumpen werden an betroffene Bürger zur Selbsthilfe ausgegeben, um die Wasserschäden zu beseitigen.
Parallel dazu bauen die Versorgungs- und Logistikeinheiten das Nachtquartier in Aichach auf. Hier wird auch die Feldküche aufgebaut, die das Hilfeleistungskontingent der Stadt Schweinfurt (120 Einsatzkräfte) mitversorgt.

Der Landesfeuerwehrverband Bayern bittet, die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren in Bayern ab Montag, 03.06.2024 für eine Woche mit Trauerflor zu versehen.

Gegen 07:00 Uhr legte das Hilfeleistungskontingent einen technischen Halt am ESSO-Autohof in Ellwangen ein. Während dieser Pause wurden die Einsatzfahrzeuge vollgetankt und die Einsatzkräfte nutzten die Gelegenheit, die sanitären Einrichtungen aufzusuchen.
Im Anschluss wurde das Kontingent aufgeteilt: Ein Teil der Einsatzkräfte fährt direkt zum Feuerwehrgerätehaus in Aichach, um dort die ersten Einsatzbefehle zu erhalten. Die Logistik- und Versorgungskomponente fährt zur Unterkunft und richtet das Quartier in einer Schulturnhalle her.



Seit heute Morgen (Sonntag, 02.06.24) um 4 Uhr sind 180 Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Aschaffenburg und der Stadt Aschaffenburg unterwegs, um den von schweren Unwettern betroffenen Landkreis Aichach-Friedberg zu unterstützen.
Unter der Leitung von Kontingentführer Kreisbrandinspektor Georg Thoma werden die Feuerwehrkräfte voraussichtlich gegen 10 Uhr im Katastrophengebiet eintreffen und zeitnah mit den Bewältigungsmaßnahmen der Unwetterlage beginnen.
Landrat Dr. Alexander Legler verabschiedete die Einsatzkräfte gemeinsam mit Kreisbrandrat Frank Wissel. Beide wünschten den Einsatzkräften viel Erfolg und ein gesundes Heimkommen.


