Mit dem Alarmstichwort „B3 – Rauchentwicklung aus Gebäude“ wurde die Freiwillige Feuerwehr Karlstein am Donnerstag um 14:34 Uhr in die Hanauer Landstraße alarmiert.
Ausgerückt mit einem erweiterten Löschzug konnte die Einsatzstelle zeitnah erreicht werden.
Der ersteintreffende Gruppenführer erkundete gemeinsam mit dem Hauseigentümer den betroffenen Kellerbereich, in dem bereits am Treppenabgang eine leichte Verrauchung festgestellt werden konnte.
Sofort wurde ein Löschangriff aufgebaut, ein Rauchvorhang am Treppenabgang zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung von Rauch angebracht und ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz in den betroffenen Bereich zur weiteren Erkundung vorgeschickt. Dieser stellte in einem Heizungsraum zwar eine Verrauchung, jedoch kein offenes Feuer fest.
Da der Meldende umsichtig handelte, indem er den Not-Aus-Schalter betätigte und entsprechende Türen schloss, konnte eine weitere Verrauchung des Hauses verhindert werden.
Um den Rauch aus den Kellerräumen zu entfernen, setzte die Feuerwehr ein Be- und Entlüftungsgerät ein, das die schadstoffbelastete Luft aus dem Keller zog und ins Freie beförderte. Dank der eingesetzten Lutten konnte eine weitere Verrauchung des Hauses ausgeschlossen und alle Kellerräume rauchfrei gemacht werden.
Dem Rettungsdienst wurden insgesamt fünf betroffene Personen, darunter ein Kleinkind, übergeben, die jedoch alle unverletzt blieben. Sie verließen noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vorbildlich das Gebäude.
Einsatzleiter Andreas Emge konnte auf insgesamt 21 Einsatzkräfte der Feuerwehr (darunter 12 Atemschutzgeräteträger) mit insgesamt sechs Fahrzeugen zurückgreifen. Ebenfalls waren die Polizei und ein Rettungswagen zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Kreisbrandinspektor Georg Thoma machte sich ebenfalls ein Bild von der Lage. Der nachbestellte Kaminkehrer nahm sich der defekten Heizungsanlage an und setzte sie außer Betrieb.
Bild und Text: Marco Henning, FF Karlstein
