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Bei einer Übung der Feuerwehr kam es zu einem schweren Zwischenfall: Ein Feuerwehrmann stürzte aus rund 7 Metern Höhe von einer Schiebleiter.
Ein Trupp sollte das Einsteigen in ein Gaubenfenster eines Einfamilienhauses über eine dreiteilige Schiebleiter trainieren. Die Leiter wurde gemäß den Vorgaben der Feuerwehr-Dienstvorschrift 10 (FwDV 10) mit einem Anstellwinkel von ca. 70 Grad auf einem glatten Betonindustrieboden aufgestellt.
Ein Trupp sicherte die beiden Stützstangen der Schiebleiter. Der Truppführer stieg die Leiter hoch, und steig in das Gaubenfenster ein. Bevor er jedoch den Leiterkopf am Objekt sichern konnte, begann der Truppmann ebenfalls die Leiter hinaufzusteigen. Zu diesem kritischen Zeitpunkt rutschte der Fuß der Leiter plötzlich weg, da er nicht mehr ausreichend gesichert war, und der Truppmann stürzte. Die Leiterfußspitzen der verwendeten Leiter waren in einwandfreiem Zustand.
Was die Unfalluntersuchung ergab:
Einfluss des Untergrunds
Mit einem Kraftmessgerät wurde die horizontale Kraft gemessen, bei der die Leiterspitzen ins Rutschen kommen. Als sich der Truppmann an der oben angegebenen Position befand, zeigte sich der Leiterstand bereits bei einer Kraft von ca. 26 daN (entspricht ca. 26 kg) instabil.
Um den Einfluss der Rutschhemmung des Untergrundes zu untersuchen, wurden Vergleichsmessungen mit einer unbelasteten Leiter (Masse: 80 kg; Steighöhe von 11 m) auf unterschiedlichen Oberflächen durchgeführt:
- Auf Asphalt verlor die Leiter ihren sicheren Stand erst bei einer horizontalen Kraft von über 100 daN (entspricht ca. 100 kg).
- Auf dem glatten Betonboden geschah dies hingegen bereits bei etwa 30 daN (entspricht ca. 30 kg) – nur einem Drittel des Wertes für Asphalt.
Einfluss Stützstangen
Unabhängig vom Unfall konnte festgestellt werden, dass die Leiter auf Beton bereits bei einer Zugkraft von ca. 8 daN (entspricht ca. 8 kg) ins Rutschen kommt, wenn die Stützstangen – entgegen den Vorgaben – nicht locker auf dem Boden stehen, sondern eine vertikale Kraft aufbringen. Dies entlastet den Leiterfuß und schafft einen Drehpunkt am Anschlagpunkt der Stützen. Wirken bei dieser Fehlanwendung oberhalb des Drehpunktes Kräfte auf die Leiter – sei es durch Personen, einen Spanngurt, eine Sicherungsleine oder wenn der Truppführer stark nach innen zieht – entsteht ein Drehmoment, dass den Leiterfuß noch stärker entlastet und die Gefahr des Wegrutschens erhöht.
Empfehlungen zur Unfallvermeidung
Der Unfall hätte verhindert werden können, wenn die korrekte Reihenfolge eingehalten worden wäre:
- Der Truppmann sichert den Leiterfuß, während der Truppführer aufsteigt.
- Der Truppführer sichert den Leiterkopf.
- Erst DANN steigt der Truppmann auf.
Diese korrekte Vorgehensweise ist in der Feuerwehr-Dienstvorschrift 10 (FwDV 10) beschrieben, wird aber im Kapitel über die Dreiteilige Schiebleiter (Kapitel 8) nicht noch einmal explizit erwähnt.
(Quelle Website der Kommunale Unfallversicherung Bayern unter <Feuerwehren> <Aktuelles>)





Positionspapier des DFV und der AGBF bund analysiert großflächige Störung / Kommunikation im Einsatzfall sichern
Am 6. Mai 2025 kam es zu einem bundesweiten Ausfall des Digitalfunks der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Ursache für den eineinhalbstündigen flächendeckenden Ausfall war ein technisches Netzwerkproblem. „Gerade in einer Zeit mit besonderen und weiter ansteigenden Herausforderungen ist die Kommunikation das A und O für einen erfolgreichen Einsatz!“, betont Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), die potenziell gravierenden Folgen eines Ausfalls der zentralen Kommun
ikationswege für die Einsatzkoordination. Im Positionspapier „Erkenntnisse aus der großflächigen Störung des BOS-Digitalfunknetzes Anfang Mai 2025“ analysiert der Fachausschuss Leitstellen und Digitalisierung der deutschen Feuerwehren daher nun die Problematik und fordert Verbesserungen. Der Fachausschuss ist ein gemeinsames Gremium des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF bund).
„Das in Deutschland verwendete Digitalfunknetz der BOS ist mit hoher Robustheit und hoher Sicherheit aufgebaut. Es arbeitet die letzten Jahre hoch zuverlässig; Netzhärtungsmaßnahmen laufen fortwährend. Der Netzausfall Anfang Mai 2025 hat gezeigt, dass Störungen möglich sind“, erklärt Fachausschussmitglied Florian Erbacher (Branddirektor der Feuerwehr Frankfurt am Main). Daher müsste im Bereich der Notfallplanung und in der Vorhaltung von Redundanztechnologien eine Erweiterung stattfinden. „Von der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) wird gefordert, dass ein Störungsstatus- und Betriebsmonitor für das BOS-Digitalfunknetz (TETRA) einzuführen ist. Zudem wird auf der Ebene der Anwender und verantwortlichen Stellen für den BOS-Digitalfunk gefordert, dass die Nutzung von geeigneten Rückfallebenen nach lokalen Gegebenheiten zur Sicherstellung einer Basisversorgung für den Leitstellenfunk zugelassen wird“, so der Experte.
„Neben unentdeckten Fehlern im System sind es folglich Katastrophen oder Angriffe von außen, beispielsweise im Rahmen einer hybriden Kriegführung, die eine Auseinandersetzung mit einem Netzwerkausfall erfordern“, heißt es im achtseitigen Dokument. Im Positionspapier werden die beiden Forderungen ausführlich begründet: Da viele Leitstellen sich auf den Ausfall von technischen Komponenten vorbereiten, erlaube der Störungsstatus- und Betriebsmonitors ein echtzeitnahes Lagebild als Grundlage für das eigene Handeln. Daraus erwüchsen eine erhöhte Einsatzsicherheit und Planbarkeit und das Ableiten von vorgeplanten Maßnahmen. Zudem sei es ein wichtiger Baustein für eine optimierte Krisenkommunikation und Vertrauensbildung durch Transparenz. Für die Aufrechterhaltung einer Basisversorgung mit der BOS-Digitalfunktechnik böten sich verschiedene Lösungen an, die sich in organisatorischen, wirtschaftlichen oder technischen Lösungsansätzen unterschieden und gezielt für die lokalen Gegebenheiten vor Ort passend ausgewählt werden müssten. Lokale Maßnahmen für die Aufrechterhaltung einer Basisversorgung müssten förderfähig sein.
Das Positionspapier „Erkenntnisse aus der großflächigen Störung des BOS-Digitalfunknetzes Anfang Mai 2025“ ist herunterladbar unter:
AGBF-DFV-Position-Ausfall-Digitalfunk-Aug-25.pdf

Mit einem eindrucksvollen Festwochenende feierte die Freiwillige Feuerwehr Sailauf ihr 150-jähriges Bestehen. Vom 25. bis 27. Juli wurde das historische Jubiläum mit über zweieinhalbtausend Besuchern, zahlreichen Ehrengästen aus Landes- und Lokalpolitik, der Kreisbrandinspektion und des Kreisfeuerwehrverbandes und einem abwechslungsreichen Programm begangen. Es war ein Ereignis, das die tiefe Verbundenheit zwischen Feuerwehr und Bevölkerung eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Ein stolzes Erbe: 150 Jahre im Dienst der Allgemeinheit
Gegründet im Jahr 1875, blickt die Freiwillige Feuerwehr Sailauf auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Die Entwicklung reicht von der Alarmierung via Signalhorn bis hin zum digitalen Funkmeldeempfänger und von Ledereimer und Holzsteigleitern bis hin zum professionell ausgestatteten Fuhrpark. In den 150 Jahren hat sich die Freiwillige Feuerwehr Sailauf zu einer modern ausgestatteten und bestens organisierten Feuerwehr weiterentwickelt.
Ein Fest für die ganze Gemeinde
Los ging es am Freitagabend mit der Schaumparty 2.0. Im liebevoll geschmückten, großen Festzelt heizte DJ BarFly den gut 500 Besuchern ordentlich ein. Der 100 m³ fassende Schaumpool war von den Feuerwehrleuten aus Sailauf in Eigenregie entworfen und aufgebaut worden. Schon am ersten Abend des Festwochenendes wurde das Jubiläum bis tief in die Nacht gefeiert.
Am Samstagnachmittag lud der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg zum 1. Kreisfeuerwehrtag seit seiner Gründung im Jahr 1993 nach Sailauf ein. Zahlreiche Sonderfahrzeuge und Ausstattungen konnten vor Ort besichtigt werden. Nach der Begrüßung durch den stellv. Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Peter Kernhof, erfolgte im Biergarten dann der festliche und offizielle Bieranstich durch den ersten Bürgermeister der Gemeinde Sailauf Michael Dümig. Nach zwei Schlägen konnte er den 350 anwesenden Gästen ein fröhliches und schönes Feuerwehrfest wünschen.
In kurzen Ansprachen würdigten unter anderem die Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach (MdL) sowie Landrat Dr. Alexander Legler das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehren. Kreisbrandrat Frank Wissel ehrte im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages mit einer Laudation Chefkoch Rolf Heeg, welcher nach 16 Jahren den Kochlöffel der Feldküche an seinen Nachfolger Andreas Klamer weiter reichte.
Bei Blechkuchen und Kaffee aus der Feldküche umrahmt durch Livemusik von Michael-Music konnte gemeinsam, die so wertvolle Kameradschaft gepflegt und vertieft werden. Auf den Nachwuchs warteten ein Spiel- und Bastelprogramm sowie eine große Feuerwehrhüpfburg.
Am Samstagabend dann das nächste Highlight der Sailaufer Floriansjünger: Die Partyband OHLALA brachte das ausverkaufte Festzelt zum Beben. Nach nicht einmal fünf Minuten stand das Festzelt Kopf und die gut 1.300 Partypeople ließen es so richtig krachen.
Nach dem 5-stündigen Auftritt der Oktoberfestband war natürlich noch lange nicht Schluss. Sowohl im Festzelt als auch an Weinlaube und in der Bar wurde kräftig weitergefeiert.
Nach einer kurzen Nacht hieß es am Sonntagmorgen um 08.30 Uhr: Feuerwehr Achtung: Zur Kirchenparade marsch! Noch sichtlich gezeichnet von der kurzen Nacht – in der ja auch das Festzelt aufgeräumt, umgebaut und für den festlichen Sonntag hergerichtet werden musste – aber voller Stolz, waren die aktiven Kameraden/-innen der Freiwilligen Feuerwehr Sailauf, Mitglieder des Vorstandes, unsere Festdamen, Fahnenabordnungen der Sailaufer Vereine, Mitglieder der Kreisbrandinspektion sowie unserer befreundeten Feuerwehren zur Kirchparade angetreten. Nach dem Gedenken unserer verstorbenen Kameraden/-innen am Ehrenmal wurde in der St. Vitus Kirche eine ökumenische Wort-Gottes-Feier abgehalten. Pastoralreferentin und Feuerwehrkameradin Katja Roth aus Krombach sowie Dekan und Feuerwehrkamerad der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg Jörg Fecher gestalteten die Feier sehr schön und kurzweilig. Im Anschluss ging es dann gemeinsam zum Festzelt. Musikalisch wurde die Kirchenparade vom Musikverein Sailauf begleitet.
Neben vielen Ehrengästen überbrachten unter anderem Martina Fehlner (MdL), Natalie Mädner (2. Vorsitzende FF Mainflingen), Kornelia Müller (Vereinsgemeinschaft Sailauf) ihre Glückwünsche zum Jubiläum der Sailaufer Feuerwehr.
Kommandant Michael Müller und der Vorsitzender des Feuerwehrvereins Peter Kernhof schlossen den Reigen der Reden mit schön gewählten Worten. Der Musikverein Sailauf umrahmte den Frühschoppen und Mittagstisch im Festzelt mit zünftiger Blasmusik.
Bei leckerem Essen und bestem Wetter spielten ab 17.00 Uhr die Stadlmusikanten zum Festausklang auf. Hier gab es dann auch für die aktiven Mitglieder der Feuerwehr Sailauf kein Halten mehr. Bei Blechmusik und Partykrachern wurde das eigene Jubiläum nun zünftig und sehr ausgelassen gefeiert.
Zukunft braucht Engagement
Das Jubiläum war nicht nur Rückblick, sondern auch Aufruf: Die Feuerwehr Sailauf wirbt aktiv um Nachwuchs – sowohl in der Jugendfeuerwehr als auch im aktiven Dienst. Landrat Dr. Alexander Legler betonte: Die Freiwillige Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinde Sailauf. Ihre Arbeit verdient nicht nur unsere Anerkennung, sondern auch unser aller Unterstützung.
Ein herzliches Dankeschön
Die Feuerwehr Sailauf zeigt sich überwältigt von der Resonanz und bedankt sich bei allen Helfern, Sponsoren und Besuchern. Dieses Jubiläum hat einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn eine Gemeinde zusammensteht, resümierte Kommandant Müller. Wir sind stolz auf unsere Vergangenheit – und bereit für die Herausforderungen der Zukunft.
[Text: Christian Strohschein; Freiwillige Feuerwehr Sailauf]
[Fotos: Freiwillige Feuerwehr Sailauf]
Radio Primavera Beiträge zum Fest:
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Sonntag:


















Der Kölnturm Treppenlauf ist bekannt für seine anspruchsvolle Herausforderung, die sowohl Kraft als auch Ausdauer erfordert. In diesem Jahr nahmen zwölf engagierte Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus den Gemeinden Waldaschaff und Weibersbrunn gemeinsam am Wettkampf teil. Dieser Lauf, der über 732 Stufen in einem der höchsten Gebäude Kölns führt, ist eine jährliche Attraktion für Sportbegeisterte und bietet die Möglichkeit, Teamfähigkeit und individuelle Belastbarkeit unter Beweis zu stellen.
Die Feuerwehrleute aus Waldaschaff und Weibersbrunn, die in ihrer ehrenamtlichen Arbeit bereits körperlichen Herausforderungen und Stresssituationen standhalten müssen, nutzten die Gelegenheit des Treppenlaufs, um ihre Fähigkeiten auch außerhalb des gewohnten Arbeitsumfeldes zu testen. Ihr Engagement zeigt nicht nur persönliche Fitness, sondern auch den starken Teamgeist. Diese Eigenschaften sind nicht nur im Wettkampf von Bedeutung, sondern auch im Alltag der Feuerwehrleute, die regelmäßig gemeinsam gegen Gefahren kämpfen. Sie sind oft als erste zur Stelle, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten und Gefahren abzuwehren. Solche sportlichen Aktivitäten schweißen die Feuerwehrleute weiter zusammen und stärken ihr Vertrauen untereinander.
Zukünftige sportliche Herausforderungen dürften für die Mitglieder der Feuerwehren Waldaschaff und Weibersbrunn keine Hürde, sondern vielmehr eine willkommene Gelegenheit zur weiteren Teamstärkung und zur Demonstration ihrer Ausdauer sein. Die Tatsache, dass ein solches Event mit Erfolg gemeistert wurde, zeugt von dem Engagement und der kollektiven Entschlossenheit der Teilnehmer. Daher bleibt nur zu sagen: Macht weiter so – ihr seid Vorbilder für die Gemeinschaft und bereichert das öffentliche Leben mit eurem unermüdlichen Einsatz und eurer Sportlichkeit.
(Quelle und Bild FF Waldaschaff)