Am Mittwoch, den 20.08.2025 löste in der Nacht um 1.23 Uhr die automatische Brandmeldeanlage in einem Recyclingunternehmen in Alzenau aus. Die Integrierte Leitstelle Bayer. Untermain alarmierte sofort mit Eingang der automatischen Brandmeldung aus dem betroffenen Betrieb die Freiwilligen Feuerwehren Alzenau und Kahl in die Alzenauer Siemensstraße.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr Alzenau wurde bereits eine starke Verrauchung einer Halle festgestellt und zur Verstärkung weitere zusätzliche Kräfte der beiden bereits alarmierten Feuerwehren Alzenau und Kahl nachgefordert. Die starke Rauchentwicklung kam aus einer Maschine, mit der Katalysatoren und weiterer Elektroschrott zerkleinert wird.
Es war für die Feuerwehr sehr schwer, überhaupt an den Brandherd in der Maschine heran zu kommen. In der Maschine brannten Reste der Katalysatoren und des Elektroschrotts – dies führte zu einer ständigen Rauchausbreitung in die Werkshalle.
Als Löschmittel wurde von der Feuerwehr das Löschgas Kohlendioxid (CO2) eingesetzt, das in das innere der Maschine eingeleitet wurde. Zur Zuführung von weiterem Löschgas als Sonderlöschmittel wurde zusätzlich der Zug „Kohlendioxid CO2“ des Landkreises als Verstärkung von der Einsatzleitung nachgefordert.
Es kamen mit diesem vorgeplanten Zug 715 kg Kohlendioxid an die Einsatzstelle. Die Einheit wird von der FF Großostheim mit dem Abrollbehälter Sonderlöschmittel, der neben Schaummittel und Löschpulver auch eine 360 kg eingebaute CO2-Löschanlage und 2 x 30 kg fahrbare CO2-Löscher mitführt und ihrem TLF 20/40 SL mit ebenfalls 2 x 30 kg fahrbare CO2-Löscher, der FF Waldaschaff mit ihrem TLF 4000 mit 2 x 50 kg fahrbare CO2-Löscher und der FF Karlstein mit dem Gerätewagen Umweltschutz mit einem Rollwagen mit einer 135 kg-Löschanlage gebildet.
Durch das dann in größeren Mengen ausreichend vorhandene Kohlendioxid konnte das brennende Material in der Maschine abgelöscht werden. Rund 300 kg Kohlendioxid wurden für die Löschmaßnahmen verwendet.
Alle Lösch- und Einsatzmaßnahmen in der Halle mussten unter Atemschutz ausgeführt werden. Zur Entrauchung der Halle kamen Lüftungsgeräte der Feuerwehr zum Einsatz. Für die Reinigung der verschmutzten Atemschutzgeräteträger wurde der Gerätwagen Hygiene der FF Alzenau eingesetzt.
Es waren 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Alzenau, Kahl, Großostheim, Karlstein und Waldaschaff unter der Leitung von Timo Elsesser im Einsatz. Von Seiten der Kreisbrandinspektion unterstützten Kreisbrandrat Frank Wissel und Kreisbrandinspektor Georg Thoma die Einsatzmaßnahmen.
Der Feuerwehreinsatz war um 4:15 Uhr beendet.








