Am Sonntag, den 16. November 2025, wurde den anwesenden Jugendwarten auf ihrer Tagung in Hobbach ein mögliches neues Ausbildungskonzept zur Vorbereitung der Jugendlichen auf ihre aktive Zeit vorgestellt.
Simone Bienefeld, Taryna Puth und Katja Roth haben ein Konzept erarbeitet, das die Jugendlichen auf mögliche belastende Situationen im Feuerwehrleben vorbereiten soll. Spätestens mit Abschluss des MTA-Lehrgangs und mit einem Mindestalter von 16 Jahren dürfen die Jugendlichen bereits an Einsätzen teilnehmen. Obwohl sie nicht an vorderster „Front“ eingesetzt werden, sind sie Teil der aktiven Mannschaft und bekommen somit verschiedene Aspekte der Einsätze mit. Um sie auf diese Situationen besser vorzubereiten, wurde das Projekt „PSNV für die Jugendfeuerwehr“ (PSNV = Psychosoziale Notfallversorgung) ins Leben gerufen.
Die Agenda des Ausbildungstages lautete:
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Einstieg
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Annäherung an das Thema „Tod“
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Beteiligte Personen
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Hilfe-Netz
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Expertenrunde
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Eigene Notfallbox
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Feedback
Die Jugendwarte nahmen aktiv die Rolle der Jugendlichen ein und beobachteten den Verlauf des Ausbildungskonzepts. Nach der Vorstellung der Teilnehmer begann die erste Aktivität mit der Fragestellung: „Was fällt dir spontan zum Thema Tod ein?“. Die Teilnehmer schrieben ihre Gedanken auf, und diese wurden anschließend geordnet an eine Pinnwand gehängt. Danach wurde das Thema „Welche Personen haben alles mit dem Tod zu tun?“ behandelt. Diese Notizen wurden in einem Netz gesammelt, das in der nächsten Runde weiterverwendet wurde. Hier benannten die Teilnehmer Personen, die in schwierigen Situationen zur Seite stehen können. Ziel war es, zu verdeutlichen, dass wir durch ein Netz aufgefangen werden und durch ein Netzwerk verschiedener Menschen Unterstützung erhalten können.
In der Expertenrunde wurden einige Aspekte des Umgangs mit Mitmenschen und Verstorbenen angesprochen, und es bestand Raum für Fragen.
Zum Abschluss durften die Teilnehmer ihre eigene Notfallbox mit Dingen füllen, die ihnen helfen könnten, aus einer belastenden Situation herauszukommen.
Die Feedbackrunde nahm einen breiten Raum der Veranstaltung ein und brachte zahlreiche wertvolle Vorschläge zur Überarbeitung des Konzepts. Dabei waren sich Teilnehmer und Dozenten größtenteils einig. Leider wird das Thema Tod in der heutigen Gesellschaft oft totgeschwiegen. Sicher gibt es besondere Lebensumstände, aber die Jugendlichen werden häufig vor diesem Thema „geschützt“, obwohl sie in den sozialen Medien dennoch damit konfrontiert werden.
Insgesamt wird der Lehrgang an einzelnen Stellen und in der Agenda etwas überarbeitet, um sich stärker auf das Thema belastende Situationen inkl. Tod zu konzentrieren, wie beispielsweise Trauer um die erste große Liebe oder die Schwierigkeiten des Sitzenbleibens, natürlich aber auch auf Umstände, die mit dem Einsatzgeschehen zusammenhängen. Ziel ist es, die Zielgruppe der 12- bis 16-Jährigen noch besser ansprechen zu können. Vermutlich wird diese Fortbildung nach der Überarbeitung auch als „Lebensvorbereitung“ dienen und nicht nur für den Einsatz bei der Feuerwehr relevant sein.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, die sich hierfür zur Verfügung gestellt haben, sowie an das Dozententeam!




(Text und Bilder: KBM Brinkmann)