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Siegbert Franz, Ehrenmitglied der Freiwillige Feuerwehr Stockstadt, ist verstorben

Die Kreisbrandinspektion und der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg mit allen Landkreis-Feuerwehren trauern mit den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stockstadt um ihr Ehrenmitglied Siegbert Franz.

Mit großer Betroffenheit haben alle den Tod von Siegbert Franz zur Kenntnis genommen, der im Alter von 70 Jahren am 11.08.2026 verstorben ist.

Siegbert Franz war über 50 Jahre Mitglied in der Stockstädter Feuerwehr und davon 48 Jahre im aktiven Einsatzdienst. Er absolvierte eine Führungsausbildung in der Feuerwehr und prägte unter anderem insbesondere als Zugführer 13 Jahre hinweg die Feuerwehr in Stockstadt.      

Darüber hinaus war Siegbert Franz auch in Feuerwehrverein sehr aktiv und trug 24 Jahre als Kassier die Verantwortung für die Vereinsfinanzen.

Im Landkreis Aschaffenburg war Siegbert Franz viele Jahre als Schiedsrichter bei den Leistungsprüfungen tätig und in dieser Funktion über die Gemeindegrenze hinaus bei vielen Feuerwehren im Landkreis bekannt.

Siegbert Franz war Feuerwehrmann mit Leib und Seele und Vorbild für viele Stockstädter Feuerwehrleute. Sein Wirken in der Feuerwehr zeichnete sich durch große Hilfsbereitschaft, Einsatzfreude und hohes Pflichtbewusstsein aus.

Seiner Familie und Angehörigen sprechen wir alle unser tiefstes Mitgefühl aus und wünschen viel Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit.

Wir werden alle sein Andenken in Ehren halten. Ruhe in Frieden!

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet auf seinen Wunsch hin im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

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Geschrieben von: Pressestelle
Veröffentlicht: 17. August 2026

1000 Einsatzkräfte bei Flächen- und Waldbrand in Waldaschaff – Einsatz wird sukzessive zurückgefahren – alle festgestellten Brandstellen und Glutnester abgelöscht – 7 leicht verletzte Feuerwehrleute

Der großangelegte Einsatz zur Bekämpfung des Flächen- und Waldbrandes in Waldaschaff kann am Sonntagabend sukzessive zurückgefahren werden. Nach aktuellem Stand sind alle festgestellten Brandstellen und Glutnester abgelöscht. Der Bereitstellungsraum wurde inzwischen aufgelöst. Die Feuerwehr wird das rund 300.000 Quadratmeter große betroffene Gebiet jedoch weiterhin kontrollieren, um mögliche verbliebene Wärmequellen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls unmittelbar tätig werden zu können.

Damit geht ein äußerst kräftezehrender Einsatz in eine deutlich reduzierte Einsatzphase über. Seit Samstagnachmittag waren insgesamt rund 1000 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden. Insbesondere die Kombination aus großer Hitze, Trockenheit, Wind, schwierigem Gelände und teilweise tief im Waldboden liegenden Brandnestern stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.

Tiefe Brandnester mussten teilweise mit Baggern freigelegt werden

Auch am Sonntag waren noch umfangreiche Lösch- und Nachlöscharbeiten erforderlich. Teilweise lagen Brandnester so tief im Boden, dass sie mit Baggern freigelegt werden mussten, um sie vollständig erreichen und ablöschen zu können.

In einem Einsatzabschnitt musste zudem eine neue Löschwasser-Förderleitung aufgebaut werden. Dort konnten die eingesetzten Hubschrauber aus taktischen Gründen keine Löschwasserabwürfe durchführen, sodass die Wasserversorgung für die Bodenkräfte auf anderem Wege sichergestellt werden musste.

Bis in den frühen Sonntagabend unterstützten weiterhin zwei Polizeihubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft – jeweils ein Hubschrauber aus Bayern und Hessen. Teilweise waren sie bis gegen 18:30 Uhr im Einsatz. Unterstützt wurde der Flugbetrieb durch speziell ausgebildete Flughelfer der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg und der Feuerwehr Aschaffenburg.

 In den Zeiträumen, in denen die Hubschrauber am Boden waren, wurde die landkreiseigene Drohne mit Wärmebildtechnik eingesetzt. So konnte das Brandgebiet fortlaufend aus der Luft auf Wärmequellen kontrolliert und die Arbeit der Bodenkräfte gezielt unterstützt werden.

Im Einsatz waren darüber hinaus alle Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge sowie alle Quads des Landkreises Aschaffenburg. Wertvolle Dienste im schwierigen Gelände leistete auch das ATV der Feuerwehr Waldaschaff, das der Feuerwehr anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens von einem Unternehmen geschenkt worden war.

Unterstützung aus Main-Spessart und durch die Bayerischen Staatsforsten

Am Sonntagnachmittag erhielten die Einsatzkräfte nochmals umfangreiche personelle Unterstützung aus dem benachbarten Landkreis Main-Spessart. 61 Einsatzkräfte unterstützten die Arbeiten bis gegen 19:30 Uhr und verstärkten insbesondere die personalintensiven Maßnahmen im Brandgebiet.

Auch die Bayerischen Staatsforsten waren mit Personal, Maschinen und Gerät vor Ort. Neben der fachlichen Unterstützung bei der Beurteilung der Gefahrenlage wurden unter anderem Bäume gefällt, die infolge des Brandes umsturzgefährdet waren.

Gerade diese Gefahr besteht auch nach dem Ablöschen des Feuers fort. Das betroffene Waldgebiet darf weiterhin keinesfalls betreten werden. Es besteht Lebensgefahr. Durch Feuer und Hitze geschädigte Bäume können unvermittelt umstürzen, zudem können Äste herabfallen. Bürgerinnen und Bürger werden deshalb weiterhin dringend aufgefordert, das Gebiet zu meiden und bestehende Absperrungen unbedingt zu beachten.

Rettungs- und Sanitätsdienst sowie Bergwacht sicherten Einsatzkräfte ab

Der Rettungs- und Sanitätsdienst wurde während des Einsatzes fortlaufend an die Entwicklung der Lage und die Zahl der eingesetzten Kräfte angepasst. Neben Kräften des Regelrettungsdienstes waren Einheiten der Hilfsorganisationen sowie entsprechende Führungs- und Unterstützungsstrukturen eingebunden. Auch während der Nacht blieb die medizinische Absicherung der rund 200 weiterarbeitenden Einsatzkräfte durchgehend gewährleistet.

Im Verlauf des gesamten Einsatzes wurden insgesamt sieben Feuerwehrdienstleistende leicht verletzt. Alle konnten ambulant medizinisch versorgt werden; eine stationäre Behandlung im Krankenhaus war nicht erforderlich. Darüber hinaus wurde eine verletzte Passantin durch die vor Ort befindlichen medizinischen Einsatzkräfte versorgt.

Aufgrund des teilweise steilen, unwegsamen und durch den Brand zusätzlich gefährlichen Geländes war außerdem die Bergwacht Hösbach vor Ort. Sie übernahm die Absicherung der im Wald eingesetzten Kräfte und stand insbesondere für eine mögliche Versorgung und Rettung aus schwer zugänglichen Bereichen bereit.

Enorme logistische Leistung und große Unterstützung aus der Bevölkerung

Eine besondere Herausforderung stellte über die gesamte Einsatzdauer auch die Versorgung der großen Zahl an Einsatzkräften dar. Die landkreiseigene Logistikeinheit und die Feldküche waren am Samstag mit 40 und am Sonntag mit 36 Kräften im Einsatz.

Allein im Verlauf des Einsatzes wurden rund 2.900 belegte Brötchen, 350 Brötchen als Beilage zur Suppe, 150 Laugenstangen, 96 Kilogramm Wurstaufschnitt, 32 Kilogramm Käseaufschnitt, 50 Kilogramm Obst sowie 175 Liter Gulaschsuppe und Gemüseeintopf bereitgestellt.

Unterstützt wurde die Verpflegung in erheblichem Umfang durch die Bevölkerung. Bereits am Samstag wurden unter anderem Kuchen und warme Würstchen gespendet. Am Sonntag halfen zudem Spontanhelferinnen – darunter auch Partnerinnen aktiver Waldaschaffer Feuerwehrdienstleistender – über den Tag hinweg bei der Verpflegung.

Auch die Versorgung mit Getränken erfolgte in außergewöhnlichem Umfang. Neben den regulär bereitgestellten Getränken gingen zahlreiche Spenden ein. Da ein Teil davon unmittelbar gespendet und nicht vollständig erfasst wurde, lässt sich die tatsächlich ausgegebene Gesamtmenge derzeit nicht abschließend beziffern.

Diese Unterstützung reiht sich in die große Hilfsbereitschaft ein, die den Einsatz seit Samstag begleitet hat. Landwirte, Unternehmen, Betriebe und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger unterstützten die Einsatzkräfte mit Wassertransporten, Verpflegung und weiteren Hilfeleistungen.

Gemeinsamer Kraftakt über Landkreisgrenzen hinweg

Neben der Einsatzleitung und der Kreisbrandinspektion begleiteten auch Vertreter der kommunalen und politischen Ebene das Einsatzgeschehen. Landrat Dr. Alexander Legler war über mehrere Stunden vor Ort und verschaffte sich in den verschiedenen Einsatzabschnitten persönlich einen Eindruck von der Lage; ebenso waren der Erste und der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Waldaschaff sowie der Erste Bürgermeister der Gemeinde Bessenbach an der Einsatzstelle.

Was am Samstagnachmittag unter extremen Witterungsbedingungen als dynamischer Flächenbrand begann und innerhalb kurzer Zeit auf den Wald übergriff, entwickelte sich zu einem der umfangreichsten Vegetationsbrandeinsätze in der Region. Durch den massiven Einsatz konnte insbesondere verhindert werden, dass die Flammen auf die angrenzende Wohnbebauung und den unmittelbar gefährdeten Waldkindergarten übergriffen. Vorsorglich evakuierte Anwohner konnten bereits im Verlauf des Samstags in ihre Häuser zurückkehren.

Der Einsatz verlangte den beteiligten Kräften über viele Stunden hinweg erhebliche körperliche und organisatorische Leistungen ab.

Auch wenn der Einsatz nun deutlich zurückgefahren werden kann, ist die Arbeit noch nicht vollständig beendet. Die Feuerwehr wird das Brandgebiet weiterhin kontrollieren. Das Betretungsverbot für den betroffenen Wald bleibt bestehen.

Gleichzeitig beginnt für viele der beteiligten Feuerwehren nach der Rückkehr in die Feuerwehrhäuser die umfangreiche Nachbereitung des Einsatzes. Fahrzeuge, Geräte und persönliche Schutzausrüstung müssen gereinigt, überprüft und wieder aufgerüstet werden, damit die Einsatzbereitschaft schnellstmöglich vollständig hergestellt ist.

Allen Einsatzkräften und Unterstützern sowie den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Hilfsbereitschaft zur Bewältigung dieser außergewöhnlichen Einsatzlage beigetragen haben, gilt ein großer Dank.

Mit dieser Abschlussmeldung endet die laufende Berichterstattung zum Flächen- und Waldbrand in Waldaschaff durch die Pressestelle der Kreisbrandinspektion des Landkreises Aschaffenburg.

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Text und Bilder: Fabien Kriegel, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion; KBM Fischer; Feuerwehren aus dem Landkreis Aschaffenburg

Geschrieben von: Fabien Kriegel stv. Pressesprecher
Veröffentlicht: 16. August 2026

Vegetationsbrand in Kälberau: Feuerwehr verhindert schnelle Ausbreitung bei hochsommerlichen Temperaturen

 
Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Michelbach-Kälberau, die Freiwillige Feuerwehr Alzenau sowie das Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kahl zu einem gemeldeten Vegetationsbrand in die Hemsbacher Straße nach Kälberau alarmiert.
Aus bislang ungeklärter Ursache waren dort gelagertes Holz, Unterholz, Teile einer Wiesenfläche sowie ein Baum in Brand geraten. Aufgrund der trockenen Vegetation und der hochsommerlichen Temperaturen bestand die Gefahr einer schnellen Ausbreitung des Feuers.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde umgehend ein umfangreicher Löschangriff eingeleitet. Mit insgesamt drei C-Rohren gingen die Feuerwehrleute gegen die Flammen vor. Zusätzlich kam spezielles Waldbrandwerkzeug zum Einsatz, um insbesondere im Bereich des Unterholzes gezielt gegen das Feuer vorzugehen. Dadurch konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und schließlich abgelöscht werden.
Im Anschluss waren längere Nachlöscharbeiten erforderlich. Dabei wurde das Brandgut mit dem Waldbrandwerkzeug auseinandergezogen und die betroffenen Bereiche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, um verbliebene Glutnester aufzuspüren. Festgestellte Glutnester wurden gezielt abgelöscht, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Zur Absicherung der Einsatzkräfte stand während der Löscharbeiten ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Somborn bereit. Ein Feuerwehrmann musste im Verlauf des Einsatzes durch den Rettungsdienst ambulant medizinisch versorgt werden. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.
Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort. Die Einsatzleitung hatte Marcus Huth, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Michelbach-Kälberau. Seitens der Kreisbrandinspektion waren Kreisbrandinspektor Thilo Happ sowie die Kreisbrandmeister Thorsten Frank und Markus Fischer (Pressesprecher) an der Einsatzstelle anwesend.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
 
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 16. August 2026

Waldbrand in Waldaschaff: Kriminalpolizei schließt vorsätzliche Brandstiftung aus

Im Zusammenhang mit der möglichen Brandursache zum Waldbrand in Waldaschaff möchten wir den folgenden Zwischenstand mitteilen:

➡️ Die Ermittlungen unserer Kriminalpolizei laufen weiterhin auf Hochtouren und wurden auch am heutigen Sonntag an der Brandörtlichkeit fortgesetzt

➡️ Dem aktuellen Sachstand nach kann eine vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen werden

➡️ Am morgigen Montag werden die Ermittlungen durch die Brandfahnder des zuständigen Kommissariats der Kriminalpolizei Aschaffenburg fortgeführt

Mitteilung des PP Unterfranken / Pressestelle

 

Pol Ermittlungen zur Brandursache

Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 16. August 2026

Brandgeruch im Landkreis Aschaffenburg, in der Stadt Aschaffenburg und im Landkreis Miltenberg: Waldbrände als Ursache

𝗕𝗿𝗮𝗻𝗱𝗴𝗲𝗿𝘂𝗰𝗵 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗥𝗲𝗴𝗶𝗼𝗻
Die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain informiert aktuell über deutlichen Brandgeruch im Landkreis Miltenberg, im Landkreis Aschaffenburg sowie in der Stadt Aschaffenburg. Ursache sind mehrere Waldbrände, die zum Teil weiter entfernt liegen. Durch die derzeitige Inversionswetterlage kann sich der Brandgeruch in der Region deutlich bemerkbar machen.
 
𝗞𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗚𝗲𝗳𝗮𝗵𝗿
Nach aktuellem Stand besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Die entsprechende Information wird auch über die Warn-Apps veröffentlicht.
 
𝗡𝗼𝘁𝗿𝘂𝗳 𝗻𝘂𝗿 𝗯𝗲𝗶 𝗥𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿
Die Notrufnummer 112 sollte nur gewählt werden, wenn neben dem Brandgeruch auch tatsächlich Rauch oder Feuer wahrgenommen wird. Reiner Brandgeruch ist kein Grund für einen Notruf.
 
𝘚𝘵𝘢𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘳 𝘔𝘦𝘭𝘥𝘶𝘯𝘨: 16.08.2026, 14:45 𝘜𝘩𝘳
 
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 16. August 2026

Großflächiger Waldbrand in Waldaschaff: Rund 300.000 Quadratmeter betroffen – Löscharbeiten dauern an

Seit Samstagnachmittag sind zahlreiche Einsatzkräfte mit der Bekämpfung eines ausgedehnten Flächen- und Waldbrandes in Waldaschaff beschäftigt. Der Einsatz begann am Samstag, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, gegen 16:20 Uhr. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs herrschten sogenannte „Dirty-Thirty“-Bedingungen. Damit wird in der Vegetationsbrandbekämpfung eine besonders kritische Wetterkonstellation bezeichnet: Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius, eine relative Luftfeuchtigkeit von weniger als 30 Prozent und Windgeschwindigkeiten von mehr als 30 Kilometern pro Stunde. Unter diesen Bedingungen können sich Vegetationsbrände besonders schnell und dynamisch ausbreiten. Die Witterung erschwerte die Brandbekämpfung damit von Beginn an erheblich.
Das Feuer breitete sich zunächst auf einer Freifläche aus und griff anschließend auf das angrenzende Waldgebiet über. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-Apps informiert und aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie den betroffenen Bereich zu meiden. Zusätzlich informierte die Polizei die Bevölkerung mit Lautsprecherdurchsagen über die Gefahrenlage und die erforderlichen Schutzmaßnahmen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen lag von Beginn an auf dem Schutz der angrenzenden Bebauung und gefährdeter Einrichtungen im unmittelbaren Brandgebiet. Durch einen massiven und gezielten Löscheinsatz gelang es den Feuerwehrkräften, ein Übergreifen der Flammen auf Wohnanwesen zu verhindern.
Besondere Bedeutung hatte dabei der Schutz des unmittelbar im Brandgebiet gelegenen kirchlichen Waldkindergartens, der regulär von rund 20 Kindern besucht wird. Dank des großen Einsatzes der Feuerwehrkräfte konnte die Einrichtung erfolgreich gegen das Feuer verteidigt und ein Übergreifen der Flammen verhindert werden.
Aufgrund der dynamischen Brandentwicklung wurden vorsorglich mehrere gefährdete Wohnhäuser durch die Polizei geräumt. Rund 80 Bewohnerinnen und Bewohner waren davon betroffen. Sie wurden vorübergehend in der Waldaschaffer Sporthalle untergebracht und dort durch Einsatzkräfte des Betreuungsdienstes versorgt. Nachdem sich die Lage stabilisiert hatte und keine unmittelbare Gefahr für die Wohnbebauung mehr bestand, konnten die Häuser wieder freigegeben werden und die Bewohnerinnen
und Bewohner zurückkehren.
Aufgrund der Größe und Dynamik des Brandgeschehens wurden mehrere Einsatzabschnitte eingerichtet. Die Brandbekämpfung erforderte von Beginn an große Mengen Löschwasser. Neben Abrollbehältern Wasser und Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehr kamen auch wasserführende Fahrzeuge und Tankfahrzeuge örtlicher Landwirte und Unternehmen zum Einsatz. Durch das Zusammenwirken aller Beteiligten konnte die Löschwasserversorgung kontinuierlich sichergestellt werden.
Auch aus der Luft wurde die Brandbekämpfung bereits am Samstag unterstützt. Je ein hessischer und ein bayerischer Polizeihubschrauber führten gezielte Löschwasserabwürfe durch und erreichten damit insbesondere schwer zugängliche Brandbereiche. Das benötigte Löschwasser nahmen die Hubschrauber aus einem Löschwasserbehälter am Sportplatz in Waldaschaff auf. Mit Einbruch der Dunkelheit musste der Flugbetrieb am Samstag zunächst eingestellt werden.
Die umfangreichen Maßnahmen zeigten im Laufe des Samstagabends Wirkung. Das Feuer breitete sich während der Nacht nach aktuellem Stand nicht weiter aus. Rund 200 Einsatzkräfte blieben während der Nacht vor Ort, sicherten die Brandstelle und führten die Lösch- und Nachlöscharbeiten ohne Unterbrechung fort. Die betroffenen Bereiche wurden fortlaufend kontrolliert, um verbliebene Brand- und Glutnester aufzuspüren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Mit Tagesanbruch wurden die Lösch- und Nachlöscharbeiten erneut intensiviert. Nach einer erneuten Bewertung der Lage gehen die Einsatzkräfte inzwischen von einer betroffenen Fläche von rund 300.000 Quadratmetern aus. Die zunächst kommunizierte Größenordnung von etwa 50.000 Quadratmetern wurde damit deutlich nach oben korrigiert. Die genaue Erkundung und Bewertung des Brandgebietes ist aufgrund des teilweise nur schwer zugänglichen Geländes anspruchsvoll.
Um tieferliegende Glutnester vollständig ablöschen zu können, muss der Waldboden an zahlreichen Stellen in aufwendiger Handarbeit mit speziellen Waldbrandwerkzeugen geöffnet werden. Die hochsommerlichen Temperaturen, das unwegsame Gelände und die körperlich anspruchsvollen Arbeiten stellen dabei eine erhebliche Belastung für die Einsatzkräfte dar.
Unterstützt werden die Bodenkräfte durch die landkreiseigene Drohne mit moderner Wärmebildtechnik. Damit können Wärmequellen und mögliche Glutnester aus der Luft lokalisiert und anschließend von den Einsatzkräften am Boden gezielt kontrolliert und abgelöscht werden.
Seit Sonntagvormittag läuft auch die Brandbekämpfung aus der Luft wieder. Gegen 11 Uhr waren erneut zwei Polizeihubschrauber aus Hessen und Bayern im Einsatz und führten gezielte Löschwasserabwürfe durch. Parallel dazu werden die Arbeiten am Boden mit hoher Intensität fortgesetzt. Die Löschwasserabwürfe unterstützen die Einsatzkräfte insbesondere in schwer zugänglichen Bereichen, können die aufwendige Brandbekämpfung und Nachlöscharbeit am Boden jedoch nicht ersetzen.
Seit Beginn des Einsatzes waren insgesamt rund 800 Einsatzkräfte in die umfangreichen Maßnahmen eingebunden. Der Rettungs- und Sanitätsdienst stellte während des gesamten Einsatzes die medizinische Absicherung sicher.
Im Verlauf des Einsatzes wurden bislang fünf Feuerwehrdienstleistende verletzt. Alle fünf konnten ambulant medizinisch versorgt werden; eine stationäre Behandlung war nicht erforderlich. Darüber hinaus wurde eine verletzte Passantin durch die vor Ort befindlichen medizinischen Einsatzkräfte versorgt.
Parallel zum laufenden Großeinsatz wurde im Ortsgebiet Waldaschaff von der Einsatzstelle aus außerdem ein First-Responder-Einsatz abgearbeitet. Hierzu rückten Kräfte gemeinsam mit dem zur Absicherung des Waldbrandeinsatzes bereitstehenden Rettungswagen und einem Notarzt zu einem weiteren medizinischen Notfall aus. Damit konnte auch während der umfangreichen Einsatzlage kurzfristig qualifizierte medizinische Hilfe geleistet werden.
Für die Verpflegung und Versorgung der großen Zahl an Einsatzkräften sorgte die landkreiseigene Logistikeinheit gemeinsam mit der Feldküche. Große Unterstützung kam darüber hinaus aus der Waldaschaffer Bevölkerung. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versorgten die Einsatzkräfte spontan mit Getränken und Essen. Ihnen gilt für diese große Hilfsbereitschaft ein besonderer Dank. Ebenso gilt der Dank den örtlichen Landwirten, Unternehmen und Betrieben, die insbesondere beim Wassertransport unterstützten oder weitere Hilfe anboten.
Gleichzeitig bittet die Einsatzleitung darum, keine eigenständigen Hilfsmaßnahmen im Einsatzgebiet durchzuführen und nicht unaufgefordert mit Fahrzeugen, Maschinen oder sonstigem Gerät zur Einsatzstelle zu kommen. Benötigte Ressourcen werden zentral durch die Feuerwehreinsatzleitung koordiniert. Sollte zusätzliche Unterstützung, beispielsweise durch landwirtschaftliche Fahrzeuge, Maschinen oder weitere Wassertransportmöglichkeiten, erforderlich sein, wird die Einsatzleitung gezielt auf die entsprechenden Betriebe und Unterstützer zukommen. Damit sollen unnötiger Fahrzeugverkehr und zusätzliche Gefährdungen vermieden sowie Zufahrts- und Rettungswege freigehalten werden.
Für das vom Brand betroffene Waldgebiet gilt weiterhin ein Betretungsverbot. Trotz der Stabilisierung des Brandgeschehens besteht keine Entwarnung. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit, der Brandeinwirkung und der schwierigen Geländeverhältnisse besteht erhebliche Gefahr durch geschädigte und umstürzende Bäume sowie herabfallende Äste. Bereits während der Nacht stürzten Bäume unvermittelt um. Es besteht akute Lebensgefahr. Die Bevölkerung wird deshalb dringend aufgefordert, die Einsatzstelle weiträumig zu meiden und das betroffene Waldgebiet keinesfalls zu betreten. Dies gilt ausdrücklich auch für Schaulustige.
Private Drohnen dürfen im Einsatzgebiet keinesfalls betrieben werden, da sie die eingesetzten Polizeihubschrauber und andere Luftfahrzeuge und damit auch die Einsatzkräfte gefährden können. Im Bereich Waldaschaff und auf den Zufahrtswegen zum Waldgebiet ist weiterhin mit einem erhöhten Aufkommen von Feuerwehr- und Einsatzfahrzeugen zu rechnen. Zufahrts- und Rettungswege müssen unbedingt freigehalten werden.
Die Einsatzleitung liegt bei Feuerwehreinsatzleiter Thorsten Fleckenstein, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff. Bei der Führung und Koordination des umfangreichen Einsatzes wird er durch die gesamte Kreisbrandinspektion des Landkreises Aschaffenburg unterstützt, an deren Spitze Kreisbrandrat Frank Wissel steht.
In die Koordination des Einsatzgeschehens waren auch Aschaffenburgs Landrat Dr. Alexander Legler sowie der Erste Bürgermeister der Gemeinde Waldaschaff, Markus Grimm, eingebunden. Im Landratsamt Aschaffenburg waren die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) sowie die Kommunikationsgruppe besetzt. Von dort wurden die erforderlichen Maßnahmen auf Ebene der Katastrophenschutzbehörde koordiniert und die Einsatzleitung vor Ort unterstützt.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Flächen- und Waldbrandes aufgenommen. Zur Brandursache liegen bislang keine abschließenden Erkenntnisse vor.
Die Löscharbeiten werden am Sonntag mit hoher Intensität fortgeführt. Die Lage wird weiterhin engmaschig überwacht. Eine abschließende Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Brandgeschehens sowie zur Dauer des Einsatzes ist derzeit noch nicht möglich.
 
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 16. August 2026

Update zum Waldbrand in Waldaschaff

 
𝗕𝗿𝗮𝗻𝗱 𝗵𝗮𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝗯𝗿𝗲𝗶𝘁𝗲𝘁 – 𝗕𝗿𝗮𝗻𝗱𝗳𝗹𝗮𝗲𝗰𝗵𝗲 𝗮𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹 𝗿𝘂𝗻𝗱 𝟯𝟬𝟬.𝟬𝟬𝟬 𝗤𝘂𝗮𝗱𝗿𝗮𝘁𝗺𝗲𝘁𝗲𝗿 – 𝗟𝗼𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝘀𝗲𝗶𝘁 𝗧𝗮𝗴𝗲𝘀𝗮𝗻𝗯𝗿𝘂𝗰𝗵 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘃𝗶𝗲𝗿𝘁
Die Lage beim Waldbrand in Waldaschaff hat sich über die vergangenen Nachtstunden stabilisiert. Der Brand hat sich in der vergangenen Nacht nach aktuellem Stand nicht weiter ausgebreitet. Mit Tagesanbruch wurden die Löscharbeiten intensiv fortgesetzt. Der Schwerpunkt liegt weiterhin darauf, verbliebene Brand- und Glutnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen.
 
𝗕𝗿𝗮𝗻𝗱𝗳𝗹𝗮𝗲𝗰𝗵𝗲 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗮𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗕𝗲𝘄𝗲𝗿𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗿𝘂𝗻𝗱 𝟯𝟬𝟬.𝟬𝟬𝟬 𝗤𝘂𝗮𝗱𝗿𝗮𝘁𝗺𝗲𝘁𝗲𝗿
Nach einer erneuten Bewertung der Lage gehen die Einsatzkräfte derzeit von einer betroffenen Brandfläche von rund 300.000 Quadratmetern aus. Die zuvor kommunizierte Flächenangabe wird damit entsprechend korrigiert.
Die genauere Einschätzung der Brandfläche ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten anspruchsvoll. Teile des betroffenen Waldgebietes sind nur schwer zugänglich, was sowohl die Erkundung als auch die Löscharbeiten erschwert.
Zur Unterstützung der Einsatzkräfte ist auch die landkreiseigene Drohne mit Wärmebildtechnik eingebunden. Aus der Luft können damit Wärmequellen und mögliche Glutnester lokalisiert werden, die anschließend durch die Einsatzkräfte am Boden gezielt kontrolliert und abgelöscht werden.
Im Laufe des heutigen Tages ist im Bereich Waldaschaff sowie auf den Zufahrtswegen zum betroffenen Waldgebiet weiterhin mit einem erhöhten Aufkommen von Feuerwehr- und Einsatzfahrzeugen zu rechnen. Die Bevölkerung wird gebeten, die Zufahrts- und Rettungswege unbedingt freizuhalten.
Auch im Zusammenhang mit dem Einsatz ist weiterhin mit Flugverkehr zu rechnen. Dabei können Polizeihubschrauber zur Unterstützung der Brandbekämpfung sowie für Löschwasserabwürfe eingesetzt werden.
 
𝗪𝗮𝗹𝗱𝗴𝗲𝗯𝗶𝗲𝘁 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗵𝗶𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗯𝗲𝘁𝗿𝗲𝘁𝗲𝗻 – 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻𝘀𝗴𝗲𝗳𝗮𝗵𝗿
Auch wenn sich der Brand in der vergangenen Nacht nicht weiter ausgebreitet hat, bedeutet dies keine Entwarnung für das betroffene Waldgebiet.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit, der Brandeinwirkung und der teilweise schwierigen Geländeverhältnisse bestehen weiterhin erhebliche Gefahren. Bereits in der vergangenen Nacht sind Bäume unvermittelt umgestürzt.Weitere Baumstürze sowie herabfallende Äste können nicht ausgeschlossen werden.
Es besteht Lebensgefahr. Die Bevölkerung wird deshalb dringend aufgefordert, die Einsatzstelle weiträumig zu meiden und das betroffene Waldgebiet keinesfalls zu betreten.
Auch Schaulustige werden ausdrücklich gebeten, sich von der Einsatzstelle fernzuhalten. Private Drohnen dürfen im Einsatzgebiet keinesfalls betrieben werden, da sie die eingesetzten Luftfahrzeuge und damit die Einsatzkräfte gefährden können.
 
𝗪𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗛𝗶𝗻𝘄𝗲𝗶𝘀 𝗮𝗻 𝗟𝗮𝗻𝗱𝘄𝗶𝗿𝘁𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻
Die große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung, insbesondere auch von Landwirten, Unternehmen und Betrieben, wird ausdrücklich begrüßt und sehr geschätzt. Gleichzeitig bitten wir darum, keine eigenständigen Unterstützungs- oder Hilfsmaßnahmen im Bereich der Einsatzstelle durchzuführen und nicht unaufgefordert mit Fahrzeugen, Maschinen oder sonstigem Gerät zum Einsatzgebiet zu kommen.
Die Maßnahmen und benötigten Ressourcen werden zentral durch die Feuerwehreinsatzleitung koordiniert. Sollte zusätzliche Unterstützung, beispielsweise durch landwirtschaftliche Fahrzeuge, Maschinen, Wassertransportmöglichkeiten oder sonstige technische Ausstattung erforderlich sein, wird die Feuerwehreinsatzleitung gezielt auf die entsprechenden Betriebe und Unterstützer zukommen.
Damit werden unnötiger Fahrzeugverkehr und zusätzliche Gefährdungen im Einsatzgebiet vermieden und sichergestellt, dass Zufahrts- und Rettungswege jederzeit für die Einsatzkräfte frei bleiben.
Daher unsere ausdrückliche Bitte: Keine Eigeninitiative im Einsatzgebiet. Wenn Unterstützung benötigt wird, melden wir uns.
 
𝗗𝗶𝗲 𝗟𝗼𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻 𝗶𝗺 𝗧𝗮𝗴𝗲𝘀𝘃𝗲𝗿𝗹𝗮𝘂𝗳 𝗺𝗶𝘁 𝗵𝗼𝗵𝗲𝗿 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘁𝗮𝗲𝘁 𝗳𝗼𝗿𝘁𝗴𝗲𝗳𝘂𝗲𝗵𝗿𝘁. 𝗨𝗲𝗯𝗲𝗿 𝘄𝗲𝘀𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗩𝗲𝗿𝗮𝗲𝗻𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗘𝗶𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇𝗹𝗮𝗴𝗲 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗶𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗶𝗲𝗿𝘁.
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 16. August 2026

Flächen- und Waldbrand in Waldaschaff: Rund 600 Einsatzkräfte und zwei Polizeihubschrauber im Einsatz

Am Samstagnachmittag, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, begann gegen 16:20 Uhr der Einsatz zur Bekämpfung eines ausgedehnten Flächen- und Waldbrandes in Waldaschaff. Innerhalb kurzer Zeit wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert und zur Einsatzstelle entsandt. Nach derzeitigem Stand erstreckte sich die vom Brand betroffene Fläche auf rund 50.000 Quadratmeter.
Zur Unterstützung der Einsatzkräfte am Boden waren zwei Polizeihubschrauber in die Brandbekämpfung eingebunden und führten Löschwasserabwürfe aus der Luft durch. Das dafür benötigte Löschwasser nahmen die Hubschrauber aus einem Löschwasserbehälter am Sportplatz in Waldaschaff auf. Auf diese Weise konnten insbesondere schwer zugängliche Brandbereiche aus der Luft erreicht und gezielt bekämpft werden.
Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Polizeihubschrauber ihre Löschmaßnahmen für den Samstag beenden. Am Sonntagmorgen sollen die Löscharbeiten aus der Luft mit den Polizeihubschraubern wieder aufgenommen werden.
Die umfangreichen Maßnahmen der Einsatzkräfte zeigten im Laufe des Abends Wirkung: Das Feuer breitete sich nicht weiter aus. Dennoch waren weiterhin umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich. Um tieferliegende Glutnester erreichen und gezielt abgelöscht werden zu können, musste der Waldboden an zahlreichen Stellen in aufwendiger Handarbeit mit speziellen Waldbrandwerkzeugen geöffnet und abgelöscht werden**.
Die Löscharbeiten waren für die eingesetzten Kräfte mit erheblichen körperlichen Belastungen verbunden. Die hochsommerlichen Temperaturen, das unwegsame Gelände und die teils schwere körperliche Arbeit verlangten den Einsatzkräften alles ab. Insbesondere die Arbeiten an den Glutnestern mussten unter diesen erschwerten Bedingungen mit großer Sorgfalt durchgeführt werden.
Auch über die gesamte Nacht werden Einsatzkräfte vor Ort bleiben und die Lösch- und Nachlöscharbeiten fortführen. Die betroffenen Bereiche werden dabei fortlaufend kontrolliert, um verbliebene Glutnester aufzuspüren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Zu Beginn des Einsatzes mussten vorsorglich mehrere Wohnhäuser evakuiert werden. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden vorübergehend in der Waldaschaffer Sporthalle untergebracht und dort durch Einsatzkräfte des Betreuungsdienstes betreut. Im weiteren Verlauf konnten die betroffenen Wohnhäuser wieder freigegeben werden, sodass die Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Wohnanwesen zurückkehren konnten.
Bei den Löscharbeiten verletzten sich drei Feuerwehrdienstleistende leicht. Sie wurden vor Ort durch den anwesenden Notarzt medizinisch versorgt. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.
Insgesamt waren rund 600 Einsatzkräfte (Stand 22:00 Uhr) in die umfangreichen Maßnahmen eingebunden. Darunter befanden sich rund 60 Einsatzkräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes, die unter der Leitung der Sanitätseinsatzleitung die medizinische Absicherung und sanitätsdienstliche Versorgung des Einsatzes sicherstellten.
Für die Verpflegung und Versorgung der Einsatzkräfte sorgte die landkreiseigene Logistikeinheit zusammen mit der Feldküche. Damit war auch bei der hohen Zahl eingesetzter Kräfte eine kontinuierliche Versorgung vor Ort gewährleistet.
Ein besonderer Dank gilt den örtlichen Landwirten und Unternehmen, die die Löscharbeiten aktiv unterstützten oder ihre Hilfe anboten. Die große Hilfsbereitschaft und die unkomplizierte Zusammenarbeit vor Ort leisteten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Einsatzlage.
Auch Aschaffenburgs Landrat Dr. Alexander Legler sowie der Erste Bürgermeister der Gemeinde Waldaschaff, Markus Grimm, waren in das Einsatzgeschehen eingebunden.
Im Landratsamt Aschaffenburg waren die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) sowie die Kommunikationsgruppe besetzt. Von dort aus wurden die erforderlichen Maßnahmen auf Ebene der Katastrophenschutzbehörde koordiniert und die Einsatzleitung vor Ort unterstützt.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Ursache des Flächen- und Waldbrandes ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die Lage wird weiterhin engmaschig überwacht. Am Sonntagmorgen werden die Einsatzmaßnahmen wieder hochgefahren und die umfangreichen Nachlöscharbeiten fortgesetzt.
Für das vom Brand betroffene Waldgebiet besteht ein Betretungsverbot. Der Wald darf keinesfalls betreten werden. Durch das Brandgeschehen sind zahlreiche Bäume geschädigt und können auch nachträglich unvermittelt umstürzen. Es besteht akute Lebensgefahr.
 
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 15. August 2026

Dringende Bitte an alle Unterstützerinnen und Unterstützer

 
Wir bitten dringend darum, keine weiteren Materialien oder Gerätschaften durch Landwirte, Unternehmen oder Privatpersonen an unsere Einsatzstelle zu bringen. Aktuell werden keine zusätzlichen Materialien oder Gerätschaften benötigt. Sollte im weiteren Einsatzverlauf gezielt etwas benötigt werden, werden wir uns mit einem entsprechenden Aufruf an Sie wenden.
 
Wir bedanken uns herzlich für die große Hilfsbereitschaft und Unterstützung und bitten um Verständnis, bis zu einem konkreten Aufruf von weiteren Anlieferungen abzusehen.
 
𝗩𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻 𝗗𝗮𝗻𝗸 𝗳𝘂𝗲𝗿 𝗜𝗵𝗿𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘁𝘂𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗜𝗵𝗿 𝗩𝗲𝗿𝘀𝘁𝗮𝗲𝗻𝗱𝗻𝗶𝘀!
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 15. August 2026

Größerer Flächen- und Waldbrand in Waldaschaff

Die Brandbekämpfung an der Einsatzstelle in Waldaschaff läuft weiterhin auf Hochtouren. Aufgrund der Größe und Dynamik des Einsatzgeschehens wurden mehrere Einsatzabschnitte eingerichtet, um die umfangreichen Maßnahmen zu koordinieren und die eingesetzten Kräfte zielgerichtet führen zu können.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen lag zunächst auf dem Schutz der angrenzenden Bebauung. Durch den umfassenden Löscheinsatz konnte diese erfolgreich geschützt und ein Übergreifen des Feuers auf Wohnanwesen verhindert werden. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich weiterhin darauf, die Brandausbreitung im Waldgebiet einzudämmen und die betroffenen Flächen gezielt abzulöschen.
Die intensive Brandbekämpfung erfordert große Mengen Löschwasser. Zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Löschwasserversorgung kommen unter anderem Abrollbehälter Wasser sowie Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr zum Einsatz. Darüber hinaus unterstützen örtliche Landwirte und Unternehmen mit wasserführenden Fahrzeugen und Tankfahrzeugen den Wassertransport. Durch das Zusammenwirken aller Beteiligten können fortlaufend größere Mengen Löschwasser zur Einsatzstelle gebracht und für die Brandbekämpfung bereitgestellt werden.
Unterstützung wird auch aus der Luft erwartet: Mehrere Polizeihubschrauber sollen die Einsatzkräfte durch gezielte Löschwasserabwürfe bei der weiteren Brandbekämpfung unterstützen.
Auch der Rettungs- und Sanitätsdienst ist mit Einsatzkräften vor Ort. Diese stellen während der gesamten Einsatzdauer die sanitätsdienstliche Absicherung der eingesetzten Kräfte sicher.
Die Löscharbeiten in Waldaschaff dauern weiterhin an und werden mit hoher Intensität fortgeführt. Eine abschließende Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Brandgeschehens sowie zur Dauer des Einsatzes ist derzeit noch nicht möglich.
Weitere Informationen folgen, sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen
 

 
erstmedlung

Wir berichten weiter!
Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 15. August 2026

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