Der Landkreis Aschaffenburg hat für die Drohneneinheit des Landkreises bei der Freiwilligen Feuerwehr Karlstein zwei moderne Einsatzdrohnen beschafft. Mit der DJI Matrice 400 inklusive Zenmuse H30T sowie der DJI Matrice 4TD stehen künftig zwei Systeme zur Verfügung, die sich optimal ergänzen und je nach Einsatzlage ihre jeweiligen Stärken ausspielen. Die beiden Drohen mit ihrem Zubehör sind auf dem Gerätewagen Erkunden und Messen (Florian Karlstein 66/1) verladen.
Die DJI Matrice 4TD ist als kompaktes und schnell einsatzbereites System für die erste Lageerkundung ausgelegt. Mit einer Flugzeit von bis zu 54 Minuten, hochauflösender Wärmebildtechnik, mehreren Kameras sowie einer zusätzlichen LiDAR-Payload ermöglicht sie innerhalb kürzester Zeit einen umfassenden Überblick über eine Einsatzstelle. Gerade bei zeitkritischen Lagen kann sie innerhalb weniger Minuten in der Luft sein und liefert der Einsatzleitung wichtige Informationen.
Die DJI Matrice 400 bildet dagegen das leistungsstarke Flaggschiff der Drohneneinheit. Mit einer Flugzeit von bis zu 59 Minuten, einer Nutzlast von bis zu sechs Kilogramm, der leistungsfähigen Zenmuse H30T-Kamera mit hochauflösender Zoom- und Wärmebildtechnik sowie integriertem LiDAR und Radarsensorik eignet sie sich insbesondere für komplexe und länger andauernde Einsatzlagen. Ergänzt wird das System durch einen Suchscheinwerfer und einen Lautsprecher, wodurch sich die Einsatzmöglichkeiten nochmals deutlich erweitern.
Durch die Kombination beider Systeme kann künftig für nahezu jede Lage die passende Drohne eingesetzt werden: Die Matrice 4TD überzeugt durch ihre hohe Mobilität und schnelle Verfügbarkeit, während die Matrice 400 ihre Stärken bei anspruchsvollen Einsatzszenarien, großen Schadenslagen und längeren Missionen ausspielt.
Auch die zukünftigen Einsatzschwerpunkte orientieren sich an den Aufgaben, die die Drohneneinheit des Landkreises bei der Freiwilligen Feuerwehr Karlstein bereits in den vergangenen Jahren regelmäßig übernommen hat. Dazu zählen insbesondere die Personensuche in Zusammenarbeit mit Polizei und Rettungsdienst, die Erkundung von Brandstellen und Vegetationsbränden, die Suche nach Glutnestern mittels Wärmebildkamera, die Dokumentation und Lageerkundung bei größeren Schadenslagen sowie die Unterstützung der Einsatzleitung durch aktuelle Luftbilder. Ebenso kommen die Systeme bei Unwetterlagen, Verkehrsunfällen, Gefahrguteinsätzen und Einsätzen im Bereich des Mains zur Erkundung und Dokumentation zum Einsatz.
Mit der Erweiterung der Drohnenflotte ist der Landkreis Aschaffenburg für zukünftige Einsatzlagen noch leistungsfähiger aufgestellt und kann Einsatzkräfte durch moderne Luftaufklärung schneller, sicherer und zielgerichteter unterstützen.
(Quelle und Bilder FF Karlstein)






















