Trotz anhaltender Kälte ist das Betreten von entstehenden Eisflächen von Seen und Tümpeln noch sehr gefährlich.
Eis ist erst ab einer Stärke von mindestens 15 Zentimetern ausreichend dick, um Menschen zu tragen – absolute Sicherheit gibt es aber auch dann nicht. Durch Strömungen, Wind, einmündende Bäche, Quellen oder wechselnde Wasserstände kann sich die Fläche auch auf kleinem Raum schnell verändern. Selbst wenn das Eis an einer Stelle trägt, kann es wenige Meter weiter bereits gefährlich dünn sein. Schnee auf dem Eis wirkt zusätzlich isolierend und verdeckt mögliche Schwachstellen. Unterm Eis könnten sich außerdem Hohlräume bilden und zu plötzlichen Einbrüchen führen.
Knackt oder knistert das zunächst als sicher eingestufte Eis, so ist die Eisfläche umgehend zu verlassen. Wenn das Eis unter den Füßen nachgibt oder zu brechen beginnt, ist es ratsam, sich sofort flach auf das Eis zu legen. So wird das Körpergewicht auf eine größere Fläche verteilt. Anschließend sollte man sich in Bauchlage langsam und vorsichtig in Richtung Ufer zurückbewegen.
Bei Einbrüchen in das Wasser droht Lebensgefahr und es zählt jede Sekunde. Bei einem beobachteten Eisunfall nicht selbst aufs Eis gehen, sondern sofort den Notruf 112 wählen. Eingebrochenen vom Ufer aus mit Hilfsmitteln helfen, zum Beispiel mit Ästen, Schals, Stöcken oder Leinen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.











